TYP | 212 |
Funktionsvoraussetzung allgemein
Klemme 15R Ein
Den Klemmenstatus Klemme 15R sendet das Steuergerät elektronisches Zündschloss (N73) über Fahrwerk-CAN (CAN E) (bis 28.2.13) oder über Fahrwerk-CAN 1 (CAN E1) (ab 1.3.13) an das Steuergerät Supplemental Restraint System (N2/10).
Supplemental Restraint System auslösen allgemein
Das Steuergerät Supplemental Restraint System überwacht ständig den Belegungszustand des Beifahrersitzes, sowie den Status der Sicherheitsgurte vorn (angelegt oder nicht angelegt) und passt anhand dieser Informationen das Auslöseverhalten des Supplemental Restraint Systems an.
Die Funktion Supplemental Restraint System auslösen umfasst folgende Teilfunktionen:
Funktionsablauf Systemüberwachung
Funktionsablauf Auswertung des Belegungszustandes des Beifahrersitzes
Funktionsablauf Erkennung des Status der Sicherheitsgurte vorn
Funktionsablauf Aufprallerkennung
Funktionsablauf bei Frontalaufprall
Funktionsablauf bei Seitenaufprall
Funktionsablauf bei Heckaufprall
Funktionsablauf bei Überrollvorgang
Funktionsablauf Zusatzfunktionen im Crashfall
Funktionsablauf Systemüberwachung
Das Steuergerät Supplemental Restraint System überwacht ständig das Supplemental Restraint System und meldet Fehler über die Kontrollleuchte Supplemental Restraint System (A1e15) und das Multifunktions-Display (A1p13) im Kombiinstrument (A1) an den Fahrer. Die Anforderung zur Ausgabe entsprechender Meldungen sendet das Steuergerät Supplemental Restraint System bei Fahrzeugen bis 28.2.13 über Fahrwerk-CAN an das Kombiinstrument. Bei Fahrzeugen ab 1.3.13 sendet das Steuergerät Supplemental Restraint System die Anforderung über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn (N10/1) und Fahrwerk-CAN 2 (CAN E2) an das Kombiinstrument.
Zusätzlich wird die Warnleuchte automatische Kindersitzerkennung (S6/1e1) in der Schaltergruppe Instrumententafel (S6/1) (bis 28.2.13) oder die Warnleuchte automatische Kindersitzerkennung (N72/1e1) (ab 1.3.13) im Steuergerät Oberes Bedienfeld (N72/1) eingeschaltet. Die Anforderung zum Einschalten der Warnleuchte automatische Kindersitzerkennung sendet das Steuergerät Supplemental Restraint System über Fahrwerk-CAN (bis 28.2.13) oder über Fahrwerk-CAN 1 (ab 1.3.13) an das Steuergerät SAM vorn, das die Warnleuchte automatische Kindersitzerkennung über Instrumententafel-LIN (LIN 1) entsprechend ansteuert. Eventuelle Fehler werden im nichtflüchtigen Speicher des Steuergeräts Supplemental Restraint System abgelegt. Die Kontrollleuchte Supplemental Restraint System und die Warnleuchte automatische Kindersitzerkennung werden nach erfolgreichem Selbsttest nach t = 4 s ausgeschaltet.
Funktionsablauf Auswertung des Belegungszustandes des Beifahrersitzes
Das Auslöseverhalten der Rückhaltemittel auf der Beifahrerseite wird anhand des Belegungszustandes des Beifahrersitzes angepasst.
Ohne Code (U18) Automatische Kindersitzerkennung (AKSE) und ohne Code (U10) Beifahrersitz mit Gewichtserkennung hat der Status der Sitzbelegungserkennung keinen Einfluss auf das Auslöseverhalten des Supplemental Restraint Systems.
Detaillierte Informationen zur Sitzbelegungserkennung sind in der separaten Teilfunktion "Sitzbelegungserkennung Beifahrerseite Funktion" enthalten.
