Nachfolgende Informationen sind Ergänzungen zur Einführungsschrift und den im WIS veröffentlichten Arbeitsbeschreibungen.
Wir präsentieren diverse Innovationen und Highlights des neuen Fahrzeugs. Unabhängig davon sind für die Reparatur- und Diagnosearbeiten die jeweils veröffentlichten Informationen (WIS und XENTRY Diagnostics) zu verwenden. Weitere Informationen können der Einführungsschrift entnommen werden.
S00.00-4516-75
Das Fahrzeug ist in nachfolgenden Ausführungen seit Markteinführung erhältlich: |
Aggregateübersicht | |||||
Verkaufsbezeichnung | Ausführung | Typ | Motor | Schaltgetriebe | Automatikgetriebe |
V 200 CDI | Luxuskombi lang (A2) | 447.813 | 651.950 | 711.680 | 722.908 |
- | |||||
V 200 CDI | Marco Polo | 447.813 | 651.950 | 711.680 | 722.908 |
- | |||||
Funktionsgruppe (FG) 00 Gesamtfahrzeug
Funktionsuntergruppe (FUG) 00 Allgemeines
Innovationen und Neuerungen
V-Klasse
Zu den besonderen Innovationen der neuen V-Klasse zählen die neue Heckklappe und die zweite Ladeebene. Die V-Klasse lässt sich mit zahlreichen Ausstattungen wie z. B. COMAND Online, Ambientebeleuchtung oder der 360°-Kamera aufwerten. Optional werden alle Lichtfunktionen (außer Rückfahrlicht) in LED-Technik angeboten. Die LED Leuchteinheiten vorn links (E1/1) und rechts (E2/1) mit Intelligent Light System (ILS) setzen ein optisches Ausrufezeichen und erhöhen gleichzeitig die Sicherheit.
Marco Polo
Der Marco Polo steht in der mittleren Aufbaulänge der V-Klasse als Linkslenker zur Verfügung.
Die Fahrzeugbreite und Fahrzeuglänge des Marco Polo ist identisch mit den Abmessungen der V-Klasse. Lediglich die Fahrzeughöhe erhöht sich aufgrund des serienmäßig mechanisch und optional elektrischen Aufstelldachs um ca. 10 cm.
Technisches Training bzw. Schulungen
Zur Qualifizierung der Mitarbeiter müssen folgende Trainingsmaßnahmen von der jeweils betroffenen Mitarbeitergruppe absolviert werden:
Servicepersonal
e-Training (Pflichttraining)
Ziel des e-Trainings ist es, einen groben Überblick über das gesamte Fahrzeug zu geben. Hier werden die Neuheiten und die daraus resultierenden Vorteile erläutert und präsentiert. In Bezug auf die Neuheiten wird ein Teil der Bedienungen und Funktionen angesprochen, wie beispielsweise die Fahrerassistenzsysteme. Dieses e-Training ist die Voraussetzung für den Besuch des eintägigen Markteinführungstrainings für Serviceberater und des zweitägigen Markteinführungstrainings für Werkstattfachkräfte.
Serviceberater
Markteinführungstraining 1 Tag (Pflichttraining)
Im Markteinführungstraining steht den Serviceberatern das Fahrzeug dann als Anschauungsobjekt zur Verfügung. Hier werden die wichtigsten Funktionen und deren Bedienung direkt am Fahrzeug im Echtbetrieb erläutert. Ebenso beinhaltet dieses Training Informationen zu den Themen Nachrüstungen, Zubehör und Serviceargumente.
Systemtechniker
Markteinführungstraining 2 Tage (Pflichttraining)
Für die Werkstattfachkräfte liegen die Schwerpunkte des Markteinführungstrainings in den Bereichen Diagnose, Reparatur und Wartung. Hierzu werden viele Praxisbeispiele zur Erklärung und zum besseren Verständnis der Funktionen und deren Bedienung angeboten.
FUG 01 Anwenderinformationen
Digitale Betriebsanleitung (DiBA)
Bei der neuen V-Klasse steht erstmals eine DiBA zur Verfügung. Der Kunde kann diese über die Audio/COMAND Bedieneinheit (A40/9) unter: Menü Fahrzeug Betriebsanleitung abrufen. Eine reduzierte Druckversion wird jedoch nach wie vor jedem Fahrzeug beiliegen. Bei einer Inbetriebnahme des Audio/COMAND wird die DiBA programmiert. Die DiBA-Software muss passend zum Fahrzeug über EPC mitbestellt werden.
FUG 19 Elektrik Fahrzeug, Gesamtvernetzung
Funktionsdiagnose
Erstmalig steht eine Funktionsdiagnose zur Verfügung, welche folgende Systeme abdeckt:
Energiemanagement
ECO Start-Stopp
CAN-Bus
Ethernet - Diagnostics over Internet Protocol (DoIP)
Die neue V-Klasse erhält erstmals eine Ethernet-Fahrzeugschnittstelle zum Aufspielen von großen Datenmengen in der Telematik. Die hohe Bandbreite ermöglicht eine schnelle Steuergeräteprogrammierung der DiBA und der Funktionssoftware der MOST-Komponenten (Audio/COMAND, Soundsystem und DAB-Tuner). Für die Steuergeräteprogrammierung der Funktionssoftware wird zusätzlich eine Regio DVD benötigt. Sie wird zusammen mit dem XENTRY Diagnostics Update (DVD bzw. XENTRY Kit BD) verteilt. Hierbei ist zu beachten, dass der Multiplexer erst ab Systemnummer 40000 DoIP unterstützt. Das Gerät ist auf der Rückseite mit „SDConnect DolP“ beschriftet. Beim XENTRY Connect muss nichts berücksichtigt werden.
Schaltpläne und Bilder im Werkstatt-Informations-System (WIS)
Schaltpläne stehen seit Markteinführung vollumfänglich zur Verfügung. Die Funktionsschemen und die darin befindlichen Sprungfunktionalitäten, unter anderem auf Einbauorte, sind im WIS verfügbar.
FUG 20 Wartung, Wartungssysteme (FSS, ASSYST)
Diagnose News
Hierdurch wird die Werkstatt über aktuelle Änderungen in der Diagnose für den Typ 447 informiert.
Ablieferungskontrolle und Wartung
Die Mercedes-Benz VAN-Wartungsstrategie für Midsize-Vans gilt ebenfalls für die V-Klasse.
