gf9160p2012gn

Supplemental Restraint System auslösen Funktion

Typ gf · Thema 91.60 · Version 0102 · 2016-05-03

Gültig für: Typ 166 ab Modell-J. 2016 Typ 292

Einordnung

Funktionsgruppe 3 Aufbau › 91 Sitze, Liegen, Rückhaltesystem › 91.60 Airbag, Fußgängerschutz — Baureihe 166 · Baureihe 292

GF91.60-P-2012GN

Supplemental Restraint System auslösen Funktion

03.05.2016

Typ

166

ab Modell-J. 2016

Typ

292

Funktionsvoraussetzung allgemein

Klemme 15R Ein:

Das Steuergerät elektronisches Zündschloss (N73) sendet den Klemmenstatus Klemme 15 über Fahrwerk-CAN 1 (CAN E1) an das Steuergerät Supplemental Restraint System (N2/10).

Supplemental Restraint System auslösen allgemein

Das Supplemental Restraint System überwacht ständig den Belegungszustand des Beifahrersitzes sowie den Status der Sicherheitsgurte (angelegt oder nicht angelegt) und passt anhand dieser Informationen sein Auslöseverhalten an.

Die Funktion Supplemental Restraint System auslösen umfasst folgende Teilfunktionen:

Funktionsablauf Systemüberwachung

Funktionsablauf Auswertung des Belegungszustandes des Beifahrersitzes

Funktionsablauf Erkennung des Status der Sicherheitsgurte vorn

Funktionsablauf Aufprallerkennung

Funktionsablauf bei Frontalaufprall

Funktionsablauf bei Seitenaufprall

Funktionsablauf bei Heckaufprall

Funktionsablauf bei Überrollvorgang

Funktionsablauf Zusatzfunktionen im Crashfall

Funktionsablauf Systemüberwachung

Beim Einschalten der Klemme 15R werden folgende Kontrollleuchten angesteuert:

Kontrollleuchte Supplemental Restraint System (A1e15) im Kombiinstrument (A1)

Airbag Off-Kontrollleuchte automatische Kindersitzerkennung (N72/1e1) im Steuergerät Oberes Bedienfeld (N72/1)

Airbag On-Kontrollleuchte automatische Kindersitzerkennung (N72/1e4) im Steuergerät Oberes Bedienfeld (mit Code U10 (Automatische Beifahrerairbag-Abschaltung))

Nach erfolgreichem Selbsttest (4 s) werden die Kontrollleuchte Supplemental Restraint System und die Airbag Off-Kontrollleuchte automatische Kindersitzerkennung (außer Code U10 (Automatische Beifahrerairbag-Abschaltung)) ausgeschaltet. Bei Fahrzeugen mit Code U10 (Automatische Beifahrerairbag-Abschaltung) wird über die Airbag Off-Kontrollleuchte automatische Kindersitzerkennung oder über die Airbag On-Kontrollleuchte automatische Kindersitzerkennung der entsprechende Belegungszustand des Beifahrersitzes angezeigt.

Die Anforderung zum Einschalten der Kontrollleuchte Supplemental Restraint System sendet das Steuergerät Supplemental Restraint System über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät elektronisches Zündschloss und Fahrwerk-CAN 2 (CAN E2) an das Kombiinstrument.

Die Anforderung zum Einschalten der jeweiligen Kontrollleuchte automatische Kindersitzerkennung sendet das Steuergerät Supplemental Restraint System über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät elektronisches Zündschloss, Innenraum-CAN (CAN B), Steuergerät SAM (N10) und Batteriesensor-LIN (LIN B15) an das Steuergerät Oberes Bedienfeld, das die entsprechende Kontrollleuchte automatische Kindersitzerkennung direkt ansteuert.