Funktionsablauf Erkennung des Status der Sicherheitsgurte vorn
Das Auslöseverhalten der Rückhaltemittel wird abhängig vom Status der Sicherheitsgurte (angelegt oder nicht angelegt) angepasst. Durch die ins Gurtschloss gesteckte Gurtzunge wird der Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss Fahrer (S68/3) bzw. der Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss Beifahrer (S68/4) betätigt. Der Status der Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss wird vom Steuergerät Supplemental Restraint System direkt eingelesen.
Der Status der hinteren Sicherheitsgurte hat keinen Einfluss auf das Auslöseverhalten des Supplemental Restraint Systems.
Funktionsablauf Aufprallerkennung
Das Steuergerät Supplemental Restraint System ermittelt die auf das Fahrzeug wirkenden Beschleunigungskräfte mit Hilfe folgender Sensoren:
Integrierte Sensoren
Sensor Sidebag links (A53)
Sensor Sidebag rechts (A54)
Frontalbeschleunigungssensor links (B48/1)
Frontalbeschleunigungssensor rechts (B48/2)
Drucksensor Vordertür links (B48/7)
Drucksensor Vordertür rechts (B48/8)
Drucksensor Fondtür links (B48/9) (bei Code (293) Sidebag im Fond links und rechts)
Drucksensor Fondtür rechts (B48/10) (bei Code (293) Sidebag im Fond links und rechts)
Die Signale der Sensoren werden vom Steuergerät Supplemental Restraint System direkt eingelesen.
Durch das Auswerten der Signale dieser Sensoren können folgende Aufprallarten unterschieden werden:
Frontalaufprall
Seitenaufprall
Heckaufprall
Überrollvorgang
Funktionsablauf bei Frontalaufprall
Einen Frontalaufprall erkennt das Steuergerät Supplemental Restraint System durch das Auswerten der Signale folgender Sensoren:
Integrierte Sensoren
Frontalbeschleunigungssensor links
Frontalbeschleunigungssensor rechts
Das Auslösen der Rückhaltemittel erfolgt abhängig von der Schwere des Aufpralls, der Belegung des Beifahrersitzes und dem Status der Sicherheitsgurte.
Folgende Zündpillen können gezündet werden (maximal):
Zündpille Gurtstraffer Fahrer (R12/1)
Zündpille Gurtstraffer Beifahrer (R12/2)
Zündpille 1 Beifahrer-Airbag (R12/4)
Zündpille 2 Beifahrer-Airbag (R12/5)
Zündpille Gurtstraffer Fond links (R12/6)
Zündpille Gurtstraffer Fond rechts (R12/7)
Zündpille 1 Fahrer-Airbag (R12/13)
Zündpille 2 Fahrer-Airbag (R12/14)
Zündpille Kneebag Fahrer (R12/25) (bei Code (294) Kneebag)
Zündpille Belüftungsventil Beifahrer-Airbag (R12/44) (bei Code (U10) Beifahrersitz mit Gewichtserkennung ab 1.3.13)
Die Zündpillen werden vom Steuergerät Supplemental Restraint System direkt angesteuert.
Folgende Zustände werden berücksichtigt:
Belegungszustand des Beifahrersitzes:
Das Steuergerät Supplemental Restraint System entscheidet anhand der aktuellen Belegung über die Unterdrückung oder die 1- oder 2-stufige Auslösung der Airbag-Einheit Beifahrer.
Status Gurtschloss Fahrer:
Erkennt der Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss Fahrer eine nicht ins Gurtschloss gesteckte Gurtzunge, wird anstelle der Gurtstraffer-Einheit Fahrer die Airbag-Einheit Fahrer mit vorverlegtem Zündzeitpunkt ausgelöst.
Status Gurtschloss Beifahrer:
Erkennt der Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss Beifahrer eine nicht ins Gurtschloss gesteckte Gurtzunge, wird anstelle der Gurtstraffer-Einheit Beifahrer die Airbag-Einheit Beifahrer mit vorverlegtem Zündzeitpunkt ausgelöst.