"ASSYST" mit der Startlaufstrecke "40.000 km / 2 Jahre".
(Economic Commission for Europe (ECE), länderspezifisch abweichende Kilometerintervalle)
Service A und B im Wechsel.
Die Betriebsstoffe orientieren sich an den bisher bekannten Betriebsstoffvorschriften der Mercedes-Benz PKW- und VAN-Baureihen.
Die gültigen Dokumentationen sind wie gewohnt dem WIS zu entnehmen.
Für die V-Klasse wird vor Auslieferung an den Kunden eine Ablieferungskontrolle realisiert. Die Inhalte und Vorgehensweise können der Arbeitsanleitung (AP00.20-D-1100A) entnommen werden.
FUG 40 Betriebsstoffe
Automatikgetriebeöl
Es darf nur Automatikgetriebeöl der Spezifikation 236.15 verwendet werden. Die Farbe des Öls wurde von Rot in Blau geändert.
Das blaue Öl darf nicht in älteren Getrieben verwendet werden.
Genauere Informationen sind der AP27.00-S-2702E zu entnehmen.
FG 07 Gemischaufbereitung
FUG 16 Dieseleinspritzsystem Common Rail
Injektoren
Bei den verfügbaren Motoren werden ausschließlich magnetventilgesteuerte Injektoren verbaut.
Injektoren mit einem Sonderwerkzeug (651 589 01 33 00 Ausschlagklaue) ausbauen.
FG 27 Automatikgetriebe
FUG 00 Allgemeines
Automatikgetriebe Öl- und Ölfilterwechsel
Die Ölwanne und das Überlaufrohr wurden, zur Optimierung der Ölversorgung des neuen Automatikgetriebes, neu ausgelegt.
Aufgrund dessen muss bei einem Ölwechsel die Ölwanne ausgebaut und das Überlaufrohr mit einem Sonderwerkzeug (722 589 03 15 00 Dorn) erneuert werden. Diese Schritte sind notwendig, um ein Ablaufen des kompletten Getriebeöls zu gewährleisten. Die hierzu vorhandene Arbeitsanleitung (AP27.00-S-2702E) ist zu beachten.
FUG 60 Schaltung, Steuerung
Bei Fahrzeugen mit Code FA8 (AGILITY SELEKT Schalter) ist darauf zu achten, dass die Adaption der Schaltvorgänge des Automatikgetriebes ausschließlich in den Fahrprogrammen „E“ und „C“ durchgeführt wird. Eine Adaption in den Fahrprogrammen „M“ oder „S“ führt dazu, dass entweder keine oder falsche Adaptionswerte abgespeichert werden.
FG 40 Räder, Fahrwerkvermessung
FUG 00 Allgemeines
Radwechsel, Anheben, Absenken
Die neue V-Klasse verfügt über eine elektrische Feststellbremse (EFB). Einmalig im Markt ist dabei die Kombination folgender Merkmale:
EFB,
Hinterradantrieb,
Automatikgetriebe oder Schaltgetriebe,
Schräglenkerkonstruktion der Hinterachse.
Sollen nach dem Anheben des Fahrzeugs die Hinterräder abmontiert oder Arbeiten am Antriebsstrang (Gelenkwellen usw.) durchgeführt werden, muss das Fahrzeug angehoben (bzw. ggf. auch abgesenkt) werden, ohne dass der Antriebsstrang dadurch verspannt wird. Daher sind bei allen Fahrzeugen mit EFB im Werkstattbetrieb folgende Hinweise zu beachten:
Bei Fahrzeugen mit Schaltgetriebe muss beim Anheben die Neutralstellung eingelegt sein.
Bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe muss beim Anheben die Stufe „N“ eingelegt sein. Da nach dem Abstellen des Motors und dem darauf folgenden Öffnen der Fahrertür, unabhängig von der aktuell eingelegten Fahrstufe, automatisch Stufe „P“ eingelegt wird, muss deshalb bei geöffneter Fahrertür, betätigtem Bremspedal und gleichzeitig steckendem Schlüssel manuell Stufe „N“ eingelegt werden. Anschließend darf der Schlüssel jedoch nicht abgezogen werden, da beim Abziehen des Schlüssels grundsätzlich automatisch Stufe „P“ eingelegt wird.
Bei abgesenktem Fahrzeug und weiterhin eingelegter Stufe „N" oder eingelegter Neutralstellung können die noch nicht auf Sollwert angezogenen Radschrauben ohne weitere Maßnahmen angezogen werden.
FG 42 Bremsen - Hydraulik und Mechanik
FUG 20 Feststellbremse
EFB
Hierzu müssen die nachfolgenden Informationen beachtet werden:
Montageposition und Kalibrierung
Bei den unten aufgeführten Arbeiten muss die EFB mit dem Diagnosesystem in die Montageposition versetzt werden. Nach Abschluss der Arbeiten muss mit dem Diagnosesystem die Montageposition wieder deaktiviert werden und eine Kalibrierung vorgenommen werden. Der Zündschlüssel darf während Reparaturarbeiten nicht abgezogen werden, da beim Abziehen des Schlüssels die EFB grundsätzlich automatisch vollständig zuzieht. Ebenso darf der Schalter der EFB nicht betätigt werden, da ansonsten die Montageposition deaktiviert wird.
Steuergerät elektrische Feststellbremse (EFB) (A13) erneuern,
Bremsscheiben der Hinterachse erneuern,
Bremsbacken der Feststellbremse erneuern,
Bremsseilzüge einstellen bzw. erneuern,
Aus- und Einbau der Schräglenker Hinterachse.
Einbremsen nach Erneuern der Bremsscheiben der Hinterachse bzw. Bremsbacken der Feststellbremse
Hierzu muss das Steuergerät elektrische Feststellbremse (EFB) (A13) erfolgreich kalibriert sein. Anschließend kann dann das Einbremsen im Fahrbetrieb oder Rollenbetrieb durchgeführt werden. Die Hinweise, Prüfabläufe und Menüpunkte des Diagnosesystems sind für eine erfolgreiche Normierung abzuarbeiten.
Sicherheitshinweise
Bei jeglichen Arbeiten an der EFB müssen die Hinweise, Warnungen, Verhaltensregeln und Schutzmaßnahmen eingehalten werden.
Ansonsten können Verletzungen und Beschädigungen entstehen.
Ein Aushängen der Bremsseilzüge an der Trennstelle bzw. ein Ausstecken des Stellglieds ist nicht zulässig.
