Funktionsvoraussetzungen Weitere Telematikdienste allgemein
Klemme 30.
Transportmodus ist nicht aktiv.
Jeder fahrzeugnahe Dienst ist separat autorisiert.
Das für den entsprechenden fahrzeugnahen Dienst autorisierte Kommunikationsmodul des Steuergeräts Notrufsystem (N123/4) ist ab Werk mit der Rufnummer des entsprechenden Diensteanbieters konfiguriert.
Der Fahrzeughalter ist in der Dienstzentrale registriert und autorisiert.
Kein höher priorisierter fahrzeugnaher Dienst ist aktiv (außer beim Übertragen von Daten für die Navigation im Rahmen eines anderen Dienstes).
Weitere Telematikdienste allgemein
Die Telematikdienste des Notrufsystems werden über eine Mobilfunkverbindung zur Dienstzentrale realisiert. Das Steuergerät Notrufsystem sendet und empfängt die Mobilfunksignale über die Kombiantenne (A28/11).
Bei unzureichendem Empfang oder einem Ausfall der Kombiantenne verwendet das Steuergerät Notrufsystem zum Übertragen der Mobilfunksignale automatisch die Antenne Notrufsystem (A2/52).
In diesem Dokument ist die Funktion folgender Telematikdienste des Notrufsystems beschrieben:
Fahrzeugauffindung und Benachrichtigung bei Einbruch- und Diebstahlwarnung
Pannendienst
MB-Info
Fahrzeug-Fernentriegelung
Fahrzeug-Fernverriegelung
Ferndiagnose ("Remote Diagnosis")
Übertragen der Fahrzeugposition ("Vehicle Locator")
Benachrichtigung bei Überschreiten einer bestimmten Geschwindigkeit ("Speed Alert")
Benachrichtigung bei Erreichen oder Verlassen eines bestimmten Gebiets ("Geo Fencing")
Übertragen von Informationen (z. B. Daten für die Navigation) zum Fahrzeug ("Remote Information Feed")
Übertragen von Updates zum Fahrzeug ("Remote Update")
Optische und akustische Fahrzeugerkennung ("Flash Lights and Sound Horn")
Über die Mobilfunkverbindung zur Dienstzentrale empfängt das Steuergerät Notrufsystem auch das Auslösesignal für die Funktion "Remote Start" (für Vorklimatisierung), das der Kunde über das Mobiltelefon zum Diensteanbieter sendet. Bei der Funktion "Remote Start" wird beim abgestellten und verriegelten Fahrzeug (Fenster und Türen geschlossen) der Motor gestartet und nach einem begrenzten Zeitraum wieder abgestellt, um durch den "Last Mode"-Betrieb der Klimaanlage eine Vorklimatisierung zu erreichen. Das Steuergerät Notrufsystem leitet das Auslösesignal über den Diagnose-CAN (CAN D) an das Steuergerät elektronisches Zündschloss (N73) weiter.
Fahrzeugauffindung und Benachrichtigung bei Einbruch- und Diebstahlwarnung
Ziel der Fahrzeugauffindung sind folgende Punkte:
Wiederauffindung gestohlener oder unterschlagener Fahrzeuge
Schnelle Hilfeleistung bei Diebstahl des Fahrzeugs oder bei Überfall
Die Funktion Fahrzeugauffindung setzt sich aus folgenden Teilfunktionen zusammen:
Einbruch- und Diebstahlalarm (mit CODE 551 (Einbruch-Diebstahl-Warnanlage (EDW)))
Diebstahlmeldung des Fahrzeugs durch den Fahrzeughalter per Telefon bei der Polizei und anschließend bei der Dienstzentrale
Fahrzeugauffindung
Zusätzliche Funktionsvoraussetzung Einbruch- und Diebstahlalarm (mit CODE 551 (Einbruch-Diebstahl-Warnanlage (EDW)))
Einbruch-Diebstahl-Warnanlage (EDW) ist für t > 30 s aktiv.
