GF07.61-P-2004BK | Diagnose-Fehlerspeicher ME Funktion | 20.3.08 |
MOTOR 113.967 im TYP 219
MOTOR 113.964 im TYP 164.1 bis Modell-J. 08 /AEJ 07
MOTOR 113.971 im TYP 251 bis Modell-J. 08 /AEJ 07
P07.61-3251-05
Dargestellt Typ 219
0100 STAR DIAGNOSIS
A1 Kombiinstrument
A1e26 Kontrollleuchte CHECK ENGINE
A1e58 Kontrollleuchte Motordiagnose
N3/10 Steuergerät ME
N10/1 Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul Fahrer
N93 Steuergerät Zentrales Gateway
X11/4 Prüfkupplung Diagnose
CAN Datenbus
Das Steuergerät ME überprüft seine Ein- und Ausgänge auf Plausibilität und erkennt mögliche Fehler. Die Erkennung der Fehler und deren Abspeicherung wird wie folgt unterschieden:
Fehler ständig vorhanden
Wackelkontaktfehler.
Fehlerspeicher auslesen
Die abgespeicherten Fehler können mit der STAR DIAGNOSIS bei Zündung ”EIN” oder bei ”laufendem Motor” an der Prüfkupplung Diagnose ausgelesen werden.
Entsprechend der gesetzlichen Forderung, können Fehler auch mit einem Standard-Auslesegerät (Generic Scan Tool) an der Prüfkupplung für Diagnose nach SAE-Norm ausgelesen werden.
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Fehlererkennung
Signale über bzw. unter Grenzwert
(Leitungsunterbrechung, Kurzschluss, defekte Sensoren)
Häufigkeit und Dauer des Fehlers
Unlogische Kombination von Signalen
Regelkreise (z. B. Lambda-Regelung) am oberen bzw. unteren Regelungsanschlag
Wirkungsketten mit Fehler
Fehlermeldungen über CAN-Datenbus von anderen Steuergeräten.
Fehlerspeicherung
Erstmalig erkannte Fehler werden mit den Umgebungsdaten zuerst als ”vermuteter Fehler” in den Fehlerspeicher geschrieben. Bestätigt sich der Fehler im folgenden Fahrzyklus nicht, wird er gelöscht. Bestätigt sich der Fehler, wird er mit seinen Umgebungsdaten gespeichert.
Fehler die nicht mehr auftreten, werden selbstständig nach max. 40 Warmlaufphasen aus dem Fehlerspeicher gelöscht.
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Wirkungsketten sind vom Steuergerät ME ausgelöste Prüfungsabläufe z. B. für Lufteinblasung, Regenerierung und Dichtheit der Kraftstoffverdunstungsanlage.
Folgefehler
Ist ein fehlerhaftes Signal erkannt und der entsprechende Fehlercode gespeichert, werden sämtliche Prüfungen abgebrochen, bei denen dieses Signal als Vergleichsgröße benötigt wird. Dadurch wird das Speichern von Folgefehlern verhindert.
Notlauf
Bei Fehlererkennung werden Ersatzwerte gebildet. Die Kontrollleuchte im Kombiinstrument leuchtet nur auf, wenn der Fehler bereits gespeichert war.
Nachlauf Steuergerät ME
Nach dem Ausschalten der Zündung startet der Rechnernachlauf. In dieser Zeit wird der Fehlerspeicher überschrieben. Die Dauer ist von der Kühlmitteltemperatur abhängig: bei 80 °C ca. 4 s,
bei 20 °C ca. 60 s und bei -30 °C ca. 150 s.
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Eine Warmlaufphase ist erfolgt:
Kühlmitteltemperatur beim Start kleiner als 35 °C
Erwärmung des Kühlmittels auf größer als 70 °C.
Ansteuerung der Kontrollleuchte Motordiagnose oder
CHECK ENGINE (MIL)
Die Kontrollleuchte leuchtet nach dem Motorstart weiter, wenn der Fehler bereits im letzten Fahrzyklus (driving-cycle) gespeichert war.