Ansonsten können Beschädigungen entstehen.
FG 49 Abgasanlage
Die Abgasanlage beinhaltet einen motornahen Oxidationskatalysator und unmittelbar danach einen Dieselpartikelfilter (DPF). In Abhängigkeit der Schadstoffgruppe werden ein Haupt- und Nachschalldämpfer oder zwei SCR-Katalysatoren und ein Nachschalldämpfer verbaut.
FG 54 elektrische Anlage, Ausrüstung und Instrumente
FUG 00 Allgemeines
Bei Prüf- und Reparaturarbeiten muss eine ausreichende Spannungsversorgung des Fahrzeugbordnetzes sichergestellt werden (AR54.10-S-1127E).
S54.10-4625-78
F1 | Vorsicherungsdose | G1/13 | Batterie Not-P (mit Getriebe 722.9 ohne Code MJ8 (ECO Start-Stopp-Funktion)) | |
G1 | Bordnetzbatterie | B95 | Batteriesensor | |
G1/12 | Stützbatterie (mit Code MJ8 (ECO Start-Stopp-Funktion)) |
FUG 10 Batterie, Spannungsversorgung, Spannungswandler
Spannungsversorgung
Spannungsversorgung bei der V-Klasse
Die Bordnetzbatterie (G1) mit Batteriesensor (B95), Stützbatterie (G1/12) oder Batterie Not-P (G1/13) ist im Sitzkasten der Beifahrerseite untergebracht. Direkt davor sitzt die Vorsicherungsdose (F1).
Die Stützbatterie (G1/12) übernimmt die Funktion des DC/DC-Wandlers für den Zeitraum der Startphase (ein paar Millisekunden) und sorgt für eine konstante (gestützte) Bordnetzspannung bei einem Wiederstart des Motors. Die Stützbatterie (G1/12) wird vom Steuergerät Signalerfass- und Ansteuermodul (SAM) (N10/1) überwacht und über ein Relais geladen.
Die Batterie Not-P (G1/13) ersetzt bei Fahrzeugen mit Getriebe 722.9 und ohne Code MJ8 (ECO Start-Stopp-Funktion) die Stützbatterie (G1/12), um durch "Shift-by-Wire" jederzeit, auch bei Ausfall der Bordnetzbatterie (G1), einen Wechsel in die Stufe "P" zu gewährleisten.
Das weiterentwickelte Generatormanagement kommt bei der V-Klasse serienmäßig zum Einsatz. Dieses trägt zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs sowie der CO2-Emissionen bei. Bei ausreichend hohem Ladezustand wird die Ladefunktion des Generators abgeschaltet und das Bordnetz aus der Batterie versorgt. Die Ladung der Batterie erfolgt im Schubbetrieb bzw. in Abhängigkeit des Ladezustands der Batterie, welcher permanent überwacht wird.
Der Sicherungsbelegungsplan befindet sich in der Druckausgabe der Betriebsanleitung des Fahrzeugs.
Spannungsversorgung beim Marco Polo
Die serienmäßige Zusatzbatterie 12 V 80 Ah des Marco Polo ist unter dem Fahrersitz positioniert und versorgt die Verbraucher im Fond.
Sobald der 230 V Netzanschluss gewährleistet ist, erfolgt die Spannungsversorgung der Zusatzbatterie über den Außenanschluss.
Das Ladegerät der Zusatzbatterie befindet sich hinter der Serviceabdeckung unterhalb der Kühlbox. Sobald der 230 V Netzanschluss hergestellt ist, arbeitet das Ladegerät vollautomatisch. Zudem wird die Zusatzbatterie über den Generator des Motors geladen. Der Ladezustand sowie die Ladekapazität wird über die Zentralelektronik Anzeigeeinheit (N10/17) dargestellt. Zusätzlich unterstützt das Ladegerät die Bordnetzbatterie (G1). Dabei handelt es sich um eine unterstützende Ladung. Die Bordnetzbatterie (G1) wird nicht vollgeladen.
FUG 15 Sicherungs- und Relaismodul
Nachfolgende drei Sicherungs- und Relaismodule sind im Fahrzeug verbaut:
K40/10 | Sicherungs- und Relaismodul Motorraum |
S54.15-4571-81
K40/11 | Sicherungs- und Relaismodul Stirnwand |
S54.15-4572-81
K40/12 | Sicherungs- und Relaismodul, Beifahrerfußraum |
S54.15-4573-81
FUG 21 Steuergeräte/Module
Touchpad
Das Steuergerät Touchpad (A40/5) ist im Steuergerät Zentrale Bedieneinheit (ZBE) (A40) integriert. Hinter der Touch-Fläche sind drei berührungssensitive Tasten angeordnet, mit denen sich wichtige Funktionen schnell und direkt bedienen lassen (Zurück-Funktion, Einsprung ins Favoritenmenü, Audio-Kurzmenü). Zur Orientierung bei Nacht sind die Symbole auf der Bedienfläche beleuchtet. Durch das Steuergerät Touchpad (A40/5) können alle Funktionen der Audio/COMAND Bedieneinheit (A40/9) gesteuert werden. Die Eingabe von Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen ist mittels Handschrift ebenfalls möglich. Fehleingaben werden dabei durch eine spezielle Handablagenerkennung verhindert. Hierzu wird ein Sensorsignal ausgewertet und erkannt, ob die Hand nur auf dem Touchpad abgelegt wurde oder tatsächlich eine Eingabe getätigt werden soll. Alternativ kann die Eingabe auch weiterhin über die üblichen Tasten erfolgen. Der Benutzer hat jederzeit die freie Wahl der Eingabemethode.
A40/5 | Steuergerät Touchpad |
S54.21-4624-82
Zentrale Steuereinheit des Marco Polo
Der Marco Polo erhält serienmäßig mit dem Code FF2 (Mittelkonsole mit 1-DIN-Schacht) eine neu gestaltete zentrale Steuereinheit. Die Steuerung erfolgt über zwei zusätzliche Pfeiltasten auf der linken Seite und einen Dreh-Drück-Taster auf der rechten Seite. Die Anzeigen sind auf einem großen Display dargestellt.