Das Steuergerät Supplemental Restraint System überwacht im Fahrbetrieb weiterhin ständig das Supplemental Restraint System und meldet Fehler über das Multifunktions-Display (A1p13) und die Kontrollleuchte Supplemental Restraint System im Kombiinstrument an den Fahrer. Die Anforderung zur Anzeige einer entsprechenden Meldung sendet das Steuergerät Supplemental Restraint System über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät elektronisches Zündschloss und Fahrwerk-CAN 2 an das Kombiinstrument. Die Fehler werden im nichtflüchtigen Speicher des Steuergeräts Supplemental Restraint System abgelegt.

Typ 166
ab Modell-J. 2016
mit Code 494 (USA-Ausführung)
Typ 292
mit Code 494 (USA-Ausführung)
In das Steuergerät Supplemental Restraint System ist ein Unfalldatenschreiber integriert, der vor, während und nach einem Unfall relevante Daten aufzeichnet. Durch die gespeicherten Daten kann der Unfallhergang rekonstruiert werden.

Funktionsablauf Auswertung des Belegungszustandes des Beifahrersitzes

Das Auslöseverhalten der Rückhaltemittel auf der Beifahrerseite wird anhand des Belegungszustandes des Beifahrersitzes angepasst.

Typ 166
ab Modell-J. 2016
mit Code U10 (Automatische Beifahrerairbag-Abschaltung)
Typ 292
mit Code U10 (Automatische Beifahrerairbag-Abschaltung)
Der Status der Sitzbelegungserkennung hat keinen Einfluss auf das Auslöseverhalten des Supplemental Restraint Systems.

Funktionsablauf Erkennung des Status der Sicherheitsgurte vorn

Das Auslöseverhalten der Rückhaltemittel wird anhand des Status der Sicherheitsgurte (angelegt oder nicht angelegt) angepasst. Der Status des jeweiligen Sicherheitsgurtes wird über den Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss Fahrer (S68/3) bzw. über den Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss Beifahrer (S68/4) definiert. Das Steuergerät Supplemental Restraint System liest den Status der Schalter Rückhaltesystem Gurtschloss direkt ein.

Der Status der hinteren Sicherheitsgurte hat keinen Einfluss auf das Auslöseverhalten des Supplemental Restraint Systems.

Funktionsablauf Aufprallerkennung

Das Steuergerät Supplemental Restraint System unterscheidet zwischen einem:

Frontalaufprall

Seitenaufprall

Heckaufprall

Überrollvorgang

Dazu werden die Signale folgender Sensoren ausgewertet:

Integrierte Sensoren

Frontalbeschleunigungssensor links (B48/1)

Frontalbeschleunigungssensor rechts (B48/2)

Drucksensor Vordertür links (B48/7)

Drucksensor Vordertür rechts (B48/8)

Drucksensor Fondtür links (B48/9)

Drucksensor Fondtür rechts (B48/10)

Beschleunigungssensor Aufbau B-Säule links (B48/15)

Beschleunigungssensor Aufbau B-Säule rechts (B48/16)

Die Sensorsignale werden vom Steuergerät Supplemental Restraint System direkt eingelesen.

Funktionsablauf bei Frontalaufprall

Einen Frontalaufprall erkennt das Steuergerät Supplemental Restraint System durch das Auswerten der Signale folgender Sensoren:

Integrierte Sensoren

Frontalbeschleunigungssensor links

Frontalbeschleunigungssensor rechts

Das Auslösen der Rückhaltemittel erfolgt abhängig von der Schwere des Aufpralls, der Belegung des Beifahrersitzes und dem Status der Sicherheitsgurte.

