Funktionsvoraussetzung allgemein
Klemme 15R Ein
Das Steuergerät elektronisches Zündschloss (N73) sendet den Klemmenstatus Klemme 15 über Fahrwerk-CAN (CAN E) (bis 29.02.2016) oder über Fahrwerk-CAN 1 (CAN E1) (ab 01.03.2016) an das Steuergerät Supplemental Restraint System (N2/10).
Supplemental Restraint System auslösen allgemein
Das Supplemental Restraint System überwacht ständig den Belegungszustand des Beifahrersitzes sowie den Status der Sicherheitsgurte (angelegt oder nicht angelegt) und passt anhand dieser Informationen sein Auslöseverhalten an.
Die Funktion Supplemental Restraint System auslösen umfasst folgende Teilfunktionen:
Funktionsablauf Systemüberwachung
Funktionsablauf Auswerten des Belegungszustandes des Beifahrersitzes
Funktionsablauf Erkennen des Status der Sicherheitsgurte
Funktionsablauf Aufprallerkennung
Funktionsablauf Auslöseverhalten bei Frontalaufprall
Funktionsablauf Auslöseverhalten bei Seitenaufprall
Funktionsablauf Auslöseverhalten bei Heckaufprall
Funktionsablauf Auslöseverhalten bei Überrollvorgang
Funktionsablauf Zusatzfunktionen im Crashfall
Funktionsablauf Systemüberwachung
Beim Einschalten der Klemme 15R werden folgende Kontrollleuchten angesteuert:
Kontrollleuchte Supplemental Restraint System (A1e15) im Kombiinstrument (A1)
Airbag Off-Kontrollleuchte Kindersitzerkennung (N72/1e1) und Airbag On-Kontrollleuchte automatische Kindersitzerkennung (N72/1e4) im Steuergerät Oberes Bedienfeld (N72/1)
Nach erfolgreichem Selbsttest (t = 4 s) wird die Kontrollleuchte Supplemental Restraint System ausgeschaltet. Über die Airbag Off-Kontrollleuchte Kindersitzerkennung oder über die Airbag On-Kontrollleuchte automatische Kindersitzerkennung wird der entsprechende Belegungszustand des Beifahrersitzes angezeigt.
Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet die Anforderung zum Einschalten der Kontrollleuchte Supplemental Restraint System bei Fahrzeugen bis 29.02.2016 über Fahrwerk-CAN und bei Fahrzeugen ab 01.03.2016 über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn (N10/1) und Fahrwerk-CAN 2 (CAN E2) an das Kombiinstrument. Die Anforderung zum Einschalten der jeweiligen Kontrollleuchte Kindersitzerkennung sendet das Steuergerät Supplemental Restraint System über Fahrwerk-CAN (bis 29.02.2016) oder Fahrwerk-CAN 1 (ab 01.03.2016), Steuergerät SAM vorn und Instrumententafel-LIN (LIN 1) an das Steuergerät Oberes Bedienfeld, das die entsprechende Kontrollleuchte Kindersitzerkennung direkt ansteuert.
Das Steuergerät Supplemental Restraint System überwacht im Fahrbetrieb weiterhin ständig das Supplemental Restraint System und meldet Fehler über das Multifunktions-Display (A1p13) und die Kontrollleuchte Supplemental Restraint System im Kombiinstrument an den Fahrer. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet die Anforderung zur Anzeige einer entsprechenden Meldung bei Fahrzeugen bis 29.02.2016 über Fahrwerk-CAN und bei Fahrzeugen ab 01.03.2016 über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät SAM vorn und Fahrwerk-CAN 2 an das Kombiinstrument. Die Fehler werden im nichtflüchtigen Speicher des Steuergeräts Supplemental Restraint System abgelegt.
Typ 172.4 ab 01.12.13
mit Code 494 (USA-Ausführung)
In das Steuergerät Supplemental Restraint System ist ein Unfalldatenschreiber integriert, der vor, während und nach einem Unfall relevante Daten aufzeichnet. Durch die gespeicherten Daten kann der Unfallhergang rekonstruiert werden.
Funktionsablauf Auswerten des Belegungszustandes des Beifahrersitzes
Das Steuergerät Supplemental Restraint System passt das Auslöseverhalten der Rückhaltemittel auf der Beifahrerseite an den Belegungszustand des Beifahrersitzes an.
