gf9160p2012gr

Supplemental Restraint System auslösen Funktion

Typ gf · Thema 91.60 · Version 0104 · 2014-08-13

Gültig für: TYP 166 bis Modell-J. 2016

Einordnung

Funktionsgruppe 3 Aufbau › 91 Sitze, Liegen, Rückhaltesystem › 91.60 Airbag, Fußgängerschutz — Baureihe 166

GF91.60-P-2012GR

Supplemental Restraint System auslösen Funktion

13.8.14

TYP

166

bis Modell-J. 2016

Funktionsvoraussetzung allgemein

Klemme 15R Ein

Den Klemmenstatus Klemme 15 sendet das Steuergerät elektronisches Zündschloss (N73) über Fahrwerk-CAN 1 (CAN E1) an das Steuergerät Supplemental Restraint System (N2/10).

Supplemental Restraint System auslösen allgemein

Das Supplemental Restraint System überwacht ständig den Belegungszustand des Beifahrersitzes sowie den Status der Sicherheitsgurte vorn (angelegt oder nicht angelegt) und passt anhand dieser Informationen das Auslöseverhalten im Crashfall an.

Die Funktion Supplemental Restraint System auslösen umfasst folgende Teilfunktionen:

Funktionsablauf Systemüberwachung

Funktionsablauf Auswertung des Belegungszustandes des Beifahrersitzes

Funktionsablauf Erkennung des Status der Sicherheitsgurte vorn

Funktionsablauf Aufprallerkennung

Funktionsablauf bei Frontalaufprall

Funktionsablauf bei Seitenaufprall

Funktionsablauf bei Heckaufprall

Funktionsablauf bei Überrollvorgang

Funktionsablauf Zusatzfunktionen im Crashfall

Funktionsablauf Systemüberwachung

Beim Einschalten der Klemme 15R werden folgende Kontrollleuchten angesteuert:

Kontrollleuchte Supplemental Restraint System (A1e15) im Kombiinstrument (A1)

Airbag Off-Kontrollleuchte automatische Kindersitzerkennung (N72/1e1) im Steuergerät Oberes Bedienfeld (N72/1)

Airbag On-Kontrollleuchte automatische Kindersitzerkennung (N72/1e4) (ab 02.06.2014 mit CODE U10 (Beifahrersitz mit Gewichtserkennung) oder CODE U18 (Automatische Kindersitzerkennung (AKSE)))

Nach erfolgreichem Selbsttest (t = 4 s) werden die Kontrollleuchte Supplemental Restraint System und die Airbag Off-Kontrollleuchte automatische Kindersitzerkennung (außer CODE U10 (Beifahrersitz mit Gewichtserkennung) und außer CODE U18 (Automatische Kindersitzerkennung (AKSE))) ausgeschaltet. Bei Fahrzeugen mit CODE U10 (Beifahrersitz mit Gewichtserkennung) oder CODE U18 (Automatische Kindersitzerkennung (AKSE)) wird über die Airbag Off-Kontrollleuchte automatische Kindersitzerkennung oder über die Airbag On-Kontrollleuchte automatische Kindersitzerkennung (ab 02.06.2014) der entsprechende Belegungszustand des Beifahrersitzes angezeigt.

Die Anforderung zum Einschalten der Kontrollleuchte Supplemental Restraint System sendet das Steuergerät Supplemental Restraint System über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät elektronisches Zündschloss und Fahrwerk-CAN 2 (CAN E2) an das Kombiinstrument.

Die Anforderung zum Einschalten der jeweiligen Kontrollleuchte automatische Kindersitzerkennung sendet das Steuergerät Supplemental Restraint System über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät elektronisches Zündschloss, Innenraum-CAN (CAN B), Steuergerät SAM (N10) und Batteriesensor-LIN (LIN B15) an das Steuergerät Oberes Bedienfeld, das die entsprechende Kontrollleuchte automatische Kindersitzerkennung direkt ansteuert.

Das Steuergerät Supplemental Restraint System überwacht im Fahrbetrieb weiterhin ständig das Supplemental Restraint System und meldet Fehler über das Multifunktions-Display (A1p13) und die Kontrollleuchte Supplemental Restraint System im Kombiinstrument an den Fahrer. Die Anforderung zur Anzeige einer entsprechenden Meldung sendet das Steuergerät Supplemental Restraint System über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät elektronisches Zündschloss und Fahrwerk-CAN 2 an das Kombiinstrument. Die Fehler werden im nichtflüchtigen Speicher des Steuergeräts Supplemental Restraint System abgelegt.