Einbruch- und Diebstahlalarm (mit CODE 551 (Einbruch-Diebstahl-Warnanlage (EDW)))
Bei einer Auslösung der EDW erhält das Steuergerät Notrufsystem die Botschaft "EDW-Alarm" über folgenden Weg:
Steuergerät Fond (N10/8)
Innenraum-CAN (CAN B)
Steuergerät elektronisches Zündschloss
Diagnose-CAN
Die Botschaft "EDW-Alarm" wird vom Steuergerät Notrufsystem über Kombiantenne an die Dienstzentrale gesendet. Die Dienstzentrale empfängt die Botschaft "EDW-Alarm" und informiert den Fahrzeughalter per Telefon über den ausgelösten EDW-Alarm. Es wird von der Dienstzentrale noch keine "Fahrzeugauffindung" ausgelöst.
Zusätzliche Funktionsvoraussetzungen Diebstahlmeldung des Fahrzeugs durch den Fahrzeughalter per Telefon bei der Polizei und anschließend bei der Dienstzentrale
Fahrzeughalter bemerkt Diebstahl des Fahrzeugs.
Diebstahlmeldung des Fahrzeugs durch den Fahrzeughalter per Telefon bei der Polizei und anschließend bei der Dienstzentrale
Wurde der Fahrzeughalter von der Dienstzentrale über den Diebstahl seines Fahrzeuges informiert oder hat der Fahrzeughalter den Diebstahl des Fahrzeugs bemerkt, so muss sich der Fahrzeughalter an die Polizei wenden und den Diebstahl anzeigen. Der Fahrzeughalter erhält von der Polizei eine Nummer, die belegt, dass er den Diebstahl des Fahrzeugs gemeldet hat. Mit dieser Nummer meldet sich der Fahrzeughalter per Telefon bei der Dienstzentrale und gibt die Nummer weiter. Die Dienstzentrale prüft die Anfrage und die Legitimation (Befugnis) des Fahrzeughalters.
Zusätzliche Funktionsvoraussetzung Fahrzeugauffindung
Diebstahlmeldung des Fahrzeugs vom Fahrzeughalter per Telefon bei der Polizei und anschließend bei der Dienstzentrale sowie Legitimation (Befugnis) bei der Dienstzentrale
Fahrzeugauffindung
Nach Meldung des Diebstahls und Legitimation (Befugnis) bei der Dienstzentrale wird ein Initiierungsbefehl von der Dienstzentrale an das Fahrzeug gesendet. Das Steuergerät Notrufsystem empfängt den Initiierungsbefehl von der Kombiantenne und aktiviert daraufhin die GPS-Standortbestimmung sowie bei Bedarf die Sprachverbindung zum Fahrzeug. Im Anschluss sendet das Steuergerät Notrufsystem auf demselben Weg wie die Botschaft "EDW-Alarm" die Positionsdaten an den Diensteanbieter. Die Übermittlung der Positionsdaten erfolgt zyklisch sowie bei folgenden Ereignissen:
Überschreiten einer bestimmten Entfernung
Klemme 15 EIN oder Klemme 15 AUS (Ein- oder Ausschalten der Zündung)
Die Dienstzentrale gibt den Standort des Fahrzeugs an die zuständige Einsatzleitung (z. B. Polizei) weiter. Die Einsatzleitung kann entscheiden, ob ein Gespräch mit dem Fahrer geführt wird.
Die Fahrzeugauffindung kann nur von der Dienstzentrale deaktiviert werden.
Zusätzliche Funktionsvoraussetzung Pannendienst
Auslösen eines Pannendienstes durch Betätigen der Taste Pannendienst (S93/3s4)
Pannendienst
Mit der Funktion Pannendienst wird dem Kunden die Möglichkeit gegeben, Kontakt zur Dienstzentrale aufzunehmen, z. B. im Falle eines Defekts am Fahrzeug. Die Dienstzentrale kann nun unter Berücksichtigung weiterer fahrzeugspezifischer Daten effektive Hilfsmaßnahmen einleiten. Nach dem Einlesen der Taste Pannendienst baut das Steuergerät Notrufsystem eine Sprachverbindung zur Dienstzentrale auf. Das Steuergerät Notrufsystem erhält das Signal der Taste Pannendienst vom Steuergerät Dachbedieneinheit (N70) über folgenden Weg:
Dach-LIN (LIN B13)
Steuergerät SAM (N10)
Innenraum-CAN
Steuergerät elektronisches Zündschloss
Diagnose-CAN
Nach Rückmeldung der Dienstzentrale mittels eines speziellen Tons sendet das Steuergerät Notrufsystem über das integrierte Kommunikationsmodul automatisch eine SMS-Botschaft mit folgenden Daten an die Dienstzentrale:
Fahrzeugposition
Kunden- und Fahrzeugidentifikationsdaten
Fahrzeugdaten vom Diagnose-CAN ("Initial Summary")
Die Dienstzentrale kann bei Bedarf eine Ferndiagnose durchführen.
