W07.16-A013-79
A3a | Steuergerät Fahrregelung (CPC5) | B622 | Drucksensor Rail | Y616 | Magnetventil Lüfterkupplung | ||
A4 | Steuergerät Motormanagement (MCM) | B624 | Lambdasonde | Y616 b1 | Drehzahlsensor Lüfter | ||
A22 | SAM mit Zusatzfunktionen (XMC) | B625 | Drucksensor Kraftstoff (Ausgang) | Y621 | Abgasrückführsteller | ||
B600 | Positionssensor Kurbelwelle | B626 | Drucksensor Kraftstoff (Eingang) | Y627 | Magnetventil Kühlmittel AdBlue® Heizung | ||
B601 | Positionssensor Nockenwelle | CAN 3 | Rahmen-CAN | Y628 | Dosierventil Kraftstoff | ||
B602 | Temperatursensor Kraftstoff | CAN 4 | Antriebs-CAN | Y629 | Absperrventil Kraftstoff | ||
B604 | Öldrucksensor | Y608 | Kraftstoffinjektor Zylinder 1 | Y634 | Druckregelventil | ||
B606 | Temperatursensor Kühlmittel Auslass | Y609 | Kraftstoffinjektor Zylinder 2 | Y635 | Stellmagnet Nockenwellensteller | ||
B613 | Differenzdrucksensor Frischluft | Y610 | Kraftstoffinjektor Zylinder 3 | Y643 | Mengenregelventil | ||
B614 | Temperatursensor Ladeluft im Verdichtergehäuse (Motor 936.916) | Y611 | Kraftstoffinjektor Zylinder 4 | A | Eingangssignale | ||
B616 | Druck- und Temperatursensor Ladeluft | Y612 | Kraftstoffinjektor Zylinder 5 | B | Ausgangssignale | ||
B617 | Temperatursensor Ladeluft im Ladeluftverteiler | Y613 | Kraftstoffinjektor Zylinder 6 |
Allgemeines
Die Leerlaufdrehzahl ist im Steuergerät Motormanagement parametriert. Um z. B. Nebenaggregate mit ihrer Arbeitsdrehzahl zu betreiben, kann das Steuergerät Fahrregelung eine eigene Anforderung über den Antriebs-CAN senden, wenn die Leerlaufdrehzahl höher liegen soll. Grundsätzlich wird immer die höhere Motordrehzahl eingeregelt. Ist die geforderte Leerlaufdrehzahl vom Steuergerät Fahrregelung höher als die im Steuergerät Motormanagement parametrierte Leerlaufdrehzahl, wird die vom Steuergerät Fahrregelung geforderte Motordrehzahl eingeregelt und umgekehrt.
Die Regelung der Leerlaufdrehzahl erfolgt unmittelbar nach dem Startvorgang. Voraussetzung ist, dass das Steuergerät Fahrregelung keine Betätigung des Fahrpedals erkennt. Abhängig vom Betriebszustand des Motors errechnet das Steuergerät Motormanagement den Einspritzzeitpunkt und die -menge. Der Kraftstoffinjektor des jeweiligen Zylinders wird angesteuert und Kraftstoff in den Brennraum eingespritzt. Damit die Kraftstoffzufuhr zur Hochdruckpumpe gewährleistet ist, wird das Mengenregelventil angesteuert. Der Druck in der Rail wird über das Druckregelventil auf etwa 900 bar eingeregelt. Dadurch wird ein ruhigerer Motorlauf sichergestellt.
Während des gesamten Leerlaufbetriebs wird die Einspritzmenge ständig dem Betriebszustand des Motors angepasst, wenn sich z. B. der Lastzustand des Motors ändert oder ein höherer Kraftstoffbedarf besteht (durch niedrige Außentemperaturen).
Zur Berechnung der Einspritzmenge berücksichtigt das Steuergerät Motormanagement hauptsächlich folgende Eingangsgrößen:
Motordrehzahl
Kühlmitteltemperatur
Kraftstofftemperatur
Lastanforderung (Sollmoment)
Die Rauchbegrenzung, die Laufruheregelung und die Höhenkorrektur im Steuergerät Motormanagement können die Einspritzmenge (Ansteuerungsdauer) sowie den Ansteuerungsbeginn der Kraftstoffinjektoren zusätzlich beeinflussen.
Rauchbegrenzung
Über ein Rauchbegrenzungskennfeld wird die Kraftstoffmenge so begrenzt, dass nahezu kein Ausstoß von Rauch auftritt.
Laufruheregelung
Die Laufruheregelung gleicht die Einspritzmengenunterschiede der einzelnen Kraftstoffinjektoren aus.
Durch Toleranzen und Verschleiß der einzelnen Kraftstoffinjektoren kann sich die Momententwicklung der verschiedenen Zylinder unterscheiden. Dies führt zu einem unrunden Lauf des Motors. Die Drehrate der Kurbelwelle wird geringfügig schneller und langsamer. Man spürt dies besonders im Leerlauf. Die Laufruheregelung kann auf den unrunden Lauf reagieren, weil sie jeden Kraftstoffinjektor einzeln ansteuert. Sie gleicht die Drehzahlschwankungen durch geringfügig unterschiedliche Einspritzmengen der einzelnen Zylinder so lange aus, bis alle Zylinder das gleiche Moment entwickeln.
