Startmengensteuerung
Um das Starten des kalten Motors zu erleichtern, muss während des Startvorganges, abhängig von der Kühlmitteltemperatur, zusätzlich Kraftstoff eingespritzt werden. Die erhöhte Einspritzmenge wird durch Verlängerung der Einspritzzeit erreicht.
Batteriespannung und Spannungsversorgung
Die eingespritzte Kraftstoffmenge wird durch die Einspritzzeit der Einspritzventile (Kraftstoff-Einspritzventil Zylinder 1 (Y62/1), Kraftstoff-Einspritzventil Zylinder 2 (Y62/2), Kraftstoff-Einspritzventil Zylinder 3 (Y62/3), Kraftstoff-Einspritzventil Zylinder 4 (Y62/4), Kraftstoff-Einspritzventil Zylinder 5 (Y62/5) und Kraftstoff-Einspritzventil Zylinder 6 (Y62/6)) bestimmt.
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Diese Öffnungszeit ist von der Batteriespannung abhängig. Um die Einspritzmenge bei z. B. geringerer Batteriespannung auszugleichen, verlängert das Steuergerät ME (N3/23) die Einspritzzeit. Unter ca. 7 V ist kein Motorstart mehr möglich.
Nachstartanreicherung
Nach dem Start ist bei kaltem Motor für kurze Zeit ein Anreichern mit zusätzlichem Kraftstoff notwendig. Der sich an den Zylinderlaufbahnen niederschlagende Kraftstoff wird durch diese Anreicherung ausgeglichen und der Motor läuft durch.
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Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge
Um die richtige Zuordnung der Einspritz- und Zündfolge zum jeweiligen Zylinder zu erreichen, wird die Reihenfolge bei den ersten Motorumdrehungen synchronisiert. Dazu benötigt das Steuergerät ME die Signale der Nockenwellensensoren (Nockenwellensensor Einlass links (B6/4), Nockenwellensensor Einlass rechts (B6/5), Nockenwellensensor Auslass links (B6/6), Nockenwellensensor Auslass rechts (B6/7)) (bei Typ 639 Nockenwellensensor Einlass, links (B6/15), Nockenwellensensor Auslass, links (B6/16), Nockenwellensensor Einlass, rechts (B6/5), Nockenwellensensor Auslass, rechts (B6/7)) und des Kurbelwellensensors (B70).
Zündung beim Starten
Beim Starten des Motors wird das Signal vom Kurbelwellensensor immer benötigt, da sonst kein Start möglich ist.
Startersteuerung
Der Magnetschalter des Starters (M1) (Kl. 50) wird über das Relais Starter Kl. 50 (K40/9k5) vom Steuergerät ME angesteuert.
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Fehlt die Freigabe des Fahrberechtigungssystems Stufe 3 (FBS 3), so sperrt das FBS 3 die Motorsteuerung. Der Starter wird nicht angesteuert.
Parksperrenverriegelung
Der Start ist bei automatischem Getriebe nur in Wählhebelstellung "P" oder "N" möglich. Die Information "Wählhebelstellung P oder N" kommt über Control Area Network (Datenbus/CAN Bus) (CAN) vom Steuergerät EGS (N15/3).
Kraftstoff im Motoröl
Beim Kaltstart kann sich Kraftstoff im Motoröl anreichern. Wird das Motoröl warm, verdampft der Kraftstoff wieder und wird über die Kurbelgehäuseentlüftung im Motor verbrannt. Die Gemischabweichung kann dabei im Leerlauf bis zu 30 % betragen.
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Die Lambdaregelung korrigiert diese Abweichung. Die Gemischadaption speichert diese Korrektur als Langzeiteffekt ab. Ein nachfolgender Start könnte misslingen, wenn das Startgemisch zu stark abgemagert ist, obwohl keine Ausgasung von Kraftstoff stattfindet. Um dies zu verhindern, berechnet das Steuergerät ME ständig die Kraftstoffmenge im Motoröl. Dazu werden die Anzahl der Starts, die Starttemperatur und die anschließende Betriebsdauer ausgewertet.
Referenzierte Dokumente
- gf0761d3010h Startmengensteuerung ME Funktion
- gf0761d4009h Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge ME Funktion
- gf1530d3000h Startersteuerung Funktion