Das Steuergerät Notrufsystem sendet und empfängt die Mobilfunksignale über die Kombiantenne.
Im Fall eines Pannendienstes werden andere fahrzeugnahe Dienste mit niederer Priorität (z. B. MB-Info-Ruf) unterbrochen.
Solange der Pannendienst aktiv ist, blinkt die in der Taste Pannendienst integrierte Leuchtdiode. Zusätzlich erfolgt eine Anzeige im Kombiinstrument (A1) und auf dem Audio-/COMAND-Display (A40/8).
Bei einem Pannendienst kann die Dienstzentrale bei Bedarf Daten für die Navigation zum Fahrzeug übertragen. Die Daten werden dem Navigationsmodul des Audiogeräts zur Verfügung gestellt.
Zusätzliche Funktionsvoraussetzung MB-Info
Auslösen eines MB-Info-Rufs durch Betätigen der Taste MB-Info (S93/3s5)
MB-Info
Mit der Funktion MB-Info-Ruf ist der Fahrer jederzeit in der Lage, Informationen zu Produkten der Marke Mercedes-Benz sowie weitere sprachbasierte Dienste (z. B. Hotelbuchung) abzurufen. Dieser fahrzeugnahe Dienst ist hauptsächlich ein Sprachservice und wird über das im Steuergerät Notrufsystem integrierte Kommunikationsmodul abgewickelt.
Bei einem MB-Info-Ruf kann die Dienstzentrale bei Bedarf Daten für die Navigation zum Fahrzeug übertragen. Die Daten werden dem Navigationsmodul des Audiogeräts zur Verfügung gestellt.
Das Steuergerät Notrufsystem erhält das Signal der Taste MB-Info vom Steuergerät Dachbedieneinheit über folgenden Weg:
Dach-LIN
Steuergerät SAM
Innenraum-CAN
Steuergerät elektronisches Zündschloss
Diagnose-CAN
Anschließend baut das Steuergerät Notrufsystem über die Kombiantenne eine Sprachverbindung zur Dienstzentrale auf. Nach Rückmeldung der Dienstzentrale mittels eines speziellen Tons sendet das Steuergerät Notrufsystem über das integrierte Kommunikationsmodul eine automatische SMS an die Dienstzentrale.
Die automatische SMS des Steuergeräts Notrufsystem an die Dienstzentrale enthält folgende Daten:
Fahrzeugposition
Kunden- und Fahrzeugidentifikationsdaten
Fahrzeugdaten vom Diagnose-CAN ("Initial Summary")
Solange der MB-Info-Ruf aktiviert ist, blinkt die in der Taste MB-Info integrierte Leuchtdiode. Zusätzlich erfolgt eine Anzeige im Kombiinstrument und auf dem Audio-/COMAND-Display.
Bei einem MB-Info-Ruf werden andere fahrzeugnahe Dienste mit niederer Priorität (z. B. Fahrzeug-Fernentriegelung (Remote Door Unlock)) unterbrochen.
Zusätzliche Funktionsvoraussetzungen Fahrzeug-Fernentriegelung
Telefonische Anfrage zur Fahrzeug-Fernentriegelung mit Legitimation (Befugnis) bei der Dienstzentrale
Fahrzeug-Fernentriegelung
Mit der Funktion Fahrzeug-Fernentriegelung kann der Nutzer das Fahrzeug durch die Dienstzentrale entriegeln lassen, z. B. wenn er den Senderschlüssel (A8/1) im Fahrzeug eingeschlossen hat und kein zweiter Senderschlüssel zur Hand ist.