Folgende Zündpillen können gezündet werden (maximal):

Zündpille Gurtstraffer Fahrer (R12/1)

Zündpille Gurtstraffer Beifahrer (R12/2)

Zündpille 1 Beifahrer-Airbag (R12/4)

Zündpille 2 Beifahrer-Airbag (R12/5)

Zündpille Gurtstraffer 2. Sitzreihe links (R12/6)

Zündpille Gurtstraffer 2. Sitzreihe rechts (R12/7)

Zündpille 1 Fahrer-Airbag (R12/13)

Zündpille 2 Fahrer-Airbag (R12/14)

Zündpille Kneebag Fahrer (R12/25)

Zündpille Gurtstraffer 3. Sitzreihe links (R12/35) (Typ 166.0 mit Code 847 (3. Sitzreihe), Typ 166.8)

Zündpille Gurtstraffer 3. Sitzreihe rechts (R12/36) (Typ 166.0 mit Code 847 (3. Sitzreihe), Typ 166.8)

Zündpille Endbeschlagsstraffer Fahrer (R12/37) (mit Code 494 (USA-Ausführung))

Zündpille Endbeschlagsstraffer Beifahrer (R12/38) (mit Code 494 (USA-Ausführung))

Die Zündpillen werden vom Steuergerät Supplemental Restraint System direkt angesteuert.

Folgende Zustände werden berücksichtigt:

Position des Beifahrersitzes (mit Code 494 (USA-Ausführung)):

Das Steuergerät Supplemental Restraint System entscheidet anhand des Status des Schalters Sitzpositionserkennung Beifahrer (S68/20) über den entsprechenden Auslösezeitpunkt. Der Status des Schalters Sitzpositionserkennung Beifahrer wird vom Steuergerät Supplemental Restraint System direkt eingelesen.

Belegungszustand des Beifahrersitzes:

Ist der Beifahrersitz nicht oder mit einem Kindersitz belegt und die Gurtschlosszunge gesteckt, wird der Beifahrer-Airbag nicht ausgelöst.

Ist der Beifahrersitz nicht oder mit einem Kindersitz belegt und die Gurtschlosszunge nicht gesteckt, werden auf der Beifahrerseite keine Rückhaltemittel ausgelöst.

Ist der Beifahrersitz mit einer Person belegt und die Gurtschlosszunge nicht gesteckt, werden der Gurtstraffer und der Gurtendbeschlagstraffer (mit Code 494 (USA-Ausführung)) auf der Beifahrerseite nicht ausgelöst.

Status Gurtschloss Fahrer:

Bei nicht gesteckter Gurtschlosszunge werden der Gurtstraffer und der Gurtendbeschlagstraffer (mit Code 494 (USA-Ausführung)) auf der Fahrerseite nicht ausgelöst.

Funktionsablauf bei Seitenaufprall

Einen Seitenaufprall erkennt das Steuergerät Supplemental Restraint System durch das Auswerten der Signale folgender Sensoren:

Integrierte Sensoren

Drucksensor Vordertür links

Drucksensor Vordertür rechts

Drucksensor Fondtür links

Drucksensor Fondtür rechts

Beschleunigungssensor Aufbau B-Säule links

Beschleunigungssensor Aufbau B-Säule rechts

Das Auslösen der Rückhaltemittel erfolgt abhängig von der Schwere des Aufpralls, der Belegung des Beifahrersitzes und dem Status der Sicherheitsgurte.

Folgende Zündpillen können gezündet werden (maximal):

Zündpille Gurtstraffer Fahrer

Zündpille Gurtstraffer Beifahrer

Zündpille Gurtstraffer 2. Sitzreihe links

Zündpille Gurtstraffer 2. Sitzreihe rechts

Zündpille Gurtstraffer 3. Sitzreihe links (Typ 166.0 mit Code 847 (3. Sitzreihe), Typ 166.8)

Zündpille Gurtstraffer 3. Sitzreihe rechts (Typ 166.0 mit Code 847 (3. Sitzreihe), Typ 166.8)

Zündpille Sidebag Fahrer (R12/9)

Zündpille Sidebag Beifahrer (R12/10)

Zündpille Sidebag im Fond links (R12/11) (mit Code 293 (Sidebags im Fond))

Zündpille Sidebag im Fond rechts (R12/12) (mit Code 293 (Sidebags im Fond))

Zündpille Windowbag links (R12/22)

Zündpille Windowbag rechts (R12/23)

Zündpille Endbeschlagsstraffer Fahrer (mit Code 494 (USA-Ausführung))

Zündpille Endbeschlagsstraffer Beifahrer (mit Code 494 (USA-Ausführung))

Die Zündpillen werden vom Steuergerät Supplemental Restraint System direkt angesteuert.

