gf2760p2003a

Steuereinheit vollintegrierte Getriebesteuerung Grundfunktion

Typ gf · Thema 27.60 · Version 0102 · 2020-06-22

Gültig für: Typ alle mit Getriebe 725.0/1

Einordnung

Funktionsgruppe 2 Fahrwerk › 27 Automatisches Getriebe › 27.60 Schaltung, Steuerung — Baureihe 900 (Baumuster 9**) · Baureihe 902 (Baumuster 9**) · Baureihe 904 (Baumuster 918, 919, 924, 925, 938, 943, 957) · Baureihe 906 (Baumuster 917, 918, 924, 953)

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 139 ***, 254 ***, 256 ***, 272 ***, 276 ***, 282 ***, 457 9**, 541 9**, 542 9**, 608 ***, 700 4**, 700 420, 700 421, 700 422, 700 423, 715 3**, 715 5**, 722 6**, 722 9**, 724 ***, 724 0**, 724 033, 724 044, 724 045, 724 1**, 724 103, 724 114, 724 115, 724 120, 725 ***, 725 0**, 725 035, 725 037, 725 038, 725 085, 725 1**, 739 390, 739 391, 739 395, 739 396, 739 397, 739 398, 739 399, 740 698, 743 3**, 743 4**, 743 498, 746 971, 924 9**, 924 910, 925 9**, 926 9**

GF27.60-P-2003A

Steuereinheit vollintegrierte Getriebesteuerung Grundfunktion

22.06.2020

Typ

alle mit Getriebe 725.0/1

Steuereinheit vollintegrierte Getriebesteuerung Grundfunktion

P27.60-4134-79

Beispielhafte Darstellung

1

Steuereinheit vollintegrierte Getriebesteuerung

Übersicht

Dieses Dokument enthält Informationen zu:

Allgemeines

Funktion

Allgemeines

Das Steuergerät vollintegrierte Getriebesteuerung steuert die elektromechanischen Hydraulikventile in Abhängigkeit der ausgewerteten Eingangssignale. Die elektromechanischen Hydraulikventile bestimmen die Getriebeübersetzung und den Arbeitsdruck.

Das Grundschaltprogramm beinhaltet Hoch- und Rückschaltkennlinien aller 9 Gänge, ausgelegt für:

Leeres Fahrzeug

Warmer Betriebszustand

Ebene Fahrbahn

Meereshöhe

Die Anpassung von Schaltprogrammen erfolgt durch die Verschiebung der Schaltkennlinien, abhängig von:

Beladungszustand des Fahrzeugs

Änderung des Fahrwiderstands

Fahrpedalbewegung

Das Steuergerät vollintegrierte Getriebesteuerung überwacht und schaltet in Abhängigkeit von:

Fahrzeuggeschwindigkeit

Gewählter Fahrstufe

Fahrpedalstellung

Fahrprogrammwahl

Gewähltem Gang

Signalen auf dem Antriebs-CAN

Steuereinheit vollintegrierte Getriebesteuerung Grundfunktion

Steuereinheit vollintegrierte Getriebesteuerung

2

Kontaktträger

3

Deckel-/Schiebergehäuse

4

Elektrische Zusatzölpumpe

5

Zwischenblech

6.1

Elektromagnet Kupplungssteuerung

6.2

Elektromagnet Kupplungssteuerung

6.3

Elektromagnet Kupplungssteuerung

7.1

Elektromagnet Lamellenbremssteuerung

7.2

Elektromagnet Lamellenbremssteuerung

7.3

Elektromagnet Lamellenbremssteuerung

8

Schiebergehäuse

9

Elektromagnet Schmierdruck

10

Elektromagnet Arbeitsdruck

11

Ventilblock

12

Elektromagnet Wandlerüberbrückungskupplung

13

Steuergerät vollintegrierte Getriebesteuerung

14

Getriebestecker

P27.60-4133-82

Funktion

Der Funktionsablauf ist in folgenden Punkten beschrieben:

Elektronische und hydraulische Getriebesteuerung

Kick-down

Notlauf

Drehzahlsensorik

Arbeitsdruck

Schmierdruck

Schaltdruck

Elektronische und hydraulische Getriebesteuerung

Die elektronische Getriebesteuerung verwaltet die Gangwahl, Anpassung des jeweiligen Drucks und das zu übertragende Moment. Die hydraulischen Elemente in der Steuereinheit vollintegrierte Getriebesteuerung verwalten die Leistungsansteuerung des Automatikgetriebes. Die über die Antriebswelle verbundene Ölpumpe und elektrische Zusatzölpumpe versorgen die hydraulischen Elemente (hydrodynamischer Drehmomentwandler, Schaltglieder, hydraulische Getriebesteuerung) mit Öl. Die Getriebesteuerung ermöglicht eine präzise Anpassung des Drucks an die jeweiligen Betriebszustände und an die Motorleistung während der Schaltphase.

Kick-down

Ab einem Pedalweg > 90 % des Fahrpedalsensors wird die Funktion Kick-down aktiviert.