Die Dienstzentrale fordert beim Fahrzeug eine SMS mit den benötigten Daten an. Das Steuergerät Notrufsystem sendet daraufhin automatisch eine SMS an die Dienstzentrale. Die SMS enthält folgende Daten:
Fahrzeugposition
Kundenidentifikationsdaten
Fahrzeugidentifikationsdaten
Die Dienstzentrale vergleicht die gesendeten Daten mit der Anfrage und der Legitimation (Befugnis) des Nutzers und gibt bei Übereinstimmung der Daten eine "Fahrzeug-Fernentriegelungs-Aufforderung" an das Fahrzeug heraus. Nach Erhalt der "Fahrzeug-Fernentriegelungs-Aufforderung" sendet das Steuergerät Notrufsystem die Aufforderung über den Diagnose-CAN zum Steuergerät elektronisches Zündschloss. Das Steuergerät elektronisches Zündschloss leitet anschließend die Entriegelung aller Fahrzeugtüren und die Entriegelung der Heckklappe ein.
Die Fahrzeug-Fernentriegelung wird durch eine Meldung im Kombiinstrument angezeigt. Zusätzlich blinken die roten Leuchtdioden in der Taste Notrufsystem (S93/3s2).
Wird die "Fahrzeug-Fernentriegelungs-Aufforderung" von der Dienstzentrale verweigert, beispielsweise weil die Legitimation fehlt, so ist die Funktion Fahrzeug-Fernentriegelung für 15 min gesperrt.
Zusätzliche Funktionsvoraussetzung Fahrzeug-Fernverriegelung
Telefonische Anfrage zur Fahrzeug-Fernverriegelung mit Legitimation (Befugnis) bei der Dienstzentrale
Fahrzeug-Fernverriegelung
Mit der Funktion Fahrzeug-Fernverriegelung wird dem Nutzer die Möglichkeit gegeben, sein Fahrzeug durch die Dienstzentrale verriegeln zu lassen, falls er dies versäumt hat.
Die Dienstzentrale überprüft die Anfrage und die Legitimation (Befugnis) des Nutzers. Bei Übereinstimmung der Daten gibt die Dienstzentrale eine "Fahrzeug-Fernverriegelungs-Aufforderung" an das Fahrzeug heraus. Die "Fahrzeug-Fernverriegelungs-Aufforderung" wird über die Kombiantenne vom Steuergerät Notrufsystem empfangen. Nach Erhalt der "Fahrzeug-Fernverriegelungs-Aufforderung" sendet das Steuergerät Notrufsystem die Aufforderung über den Diagnose-CAN zum Steuergerät elektronisches Zündschloss. Das Steuergerät elektronisches Zündschloss prüft, ob eine Verriegelung aller Fahrzeugtüren und der Heckklappe möglich ist. Falls die Verriegelung aller Fahrzeugtüren und der Heckklappe möglich ist, leitet das Steuergerät elektronisches Zündschloss die Verriegelung ein.
Ferndiagnose ("Remote Diagnosis")
Bei der Ferndiagnose werden Diagnosedaten vom Steuergerät Notrufsystem über die Kombiantenne an die Dienstzentrale übertragen. Das Übertragen von Diagnosedaten geschieht zum einen automatisch (über Skripte, für Auswertungen) und zum anderen manuell im Rahmen eines Pannendienstes.
Die manuelle Ferndiagnose wird von der Dienstzentrale im Rahmen eines Pannendienstes ausgelöst. Auf dem Audio-/COMAND-Display erscheint ein Pop-up-Fenster, das den Nutzer auffordert, die Einleitung der Ferndiagnose zu bestätigen. Sobald der Nutzer die Aufforderung bestätigt, wird die Sprachverbindung zur Dienstzentrale unterbrochen und die Übertragung der Diagnosedaten gestartet.
Sobald die Diagnosedaten übertragen sind, stellt die Dienstzentrale die Sprachverbindung zum Fahrzeug wieder her. Das Steuergerät Notrufsystem überträgt zusätzlich zu den Diagnosedaten Statusinformationen ("TRANSMISSION_SUCCESS" und "TRANSMISSION_FAILURE"). Die Diagnosedaten erhält das Steuergerät Notrufsystem über den Diagnose-CAN vom Steuergerät elektronisches Zündschloss als zentrale Schnittstelle.
