gf0900s2000c

Aufladung Funktion

Typ gf · Thema 09.00 · Version 0101 · 2015-07-24

Gültig für: Motor 607 im Typ 415

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 09 Luftansaugung, Aufladung › 09.00 Allgemeines — Baureihe 415

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 607 ***

GF09.00-S-2000C

Aufladung Funktion

24.7.15

Motor

607 im Typ 415

Funktionsvoraussetzungen Aufladung allgemein

Motor läuft

Aufladung allgemein

Durch die Aufladung wird der Zylinderfüllungsgrad verbessert. Damit erhöhen sich das Drehmoment und die Leistung des Motors.

Bei der Aufladung wird die Strömungsenergie der Abgase zum Antrieb des Abgasturboladers genutzt.

Der Abgasturbolader saugt Frischluft über den Luftfilter am Verdichtereintritt an und führt diese über den Verdichteraustritt in das Ladeluftrohr vor dem Ladeluftkühler. Durch die hohe Drehzahl des Verdichterrads und dem daraus resultierenden hohen Volumenstrom wird die Luft im Ladeluftrohr verdichtet. Die verdichtete und dadurch erwärmte Ladeluft strömt über das Ladeluftrohr zum Ladeluftkühler. Dieser kühlt die Ladeluft ab und leitet sie zum Zylinderkopf weiter.

Die Steuerung der Aufladung erfolgt über die Ladedruckregelung. Der Ladedruck wird vom Steuergerät CDI (N3/9) u. a. in Abhängigkeit der folgenden Sensoren und Signale geregelt:

Kraftstoffdruck-Sensor (B4/6)

Kühlmitteltemperatur-Sensor (B11/4)

Drucksensor und Ladelufttemperatur-Sensor (B17)

Drucksensor vor Drosselklappe (B5/13) (mit Code MB6 (Fahrzeug schadstoffarm Euro 6 Gr. 1)

Temperatursensor vor Abgasturbolader (B19/11)

Abgasdrucksensor (B60)

Hallsensor Kurbelwelle (B70)

Atmosphärendrucksensor im Steuergerät CDI (N3/9)

Einspritzdauer der Kraftstoffinjektoren (Y76)

Funktionsablauf Ladedruckregelung

Die Ladedruckregelung erfolgt über den Druckwandler Ladedruckregelung (Y77/1), dieser wird kennfeld- und lastabhängig vom Steuergerät CDI (N3/9) angesteuert.

Hierbei wird die Stellung der Leitschaufeln im Abgasturbolader verändert. Die Leitschaufeln verändern den Strömungsquerschnitt, durch den das Abgas auf die Turbine strömt. Damit passen die Leitschaufeln den an der Turbine anstehenden Druck dem geforderten Ladedruck an.

Durch die Drehzahl des Abgasturboladers wird die Menge der vorverdichteten Luft und somit der Ladedruck bestimmt. Der Ladedruck wird vom Drucksensor und Ladelufttemperatur-Sensor (B17) ständig überwacht und an das Steuergerät CDI (N3/9) weitergeleitet. Im Volllastbetrieb wird maximaler Ladedruck aufgebaut.

Als Schutz vor Überlastung des Abgasturboladers werden die Abgastemperatur durch den Temperatursensor vor Abgasturbolader (B19/11) und der Abgasdruck durch den Abgasdrucksensor (B60) vom Steuergerät CDI (N3/9) überwacht. Besteht die Gefahr von thermischer oder mechanischer Überlastung, wird der Ladedruck reduziert.

Steuergerät CDI Bauteilbeschreibung

GF07.16-S-6000C

Übersicht Systembauteile Common-Rail Diesel Injection (CDI)

GF07.16-S-9997C

Referenzierte Dokumente