Das Kick-down-Signal wird vom Steuergerät Verbrennungsmotor an das Steuergerät vollintegrierte Getriebesteuerung übermittelt.

Um maximale Fahrleistungen zu erzielen, steuert das Steuergerät vollintegrierte Getriebesteuerung die Elektromagnete so an, dass die Hoch- und Rückschaltungen bei erhöhter Motordrehzahl erfolgen.

Die Zwangsrückschaltung in den nächstniedrigeren Gang wird bei zu hohen Getriebetemperaturen und geringer Fahrzeuggeschwindigkeit durchgeführt.

Notlauf

Wenn ein Defekt an einem der Elektromagneten auftritt, wird der entsprechende Gang gesperrt und nicht mehr geschaltet. Über den DIRECT SELECT-Wählhebel kann der Fahrer die gewünschte Fahrstufe P, R, N oder D einlegen. Er kann zwischen Vor- und Rückwärtsfahrt wählen, die Parksperre einlegen oder in Neutralstellung den Kraftfluss zwischen Drehmomentwandler und Automatikgetriebe unterbrechen.

Im Fehlerspeicher werden die Fehler abgelegt. Diese können mit dem XENTRY Diagnosis COM Kit ausgelesen werden. Den Diagnosestatus Getriebesteuerung erhält die Diagnosekupplung vom Steuergerät vollintegrierte Getriebesteuerung.

Manuelle Schaltungen, die unzulässig hohe oder niedrige Motordrehzahlen zur Folge haben, werden nicht ausgeführt.

Drehzahlsensorik

Drehzahlsensor interne Antriebsdrehzahl

Die interne Antriebsdrehzahl wird mit einem aktiven Sensor (Differenz-Hall-Sensor mit integriertem Magnet) erfasst. Als passives Sensorelement für die interne Antriebsdrehzahl wird der Außenlamellenträger verwendet.

Drehzahlsensor Turbinenrad

Die Turbinenraddrehzahl wird mit einem passiven Sensor (Differenz-Hall-Sensor) erfasst. Als aktives Sensorelement für die Turbinendrehzahl wird ein Polrad verwendet, welches auf den Planetenradträger des Planetenradsatzes P4 aufgepresst ist.

Drehzahlsensor Abtriebswelle

Die Abtriebsdrehzahl wird mit einem aktiven Sensor mit Drehrichtungserkennung (Differenz-Hall-Sensor mit integriertem Magnet) erfasst. Als passives Sensorelement für die Abtriebsdrehzahl wird der Außenlamellenträger verwendet, welcher mit der Abtriebswelle verschweißt ist.

Zusätzlich besitzt die Steuereinheit vollintegrierte Getriebesteuerung Drehzahlsensoren, welche nicht einzeln erneuert werden können.

Arbeitsdruck

Der von der Primärpumpe erzeugte Öldruck wird durch den Regelschieber Arbeitsdruck in den Arbeitsdruck umgewandelt. Die Höhe des Arbeitsdrucks ist abhängig von der Stellung des Regelschiebers und somit von dessen Geometrie.

Die Stellung des Regelschiebers Arbeitsdruck wird durch den Elektromagnet Arbeitsdruck last- und gangabhängig beeinflusst. Vom Arbeitsdruck werden alle anderen für die Getriebesteuerung notwendigen Öldrücke abgeleitet.

Schmierdruck

Am Regelschieber Arbeitsdruck wird Überschussöl zum Regelschieber-Schmierdruck abgeleitet und von dort geregelt zur Schmierung und Kühlung der mechanischen Getriebeteile und des Drehmomentwandlers verwendet. Außerdem wird über die Regelung des Schmierdrucks der Öldruck im Drehmomentwandler begrenzt.

Schaltdruck

Der Schaltdruck (Öldruck in der Lamellenkupplung oder in der Lamellenbremse) wird vom Arbeitsdruck abgeleitet. Der jeweilige Elektromagnet beeinflusst die Stellung des dazugehörigen Regelschiebers. Die Stellung beeinflusst den in der Lamellenbremse oder in der Lamellenkupplung herrschenden Öldruck. Der Schaltdruck ist somit abhängig von der Geometrie des jeweiligen Regelschiebers.

Die Regelventile Schaltstangen sind Proportionalventile, die folgende Ventilstellungen ermöglichen:

Offen

Zwischenstellung

Geschlossen

Die Ansteuerung der Regelventile erfolgt durch pulsweitenmodulierte Signale.

Die Regelventile Gangsteuerung sind federbelastet und zusätzlich mit Öldruck beaufschlagt, der die Federkraft unterstützt. Dadurch wird ein sanfterer Druckanstieg ermöglicht.

Im unbestromten Zustand werden die Regelventile Gangsteuerung durch die Federkraft in die jeweilige Grundstellung zurückgedrückt.

Weitere Grundfunktion

Schaltung Grundfunktion

Getriebe 725.0/1 im Typ alle

GF27.60-P-1002B

Referenzierte Dokumente