Über die Zentralelektronik Anzeigeeinheit (N10/17) können die folgenden Informationen der Reisemobileinrichtung abgerufen und Einstellungen vorgenommen werden:
Uhrzeit und Wecker
Außentemperatur
Ladezustand/Spannung der Zusatzbatterie
Füllstandanzeige für Frischwasser- und Abwasserbehälter
Bedienung und Programmierung der Warmluft-Zusatzheizung
Bedienung der Kühlbox, Temperaturanzeige
Bedienung des elektrischen Aufstelldachs (Option)
N10/17 | Zentralelektronik Anzeigeeinheit |
S54.21-4690-71
Steuergerät Multifunktionskamera (MFK) (B84/8)
Das in der neuen V-Klasse verbaute Steuergerät Multifunktionskamera (MFK) (B84/8) ist in zwei Varianten mit unterschiedlichem Funktionsumfang erhältlich.
Entry Version: Assistent Fahrlicht.
High Version: Assistent Fahrlicht, Spurhalte-Assistent, Verkehrszeichenerkennung.
Beim Erneuern des Steuergeräts Multifunktionskamera (MFK) (B84/8) wird ein separates Werkzeug benötigt (siehe WS82.00-P-0028B). Dieses enthält eine Schablone, die auf dem Scheinwerfer-Einstellgerät befestigt werden muss. Der Justier- und Einlernvorgang muss anschließend im Diagnosesystem durchgeführt werden.
Steuergerät DISTRONIC (DTR) (A89)
Für den Einbau und die Justierung des Steuergeräts DISTRONIC (DTR) (A89) ist ein Sonderwerkzeug erforderlich. Bitte beachten Sie hierzu die Hinweise und Menüpunkte im Diagnosesystem.
Steuergerät Signalerfass- und Ansteuermodul (SAM) (N10/1)
Das Steuergerät Signalerfass- und Ansteuermodul (SAM) (N10/1) wird in der V-Klasse in zwei unterschiedlichen Varianten zur Verfügung stehen, die unterschiedliche Funktionsumfänge haben. Zur Markteinführung des neuen Vito wird eine weitere Variante folgen.
Bei Fahrzeugen mit Ambientebeleuchtung kann der Kunde die Helligkeit sowie die Farbe (blau und gelb) der Ambientebeleuchtung über das Steuergerät Zentrale Bedieneinheit (ZBE) (A40) wählen.
Die Ambientebeleuchtung kann alternativ auch über das Steuergerät Dachbedieneinheit (DBE) (N70) ausgeschaltet werden. Der Kunde kann weiterhin, und ohne jeglichen Hinweis, am Steuergerät Zentrale Bedieneinheit (ZBE) (A40) alle Einstellungen zur Ambientebeleuchtung vornehmen. Durch die fehlende visuelle Bestätigung kann dies zu Irritationen beim Kunden führen - sollte er vergessen haben, dass die Taste am Steuergerät Dachbedieneinheit (DBE) (N70) gedrückt ist.
Das Steuergerät Signalerfass- und Ansteuermodul (SAM) (N10/1) steuert unter anderem das Energiemanagement, die Leuchteinheit vorn links (E1) bzw. Leuchteinheit vorn rechts (E2) (Halogenleuchten) und Relais.
FUG 30 Kombi-Instrument/Anzeige-Instrumente/Warnanlage
Steuergerät Kombiinstrument (KI) (A1/1)
Das serienmäßige Steuergerät Kombiinstrument (KI) (A1/1) mit Farbdisplay enthält zwei analoge Rundinstrumente und ein Multifunktionsdisplay für die Darstellung von Informationen des Bordcomputers. Das linke Rundinstrument zeigt die momentane Geschwindigkeit und den Kraftstoffvorrat an, das rechte Rundinstrument die Drehzahl und die Kühlmitteltemperatur. Über Tasten werden in Abhängigkeit der Fahrzeugausstattung folgende Menüs aufgerufen:
Reiserechner
Navigation
Radio/Medien
Telefon
Assistenz
Service und Fahrzeugeinstellungen
FUG 65 Einparkhilfe
Rückfahrkamera
In der Rückfahrkamera ist das Steuergerät Rückfahrkamera (RFK) (B84/5) integriert. Die Rückfahrkamera ist eine optische Einpark- und Rangierhilfe. Zu ihrer Aufgabe gehören die Umfeldaufnahme des rückwärtigen Bereichs, das Generieren von dynamischen und statischen Führungslinien und das Senden von Bildsignalen an das Radiodisplay. Die von der Rückfahrkamera aufgenommenen Bildsignale werden entsprechend aufbereitet und entzerrt. Auf Basis der Fahrzeugabmessungen, der Fahrgeschwindigkeit und des Lenkwinkels wird der aktuelle Fahrpfad errechnet.
Die Kameraabdeckung kann zur Reinigung der Kameralinse über das Bedienmenü des Radios (Audio/COMAND) (N87/6) geöffnet werden, hierbei wird kein Bild angezeigt. Das Radio (Audio/COMAND) (N87/6) sendet die Anforderung "Servicemodus" an die Rückfahrkamera. Der weitere Signalfluss entspricht dem automatischen Öffnen der Kameraabdeckung. Während eines Kalibrierungsvorgangs bleibt die Kameraabdeckung auch nach einer Deaktivierung der Rückfahrkamera für die Dauer der Kalibrierung geöffnet.
Beim Erneuern der Rückfahrkamera ist keine Kalibrierung notwendig, da die Kalibrierung automatisch während der Fahrt erfolgt.
360°-Kamera
Nach Austausch einer Komponente des Systems ist eine Kalibrierung erforderlich.
B84 | 360°-Kamera vorne |
B84/1 | 360°-Kamera Außenspiegel links |
B84/2 | 360°-Kamera Außenspiegel rechts |
B84/4 | 360°-Kamera hinten |
S54.30-4541-06
FG 58 Werkzeuge
Detaillierte Informationen zur Werkstattausrüstung der neuen V-Klasse (Sonderwerkzeug und Werkstatteinrichtung) entnehmen Sie bitte den folgenden Publikationen:
Marktinformation (für spezifische Werkstattausrüstung)
Einführungsschrift
Launch Letter
Sonderwerkzeuge im elektronischen Teilekatalog (EPC)
Die Sonderwerkzeug-Datenbank in GOTIS ist seit März 2014 nicht mehr verfügbar!
Im elektronischen Teilekatalog (EPC) unter dem Modus „Sonderwerkzeuge“ können Sonderwerkzeuge recherchiert und Sonderwerkzeug-Etiketten gedruckt werden.
Die Sonderwerkzeugbestellung kann im EPC über die Einkaufsliste zusammengeführt und über den bekannten Teilebestellprozess bezogen werden.