TYP 166 ab 01.07.14
bis Modell-J. 2016
mit CODE 494 (USA-Ausführung)
In das Steuergerät Supplemental Restraint System ist ein Unfalldatenschreiber integriert, der vor, während und nach einem Unfall relevante Daten aufzeichnet. Durch die gespeicherten Daten kann der Unfallhergang rekonstruiert werden.

Funktionsablauf Auswertung des Belegungszustandes des Beifahrersitzes

Das Auslöseverhalten der Rückhaltemittel auf der Beifahrerseite wird anhand des Belegungszustandes des Beifahrersitzes angepasst.

TYP 166
bis Modell-J. 2016
außer CODE U10 (Beifahrersitz mit Gewichtserkennung)
außer CODE U18 (Automatische Kindersitzerkennung (AKSE))
Der Status der Sitzbelegungserkennung hat keinen Einfluss auf das Auslöseverhalten des Supplemental Restraint Systems.

Detaillierte Informationen zur Sitzbelegungserkennung sind in der separaten Teilfunktion "Sitzbelegungserkennung Beifahrerseite Funktion" enthalten.

Funktionsablauf Erkennung des Status der Sicherheitsgurte vorn

Das Auslöseverhalten der Rückhaltemittel wird anhand des Status der Sicherheitsgurte (angelegt oder nicht angelegt) angepasst. Durch die ins Gurtschloss gesteckte Gurtschlosszunge wird der Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss Fahrer (S68/3) bzw. der Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss Beifahrer (S68/4) betätigt.

Der Status der Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss wird vom Steuergerät Supplemental Restraint System direkt eingelesen.

Der Status der Sicherheitsgurte im Fond hat keinen Einfluss auf das Auslöseverhalten des Supplemental Restraint Systems.

Funktionsablauf Aufprallerkennung

Das Steuergerät Supplemental Restraint System unterscheidet zwischen:

Frontalaufprall

Seitenaufprall

Heckaufprall

Überrollvorgang

Dazu werden die Signale folgender Sensoren ausgewertet:

Integrierte Sensoren

Frontalbeschleunigungssensor links (B48/1)

Frontalbeschleunigungssensor rechts (B48/2)

Drucksensor Vordertür links (B48/7)

Drucksensor Vordertür rechts (B48/8)

Drucksensor Fondtür links (B48/9)

Drucksensor Fondtür rechts (B48/10)

Beschleunigungssensor Aufbau B-Säule links (B48/15)

Beschleunigungssensor Aufbau B-Säule rechts (B48/16)

Die Sensorsignale werden vom Steuergerät Supplemental Restraint System direkt eingelesen.

Funktionsablauf bei Frontalaufprall

Einen Frontalaufprall erkennt das Steuergerät Supplemental Restraint System durch das Auswerten der Signale folgender Sensoren:

Integrierte Sensoren

Frontalbeschleunigungssensor links

Frontalbeschleunigungssensor rechts

Das Auslösen der Rückhaltemittel erfolgt abhängig von der Schwere des Aufpralls, der Belegung des Beifahrersitzes und dem Status der Sicherheitsgurte.

Folgende Zündpillen können gezündet werden (maximal):

Zündpille Gurtstraffer Fahrer (R12/1)

Zündpille Gurtstraffer Beifahrer (R12/2)

Zündpille 1 Beifahrer-Airbag (R12/4)

Zündpille 2 Beifahrer-Airbag (R12/5)

Zündpille Gurtstraffer 2. Sitzreihe links (R12/6)

Zündpille Gurtstraffer 2. Sitzreihe rechts (R12/7)

Zündpille 1 Fahrer-Airbag (R12/13)

Zündpille 2 Fahrer-Airbag (R12/14)

Zündpille Kneebag Fahrer (R12/25)

Zündpille Gurtstraffer 3. Sitzreihe links (R12/35) (Typ 166.0 mit CODE 847 (3. Sitzreihe) oder Typ 166.8)

Zündpille Gurtstraffer 3. Sitzreihe rechts (R12/36) (Typ 166.0 mit CODE 847 (3. Sitzreihe) oder Typ 166.8)

Zündpille Endbeschlagsstraffer Fahrer (R12/37) (mit CODE 494 (USA-Ausführung))

Zündpille Endbeschlagsstraffer Beifahrer (R12/38) (mit CODE 494 (USA-Ausführung))

Die Zündpillen werden vom Steuergerät Supplemental Restraint System direkt angesteuert.