Funktionsablauf Erkennen des Status der Sicherheitsgurte
Das Steuergerät Supplemental Restraint System passt das Auslöseverhalten der Rückhaltemittel an den Status der Sicherheitsgurte (angelegt oder nicht angelegt) an. Der Status des jeweiligen Sicherheitsgurtes wird über den entsprechenden Schalter definiert:
Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss Fahrer (S68/3)
Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss Beifahrer (S68/4)
Das Steuergerät Supplemental Restraint System liest den Status der Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss direkt ein.
Funktionsablauf Aufprallerkennung
Das Steuergerät Supplemental Restraint System unterscheidet zwischen einem:
Frontalaufprall
Seitenaufprall
Heckaufprall
Überrollvorgang (um die Fahrzeuglängsachse)
Dazu werden die Signale folgender Sensoren ausgewertet:
Integrierte Sensoren
Sensor Sidebag links (A53)
Sensor Sidebag rechts (A54)
Frontalbeschleunigungssensor links (B48/1)
Frontalbeschleunigungssensor rechts (B48/2)
Drucksensor Tür links (B48/7)
Drucksensor Tür rechts (B48/8)
Das Steuergerät Supplemental Restraint System liest die Sensorsignale direkt ein.
Funktionsablauf Auslöseverhalten bei Frontalaufprall
Das Auslösen der Rückhaltemittel erfolgt abhängig von der Schwere des Aufpralls, der Belegung des Beifahrersitzes und dem Status der Sicherheitsgurte.
Folgende Zündpillen können gezündet werden (maximal):
Zündpille Gurtstraffer Fahrer (R12/1) (Typ 172.466/475 mit Code 494 (USA-Ausführung) oder Code 460 (Kanada Ausführung))
Zündpille Gurtstraffer Beifahrer (R12/2) (Typ 172.466/475 mit Code 494 (USA-Ausführung) oder Code 460 (Kanada Ausführung))
Zündpille 1 Beifahrer-Airbag (R12/4)
Zündpille 2 Beifahrer-Airbag (R12/5)
Zündpille 1 Fahrer-Airbag (R12/13)
Zündpille 2 Fahrer-Airbag (R12/14)
Zündpille Kneebag Beifahrer (R12/24) (mit Code 294 (Kneebag))
Zündpille Kneebag Fahrer (R12/25) (mit Code 294 (Kneebag))
Zündpille Gurtschlossstraffer Fahrer (R46)
Zündpille Gurtschlossstraffer Beifahrer (R46/1)
Das Steuergerät Supplemental Restraint System steuert die Zündpillen direkt an.
Folgende Zustände werden berücksichtigt:
Belegungszustand des Beifahrersitzes:
Das Steuergerät Supplemental Restraint System entscheidet anhand der aktuellen Belegung über die Unterdrückung oder die 1- oder 2-stufige Auslösung des Beifahrer-Airbags.
Status Gurtschloss Fahrer:
Bei nicht angelegtem Sicherheitsgurt wird anstelle des Gurtstraffers (Typ 172.466/475 mit Code 494 (USA-Ausführung) oder Code 460 (Kanada Ausführung)) und des Gurtschlossstraffers der Fahrer-Airbag mit vorverlegtem Zündzeitpunkt ausgelöst.
Status Gurtschloss Beifahrer:
Bei nicht angelegtem Sicherheitsgurt wird anstelle des Gurtstraffers (Typ 172.466/475 mit Code 494 (USA-Ausführung) oder Code 460 (Kanada Ausführung)) und des Gurtschlossstraffers der Beifahrer-Airbag mit vorverlegtem Zündzeitpunkt ausgelöst. Dies gilt jedoch nur, wenn ein belegter Beifahrersitz erkannt worden ist. Bei Nichtbelegung und nicht angelegtem Sicherheitsgurt werden auf der Beifahrerseite keine Rückhaltemittel ausgelöst.
Funktionsablauf Auslöseverhalten bei Seitenaufprall
Das Auslösen der Rückhaltemittel erfolgt abhängig von der Schwere des Aufpralls, der Belegung des Beifahrersitzes und dem Status der Sicherheitsgurte.