FG 60 Aufbau Allgemeines
Zur Senkung der Reparaturkosten werden bei Frontschäden Abschnittsreparaturen am Rahmenlängsträger sowie der Crashbox des Integralträgers nach Markteinführung angeboten. Zum maßhaltigen Einpassen des Reparaturschuhs am Rahmenlängsträger vorn sowie der Heckabschlussbleche im hinteren und unteren Bereich stehen die entsprechenden Einschweiß- und Fixiervorrichtungen (447 589 00 23 00 Fixiervorrichtung, 447 589 01 23 00 Fixiervorrichtung, 447 589 02 23 00 Einschweißvorrichtung) zur Verfügung. Durch die genannten Sonderwerkzeuge ist ein Befestigen des Fahrzeuges auf der Richtbank nicht erforderlich.
Rahmenlängsträger vorn links (Einschweiß- und Fixiervorrichtungen) |
S60.00-4584-71
FG 68 Innenausstattung
FUG 50 Vorhänge, Rollos, Gepäcknetze, Lastenverankerungen
Verdunklungskonzept des Marco Polo
Das Verdunklungskonzept wurde komplett überarbeitet und bietet nun komfortable Rollos im Fond, die in den Dach- und Seitenverkleidungen integriert sind. Diese lassen sich an den Seitenfenstern und Heckscheibe von oben nach unten über die Fensterflächen ziehen. Die Arretierung der Rollos erfolgt in der unteren Endposition über jeweils zwei Befestigungshaken. Per Selbsteinzug lassen sich die Rollos wieder komfortabel öffnen. Zur Umsetzung der Verdunklung im Fond sind die seitlichen Ränder des Seitenfensters teilweise schwarz foliert.
FG 72 Türen
FUG 10 Vordertür
Türmodul
In der neuen V-Klasse wird ein ''Türmodul'' an der Vordertür verbaut. Dieses ''Türmodul'' ist Träger für sämtliche Bauteilkomponenten, die in der Vordertür verbaut sind. Alle weiteren zur Reparatur notwendigen Informationen sind der Arbeitsanleitung (AR72.10-S-0900E) zu entnehmen.
FUG 16 Schiebetüren
Servicemodus
Bei Arbeiten an der elektrisch betätigten Schiebetür (2) kann, abweichend zur WIS-Dokumentation, ein Servicemodus aktiviert werden. Hierdurch kann die elektrische Schiebetür (2) in eine beliebige Position bewegt werden. Dies erleichtert die Reparaturarbeiten. Zur Aktivierung muss der Servicemodus über das Diagnosesystem gesetzt werden und anschließend durch die Betätigung Türschloss (1) (Pfeile) manuell bestätigt werden.
Automatische Reversierfunktion
Falls die automatische Reversierfunktion der Schiebetür (2) für ca. 40 s betätigt wird, erfolgt eine Abschaltung des elektrischen Antriebs der Schiebetür (2). Die Schiebetür (2) muss in diesem Fall manuell geöffnet und für mindestens 40 s geöffnet bleiben. Zur Aktivierung des elektrischen Antriebs der Schiebetür (2) muss die Schiebetür (2) manuell geschlossen werden.
Aktiver Feststeller Schiebetür
Der Aktive Feststeller verriegelt die Schiebetür (2) in ihrer geöffneten Endposition. Dadurch bleibt die geöffnete Schiebetür (2) auch bei Steigungen in ihrer Endposition stehen. Zum Schließen muss die Schiebetür (2) über den Türgriff entriegelt werden. Der aktive Feststeller wird serienmäßig bei Fahrzeugen mit Fondbestuhlung eingebaut.
Normierung
Hierdurch werden die Endpositionen der Schiebetür (2) festgelegt.
1 | Betätigung Türschloss |
2 | Schiebetür |
S72.16-4642-72
Einstellung Autorisierungsstatus Öffnungssignal
Hierdurch kann über das Diagnosesystem festgelegt werden, ob die Schiebetür links bzw. rechts mit der Taste (7) am Schlüssel geöffnet wird.
7 | Taste |
S80.30-4503-71
FUG 20 Heckklappe, Hecktür
Manuelle Entriegelung der Heckklappe (4)
Die Heckklappe (4) kann manuell entriegelt werden. Hierzu muss die Abdeckung (3) ausgebaut und anschließend der Hebel (5) betätigt werden.
Heckklappe
Bei Fahrzeugen mit Code W64 (Separat zu öffnende Heckscheibe) kann die Heckscheibe separat und unabhängig von der Heckklappe geöffnet werden.
Der Öffnungsvorgang kann entweder über die Taste auf dem Zündschlüssel oder an dem Entriegelungsgriff an der Heckklappe vorgenommen werden. Zur Vermeidung eines eventuellen Kontakts, beispielsweise mit dem Garagentor, kann die Heckklappe in jeder beliebigen Stellung angehalten werden.
Die separat zu öffnende Heckscheibe (W64) kann nur mit Rahmen und aufgeklebter Scheibe, sowie den darin laufendem Leitungssatz bestellt werden. Diese Bauteile können nicht getrennt werden.
3 | Abdeckung |
4 | Heckklappe |
5 | Hebel |
S72.20-4672-71
FG 77 Schiebedach, Verdeck, Aufsätze
FUG 70 Aufstelldach mechanisch
Code ZK9 (Aufstelldach) mit Code ZK8 (Dachbett) des Marco Polo
Für den Marco Polo steht serienmäßig das aus GFK gefertigte und in Wagenfarbe lackierte Aufstelldach zur Verfügung. Das Aufstelldach ist in zwei Ausführungen lieferbar. Serienmäßig verfügt der Marco Polo über ein mechanisches Aufstelldach, welches optional elektrisch betätigt werden kann. Das Aufstellen des Dachs erfolgt frontseitig, wird auf den Längsseiten von je einer Gasdruckfeder unterstützt und ist in Endstellung (aufgestellter Zustand) arretiert. Hinten wird das Aufstelldach mit Viergelenkscheren geführt. Durch die optimierte Konstruktion des Scherenhubs wird die Hubhöhe des Aufstelldachs im hinteren Bereich um ca. 100 mm erhöht. Im aufgestellten Zustand des Aufstelldachs erhöht dies das Platzangebot im hinteren Bereich des Dachbetts.