Übertragen der Fahrzeugposition ("Vehicle Locator")
Dieser Dienst ermöglicht es dem Nutzer, durch einen Anruf oder eine Internetanfrage bei der Dienstzentrale festzustellen, wo sich das Fahrzeug gerade befindet. Der Nutzer erhält die Fahrzeugposition entweder als Kartendarstellung (Webseite oder iPhone), als SMS oder per E-Mail von der Dienstzentrale.
Das Übertragen der Fahrzeugposition wird im Fahrzeug nicht angezeigt oder auf andere Weise erlebbar gemacht.
Das Steuergerät Notrufsystem empfängt die Anforderung von der Dienstzentrale und sendet daraufhin folgende Daten über die Kombiantenne an die Dienstzentrale zurück:
Zeitpunkt
Positionsangabe (Längen- und Breitengrad)
Art der Standortbestimmung (Global Positioning System (GPS) oder Basis-Standortbestimmung)
Bei Klemme 15 AUS (Zündung AUS) überträgt das Steuergerät Notrufsystem die zuletzt festgestellte Position.
Das Steuergerät Notrufsystem erhält die GPS-Daten über die Antennenweiche Global Positioning System (A2/5) von der Kombiantenne.
Für die Basis-Standortbestimmung sendet das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (N30/4) Raddrehzahl- und Gierratensignale über folgenden Weg an das Steuergerät Notrufsystem:
Fahrwerk-CAN 1 (CAN E1)
Steuergerät elektronisches Zündschloss
Diagnose-CAN
Zusätzliche Funktionsvoraussetzung Benachrichtigung bei Überschreiten einer bestimmten Geschwindigkeit ("Speed Alert")
Klemme 15 EIN (für das Ausführen des Dienstes, nicht für die Aktivierung)
Benachrichtigung bei Überschreiten einer bestimmten Geschwindigkeit ("Speed Alert")
Durch einen Anruf oder eine Internetanfrage bei der Dienstzentrale kann der Nutzer für das Fahrzeug eine Geschwindigkeit festlegen, bei deren Überschreiten der Nutzer per SMS oder E-Mail von der Dienstzentrale benachrichtigt wird.
Sobald die Dienstzentrale den Dienst aktiviert hat, liest das Steuergerät Notrufsystem bei Klemme 15 EIN im Abstand von maximal 5 s den Geschwindigkeitswert vom Diagnose-CAN ein. Wird der festgelegte Wert überschritten, sendet das Steuergerät Notrufsystem eine Botschaft mit aktuellen Positionsdaten an die Dienstzentrale, die den Nutzer informiert.
Innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens sendet das Steuergerät Notrufsystem nur eine Botschaft. Der Zeitrahmen wird von der Dienstzentrale festgelegt.
Der Geschwindigkeitswert kann im Bereich zwischen 0 und 255 km/h frei gewählt werden, der Nutzer kann sich also auch benachrichtigen lassen, sobald das stehende Fahrzeug weggefahren wird.
Das Übertragen der Daten wird im Fahrzeug nicht angezeigt oder auf andere Weise erlebbar gemacht.
Benachrichtigung bei Erreichen oder Verlassen eines bestimmten Gebiets ("Geo Fencing")
Durch einen Anruf oder eine Internetanfrage bei der Dienstzentrale kann der Nutzer für das Fahrzeug Gebiete festlegen, bei deren Erreichen oder Verlassen der Nutzer über SMS, E-Mail oder automatischen Telefonanruf benachrichtigt wird. Die Gebiete können kreisförmig oder als Vielecke mit mindestens 3 und maximal 10 Eckpunkten festgelegt werden. Beim Festlegen von vieleckigen Gebieten müssen die Eckpunkte im Uhrzeigersinn angegeben werden. Kommt es beim Verbinden der Eckpunkte zu Überschneidungen, sendet das Steuergerät Notrufsystem eine Fehlermeldung an die Dienstzentrale. Es können bis zu 20 kreisförmige oder vieleckige Gebiete festgelegt und gespeichert werden. Die Standard-Fehlertoleranz bei der Standortbestimmung beträgt 100 m. Bei jedem Einschalten der Zündung wird die Standard-Fehlertoleranz wieder eingestellt. Für diesen Dienst wertet das Steuergerät Notrufsystem die GPS-Daten einmal pro Minute aus. Sobald eine Gebietsgrenze erreicht wird, wird die Fahrzeugposition in geringeren Zeitabständen bestimmt.