Folgende Zündpillen können gezündet werden (maximal):
Zündpille Gurtstraffer Fahrer (Typ 172.466/475 mit Code 494 (USA-Ausführung) oder Code 460 (Kanada Ausführung))
Zündpille Gurtstraffer Beifahrer (Typ 172.466/475 mit Code 494 (USA-Ausführung) oder Code 460 (Kanada Ausführung))
Zündpille Sidebag Fahrer (R12/9)
Zündpille Sidebag Beifahrer (R12/10)
Zündpille Headbag links (R12/39)
Zündpille Headbag rechts (R12/40)
Zündpille Gurtschlossstraffer Fahrer
Zündpille Gurtschlossstraffer Beifahrer
Das Steuergerät Supplemental Restraint System steuert die Zündpillen direkt an.
Folgende Zustände werden berücksichtigt:
Belegungszustand des Beifahrersitzes:
Das Steuergerät Supplemental Restraint System entscheidet anhand der aktuellen Belegung des Beifahrersitzes über die Auslösung des Sidebags und des Headbags auf der Beifahrerseite.
Status Gurtschloss Fahrer:
Bei nicht angelegtem Sicherheitsgurt werden der Gurtstraffer (Typ 172.466/475 mit Code 494 (USA-Ausführung) oder Code 460 (Kanada Ausführung)) und der Gurtschlossstraffer auf der Fahrerseite nicht ausgelöst.
Status Gurtschloss Beifahrer:
Bei nicht angelegtem Sicherheitsgurt werden der Gurtstraffer (Typ 172.466/475 mit Code 494 (USA-Ausführung) oder Code 460 (Kanada Ausführung)) und der Gurtschlossstraffer auf der Beifahrerseite nicht ausgelöst.
Funktionsablauf Auslöseverhalten bei Heckaufprall
Das Auslösen der Rückhaltemittel erfolgt abhängig von der Schwere des Aufpralls und dem Status der Sicherheitsgurte.
Folgende Zündpillen können gezündet werden (maximal):
Zündpille Gurtstraffer Fahrer (Typ 172.466/475 mit Code 494 (USA-Ausführung) oder Code 460 (Kanada Ausführung))
Zündpille Gurtstraffer Beifahrer (Typ 172.466/475 mit Code 494 (USA-Ausführung) oder Code 460 (Kanada Ausführung))
Zündpille Gurtschlossstraffer Fahrer
Zündpille Gurtschlossstraffer Beifahrer
Zusätzlich können folgende Bauteile angesteuert werden:
Magnetspule NECK-PRO-Kopfstütze Fahrersitz (Y24/12)
Magnetspule NECK-PRO-Kopfstütze Beifahrersitz (Y24/13)
Das Steuergerät Supplemental Restraint System steuert die Zündpillen und die Magnetspulen NECK-PRO-Kopfstütze direkt an.
Folgende Zustände werden berücksichtigt:
Status Gurtschloss Fahrer:
Bei nicht angelegtem Sicherheitsgurt werden der Gurtstraffer (Typ 172.466/475 mit Code 494 (USA-Ausführung) oder Code 460 (Kanada Ausführung)) und der Gurtschlossstraffer auf der Fahrerseite nicht ausgelöst.
Status Gurtschloss Beifahrer:
Bei nicht angelegtem Sicherheitsgurt werden der Gurtstraffer (Typ 172.466/475 mit Code 494 (USA-Ausführung) oder Code 460 (Kanada Ausführung)) und der Gurtschlossstraffer auf der Beifahrerseite nicht ausgelöst.
Funktionsablauf Auslöseverhalten bei Überrollvorgang
Das Auslösen der Rückhaltemittel erfolgt abhängig von der Belegung des Beifahrersitzes und dem Status der Sicherheitsgurte.
Folgende Zündpillen können gezündet werden (maximal):
Zündpille Gurtstraffer Fahrer (Typ 172.466/475 mit Code 494 (USA-Ausführung) oder Code 460 (Kanada Ausführung))
Zündpille Gurtstraffer Beifahrer (Typ 172.466/475 mit Code 494 (USA-Ausführung) oder Code 460 (Kanada Ausführung))
Zündpille Sidebag Fahrer
Zündpille Sidebag Beifahrer
Zündpille Headbag links
Zündpille Headbag rechts
Zündpille Gurtschlossstraffer Fahrer
Zündpille Gurtschlossstraffer Beifahrer
Das Steuergerät Supplemental Restraint System steuert die Zündpillen direkt an.
Folgende Zustände werden berücksichtigt:
Belegungszustand des Beifahrersitzes:
Das Steuergerät Supplemental Restraint System entscheidet anhand der aktuellen Belegung des Beifahrersitzes über die Auslösung des Sidebags und des Headbags auf der Beifahrerseite.