Der Faltenbalg zwischen Aufstelldach und Fahrzeugaufbau besteht aus einem neu entwickelten atmungsaktiven, Nässe abweisenden und blickdichten Kunststoffgewebe mit eingearbeiteten Stäben zur Führung des Faltebalgs beim Schließen des Aufstelldaches. Der Faltenbalg ist mit dem Aufbau und der Dachschale fest verbunden.
Bitte beachten Sie, dass beim Öffnen und Schließen ein Fenster (z. B. Fahrerfenster) geöffnet werden muss, da sonst der Faltenbalg des Aufstelldaches in den Aufstellscheren eingeklemmt und beschädigt werden kann.
Der Marco Polo verfügt rechts und links über Aluminiumprofile mit integrierter Dachleiste, die sowohl die Funktion einer Regenrinne erfüllen, als auch zur Aufnahme eines Vorzeltes (Zubehör) dienen.
Im Aufstelldach sind zwei Befestigungsschienen zur Aufnahme von Dachträger integriert. Der Dachträger ist über den Zubehörhandel von Westfalia zu beziehen.
Im geschlossenen Zustand kann das Aufstelldach bis max. 50 kg belastet werden. Die Fahrzeuggesamthöhe mit geschlossenem Aufstelldach beträgt 1980 mm und bei geöffnetem Aufstelldach 2839 mm. Bei aufgestelltem Aufstelldach beträgt die max. Stehhöhe 2350 mm, welche sich in Richtung des Laderaums auf 1330 mm reduziert.
Das im Aufstelldach integrierte Dachbett wird manuell herunter- oder hochgestellt. Das Dachbett ist für eine Flächenlast von 160 kg ausgelegt und bietet eine Liegefläche von ca. 2000 mm x 1100 mm. Die Matratze des Dachbettes ist aus einem hochwertigen Kaltschaum gefertigt und liegt auf einem „Lattoflex“ Lattenrost. Der Lattenrost besteht aus speziellen punkteelastischen Federelementen und bietet ein angenehmes Liegegefühl sowie optimale Luftzirkulation. Als Absturzsicherung beim Dachbett gehört stirnseitig ein Sicherheitsnetz zum Serienumfang, das zwischen Dachbett und Dachverkleidung eingespannt werden kann. Ebenso sind im Aufstelldach rechts und links je eine LED-Leseleuchte angebracht.
FUG 75 Aufstelldach elektrisch
Code ZK0 (Aufstelldach "Easy up", elektrohydraulisch) des Marco Polo
Beim Code ZK0 (Aufstelldach "Easy up", elektrohydraulisch) übernimmt das Öffnen und Schließen ein Linearmotor, welcher das Aufstelldach in ca. 40 s öffnet und in ca. 35 s schließt. Beim elektrischen Schließen des Aufstelldachs erfolgt bei 1/3 der Dachabsenkung ein Zwischenstopp, nach dem Zwischenstopp muss durch erneutes Betätigen des Drucktasters der weitere Schließvorgang bestätigt werden.
Beim elektrischen Aufstelldach darf die Last von max. 50 kg während des Schließvorgangs auf dem Dach verbleiben.
Wird der Motor gestartet, ohne dass das elektrische Aufstelldach korrekt verriegelt ist, ertönt ein Warnton.
FG 80 Zentralverriegelung, Komfortbedienung, Fahrberechtigungssysteme
FUG 57 Fahrberechtigungssysteme (FBS)
In der neuen V-Klasse kommt das neue FBS4 zum Einsatz und ersetzt das bisherige FBS3.
FBS4 Steuergeräte
Steuergerät Elektronisches Zündschloss 3-fach CAN ohne Shift by Wire (N73/2)
Steuergerät Elektronisches Zündschloss 3-fach CAN mit Shift by Wire (N73/3)
Steuergerät CDI (N3/33)
Steuergerät Elektrische Lenkungsverriegelung (N26/5) (mit Getriebe 711.680)
Steuergerät intelligentes Servomodul (ISM) für DIRECT SELECT (A80) (mit Getriebe 722.9)
Automatikgetriebe
Die Inbetriebnahme aller FBS4 Steuergeräte sowie des Schlüssels erfolgt über das Diagnosesystem.
Für die Durchführung der Inbetriebnahmen sind zusätzliche Schulungen und Berechtigungen erforderlich. Diese Schulungen werden über das Training Ihrer Landesorganisation angeboten. Mit der Berechtigung XENTRY Flash können die Steuergeräte in Betrieb genommen, Schlüsselschienen gesperrt und vorprogrammierte Zusatzschlüssel bestellt werden.
Eine Anschaffung von Sonderwerkzeug ist nicht notwendig.
FG 82 Elektrische Anlage Aufbau
FUG 10 Außenbeleuchtung
ILS
Nach Erneuern der LED Leuchteinheit vorn rechts (E2/1) bzw. LED Leuchteinheit vorn links (E1/1) muss eine Anpassung der Codierdaten durchgeführt werden. Hierzu müssen das Steuergerät Scheinwerfer links (E1/1n9) bzw. rechts (E2/1n9) und das Ansteuermodul LED Außenbeleuchtung vorn links (E1/1n7) bzw. vorn rechts (E2/1n7) mit dem Sonderwerkzeug (000 589 08 63 00 2D Handscanner) und Einscannen des Data Matrix Codes (6) angepasst werden.
Beim Erneuern des Steuergeräts Scheinwerfer links (E1/1n9) bzw. rechts (E2/1n9) bzw. des Ansteuermoduls LED Außenbeleuchtung vorn links (E1/1n7) bzw. vorn rechts (E2/1n7) muss der Betriebsstundenzähler zurückgesetzt werden.
Scheinwerfereinstellung
Im Diagnosesystem unter Menüpunkt:
Steuergeräte-Auswahl Aufbau SG-LEDSW-L Scheinwerfer links (E1n9) (Code: LG2) oder SG-LEDSW-R Scheinwerfer Rechts (E1n9) (Code: LG2) Anpassungen Einlernvorgänge Kalibriervorgänge Einstellung der Scheinwerfer über Diagnose
kann die Scheinwerfereinstellung durchgeführt werden. So wird eine optimale Scheinwerfereinstellung mit dem Scheinwerfer-Einstellgerät gewährleistet.