Folgende Zustände werden berücksichtigt:

Position des Beifahrersitzes (mit CODE 494 (USA-Ausführung)):

Das Steuergerät Supplemental Restraint System entscheidet anhand des Status des Schalters Sitzpositionserkennung Beifahrer (S68/20) über den entsprechenden Auslösezeitpunkt. Der Status des Schalters Sitzpositionserkennung Beifahrer wird vom Steuergerät Supplemental Restraint System direkt eingelesen.

Belegungszustand des Beifahrersitzes:

Das Steuergerät Supplemental Restraint System entscheidet anhand der aktuellen Belegung über die Unterdrückung oder die 1- oder 2-stufige Auslösung des Beifahrer-Airbags.

Status Gurtschloss Fahrer:

Bei nicht gesteckter Gurtschlosszunge wird anstelle des Gurtstraffers und des Gurtendbeschlagsstraffers (mit CODE 494 (USA-Ausführung)) der Fahrer-Airbag mit vorverlegtem Zündzeitpunkt ausgelöst.

Status Gurtschloss Beifahrer:

Bei nicht gesteckter Gurtschlosszunge wird anstelle des Gurtstraffers und des Gurtendbeschlagsstraffers (mit CODE 494 (USA-Ausführung)) der Beifahrer-Airbag mit vorverlegtem Zündzeitpunkt ausgelöst. Dies gilt jedoch nur, wenn ein belegter Beifahrersitz erkannt worden ist. Bei Nichtbelegung werden weder der Gurtstraffer noch der Beifahrer-Airbag ausgelöst.

Funktionsablauf bei Seitenaufprall

Einen Seitenaufprall erkennt das Steuergerät Supplemental Restraint System durch das Auswerten der Signale folgender Sensoren:

Integrierte Sensoren

Drucksensor Vordertür links

Drucksensor Vordertür rechts

Drucksensor Fondtür links

Drucksensor Fondtür rechts

Beschleunigungssensor Aufbau B-Säule links

Beschleunigungssensor Aufbau B-Säule rechts

Das Auslösen der Rückhaltemittel erfolgt abhängig von der Schwere des Aufpralls und der Belegung des Beifahrersitzes.

Folgende Zündpillen können gezündet werden (maximal):

Zündpille Gurtstraffer Fahrer

Zündpille Gurtstraffer Beifahrer

Zündpille Gurtstraffer 2. Sitzreihe links

Zündpille Gurtstraffer 2. Sitzreihe rechts

Zündpille Gurtstraffer 3. Sitzreihe links (Typ 166.0 mit CODE 847 (3. Sitzreihe) oder Typ 166.8)

Zündpille Gurtstraffer 3. Sitzreihe rechts (Typ 166.0 mit CODE 847 (3. Sitzreihe) oder Typ 166.8)

Zündpille Sidebag Fahrer (R12/9)

Zündpille Sidebag Beifahrer (R12/10)

Zündpille Sidebag im Fond links (R12/11) (mit CODE 293 (Sidebag im Fond links und rechts))

Zündpille Sidebag im Fond rechts (R12/12) (mit CODE 293 (Sidebag im Fond links und rechts))

Zündpille Windowbag links (R12/22)

Zündpille Windowbag rechts (R12/23)

Zündpille Endbeschlagsstraffer Fahrer (mit CODE 494 (USA-Ausführung))

Zündpille Endbeschlagsstraffer Beifahrer (mit CODE 494 (USA-Ausführung))

Die Zündpillen werden vom Steuergerät Supplemental Restraint System direkt angesteuert.

Folgender Zustand wird berücksichtigt:

Das Steuergerät Supplemental Restraint System entscheidet anhand der aktuellen Belegung des Beifahrersitzes über die Auslösung des Sidebags auf der Beifahrerseite.

Funktionsablauf bei Heckaufprall

Einen Heckaufprall erkennt das Steuergerät Supplemental Restraint System durch das Auswerten der Signale folgender Sensoren:

Integrierte Sensoren

Frontalbeschleunigungssensor links

Frontalbeschleunigungssensor rechts

Beschleunigungssensor Aufbau B-Säule links

Beschleunigungssensor Aufbau B-Säule rechts

Das Auslösen der Rückhaltemittel erfolgt abhängig von der Schwere des Aufpralls und dem Status der Sicherheitsgurte.