Status Gurtschloss Fahrer:
Bei nicht angelegtem Sicherheitsgurt werden der Gurtstraffer (Typ 172.466/475 mit Code 494 (USA-Ausführung) oder Code 460 (Kanada Ausführung)) und der Gurtschlossstraffer auf der Fahrerseite nicht ausgelöst.
Status Gurtschloss Beifahrer:
Bei nicht angelegtem Sicherheitsgurt werden der Gurtstraffer (Typ 172.466/475 mit Code 494 (USA-Ausführung) oder Code 460 (Kanada Ausführung)) und der Gurtschlossstraffer auf der Beifahrerseite nicht ausgelöst.
Funktionsablauf Zusatzfunktionen im Crashfall
Die Zusatzfunktionen im Crashfall umfassen folgende Teilfunktionen:
Funktionsablauf Aktivieren der Warnblinkfunktion
Funktionsablauf Einschalten der Innenbeleuchtung
Funktionsablauf Entriegeln der Zentralverriegelung
Funktionsablauf Absenken der Seitenfenster
Funktionsablauf Abstellen des Motors
Funktionsablauf Auslösen der Pyrosicherung
Funktionsablauf Abschalten der Klimaanlage (ab 01.06.2013)
Funktionsablauf automatischer Notruf (bis 29.02.2016 mit Code 347 (Mercedes-Benz Notrufsystem), Code 348 (Notruf-/Assistentsystem) oder Code 359 (Notrufsystem TELE AID), ab 01.03.2016 mit Code 350 (Notrufsystem Ecall Europa) oder Code 494 (USA-Ausführung))
Funktionsablauf Aktivieren der crashaktiven Lenksäuleneinstellung (mit Code 275 (Memory-Paket))
Funktionsablauf Aktivieren der Warnblinkfunktion
Nach einem Unfall wird die Warnblinkfunktion aktiviert, um andere Verkehrsteilnehmer zu warnen. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN (bis 29.02.2016) oder Fahrwerk-CAN 1 (ab 01.03.2016) an das Steuergerät SAM vorn. Das Steuergerät SAM vorn aktiviert daraufhin die Warnblinkfunktion.
Funktionsablauf Einschalten der Innenbeleuchtung
Nach einem Unfall wird die Innenbeleuchtung eingeschaltet, um den Fahrzeuginsassen oder helfenden Personen die Orientierung im Fahrzeug zu erleichtern. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN (bis 29.02.2016) oder Fahrwerk-CAN 1 (ab 01.03.2016) an das Steuergerät SAM vorn. Das Steuergerät SAM vorn aktiviert daraufhin die Innenbeleuchtung.
Funktionsablauf Entriegeln der Zentralverriegelung
Nach einem Unfall werden automatisch die Türen, der Kofferraumdeckel und der Tankdeckel über die Zentralverriegelung entriegelt. Das Entriegeln der Türen ermöglicht es, helfenden Personen zu den evtl. verletzten Fahrzeuginsassen zu gelangen. Das Entriegeln des Kofferraumdeckels ermöglicht den Zugang zu Hilfsmaterial wie Warndreieck und Verbandskasten. Das Entriegeln des Tankdeckels ermöglicht den Zugang zu dem im Tankdeckel angebrachten QR-Code, mit dem die Rettungskräfte schnell die entsprechende Rettungskarte für das Fahrzeug ermitteln können.
Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN (bis 29.02.2016) oder Fahrwerk-CAN 1 (ab 01.03.2016), Steuergerät SAM vorn und Innenraum-CAN (CAN B) an folgende Steuergeräte:
Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul Fond (N10/2)
Steuergerät Tür links (N69/1)
Steuergerät Tür rechts (N69/2)
Die Zentralverriegelung wird nach einer Wartezeit von t = 8 bis 11 s entriegelt.
Zusätzliche Funktionsvoraussetzungen Absenken der Seitenfenster
Elektrische Fensterheber normiert
Seitenfenster weiter als "Crash-Position" geschlossen
Funktionsablauf Absenken der Seitenfenster
Nach einem Unfall werden die Seitenfenster vorn bis zu einer definierten Position geöffnet. Dadurch können die durch die pyrotechnischen Rückhaltemittel entstandenen Rauchpartikel bei geschlossenem Variodach schnell abziehen. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN (bis 29.02.2016) oder Fahrwerk-CAN 1 (ab 01.03.2016), Steuergerät SAM vorn und Innenraum-CAN an das Steuergerät Tür links und an das Steuergerät Tür rechts. Diese veranlassen daraufhin das Absenken der Seitenfenster.