Position des Beifahrersitzes (bei Code (U10) Beifahrersitz mit Gewichtserkennung ab 1.3.13):
Das Steuergerät Supplemental Restraint System entscheidet anhand des Status des Schalters Sitzpositionserkennung Beifahrer (S68/20) über den entsprechenden Auslösezeitpunkt der Airbag-Einheit Beifahrer. Dies gilt jedoch nur, wenn ein belegter Beifahrersitz erkannt worden ist. Bei Nichtbelegung wird weder die Gurtstraffer- noch die Airbag-Einheit Beifahrer ausgelöst. Der Status des Schalters Sitzpositionserkennung Beifahrer wird vom Steuergerät Supplemental Restraint System direkt eingelesen.
Funktionsablauf bei Seitenaufprall
Einen Seitenaufprall erkennt das Steuergerät Supplemental Restraint System durch das Auswerten der Signale folgender Sensoren:
Integrierte Sensoren
Sensor Sidebag links
Sensor Sidebag rechts
Drucksensor Vordertür links
Drucksensor Vordertür rechts
Drucksensor Fondtür links
Drucksensor Fondtür rechts
Das Auslösen der Rückhaltemittel erfolgt abhängig von der Schwere des Aufpralls und der Belegung des Beifahrersitzes.
Folgende Zündpillen können gezündet werden (maximal):
Zündpille Gurtstraffer Fahrer
Zündpille Gurtstraffer Beifahrer
Zündpille Gurtstraffer Fond links
Zündpille Gurtstraffer Fond rechts
Zündpille Sidebag Fahrer (R12/9)
Zündpille Sidebag Beifahrer (R12/10)
Zündpille Fondsidebag links (R12/11) (bei Code (293) Sidebag im Fond links und rechts)
Zündpille Fondsidebag rechts (R12/12) (bei Code (293) Sidebag im Fond links und rechts)
Zündpille Windowbag links (R12/22)
Zündpille Windowbag rechts (R12/23)
Zündpille Becken-Airbag Fahrer (R12/41) (bei Code (291) BECKEN-AIRBAG (PELVISBAG))
Zündpille Becken-Airbag Beifahrer (R12/42) (bei Code (291) BECKEN-AIRBAG (PELVISBAG))
Die Zündpillen werden vom Steuergerät Supplemental Restraint System direkt angesteuert.
Folgende Zustände werden berücksichtigt:
Belegungszustand des Beifahrersitzes:
Das Steuergerät Supplemental Restraint System entscheidet anhand der aktuellen Belegung des Beifahrersitzes über die Auslösung der Sidebag-Einheit Beifahrer.
Status Gurtschloss Fahrer:
Erkennt der Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss Fahrer eine nicht ins Gurtschloss gesteckte Gurtzunge, wird die Gurtstraffer-Einheit Fahrer nicht ausgelöst.
Status Gurtschloss Beifahrer:
Erkennt der Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss Beifahrer eine nicht ins Gurtschloss gesteckte Gurtzunge, wird die Gurtstraffer-Einheit Beifahrer nicht ausgelöst.
Funktionsablauf bei Heckaufprall
Einen Heckaufprall erkennt das Steuergerät Supplemental Restraint System durch das Auswerten der Signale folgender Sensoren:
Integrierte Sensoren
Sensor Sidebag links
Sensor Sidebag rechts
Frontalbeschleunigungssensor links
Frontalbeschleunigungssensor rechts
Das Auslösen der Rückhaltemittel erfolgt abhängig von der Schwere des Aufpralls und dem Status der Sicherheitsgurte.
Folgende Zündpillen können gezündet werden (maximal):
Zündpille Gurtstraffer Fahrer
Zündpille Gurtstraffer Beifahrer
Zündpille Gurtstraffer Fond links
Zündpille Gurtstraffer Fond rechts
Die Zündpillen werden vom Steuergerät Supplemental Restraint System direkt angesteuert.