Folgende Zündpillen können gezündet werden (maximal):

Zündpille Gurtstraffer Fahrer

Zündpille Gurtstraffer Beifahrer

Zündpille Gurtstraffer 2. Sitzreihe links

Zündpille Gurtstraffer 2. Sitzreihe rechts

Zündpille Gurtstraffer 3. Sitzreihe links (Typ 166.0 mit CODE 847 (3. Sitzreihe) oder Typ 166.8)

Zündpille Gurtstraffer 3. Sitzreihe rechts (Typ 166.0 mit CODE 847 (3. Sitzreihe) oder Typ 166.8)

Zündpille Endbeschlagsstraffer Fahrer (mit CODE 494 (USA-Ausführung))

Zündpille Endbeschlagsstraffer Beifahrer (mit CODE 494 (USA-Ausführung))

Die Zündpillen werden vom Steuergerät Supplemental Restraint System direkt angesteuert.

Folgende Zustände werden berücksichtigt:

Status Gurtschloss Fahrer:

Bei nicht gesteckter Gurtschlosszunge werden der Gurtstraffer und der Gurtendbeschlagsstraffer (mit CODE 494 (USA-Ausführung)) auf der Fahrerseite nicht ausgelöst.

Status Gurtschloss Beifahrer:

Bei nicht gesteckter Gurtschlosszunge werden der Gurtstraffer und der Gurtendbeschlagsstraffer (mit CODE 494 (USA-Ausführung)) auf der Beifahrerseite nicht ausgelöst.

Funktionsablauf bei Überrollvorgang

Einen Überrollvorgang erkennt das Steuergerät Supplemental Restraint System durch das Auswerten der Signale der integrierten Sensoren. Es kann nur ein Überrollvorgang um die Fahrzeuglängsachse erkannt werden.

Folgende Zündpillen können gezündet werden (maximal):

Zündpille Gurtstraffer Fahrer

Zündpille Gurtstraffer Beifahrer

Zündpille Gurtstraffer 2. Sitzreihe links

Zündpille Gurtstraffer 2. Sitzreihe rechts

Zündpille Sidebag Fahrer

Zündpille Sidebag Beifahrer

Zündpille Sidebag im Fond links (mit CODE 293 (Sidebag im Fond links und rechts))

Zündpille Sidebag im Fond rechts (mit CODE 293 (Sidebag im Fond links und rechts))

Zündpille Windowbag links

Zündpille Windowbag rechts

Zündpille Gurtstraffer 3. Sitzreihe links (Typ 166.0 mit CODE 847 (3. Sitzreihe) oder Typ 166.8)

Zündpille Gurtstraffer 3. Sitzreihe rechts (Typ 166.0 mit CODE 847 (3. Sitzreihe) oder Typ 166.8)

Zündpille Endbeschlagsstraffer Fahrer (mit CODE 494 (USA-Ausführung))

Zündpille Endbeschlagsstraffer Beifahrer (mit CODE 494 (USA-Ausführung))

Die Zündpillen werden vom Steuergerät Supplemental Restraint System direkt angesteuert.

Folgende Zustände werden berücksichtigt:

Status Gurtschloss Fahrer:

Bei nicht gesteckter Gurtschlosszunge werden der Gurtstraffer und der Gurtendbeschlagsstraffer (mit CODE 494 (USA-Ausführung)) auf der Fahrerseite nicht ausgelöst.

Status Gurtschloss Beifahrer:

Bei nicht gesteckter Gurtschlosszunge werden der Gurtstraffer und der Gurtendbeschlagsstraffer (mit CODE 494 (USA-Ausführung)) auf der Beifahrerseite nicht ausgelöst.