Die Kontrollleuchte leuchtet bei laufendem Motor sofort auf, wenn KAT-schädigende Aussetzer erkannt werden.
Die Kontrollleuchte CHECK ENGINE oder Motordiagnose verlöscht, wenn bei 3 Fahrzyklen kein Fehler mehr erkannt wird.
Ein Fahrzyklus (driving-cycle) bezieht sich immer auf eine einzelne Prüfung und besteht aus:
Motorstart
jeweilige Prüfung durchgeführt
Abstellen des Motors.
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Umgebungsdaten/Betriebsbedingungen
Beim Erkennen eines Fehlers werden folgende Daten gespeichert:
Fehlercode
Geschwindigkeit
Motordrehzahl
Kühlmitteltemperatur
Ansauglufttemperatur
Saugrohrdruck
Motorlastzustand
Drosselklappenwinkel
Zündwinkel
Geschalteter Gang (automatisches Getriebe)
Adaptionswert der Gemischbildung
Zustand der Lambda-Regelung
- Lambda-Regelung nicht freigegeben
- Lambda-Regelung freigegeben
- Lambda-Regelung gesperrt (z. B. bei Kraftstoffabschaltung)
- Lambda-Regelung gesperrt (z. B. bei Fehlererkennung)
- Lambda-Regelung ohne Korrektur von O2-Sonde nach KAT
Umweltbedingungen (z. B. Tankfüllstand, Zeit nach Startende, Fahrstrecke bei Fehlereintrag, Zählerstände für Fehler löschen oder Fehlerhäufigkeit, Stellung Schaltsaugrohr, Regenerierung oder Lufteinblasung aktiv).
Tritt der gleiche Fehler das zweite Mal auf, werden die Umgebungsdaten beim Auftreten des Fehlers nochmals gespeichert. Wiederholt sich der Fehler weiter, wird dieser zweite Umgebungsdatensatz ständig überschrieben und die Fehlerhäufigkeit hochgezählt.
Bereitschaftscode (Readiness/Function Code)
Über diesen Code wird erkannt, dass Prüfungen zur Fehlererkennung ablaufen und das System somit aktiv ist. Der
Code wird gesetzt, wenn folgende Prüfungen erfolgt sind (Prüfungsergebnis unbedeutend):
Katalysator Wirkung
Regenerierung
Lufteinblasung
Abgasrückführung
O2-Sonde vor KAT, Signal
O2-Sonde vor KAT, Sondenheizung.
Mit Unterbrechung der Spannungsversorgung des Motorsteuergerätes wird der Bereitschaftscode (Readiness/Function Code) zurückgesetzt.
Alle Prüfungen zur Fehlererkennung
Fehlercode
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Einzelne Prüfung im Fahrzyklus (driving-cycle) erfolgt (cycle flag = 1).
Fehlerspeicher
Kein Fehler erkannt: Vermutete Fehler löschen erforderlich?
Fehler erkannt: Eintrag in Fehlerspeicher mit Umgebungsdaten.
Fehler bereits gespeichert?
Anzahl Warmlaufphasen
Anzahl Fahrzyklen (driving-cycle) für jeweilige Prüfung.
Ansteuern der Kontrollleuchte
CHECK ENGINE oder Motordiagnose
Bereitschaftscode (Readiness/Function Code)
Prüfungen erfolgt für
Katalysator Wirkung
Regenerierung
Lufteinblasung
O2-Sonde vor Kat, Signal
O2-Sonde vor Kat, Sondenheizung
Prüfkupplung Diagnose
Auslesen mit STAR DIAGNOSIS
auch mit Standard-Auslesegerät (Generic Scan Tool)
Prüfkupplung Diagnose
Auslesen mit STAR DIAGNOSIS
Referenzierte Dokumente
- gf0761p6000bk Steuergerät ME Bauteilbeschreibung
- gf5430p5010bk Kontrollleuchte Motordiagnose Bauteilbeschreibung
- gf5430p5011bk Kontrollleuchte CHECK ENGINE Bauteilbeschreibung