Zusätzlich werden folgende Bauteile vom Steuergerät Supplemental Restraint System angesteuert:
Magnetspule NECK-PRO-Kopfstütze Fahrersitz (Y24/12)
Magnetspule NECK-PRO-Kopfstütze Beifahrersitz (Y24/13)
Das Auslösen der NECK-PRO-Kopfstützen ist ebenfalls in der separaten Funktionsbeschreibung "Fahrassistenzsysteme Funktion" in der Teilfunktion "PRE-SAFE Heck Funktion" beschrieben.
Folgende Zustände werden berücksichtigt:
Status Gurtschloss Fahrer:
Erkennt der Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss Fahrer eine nicht ins Gurtschloss gesteckte Gurtzunge, wird die Gurtstraffer-Einheit Fahrer nicht ausgelöst.
Status Gurtschloss Beifahrer:
Erkennt der Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss Beifahrer eine nicht ins Gurtschloss gesteckte Gurtzunge, wird die Gurtstraffer-Einheit Beifahrer nicht ausgelöst.
Funktionsablauf bei Überrollvorgang
Einen Überrollvorgang erkennt das Steuergerät Supplemental Restraint System durch das Auswerten der Signale der integrierten Sensoren. Es kann nur ein Überrollvorgang um die Fahrzeuglängsachse erkannt werden.
Folgende Zündpillen können gezündet werden (maximal):
Zündpille Gurtstraffer Fahrer
Zündpille Gurtstraffer Beifahrer
Zündpille Gurtstraffer Fond links
Zündpille Gurtstraffer Fond rechts
Die Zündpillen werden vom Steuergerät Supplemental Restraint System direkt angesteuert.
Folgende Zustände werden berücksichtigt:
Status Gurtschloss Fahrer:
Erkennt der Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss Fahrer eine nicht ins Gurtschloss gesteckte Gurtzunge, wird die Gurtstraffer-Einheit Fahrer nicht ausgelöst.
Status Gurtschloss Beifahrer:
Erkennt der Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss Beifahrer eine nicht ins Gurtschloss gesteckte Gurtzunge, wird die Gurtstraffer-Einheit Beifahrer nicht ausgelöst.
Funktionsablauf Zusatzfunktionen im Crashfall
Die Zusatzfunktionen im Crashfall umfassen folgende Unterfunktionen:
Funktionsablauf Aktivieren der Warnblinkfunktion
Funktionsablauf Einschalten der Innenraumbeleuchtung
Funktionsablauf Öffnen der Zentralverriegelung (ZV)
Funktionsablauf Öffnen der Seitenscheiben
Funktionsablauf Abstellen des Motors
Funktionsablauf Abschalten der Klimaanlage (ab 1.3.13)
Funktionsablauf Abschalten der Standheizung (STH) (bei Code (228) Standheizung)
Funktionsablauf automatischer Notruf (bei Code (359) Notrufsystem TELE AID oder Code (348) Notruf-/Assistentsystem)
Funktionsablauf Aktivieren der crashaktiven Ausstiegshilfe (bei Code (275) Memory Paket Vordersitze el. verstellbar)
Funktionsablauf Abschalten der Hochvolt-Komponenten (Typ 212.095/098/298)
Funktionsablauf Aktivieren der Warnblinkfunktion
Um nach einem Unfall die anderen Verkehrsteilnehmer zu warnen, wird automatisch die Funktion Warnblinken aktiviert. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crashsignal über Fahrwerk-CAN (bis 28.2.13) oder über Fahrwerk-CAN 1 (ab 1.3.13) an das Steuergerät SAM vorn. Das Steuergerät SAM vorn leitet die Warnblinkfunktion durch Ausgabe des Blinktaktes über Innenraum-CAN ein.
Detaillierte Informationen zur Warnblinkfunktion sind in der separaten Funktionsbeschreibung "Außenbeleuchtung Funktion" in der Teilfunktion "Blinklichtansteuerung Funktion" enthalten.