Folgende Zustände werden berücksichtigt:

Belegungszustand des Beifahrersitzes:

Ist der Beifahrersitz nicht belegt und die Gurtschlosszunge nicht gesteckt, werden der Gurtstraffer, der Gurtendbeschlagstraffer (mit Code 494 (USA-Ausführung)) und der Sidebag auf der Beifahrerseite nicht ausgelöst.

Ist der Beifahrersitz belegt (Person oder Kindersitz) und die Gurtschlosszunge nicht gesteckt, werden der Gurtstraffer und der Gurtendbeschlagstraffer (mit Code 494 (USA-Ausführung)) auf der Beifahrerseite nicht ausgelöst.

Status Gurtschloss Fahrer:

Bei nicht gesteckter Gurtschlosszunge werden der Gurtstraffer und der Gurtendbeschlagstraffer (mit Code 494 (USA-Ausführung)) auf der Fahrerseite nicht ausgelöst.

Funktionsablauf bei Heckaufprall

Einen Heckaufprall erkennt das Steuergerät Supplemental Restraint System durch das Auswerten der Signale folgender Sensoren:

Integrierte Sensoren

Frontalbeschleunigungssensor links

Frontalbeschleunigungssensor rechts

Beschleunigungssensor Aufbau B-Säule links

Beschleunigungssensor Aufbau B-Säule rechts

Das Auslösen der Rückhaltemittel erfolgt abhängig von der Schwere des Aufpralls und dem Status der Sicherheitsgurte.

Folgende Zündpillen können gezündet werden (maximal):

Zündpille Gurtstraffer Fahrer

Zündpille Gurtstraffer Beifahrer

Zündpille Gurtstraffer 2. Sitzreihe links

Zündpille Gurtstraffer 2. Sitzreihe rechts

Zündpille Gurtstraffer 3. Sitzreihe links (Typ 166.0 mit Code 847 (3. Sitzreihe), Typ 166.8)

Zündpille Gurtstraffer 3. Sitzreihe rechts (Typ 166.0 mit Code 847 (3. Sitzreihe), Typ 166.8)

Zündpille Endbeschlagsstraffer Fahrer (mit Code 494 (USA-Ausführung))

Zündpille Endbeschlagsstraffer Beifahrer (mit Code 494 (USA-Ausführung))

Die Zündpillen werden vom Steuergerät Supplemental Restraint System direkt angesteuert.

Folgende Zustände werden berücksichtigt:

Status Gurtschloss Fahrer:

Bei nicht gesteckter Gurtschlosszunge werden der Gurtstraffer und der Gurtendbeschlagstraffer (mit Code 494 (USA-Ausführung)) auf der Fahrerseite nicht ausgelöst.

Status Gurtschloss Beifahrer:

Bei nicht gesteckter Gurtschlosszunge werden der Gurtstraffer und der Gurtendbeschlagstraffer (mit Code 494 (USA-Ausführung)) auf der Beifahrerseite nicht ausgelöst.

Funktionsablauf bei Überrollvorgang

Einen Überrollvorgang erkennt das Steuergerät Supplemental Restraint System durch das Auswerten der Signale der integrierten Sensoren. Es kann nur ein Überrollvorgang um die Fahrzeuglängsachse erkannt werden.