6 | Data Matrix Code |
E2/1 | LED Leuchteinheit vorn rechts |
S82.10-4612-11
FUG 20 Innenbeleuchtung
Beleuchtungskonzept des Marco Polo
Das Beleuchtungskonzept des Marco Polo wurde in Hinblick auf Verbrauch und Nutzen optimiert. So wurden die herkömmlichen Lichtquellen durch LED-Technik ersetzt und schonen damit die Zusatzbatterie im Standbetrieb.
Um Komfort und Nutzen bei schlechten Lichtverhältnissen zu erhöhen, wurden an mehreren Stellen Leseleuchten installiert. So befinden sich zwei Leseleuchten mit Schalter rechts und links vom Dachstaukasten und ermöglichen eine optimale Beleuchtung bei Nutzung der Liegefläche im unteren Bereich. Des Weiteren ist eine Leuchte mit zwei getrennt steuerbaren Lesespots vor dem Dachstaukasten verbaut. Diese bieten die Möglichkeit, die zwei Sitzplätze während der Fahrt gezielt auszuleuchten.
Zur optimalen Ausleuchtung des Wohnbereichs und der Kocheinheit ist je eine etwa 16 cm breite Leuchte zentral über dem Küchenblock und über der Schiebetür positioniert. Die Steuerung erfolgt über einen integrierten Schalter mit Dimmfunktion.
Im Aufstelldach werden die Schwanenhalsleuchten im neuen Design erscheinen. Die LED-Leseleuchten sind getrennt über einen integrierten Schalter ein-/ausschaltbar und dimmbar.
Für ein wohnliches Ambiente sorgt der Code LC7 (Beleuchtung für Fußraum vorne) und zwei LED-Leuchten an der B-Säule für den Fond. Zudem kann im Küchenmodul der vordere Sockelbereich optional bei Code LC0 (Ambientebeleuchtung Marco Polo Schrankmodul) mit einer indirekten Ambientebeleuchtung aufgewertet werden. Die bernsteinfarbene Ambientebeleuchtung lässt sich über einen Schalter an der Funktionssäule ein-/ausschalten.
FUG 85 Navigations- und Kommunikationssysteme
Aktualisierung der Kartendaten (COMAND)
Standardmäßig wird der portable Blu-ray Player des Diagnosesystems XENTRY Kit verwendet. Er wird über USB direkt mit dem COMAND System verbunden und ermöglicht nun Update-Zeiten von 30 bis 45 min. Steht kein Blu-ray Player zur Verfügung, kann auch ein USB-Speichergerät verwendet werden. Vor der Aktualisierung muss über VeDoc ein fahrzeugspezifischer PIN erzeugt werden. Dafür ist eine gesonderte Berechtigung notwendig.
FG 83 Klimatisierung
FUG 00 Allgemeines
Klimatisierung Marco Polo
Aufgrund des Aufstelldaches erfolgt die Bedienung der Klimatisierung im Fond ausschließlich über das Steuergerät Zentrale Bedieneinheit (ZBE) (A40) oder über den Schalter Bedieneinheit Heizung/Klima FRONT (S98/1).
FUG 70 Standheizung, Zusatzheizung, Zuheizer
Code HZ1 (Warmluftzusatzheizung mit Zeitschaltuhr und Temparaturregelung) des Marco Polo
Der Marco Polo wird mit einer Warmluft-Zusatzheizung ausgestattet. Dabei handelt es sich um eine motorunabhängige, kraftstoffbetriebene Zusatzheizung mit Temperaturregelung und einer Leistung von 3 kW. Die Luft wird an der Innenseite des Fahrersitzkastens angesaugt und über einen Ausströmer am Sitzkasten hinten dem Fahrzeuginnenraum zugeführt.
Die Bedienung erfolgt über die Zentralelektronik Anzeigeeinheit (N10/17) des Marco Polo und ermöglicht die Programmierung der Zusatzheizung. Die Bedieneinheit dient zum Ein-/Ausschalten und Vorwählen der Einschaltzeit sowie der Betriebsdauer/-art der Zusatzheizung. Die maximale Laufzeit der Zusatzheizung beträgt im Automatikmodus 65 min, wobei die Schaltuhr den Heizbeginn in Abhängigkeit von der gemessenen Raumtemperatur und der ausgewählten Heizstufe automatisch berechnet. Im manuellen Modus kann eine Betriebsdauer zwischen 10 bis 120 min oder ein Dauerbetrieb gewählt werden. Der Innenraumtemperatur-Sensor der Warmluft-Zusatzheizung ist an der rechten B-Säule positioniert.
Um einen Start und Betrieb des Fahrzeuges zu gewährleisten, ist die Nutzung der Warmluft-Zusatzheizung bei geringer Kraftstoffmenge (< 15 l) nicht möglich.
FG 86 Notgeräte, behindertengerechte Ausstattung, sanitäre Ausrüstung, Küche
FUG 00 Allgemeines
Außenanschlüsse des Marco Polo
Die Außenschlüsse für Frischwasser und 230 V Spannungsversorgung sind an einem Durchbruch zusammengefasst und auf der linken Fahrzeugseite oberhalb des hinteren Radeinbaus positioniert. Der Ablauf für das Abwasser und für die Zwangsentlüftung der Gasanlage befinden sich unterhalb des Fahrzeugs.
9 | Frischwasseranschluss |
X58/23 | Steckdose Einspeisung 230 V |
S86.00-0001-05
FUG 60 Küche
Küchenbereich
Der Küchenbereich bietet im unteren Bereich einen großen Stauschrank mit Schiebetür und einer großen Schublade. Darüber befinden sich eine breite Schublade für Kochutensilien und eine Besteckschublade. Alle Schubladen können während der Verwendung des integrierten Tisches genutzt werden.
Den Abschluss der Funktionseinheit bilden die verchromte Spüle, zwei Gaskochstellen und eine große Kühlbox. Die Grundplatte des Kochfeldes besteht aus schwarzem Glas mit einer unterklebten Spüle auf der rechten Seite. Über den Wasserhahn an der Spüle kann Wasser aus dem Frischwasserbehälter entnommen werden.
Bei der Kühlbox handelt es sich um eine Kompressor-Kühlbox mit einem Volumen von 40 l. Die Kühlbox wird ausschließlich über die Zusatzbatterie betrieben und bietet eine Kühlfunktion in Abhängigkeit der Außentemperatur bis -20 °C. Die Bedienung erfolgt über die Zentralelektronik Anzeigeeinheit (N10/17) unterhalb des Cockpits.