Funktionsablauf Einschalten der Innenraumbeleuchtung
Um den Fahrzeuginsassen oder helfenden Personen nach einem Unfall bei Dunkelheit die Orientierung im Fahrzeug zu erleichtern, wird automatisch die Innenraumbeleuchtung eingeschaltet. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crashsignal über Fahrwerk-CAN (bis 28.2.13) oder über Fahrwerk-CAN 1 (ab 1.3.13) an das Steuergerät SAM vorn. Das Steuergerät SAM vorn aktiviert daraufhin die Innenraumbeleuchtung.
Detaillierte Informationen zur Innenraumbeleuchtung sind in der separaten Funktionsbeschreibung "Innenbeleuchtung (IBL) Funktion" enthalten.
Funktionsablauf Öffnen der ZV
Um es helfenden Personen zu ermöglichen nach einem Unfall zu den evtl. verletzten Fahrzeuginsassen zu gelangen, wird automatisch die ZV entriegelt. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crashsignal über Fahrwerk-CAN (bis 28.2.13) oder über Fahrwerk-CAN 1 (ab 1.3.13), Steuergerät SAM vorn und Innenraum-CAN an folgende Steuergeräte:
Steuergerät Vordertür links (N69/1)
Steuergerät Vordertür rechts (N69/2)
Steuergerät Fondtür links (N69/3)
Steuergerät Fondtür rechts (N69/4)
Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul Fond (N10/2)
Die ZV wird nach einer Wartezeit von t = 8 bis 11 s entriegelt. Bei einem Heckaufprall wird die ZV ohne Wartezeit entriegelt.
Detaillierte Informationen zur ZV sind in der separaten Funktionsbeschreibung "Funktionsbeschreibung Diebstahlschutz und Verriegelung" in der Teilfunktion "Zentralverriegelung (ZV) Funktion" enthalten.
Funktionsablauf Öffnen der Seitenscheiben
Bei der Auslösung der pyrotechnischen Rückhaltemittel entstehen Rauchpartikel im Fahrzeuginnenraum. Um ein schnelles Abziehen dieser Rauchpartikel zu erreichen, werden automatisch die Seitenscheiben um einen Spalt geöffnet. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crashsignal über Fahrwerk-CAN (bis 28.2.13) oder über Fahrwerk-CAN 1 (ab 1.3.13), Steuergerät SAM vorn und Innenraum-CAN an folgende Steuergeräte:
Steuergerät Vordertür links
Steuergerät Vordertür rechts
Steuergerät Fondtür links
Steuergerät Fondtür rechts
Detaillierte Informationen zum Öffnen der Seitenscheiben sind in der separaten Funktionsbeschreibung "Funktionsbeschreibung Fenster und Sichtschutz" in der Teilfunktion "Elektrische Fensterheber (EFH) Funktion" enthalten.
Funktionsablauf Abstellen des Motors
Nach einem Unfall wird zur Verringerung der Brandgefahr automatisch der Motor abgestellt. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crashsignal über Fahrwerk-CAN (bis 28.2.13) oder über Fahrwerk-CAN 1 (ab 1.3.13) an das Steuergerät CDI (N3/9) (bei Dieselmotor) oder an das Steuergerät ME (N3/10) (bei Benzinmotor). Dieses veranlasst daraufhin das Abstellen des Motors.
Das Crashsignal wird zusätzlich über eine direkte Leitung vom Steuergerät Supplemental Restraint System an das Steuergerät CDI oder an das Steuergerät ME übermittelt.
Funktionsablauf Abschalten der Klimaanlage (ab 1.3.13)
Um nach einem Unfall das Eindringen schädlicher Gase in den Fahrzeuginnenraum zu verhindern, wird vom Steuer- und Bediengerät Klimatisierungsautomatik (N22/7) die Klimaanlage abgeschaltet und die Umluftklappe geschlossen. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crashsignal über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät SAM vorn und Innenraum-CAN an das Steuer- und Bediengerät Klimatisierungsautomatik.