Funktionsablauf Abstellen des Motors
Zur Verringerung der Brandgefahr wird der Motor nach einem Unfall automatisch abgestellt und die Kraftstoffversorgung wird abgeschaltet. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN (bis 29.02.2016) oder Fahrwerk-CAN 1 (ab 01.03.2016) an das Steuergerät CDI (N3/9) (Dieselmotor) oder an das Steuergerät ME (N3/10) (Benzinmotor). Dieses veranlasst daraufhin das Abstellen des Motors und das Abschalten der Kraftstoffversorgung.
Das Crash-Signal wird zusätzlich über eine direkte Leitung vom Steuergerät Supplemental Restraint System an das Steuergerät CDI oder das Steuergerät ME übermittelt.
Funktionsablauf Auslösen der Pyrosicherung
Nach einem Unfall wird die Pyrosicherung 88 (F32/5f88) (außer Code B03 (ECO Start-Stopp-Funktion)) oder die Pyrosicherung (F63) (mit Code B03 (ECO Start-Stopp-Funktion)) zur Verringerung der Brandgefahr ausgelöst.
Durch das Auslösen der jeweiligen Pyrosicherung werden der Starter (M1) und der Generator (G2) vom Bordnetz getrennt.
P91.60-3611-71
Die Hauptleitung innerhalb des Gehäuses der jeweiligen Pyrosicherung ist als Leitungsschiene mit Sollbruchstelle (3) ausgeführt. Nach Eintreten eines Crashereignisses steuert das Steuergerät Supplemental Restraint System die jeweilige Pyrosicherung direkt an. Durch das Auslösen baut sich in der Kammer (1) ein Druck auf. Der Kolben (2) fährt daraufhin gegen die Sollbruchstelle und trennt somit die Leitungsschiene.
Zeitablauf:
Nach t = 300 μs startet die Kolbenbewegung.
Nach t = 450 μs ist die Trennung der Leitungsschiene beendet.
Funktionsablauf Abschalten der Klimaanlage (ab 01.06.2013)
Nach einem Unfall wird die Klimaanlage abgeschaltet und die Umluftklappe geschlossen, um zu verhindern, dass schädliche Gase in den Fahrzeuginnenraum eindringen können. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN (bis 29.02.2016) oder Fahrwerk-CAN 1 (ab 01.03.2016), Steuergerät SAM vorn und Innenraum-CAN an das Steuer- und Bediengerät Klimatisierungsautomatik (N22/7).
Funktionsablauf automatischer Notruf (bis 29.02.2016 mit Code 347 (Mercedes-Benz Notrufsystem), Code 348 (Notruf-/Assistentsystem) oder Code 359 (Notrufsystem TELE AID), ab 01.03.2016 mit Code 350 (Notrufsystem Ecall Europa) oder Code 494 (USA-Ausführung))
Nach einem Unfall wird automatisch ein Notruf abgesetzt.
Je nach Übertragungsart werden unter anderem folgende Daten an die Mercedes-Benz Notrufzentrale übermittelt:
GPS-Positionsdaten des Fahrzeugs
Fahrtrichtung
Fahrzeug-Identifizierungsnummer
Mercedes-Benz Contact Kodierung
Indikator für automatische oder manuelle Auslösung
Zeitstempel
Funktionsablauf Aktivieren der crashaktiven Lenksäuleneinstellung (mit Code 275 (Memory-Paket))
Nach einem Unfall wird die Lenksäule nach oben gefahren, um dem Fahrer das Aussteigen bzw. den Ersthelfern das Bergen des Fahrers aus dem Fahrzeug zu erleichtern. Die Funktion wird bei folgenden Aktionen ausgelöst:
Öffnen der Fahrertür
Wechsel des Klemmenstatus Klemme 15C Ein nach Klemme 15C Aus
Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN (bis 29.02.2016) oder Fahrwerk-CAN 1 (ab 01.03.2016), Steuergerät SAM vorn und Innenraum-CAN an das Steuergerät Fahrersitz (N32/1), das die Funktion crashaktive Ausstiegshilfe steuert.
Referenzierte Dokumente
- gf9160p9996rd Übersicht Systembauteile Supplemental Restraint System