Sobald eine Gebietsgrenze erreicht ist, wird zusätzlich jeder Zündungswechsel (Klemme 15 EIN oder AUS) an die Dienstzentrale gemeldet.
Das Übertragen der Daten wird im Fahrzeug nicht angezeigt oder auf andere Weise erlebbar gemacht.
Übertragen von Informationen (z. B. Daten für die Navigation) zum Fahrzeug ("Remote Information Feed")
Mit diesem Dienst kann der Nutzer über das Internet (z. B. Google Maps, Yahoo) bzw. die Dienstzentrale geeignete Informationen zum Fahrzeug übertragen. Die Nutzung der Daten im Fahrzeug erfolgt über das Audiogerät. Alle Informationen, auch die über das Internet versendeten, werden von der Dienstzentrale über die Kombiantenne an das Steuergerät Notrufsystem übermittelt. Das Steuergerät Notrufsystem legt die empfangenen Daten bei Klemme 15 AUS in einem Zwischenspeicher ab. Bei Klemme 15 EIN leitet das Steuergerät Notrufsystem die empfangenen Daten an das Audiogerät weiter, sobald dieses eingeschaltet ist. Informationen folgender Art können vom Steuergerät Notrufsystem empfangen, zwischengespeichert und weitergeleitet werden:
Sonderziele (Zwischenspeicher: maximal 100 Sonderziele)
Routen (Zwischenspeicher: maximal 30 Routen mit jeweils bis zu 255 Wegepunkten)
Freitext (Zwischenspeicher: maximal 10 Datensätze)
Das Steuergerät Notrufsystem leitet die empfangenen Informationen auf folgendem Weg an das Audiogerät weiter:
Diagnose-CAN
Steuergerät elektronisches Zündschloss
Innenraum-CAN
Der Empfang der Informationen wird vom Audiogerät durch ein Pop-up-Fenster auf dem Audio-/COMAND-Display angezeigt.
Daten für die Navigation können von der Dienstzentrale auch im Rahmen eines Notrufs, eines Pannendienstes oder eines MB-Info-Rufs übertragen werden.
Zusätzliche Funktionsvoraussetzung Übertragen von Updates zum Fahrzeug ("Remote Update")
Klemme 15 EIN (für das Ausführen des Dienstes, nicht für die Aktivierung)
Übertragen von Updates zum Fahrzeug ("Remote Update")
Mit diesem Dienst wird die Software des Steuergeräts Notrufsystem aktualisiert, ohne dass der Nutzer eine Werkstatt aufsuchen muss. Wenn die Dienstzentrale eine Aufforderung zur Softwareaktualisierung an das Steuergerät Notrufsystem sendet, lädt das Steuergerät Notrufsystem die entsprechende Software über die Kombiantenne herunter, sobald die Voraussetzungen dafür erfüllt sind.
Die Software wird nicht unmittelbar nach dem Übertragen aktualisiert, sondern erst 15 min nach Klemme 15 AUS.
Das Steuergerät Notrufsystem meldet die erfolgreiche Softwareaktualisierung über die Kombiantenne an die Dienstzentrale zurück.
Optische und akustische Fahrzeugerkennung ("Flash Lights and Sound Horn")
Die optische und akustische Fahrzeugerkennung erleichtert das Auffinden des eigenen Fahrzeugs, wenn es sich noch außerhalb der Senderreichweite des Senderschlüssels befindet. Der Nutzer aktiviert und beendet den Dienst durch einen Anruf bei der Dienstzentrale. Die Dienstzentrale sendet eine entsprechende Botschaft an das Steuergerät Notrufsystem.
Das Steuergerät Notrufsystem aktiviert oder beendet daraufhin den Panikalarm durch einen entsprechenden Befehl an das Steuergerät Fond. Das Steuergerät Fond erhält die Befehle vom Steuergerät Notrufsystem über folgenden Weg:
Diagnose-CAN
Steuergerät elektronisches Zündschloss
Innenraum-CAN
Der Panikalarm kann auch durch ein entsprechendes Anwendungsprogramm für mobile Geräte aktiviert oder beendet werden.
Referenzierte Dokumente
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