Detaillierte Informationen zum Abschalten der Klimaanlage sind in der separaten Funktionsbeschreibung "Klimatisierungsautomatik Funktion" in der Teilfunktion "Regelung Klimatisierungsautomatik Funktion" enthalten.
Funktionsablauf Abschalten der STH (bei Code (228) Standheizung)
Nach einem Unfall wird zur Verringerung der Brandgefahr automatisch die STH abgeschaltet. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crashsignal über Fahrwerk-CAN (bis 28.2.13) oder über Fahrwerk-CAN 1 (ab 1.3.13), Steuergerät SAM vorn und Innenraum-CAN an das Steuergerät Standheizung (A6n1), das die Abschaltung der STH veranlasst.
Detaillierte Informationen zur STH sind in der separaten Funktionsbeschreibung "Standheizung (STH) Funktion" enthalten.
Funktionsablauf automatischer Notruf (bei Code (359) Notrufsystem TELE AID oder Code (348) Notruf-/Assistentsystem)
Nach einem Unfall wird automatisch ein Notruf abgesetzt. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crashsignal über Fahrwerk-CAN (bis 28.2.13) oder über Fahrwerk-CAN 1 (ab 1.3.13), Steuergerät SAM vorn und Diagnose-CAN (CAN D) an das Steuergerät Notrufsystem (N123/4), das den automatischen Notruf absetzt.
Das Crashsignal wird zusätzlich über eine direkte Leitung vom Steuergerät Supplemental Restraint System an das Steuergerät Notrufsystem übermittelt.
Detaillierte Informationen zum automatischen Notruf sind in der separaten Funktionsbeschreibung "Funktionsbeschreibung Telematik" in der Teilfunktion "Notrufsystem Funktion" enthalten.
Funktionsablauf Aktivieren der crashaktiven Ausstiegshilfe (bei Code (275) Memory Paket Vordersitze el. verstellbar)
Um dem Fahrer das Aussteigen bzw. den Ersthelfern das Bergen des Fahrers aus dem Fahrzeug nach einem Unfall zu erleichtern, wird die Lenksäule bei folgenden Aktionen automatisch nach oben verstellt:
Öffnen der Fahrertür
Wechsel des Status der Klemme 15C Ein nach Klemme 15C Aus
Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crashsignal über Fahrwerk-CAN (bis 28.2.13) oder über Fahrwerk-CAN 1 (ab 1.3.13), Steuergerät SAM vorn und Innenraum-CAN an das Steuergerät Fahrersitz (N32/1). Das Steuergerät Fahrersitz leitet die Verstellung der Lenksäule nach oben ein.
Detaillierte Informationen zur crashaktiven Ausstiegshilfe sind in der separaten Funktionsbeschreibung "Elektrische Sitze Funktion" in der Teilfunktion "Elektrisch verstellbare Lenksäule (EVL) Funktion" enthalten.
Funktionsablauf Abschalten der Hochvolt-Komponenten (Typ 212.095/098/298)
Nach einem Unfall werden zur Verringerung der Brandgefahr die Hochvolt-Komponenten abgeschaltet. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crashsignal über Fahrwerk-CAN (bis 28.2.13) oder über Fahrwerk-CAN 1 (ab 1.3.13), Steuergerät CDI oder Steuergerät ME und Hybrid-CAN (CAN L) an das Steuergerät Batteriemanagementsystem (N82/2), das die Hochvolt-Komponenten spannungsfrei schaltet. Zusätzlich wird die Pyrosicherung (F63) durch das Steuergerät Supplemental Restraint System angesteuert.
Das Crashsignal wird zusätzlich über eine direkte Leitung vom Steuergerät Supplemental Restraint System an das Steuergerät Batteriemanagementsystem übermittelt.
Referenzierte Dokumente
- gf9160p9996fl Übersicht Systembauteile Supplemental Restraint System