Folgende Zündpillen können gezündet werden (maximal):

Zündpille Gurtstraffer Fahrer

Zündpille Gurtstraffer Beifahrer

Zündpille Gurtstraffer 2. Sitzreihe links

Zündpille Gurtstraffer 2. Sitzreihe rechts

Zündpille Sidebag Fahrer

Zündpille Sidebag Beifahrer

Zündpille Sidebag im Fond links (mit Code 293 (Sidebags im Fond))

Zündpille Sidebag im Fond rechts (mit Code 293 (Sidebags im Fond))

Zündpille Windowbag links

Zündpille Windowbag rechts

Zündpille Gurtstraffer 3. Sitzreihe links (Typ 166.0 mit Code 847 (3. Sitzreihe), Typ 166.8)

Zündpille Gurtstraffer 3. Sitzreihe rechts (Typ 166.0 mit Code 847 (3. Sitzreihe), Typ 166.8)

Zündpille Endbeschlagsstraffer Fahrer (mit Code 494 (USA-Ausführung))

Zündpille Endbeschlagsstraffer Beifahrer (mit Code 494 (USA-Ausführung))

Die Zündpillen werden vom Steuergerät Supplemental Restraint System direkt angesteuert.

Folgende Zustände werden berücksichtigt:

Belegungszustand des Beifahrersitzes:

Ist der Beifahrersitz nicht belegt und die Gurtschlosszunge nicht gesteckt, werden der Gurtstraffer, der Gurtendbeschlagstraffer (mit Code 494 (USA-Ausführung)) und der Sidebag auf der Beifahrerseite nicht ausgelöst.

Ist der Beifahrersitz belegt (Person oder Kindersitz) und die Gurtschlosszunge nicht gesteckt, werden der Gurtstraffer und der Gurtendbeschlagstraffer (mit Code 494 (USA-Ausführung)) auf der Beifahrerseite nicht ausgelöst.

Status Gurtschloss Fahrer:

Bei nicht gesteckter Gurtschlosszunge werden der Gurtstraffer und der Gurtendbeschlagstraffer (mit Code 494 (USA-Ausführung)) auf der Fahrerseite nicht ausgelöst.

Funktionsablauf Zusatzfunktionen im Crashfall

Die Zusatzfunktionen im Crashfall umfassen folgende Unterfunktionen:

Funktionsablauf Aktivieren der Funktion Warnblinken

Funktionsablauf Einschalten der Innenbeleuchtung

Funktionsablauf Öffnen der Zentralverriegelung

Funktionsablauf Öffnen der Seitenfenster

Funktionsablauf Abstellen des Motors

Funktionsablauf Auslösen des Inertisierungssystems (mit Motor 157, 276, 278 mit Code 2U8 (Kältemittel alternativ))

Funktionsablauf Auslösen der Pyrosicherung

Funktionsablauf Abschalten der Klimaanlage

Funktionsablauf Abschalten der Standheizung (mit Code 228 (Standheizung))

Funktionsablauf automatischer Notruf (mit Code 359 (Notrufsystem TELE AID), mit Code 348 (Notruf-Assistentsystem), mit Code 350 (Notrufsystem Ecall Europa), mit Code 360 (HERMES UMTS) oder mit Code 362 (HERMES LTE))

Funktionsablauf Aktivieren der crashaktiven Ausstiegshilfe (mit Code 275 (Memory-Paket))

Funktionsablauf Aktivieren der Funktion Warnblinken

Um nach einem Unfall andere Verkehrsteilnehmer zu warnen, wird automatisch die Funktion Warnblinken aktiviert. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät elektronisches Zündschloss und Innenraum-CAN an das Steuergerät SAM. Das Steuergerät SAM aktiviert daraufhin die Funktion Warnblinken.

Das Crash-Signal wird zusätzlich über eine direkte Leitung vom Steuergerät Supplemental Restraint System an das Steuergerät SAM übermittelt.