Funktionsablauf Zusatzfunktionen im Crashfall

Die Funktion Zusatzfunktionen im Crashfall umfasst folgende Teilfunktionen:

Funktionsablauf Aktivieren der Funktion Warnblinken

Funktionsablauf Einschalten der Innenbeleuchtung

Funktionsablauf Öffnen der Zentralverriegelung (ZV)

Funktionsablauf Öffnen der Seitenfenster vorn

Funktionsablauf Abstellen des Motors

Funktionsablauf Auslösen der Pyrosicherung (F32/3f88)

Funktionsablauf Abschalten der Klimaanlage (ab 01.07.2013)

Funktionsablauf Abschalten der Standheizung (STH) (mit CODE 228 (Standheizung))

Funktionsablauf automatischer Notruf (mit CODE 348 (Notruf-/Assistentsystem) oder CODE 359 (Notrufsystem TELE AID))

Funktionsablauf Aktivieren der crashaktiven Lenksäuleneinstellung (mit CODE 275 (Memorypaket (Fahrersitz, Lenksäule, Spiegel)))

Funktionsablauf Aktivieren der Funktion Warnblinken

Um nach einem Unfall andere Verkehrsteilnehmer zu warnen, wird automatisch die Funktion Warnblinken aktiviert. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät elektronisches Zündschloss und Innenraum-CAN an das Steuergerät SAM. Das Steuergerät SAM aktiviert daraufhin die Funktion Warnblinken.

Das Crash-Signal wird zusätzlich über eine direkte Leitung vom Steuergerät Supplemental Restraint System an das Steuergerät SAM übermittelt.

Detaillierte Informationen zur Warnblinkfunktion sind in der separaten Funktionsbeschreibung "Außenbeleuchtung Funktion" in der Teilfunktion "Blinklichtansteuerung Funktion" enthalten.

Funktionsablauf Einschalten der Innenbeleuchtung

Um den Fahrzeuginsassen oder helfenden Personen nach einem Unfall die Orientierung im Fahrzeug zu erleichtern, wird automatisch die Innenbeleuchtung eingeschaltet. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät elektronisches Zündschloss und Innenraum-CAN an das Steuergerät SAM. Das Steuergerät SAM aktiviert daraufhin die Innenbeleuchtung.

Das Crash-Signal wird zusätzlich über eine direkte Leitung vom Steuergerät Supplemental Restraint System an das Steuergerät SAM übermittelt.

Detaillierte Informationen zur Innenbeleuchtung sind in der separaten Funktionsbeschreibung "Innenbeleuchtung (IBL) Funktion" in der Teilfunktion "Automatische Innenlichtsteuerung Funktion" enthalten.

Funktionsablauf Öffnen der ZV

Um es helfenden Personen zu ermöglichen, nach einem Unfall zu den evtl. verletzten Fahrzeuginsassen zu gelangen, wird die ZV automatisch entriegelt. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät elektronisches Zündschloss und Innenraum-CAN an das Steuergerät SAM, das diese Anforderung umsetzt.

Die ZV wird nach einer Wartezeit von t = 8 bis 11 s entriegelt. Bei einem Heckaufprall wird die ZV sofort entriegelt.

Das Crash-Signal wird zusätzlich über eine direkte Leitung vom Steuergerät Supplemental Restraint System an das Steuergerät SAM übermittelt.

Detaillierte Informationen zur ZV sind in der separaten Funktionsbeschreibung "Funktionsbeschreibung Diebstahlschutz und Verriegelung" in der Teilfunktion "Zentralverriegelung (ZV) Funktion" enthalten.

Zusätzliche Funktionsvoraussetzung Öffnen der Seitenfenster vorn

Elektrische Fensterheber normiert

Funktionsablauf Öffnen der Seitenfenster vorn

Bei der Auslösung der pyrotechnischen Rückhaltemittel entstehen Rauchpartikel im Fahrzeuginnenraum. Um ein schnelles Abziehen dieser Rauchpartikel zu erreichen, werden die vorderen Seitenfenster um einen Spalt geöffnet. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät elektronisches Zündschloss und Innenraum-CAN an folgende Steuergeräte:

Steuergerät Vordertür links (N69/1)

Steuergerät Vordertür rechts (N69/2)

Detaillierte Informationen zum Öffnen der Seitenfenster sind in der separaten Funktionsbeschreibung "Elektrische Fensterheber (EFH) Funktion" enthalten.

Funktionsablauf Abstellen des Motors

Nach einem Unfall wird zur Verringerung der Brandgefahr automatisch der Motor abgestellt. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN 1 an das Steuergerät CDI (N3/9) (Dieselmotor) oder an das Steuergerät ME (N3/10) (Benzinmotor). Dieses veranlasst daraufhin das Abstellen des Motors.

Das Crash-Signal wird zusätzlich über eine direkte Leitung vom Steuergerät Supplemental Restraint System an das Steuergerät CDI oder an das Steuergerät ME übermittelt.

