gf0941w4110md

Druck- und Temperatursensor Ladeluft Bauteilbeschreibung

Typ gf · Thema 09.41 · Version 0100 · 2012-07-17

Gültig für: MOTOR 936.9 im TYP 964 MOTOR 936.9 im TYP 963

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 09 Luftansaugung, Aufladung › 09.41 Ladeluftrohr/Ladeluftkühlung — Baureihe 936 (Baumuster 9**) · Baureihe 963 · Baureihe 964

GF09.41-W-4110MD

Druck- und Temperatursensor Ladeluft Bauteilbeschreibung

17.07.2012

MOTOR

936.9 im TYP 964

MOTOR

936.9 im TYP 963

Druck- und Temperatursensor Ladeluft Bauteilbeschreibung

Anordnung

B616

Druck- und Temperatursensor Ladeluft

W07.04-1092-82

Der Druck- und Temperatursensor Ladeluft (B616) befindet sich am Ladeluftrohr an der linken Motorseite.

Aufgabe

Über den Druck- und Temperatursensor Ladeluft (B616) ermittelt das Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) den Luftdruck und die Lufttemperatur der angesaugten bzw. aufgeladenen Verbrennungsluft. Aus diesen beiden Werten und den Werten des Differenzdrucksensors Frischluft (B613) wird die Luftmasse, die dem Motor zur Verbrennung zugeführt wird, abgeleitet.

Aufbau

Der Druck- und Temperatursensor Ladeluft (B616) beinhaltet zwei voneinander getrennte elektrische Komponenten für die Messung des Ladedrucks und der Ladelufttemperatur.

Drucksensor, für die Ermittlung des Ladedrucks:

Beim Drucksensor handelt es sich um einen so genannten Halbleiter-Drucksensor, der den im Ladeluftrohr herrschenden Luftdruck piezoelektrisch erfasst. Dieser besteht aus vier druckabhängigen Widerständen (Dehnmesswiderstände), die in einer Silizium-Membran angeordnet sind, sowie eine Auswerteelektronik, welche über das Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) mit 5 V Gleichspannung versorgt wird.

Temperatursensor, für die Messung der Ladelufttemperatur:

An der Spitze des Druck- und Temperatursensors Ladeluft (B616) befindet sich ein NTC-Widerstand. NTC steht für "Negativer Temperatur Koeffizient" und bedeutet, dass der elektrische Widerstand bei steigender Temperatur geringer wird.

Funktion

Ermittlung des Ladedrucks:

Die angesaugte bzw. aufgeladene Verbrennungsluft im Ladeluftgehäuse gelangt über eine Bohrung an die Silizium-Membran mit den vier druckabhängigen Widerständen und verformt diese. Die Widerstände in der Silizium-Membran sind so angeordnet, dass sich beim Verformen der Membran die Querspannung der Widerstandsbrücke verändert. Die Auswerteelektronik verstärkt diese Querspannung und kompensiert dabei evtl. Temperaturschwankungen bzw. gleicht evtl. Fertigungstoleranzen der Widerstände aus. Anschließend leitet sie die so gefilterte Messspannung an das Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) weiter, welches daraus den Luftdruck im Ladeluftgehäuse ableitet.

Messung der Ladelufttemperatur:

Die vorbeiströmende Luft beeinflusst, je nach deren Temperatur, die Temperatur des Messelements an der Spitze des Sensors und somit die Größe des elektrischen Widerstands. Über den elektrischen Widerstand leitet das Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) die zugehörige Temperatur ab.