Funktionsablauf Einschalten der Innenbeleuchtung

Um den Fahrzeuginsassen oder helfenden Personen nach einem Unfall die Orientierung im Fahrzeug zu erleichtern, wird automatisch die Innenbeleuchtung eingeschaltet. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät elektronisches Zündschloss und Innenraum-CAN an das Steuergerät SAM. Das Steuergerät SAM aktiviert daraufhin die Innenbeleuchtung.

Das Crash-Signal wird zusätzlich über eine direkte Leitung vom Steuergerät Supplemental Restraint System an das Steuergerät SAM übermittelt.

Funktionsablauf Öffnen der Zentralverriegelung

Um nach einem Unfall zu den evtl. verletzten Fahrzeuginsassen zu gelangen, wird die Zentralverriegelung automatisch entriegelt. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät elektronisches Zündschloss und Innenraum-CAN an das Steuergerät SAM, das diese Anforderung umsetzt.

Die Zentralverriegelung wird nach einer Wartezeit von 8 bis 11 s entriegelt. Bei einem Heckaufprall wird die Zentralverriegelung sofort entriegelt.

Das Crash-Signal wird zusätzlich über eine direkte Leitung vom Steuergerät Supplemental Restraint System an das Steuergerät SAM übermittelt.

Funktionsablauf Öffnen der Seitenfenster

Bei der Auslösung der pyrotechnischen Rückhaltemittel entstehen Rauchpartikel im Fahrzeuginnenraum. Um ein schnelles Abziehen dieser Rauchpartikel zu erreichen, werden die Seitenfenster vorn um einen Spalt geöffnet. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät elektronisches Zündschloss und Innenraum-CAN an folgende Steuergeräte:

Steuergerät Vordertür links (N69/1)

Steuergerät Vordertür rechts (N69/2)

Funktionsablauf Abstellen des Motors

Um nach einem Unfall eine mögliche Brandgefahr zu vermeiden, wird automatisch der Motor abgestellt. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN 1 an das Steuergerät CDI (N3/9) (Dieselmotor) oder an das Steuergerät ME (N3/10) (Benzinmotor (außer Typ 166.063)). Bei Typ 166.063 sendet das Supplemental Restraint System das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät Antriebsstrang (N127) und Motor-CAN (CAN C1) an das Steuergerät ME. Das Steuergerät CDI oder das Steuergerät ME stellt daraufhin den Motor ab.

Das Crash-Signal wird zusätzlich über eine direkte Leitung vom Steuergerät Supplemental Restraint System an das Steuergerät CDI oder an das Steuergerät ME gesendet.

Funktionsablauf Auslösen des Inertisierungssystems (mit Motor 157, 276, 278 mit Code 2U8 (Kältemittel alternativ))

Das Inertisierungssystem verhindert, dass sich austretendes Kältemittel der Klimaanlage an heißen Motorteilen entzünden kann.

Wenn das Steuergerät Supplemental Restraint System einen Frontalaufprall detektiert, steuert es die Zündpille Inertisierungsanlage (R12/69) an. Wenn die Zündpille Inertisierungsanlage ausgelöst wird, strömt Argonschutzgas aus dem Gasbehälter in den Motorraum aus. Dadurch wird der Luftsauerstoff im motornahen, brandgefährdeten Bereich verdrängt. Die Gefahr eines Brandes durch das Ausströmen des Kältemittels der Klimaanlage wird verhindert.

Funktionsablauf Auslösen der Pyrosicherung

Um nach einem Unfall eine mögliche Brandgefahr zu vermeiden, wird die Pyrosicherung (F32/3f88) in der Vorsicherungsdose Motorraum (F32/3) ausgelöst.

Bei Typ 166.063 wird zusätzlich das Pyrotechnische Trennelement (K88) ausgelöst.