Höhenkorrektur
Die Höhenkorrektur ist in erster Linie so ausgelegt, dass die Abgasturboladerwellendrehzahl, die Verdichteraustrittstemperatur und die Turbineneintrittstemperatur des Abgasturboladers sowie das Luftverhältnis λ (Lambda) festgelegte Grenzwerte nicht über- bzw. unterschreiten. Dazu werden die Abgasrückführrate (AGR-Rate), der Ansteuerungsbeginn sowie die Ansteuerungsdauer (Einspritzmenge) der Kraftstoffinjektoren angepasst.
Abgasrückführung (AGR)
Zur Verringerung der Stickoxide (NOx) ist während des Leerlaufbetriebs für einen bestimmten Zeitraum die Abgasrückführung (AGR) aktiv. Die Abgasrückführung (AGR) wird bei längerem Leerlaufbetrieb abgeschaltet, damit der Abgasrückführkühler nicht versottet.
Bei der Abgasrückführung (AGR) wird der angesaugten bzw. aufgeladenen Frischluft Abgas beigemischt. Der Sauerstoffanteil in der angesaugten bzw. aufgeladenen Luft sinkt und deren spezifische Wärme steigt. Somit sinken die Verbrennungstemperatur und der Ausstoß von Stickoxiden (NOx), deren Anteil mit steigender Verbrennungstemperatur steigt. Darüber hinaus wird die ausgestoßene Abgasmenge vermindert.
Lüfterregelung
Während des gesamten Motorbetriebs, so auch in der Leerlaufphase, wird die Lüfterdrehzahl in Abhängigkeit von der Kühlmitteltemperatur geregelt. Die Lüfterdrehzahl wird aus den Eingangssignalen (A) des Drehzahlsensors Lüfter ermittelt. Die Regelung erfolgt durch entsprechende Ansteuerung des Magnetventils Lüfterkupplung.
Abgasnachbehandlung
Das Abgasnachbehandlungssystem ist unmittelbar nach dem Motorstart während des gesamten Motorbetriebs aktiv. Es sorgt dafür, dass die ausgestoßenen Schadstoffemissionen im Abgas auf die für die jeweilige Abgasnorm festgelegten Grenzwerte reduziert werden. Je nach Abgasnorm kommen dabei unterschiedliche Maßnahmen zum Einsatz. Bei Fahrzeugen mit Euro-VI-Norm erfolgt die Abgasnachbehandlung durch:
Selektive katalytische Reduktion (SCR) mit Ammoniak-Sperrkatalysator
Dieseloxidationskatalysator (DOC)
Dieselpartikelfilter (DPF)
Nockenwelleneinstellung
Durch die Verschiebung der Steuerzeiten der Auslassnockenwelle bei niedrigen Motordrehzahlen wird eine Erhöhung der Abgastemperatur erreicht. Das führt zu einer verbesserten Regeneration des DPF.
Steuergerät Fahrregelung (CPC) Bauteilbeschreibung | A3a | ||
Steuergerät Motormanagement (MCM) Bauteilbeschreibung | A4 | ||
Steuergerät SAM mit Zusatzfunktionen (XMC) Bauteilbeschreibung | Fahrzeuge mit Code E3W (PSM 2. Generation) | ||
Positionssensor Kurbelwelle Bauteilbeschreibung | B600 | ||
Positionssensor Nockenwelle Bauteilbeschreibung | B601 | ||
Temperatursensor Kraftstoff Bauteilbeschreibung | B602 | ||
Öldruckschalter Bauteilbeschreibung | B604 | ||
Temperatursensor Kühlmittel Auslass Bauteilbeschreibung | B606 | ||
Differenzdrucksensor Frischluft Bauteilbeschreibung | B613 | ||
Temperatursensor Ladeluft im Verdichterradgehäuse Bauteilbeschreibung | Fahrzeuge mit Motor 936.916 | ||
Druck- und Temperatursensor Ladeluft Bauteilbeschreibung | B616 | ||
Temperatursensor Ladeluft im Ladeluftgehäuse Bauteilbeschreibung | B617 | ||
Drucksensor Rail Bauteilbeschreibung | B622 | ||
Lambdasonde Bauteilbeschreibung | B624 | ||
Dieselkraftstoff-Dosiergerät Bauteilbeschreibung | Fahrzeuge mit Code M5Z (Motorausführung Euro VI) | ||
Kraftstoffinjektoren Bauteilbeschreibung | Y608, Y609, Y610, Y611, Y612, Y613 | ||
Elektromagnetische Viskosekupplung Bauteilbeschreibung | Y616, Y616 b1 | ||
Abgasrückführsteller Bauteilbeschreibung | Y621 | ||
Magnetventil Kühlmittel AdBlue-Heizung Bauteilbeschreibung | Fahrzeuge mit Code M5Z (Motorausführung Euro VI) | ||
Druckregelventil Bauteilbeschreibung | Y634 | ||
Stellmagnet Nockenwellensteller Bauteilbeschreibung | Y635 | ||
Mengenregelventil Bauteilbeschreibung | Y643 |
Referenzierte Dokumente
- gf0320w4100md Positionssensor Kurbelwelle Bauteilbeschreibung
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