S86.60-4608-76
Unterhalb des Zierelements ist eine Führungsschiene für einen Klapptisch installiert. Der Tisch ist zwischen Liegebank und Küchenbereich Platz sparend positioniert. Zum Gebrauch wird der Tisch entlang der Küchenzeile auf einer Schiene nach vorne geschoben und kann mithilfe eines integrierten Tischbeins im Fahrzeug genutzt werden.
Unterhalb der Kühlbox sind die Sicherungen für die Funktionseinheiten und Verbraucher der Küchenzeile sowie der Anschluss für die elektrische Komfort-Liegebank untergebracht. Des Weiteren sind dort auch die Frisch- und Abwasserbehälter installiert. Der Frischwasserbehälter bietet ein Volumen von 38 l und der Abwasserbehälter ein Volumen von 40 l. Das Frischwasser kann über den Wasserhahn an der Spüle entnommen und zur Reinigung oder zum Kochen verwendet werden. Entsprechendes Schmutzwasser wird von der Spüle in den Abwasserbehälter geleitet. Um einen gezielten Ablauf des Abwassers zu gewährleisten, ist ein Absperrhahn in der Küchenzeile integriert.
Die Anzeige der Füllstände wird im Display der Zentralelektronik Anzeigeeinheit (N10/17) in drei Schritten angezeigt.
Das Ablassventil für den Abwasserbehälter befindet sich neben dem Gasabsperrventil für die Kochstellen und ist vom großen Ablagefach mit Schiebetür im vorderen unteren Bereich der Küchenzeile zugänglich. Zur einfachen Reinigung des Abwasserbehälters kann die Verkleidung der Küchenzeile im vorderen Bereich entfernt werden.
Die Entleerung des Frischwasserbehälters kann über ein Ventil, das im Bereich der Heckklappe an der Küchenzeile positioniert ist, gesteuert werden.
Der Zugang zur Reinigung des Frischwasserbehälters erfolgt über eine Abdeckung im zweiteiligen Kleiderschrank.
Im vorderen Bereich der Küchenzeile befindet sich die Funktionssäule, die Platz für die 230 V Steckdosen bietet. Bei Verwendung des Außenanschlusses, können die 230 V Steckdosen zum Betrieb von handelsüblichen Elektrogeräten verwendet werden. Über die USB-Schnittstellen besteht die Möglichkeit, mobile Endgeräte komfortabel zu laden. Zudem sind der Schalter für die optionale Ambientebeleuchtung und der Fehlerstromschutzschalter für die Steckdosen in der Funktionssäule untergebracht.
Im hinteren Bereich der Küchenzeile befinden sich weiterhin der Schalter und der Anschluss für die im Zubehör erhältliche Außendusche.
Das hintere Schrankmodul bietet im oberen Bereich einen zweiteiligen Kleiderschrank mit praktischen Schiebetüren. Oberhalb der Kühlbox befindet sich zusätzlich eine Tür für einen Kleiderschrankzugang über Eck mit integriertem Kosmetikspiegel und Ablage. Die in dem Spiegel integrierte Beleuchtung dient auch zur Ausleuchtung des rechten Kleiderschranks.
S86.60-4609-81
Unterhalb des Einlegebodens im Kleiderschrank hinten befinden sich der Behälter für die Gasflasche (8) und die notwendigen Anschlüsse zur Anbindung der Gasflasche (8). Bei der Gasflasche (8) handelt es sich um Campinggas "TYP R 907" mit einer maximalen Füllmenge von 2,75 kg.
8 | Gasflasche |
S86.60-4610-81
FG 88 Anbauteile, Außenklappen
FUG 85 Zierelemente
Zierelemente
Bei Fahrzeugen mit Code VQ1 (AVANTGARDE) werden Zierelemente verwendet, die in Haltern an Seitenteil und Scheibe befestigt sind. Diese Halter werden an Seitenteil und Scheibe verklebt.
Hierzu müssen die bestehenden Arbeitsanleitungen (AR88.85-S-9845E und AR88.85-S-9845-01E) und das Sonderwerkzeug (447 589 00 31 00 Schablonen) bei Reparaturmaßnahmen beachtet werden.
Ansonsten können Beschädigungen an Zierelementen, Haltern bzw. Lack entstehen.
FG91 Sitze, Liegen, Rückhaltesysteme
FUG 00 Allgemeines
Code YF0 (Campingtisch und 2 Stühle)
Der Marco Polo bietet mit dem Code YF0 (Campingtisch und 2 Stühle) Stauraum für die Mitnahme von zusätzlichen Stühlen und einem Tisch für den Außenbereich.
Die Stühle werden unterhalb der Bettverlängerung in einer Stofftasche gelagert. Wenn die Stofftasche nicht benötigt wird, kann diese über einen Seilzug angehoben und der Stauraum unterhalb der Bettverlängerung vergrößert werden.
Der Campingtisch wird zum Transport im Fahrzeug unter die Bettverlängerung geschoben. Der Tisch verfügt über vier Beine und ist mit 50 kg belastbar. Die Abmessungen des Tisches betragen 530 x 810 mm.
FG 99 Druckschriften
Einführungsschrift
Die Einführungsschrift steht als Druckversion oder als PDF zur Verfügung.
Teile-Bestell-Hinweis |
Teilenummer | Bezeichnung | Anzahl |
HLI 000 000 15 24 | Einführungsschrift deutsch | n. B. |
HLI 000 000 15 25 | Einführungsschrift englisch | n. B. |
HLI 000 000 15 26 | Einführungsschrift französisch | n. B. |
HLI 000 000 15 27 | Einführungsschrift spanisch | n. B. |
HLI 000 000 15 28 | Einführungsschrift italienisch | n. B. |
HLI 000 000 15 29 | Einführungsschrift portugiesisch | n. B. |
HLI 000 000 15 30 | Einführungsschrift russisch | n. B. |
HLI 000 000 15 31 | Einführungsschrift japanisch | n. B. |
HLI 000 000 18 66 | Einführungsschrift polnisch | n. B. |
HLI 000 000 18 67 | Einführungsschrift griechisch | n. B. |
HLI 000 000 18 68 | Einführungsschrift türkisch | n. B. |
HLI 000 000 18 69 | Einführungsschrift dänisch | n. B. |
HLI 000 000 18 70 | Einführungsschrift schwedisch | n. B. |
HLI 000 000 18 71 | Einführungsschrift tschechisch | n. B. |
Referenzierte Dokumente
- ws8200p0028b 000 588 00 23 00 Einstelllehre