Supplemental Restraint System auslösen Funktion

Die Hauptleitung ist innerhalb des Gehäuses als Leitungsschiene mit Sollbruchstelle (3) ausgeführt. Nach Eintreten eines entsprechenden Crashereignisses werden die Pyrosicherung und das Pyrotechnische Trennelement (Typ 166.063) direkt vom Steuergerät Supplemental Restraint System angesteuert. Durch das Auslösen baut sich in der Kammer (1) ein Druck auf. Der Kolben (2) fährt daraufhin gegen die Sollbruchstelle und trennt somit die Leitungsschiene.
Zeitablauf:
Nach 300 μs startet die Kolbenbewegung.
Nach 450 μs ist die Trennung der Leitungsschiene beendet.
Durch das Auslösen der Pyrosicherung werden der Starter (M1) und der Generator (G2) vom Bordnetz getrennt.
Typ 166.063
ab Modell-J. 2016
Durch das Auslösen des Pyrotechnischen Trennelements werden die hochspannungsführenden Komponenten spannungsfrei geschaltet.

P91.60-3611-71

Funktionsablauf Abschalten der Klimaanlage

Um nach einem Unfall das Eindringen schädlicher Gase in den Fahrzeuginnenraum zu verhindern, wird vom Steuer- und Bediengerät Klimatisierungsautomatik (N22/7) die Klimaanlage abgeschaltet und die Umluftklappe geschlossen. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät elektronisches Zündschloss und Innenraum-CAN an das Steuer- und Bediengerät Klimatisierungsautomatik.

Funktionsablauf Abschalten der Standheizung (mit Code 228 (Standheizung))

Um nach einem Unfall eine mögliche Brandgefahr zu vermeiden, wird automatisch die Standheizung abgeschaltet. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät elektronisches Zündschloss und Innenraum-CAN an das Steuergerät Standheizung (A6n1), das die Abschaltung der Standheizung veranlasst.

Funktionsablauf automatischer Notruf (mit Code 359 (Notrufsystem TELE AID), mit Code 348 (Notruf-Assistentsystem), mit Code 350 (Notrufsystem Ecall Europa), mit Code 360 (HERMES UMTS) oder mit Code 362 (HERMES LTE))

Nach einem Unfall wird automatisch ein Notruf abgesetzt. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät elektronisches Zündschloss und Diagnose-CAN (CAN D) an das Steuergerät Notrufsystem (N123/4) (mit Code 348 (Notruf-/Assistentsystem)), das Kommunikationsmodul Telematikdienste (N112/2) (mit Code 350 (Notrufsystem Ecall Europa)) oder das Steuergerät HERMES (N112/9) (mit Code 360 (HERMES UMTS) oder mit Code 362 (HERMES LTE)), das den automatischen Notruf absetzt.

Das Crash-Signal wird zusätzlich über eine direkte Leitung vom Steuergerät Supplemental Restraint System an das Steuergerät Notrufsystem (mit Code 348 (Notruf-/Assistentsystem)) oder an das Steuergerät HERMES (mit Code 360 (HERMES UMTS) oder mit Code 362 (HERMES LTE)) übermittelt.

Funktionsablauf Aktivieren der crashaktiven Ausstiegshilfe (mit Code 275 (Memory-Paket))

Um dem Fahrer das Aussteigen bzw. den Ersthelfern das Bergen des Fahrers aus dem Fahrzeug nach einem Unfall zu erleichtern, wird die Lenksäule bei folgenden Aktionen automatisch nach oben verstellt:

Öffnen der Fahrertür

Ausschalten der Klemme 15C

Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet das Crash-Signal über Fahrwerk-CAN 1, Steuergerät elektronisches Zündschloss und Innenraum-CAN an das Steuergerät Fahrersitz (N32/1), das die Funktion crashaktive Ausstiegshilfe steuert.

Funktionsschema Elektrik Supplemental Restraint System auslösen

PE91.60-P-2055-97NBA

Übersicht Systembauteile Supplemental Restraint System

GF91.60-P-9996GN

Referenzierte Dokumente