GF07.61-P-3003MOS | Generatorschnittstelle ME Funktion | 9.3.11 |
MOTOR 275.953 im TYP 216.376, 221.176 ab Modell-J. 2009 /AEJ 08
MOTOR 275.982 im TYP 216.379, 221.179 ab Modell-J. 2009 /AEJ 08
Funktionsvoraussetzungen Generatorschnittstelle allgemein
Klemme 87M (Motorsteuerung EIN)
Motor läuft
Generatorschnittstelle allgemein
Mit der Generatorschnittstelle werden Botschaften (z. B. das Dynamo Feld Monitor-Signal) über den Antriebs-LIN (LIN C1) zwischen dem Generator (G2) und dem Steuergerät ME (N3/10) ausgetauscht und das Regelverhalten des Generators gesteuert. Dazu gehört eine verzögerte Anpassung der Regulierspannung bei großer Belastungsänderung des Generators. Durch das Dynamo Feld Monitor-Signal wird die momentane Auslastung des Generators übermittelt. Die maximale Datenübertragungsrate zwischen dem Steuergerät ME und dem LIN-Regler des Generators beträgt 19,2 kbit/s. Der LIN-Regler verfügt über keine direkten Ausgänge. Das Steuergerät ME liest folgenden Sensor und folgende Signale ein:
– Positionsgeber Kurbelwelle (L5), Motordrehzahl
– Spannung Bordnetzbatterie (G1) über "Klemme 30"
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– Generator, Status über Antriebs-LIN
Generatorschnittstelle Funktionsablauf
Das Steuergerät ME steuert das Regelverhalten des Generators, um z. B. bei ausreichend geladener Bordnetzbatterie die Regulierspannung (Ladespannung) im Leerlauf zu verringern. Damit reduziert sich die Motorbelastung, wodurch weniger Kraftstoff verbraucht und die Abgasemissionen verbessert werden.
Das Steuergerät ME steuert folgende Funktionen:
– Einschalten des Generators abhängig vom Bordnetzzustand und der motorischen Anforderungen.
– Regelung des Generators entsprechend den im Steuergerät ME gespeicherten Kennfeldern. Dazu wird die Regulierspannung vom Steuergerät ME vorgegeben.
– Bei hoher Belastungsänderung des Generators im Leerlauf die Regulierspannung verzögert anpassen, um die Leerlaufdrehzahl zu stabilisieren.
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– Den Generator vor Überhitzung schützen.
– Klemme 61-Signal (Generator in Funktion) erzeugen.
– Erkannte Fehler über den Fahrwerk-CAN (CAN E) und Zentral-CAN (CAN F) dem Kombiinstrument (A1) zur Ansteuerung der entsprechenden Warnleuchten und Displaymeldungen mitteilen.
– Regulierspannung auf einem niedrigen Wert halten und Laden der Bordnetzbatterie verstärkt in den Schubphasen (Kraftstoffersparnis)
Der Generator führt ständig eine Eigendiagnose durch und sendet die Ergebnisse auf Anforderung zum Steuergerät ME. Dieses vergleicht die Ergebnisse mit weiteren Signalen (wie z. B. Motordrehzahl, Spannung Bordnetzbatterie, Zeit nach Motorstart) und erkennt daraus Fehler am Generator.
Folgende Fehler werden erkannt:
– Leitung der Generatorschnittstelle (Antriebs-LIN) unterbrochen oder Schnittstellentreiber im Steuergerät ME defekt (Der Generator regelt in diesem Fall auf 14,3 V).
– Elektrische und mechanische Fehler am Generator:
– Regler oder Dioden defekt
– Statorunterbrechung oder -kurzschluss
– Erregungsunterbrechung
– Regulierspannung und Ladestrom werden nicht erreicht
– Regulierspannung zu hoch
– Gerissener oder loser Keilrippenriemen
Diagnose
Zum Prüfen der Regulierspannung muss die Bordnetzbatterie mit einem Batterietestgerät belastet werden, da bei voll geladener und unbelasteter Bordnetzbatterie die Regulierspannung deutlich verringert sein kann.
Klemme 61-Signal
Aus den Informationen, die das Steuergerät ME über die Generatorschnittstelle erhält, wird das Klemme 61-Signal im Steuergerät ME nachgebildet und über den CAN-Verbund (z. B. für das Kombiinstrument) ausgegeben.
Referenzierte Dokumente
- gf0761p6000mos Steuergerät ME Bauteilbeschreibung
- pe0761p275597caa Funktionsschema Elektrik Generatorschnittstelle ME
- pe0761p275597saa Funktionsschema Elektrik Generatorschnittstelle ME