Funktionsablauf Auslösen der Pyrosicherung

Um nach einem Unfall eine mögliche Brandgefahr zu vermeiden, wird die Pyrosicherung in der Vorsicherungsdose Motorraum (F32/3) ausgelöst.

Supplemental Restraint System auslösen Funktion

Die Hauptleitung innerhalb des Gehäuses der Pyrosicherung ist als Leitungsschiene mit Sollbruchstelle (3) ausgeführt. Nach Eintreten eines Crashereignisses wird die Pyrosicherung direkt vom Steuergerät Supplemental Restraint System angesteuert. Durch das Auslösen der Pyrosicherung baut sich in der Kammer (1) ein Druck auf. Der Kolben (2) fährt daraufhin gegen die Sollbruchstelle und trennt somit die Leitungsschiene.
Zeitablauf:
Nach t = 300 μs startet die Kolbenbewegung.
Nach t = 450 μs ist die Trennung der Leitungsschiene beendet.
Durch das Auslösen der Pyrosicherung werden der Starter (M1) und der Generator (G2) schnell und zuverlässig vom Bordnetz getrennt.

P91.60-3611-71

Funktionsablauf Abschalten der Klimaanlage (ab 01.07.2013)

Um nach einem Unfall das Eindringen schädlicher Gase in den Fahrzeuginnenraum zu verhindern, schaltet das Steuer- und Bediengerät Klimatisierungsautomatik (N22/7) die Klimaanlage ab und schließt die Umluftklappe. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät elektronisches Zündschloss und Innenraum-CAN an das Steuer- und Bediengerät Klimatisierungsautomatik.

Detaillierte Informationen zum Abschalten der Klimaanlage sind in der separaten Funktionsbeschreibung "Klimatisierungsautomatik Funktion" in der Teilfunktion "Regelung Klimatisierungsautomatik Funktion" enthalten.

Funktionsablauf Abschalten der STH (mit CODE 228 (Standheizung))

Nach einem Unfall wird zur Verringerung der Brandgefahr automatisch die STH abgeschaltet. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät elektronisches Zündschloss und Innenraum-CAN an das Steuergerät Standheizung (A6n1), das die Abschaltung der STH veranlasst.

Detaillierte Informationen zum Abschalten der STH sind in der separaten Funktionsbeschreibung "Standheizung (STH) Funktion" enthalten.

Funktionsablauf automatischer Notruf (mit CODE 348 (Notruf-/Assistentsystem) oder CODE 359 (Notrufsystem TELE AID))

Nach einem Unfall wird automatisch ein Notruf abgesetzt. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät elektronisches Zündschloss und Diagnose-CAN (CAN D) an das Steuergerät Notrufsystem (N123/4), das den automatischen Notruf absetzt.

Das Crash-Signal wird zusätzlich über eine direkte Leitung vom Steuergerät Supplemental Restraint System an das Steuergerät Notrufsystem übermittelt.

Detaillierte Informationen zum automatischen Notruf sind in der separaten Funktionsbeschreibung "Audio/COMAND Funktion" in der Teilfunktion "Notrufsystem Funktion" enthalten.

Funktionsablauf Aktivieren der crashaktiven Lenksäuleneinstellung (mit CODE 275 (Memorypaket (Fahrersitz, Lenksäule, Spiegel)))

Um dem Fahrer das Aussteigen bzw. den Ersthelfern das Bergen des Fahrers aus dem Fahrzeug nach einem Unfall zu erleichtern, wird die Lenksäule bei folgenden Aktionen automatisch nach oben verstellt:

Öffnen der Fahrertür

Ausschalten der Klemme 15C

Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät elektronisches Zündschloss und Innenraum-CAN an das Steuergerät Fahrersitz (N32/1), das die Funktion crashaktive Lenksäuleneinstellung steuert.

Detaillierte Informationen zur elektrischen Lenksäuleneinstellung sind in der separaten Funktionsbeschreibung "Elektrische Sitze Funktion" in der Teilfunktion "Elektrisch verstellbare Lenksäule (EVL) Funktion" enthalten.

Funktionsschema Elektrik Supplemental Restraint System auslösen

PE91.60-P-2055-97NAA

Übersicht Systembauteile Supplemental Restraint System

GF91.60-P-9996GR

Referenzierte Dokumente