GF42.47-P-2000TM | Zusatzfunktionen Adaptive Brake (ABR) Funktion | 19.6.06 |
TYP 211.0 /2, 219.3 ab 1.6.06
ausser CODE (494) USA-Ausführung
ausser CODE (498) Japan-Ausführung
TYP 211.0 /2, 219.3 ab 1.7.06
mit CODE (494) USA-Ausführung
mit CODE (498) Japan-Ausführung
Folgende Zusatzfunktionen sind in der Adaptive Brake (ABR) integriert und werden vom Steuergerät ESP (N47-5) koordiniert:
Elektronische Bremskraftverteilung (EBV)
HOLD
Vorfüllen
Trockenbremsen
Zusatzfunktion
Elektronische Bremskraftverteilung (EBV)
Die EBV unterstützt den Fahrer im Teilbremsbereich. Das System verhindert ein Überbremsen der Hinterachse und erhöht beim Bremsen in der Kurve die Fahrzeugstabilität, indem ggf. der Bremsdruck am kurveninneren Hinterrad reduziert bzw. am kurvenäußeren Vorderrad erhöht wird.
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Zusatzfunktion
HOLD
HOLD entlastet den Fahrer auf Wunsch:
beim Anfahren, bergauf
beim Rangieren am Berg
bei Wartezeiten im Verkehr
Bei und ist die Zusatzfunktion HOLD im Steuergerät ESP auskodiert. Dies erfolgt durch die Codierinformation des Steuergerätes Zentrales Gateway (N93).
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Funktionsbeschreibung HOLD
Bei Fahrzeugstillstand kann HOLD durch Betätigen des Bremspedals (über den Bremslichtschalter (S9/1)) eingeschaltet werden. Das Fahrzeug wird dann ohne weitere Betätigung des Bremspedals gehalten. Beim Anfahren durch Gasgeben (über den Geber Fahrpedal (B37)) wird die Bremswirkung aufgehoben.
Einschalten von HOLD
HOLD kann eingeschaltet werden, wenn:
das Fahrzeug steht
die Motorhaube geschlossen ist
der Motor läuft
sich der Wählhebel nicht in Stellung "P" befindet
(bei Getriebe 722)
Bremspedal betätigen, dann das Bremspedal zügig weiter durchdrücken, bis in der Multifunktionsanzeige (A1p13) die Meldung "HOLD" erscheint. Bei anschließendem Lösen des Bremspedals wird das Fahrzeug selbsttätig gehalten.
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Ausschalten von HOLD
HOLD wird automatisch ausgeschaltet, wenn:
das Gaspedal betätigt wird
der Wählhebel in Stellung "P" geschaltet wird
(bei Getriebe 722)
das Bremspedal erneut betätigt wird, bis die Anzeige "HOLD" in der Multifunktionsanzeige erlischt
die Parkbremse betätigt ist
Fall Zündung "Aus" HOLD
Das Halten des Bremsdrucks wird beendet, wenn der Fahrer das Fahrzeug nach Zündung "Aus" in einen gesicherten Zustand überführt. Die "P"-Stellung wird permanent über das Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul Fahrer (N10/1) diskret vom Steuergerät Elektronisches Wählhebelmodul (N15/5) (bei Getriebe 722) eingelesen und ausgewertet. Bei eingelegter "P"-Stellung (bei Getriebe 722) wird vom SAM Fahrer ein Signal an das Steuergerät ESP weitergeleitet. HOLD wird dadurch beendet.
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Deaktivierungserzwingung der HOLD-Funktion durch den Fahrer
Um eine Deaktivierung von HOLD vom Fahrer vor Verlassen des Fahrzeuges zu erzwingen, werden optische und akustische Warnmeldungen in verschiedenen Eskalationsstufen ausgegeben.
Warnmeldung im Kombiistrument wenn:
– Kl. 15 EIN und die Fahrertür geöffnet wird
Regelmäßiger dezenter Hupton wenn:
– Kl. 15 AUS und die Fahrertür geöffnet war oder wird
Regelmäßiger lauter Hupton wenn:
– zusätzlich versucht wird das Fahrzeug zu Verriegeln
Die Ansteuerung des Hupens erfolgt durch das Steuergerät SAM, Beifahrer (N10/11).
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Abbruch des Hupens
Das Hupen wird grundsätzlich abgebrochen, sobald der Fahrer HOLD deaktiviert hat. Dies kann durch Schalten des Wählhebels in Stellung "P" (bei Getriebe 722) oder durch die Betätigung des Bremspedals erfolgen.
CAN-Kommunikation
Der Control Area Network-Bus Klasse B (Innenraum) (CAN-B) wird vom SAM Fahrer wach gehalten, solange HOLD aktiviert ist.
Ansteuerung der Hupe
Das Steuergerät SAM Beifahrer sendet das Signal zur Hupenansteuerung auf den CAN-B. Das Steuergerät SAM Fahrer empfängt die Anforderung zum Hupen und steuert die Fanfare links (H2) (Typ 219) oder die Fanfaren (H2) (Typ 211) und die Fanfare rechts (H2/1) an.
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Bordnetzsteuerung HOLD
Ist HOLD bei Kl. 15 AUS aktiv, muss die Energieversorgung zur Aufrechterhaltung von HOLD sichergestellt sein. Die Erkennung eines aktiven Systems erfolgt über ein Signal, welches unabhängig vom Klemmenstatus vom SAM Fahrer auf CAN-B gesendet wird und eine Aktivierung von HOLD anzeigt.
Anzeigekonzept von HOLD
Das Anzeigekonzept von HOLD sowie die Plausibilitätsprüfung des Fahrertürstatus sind im Kombiistrument implementiert.
Ansteuerung der Warnmeldungen
Die Ansteuerung der Warnmeldungen (z. B. "HOLD Aus") erfolgt ausschließlich vom Steuergerät ESP.
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Differenzierung der Warnmeldung in Abhängigkeit des Getriebetyps
Je nach Getriebetyp werden unterschiedliche Warnmeldungen ausgegeben:
Bei Getriebe (716): "Sofort Bremsen"
Bei Getriebe (722): "Wählhebel nach P"
Fehler-Warnmeldungen bei Systemfehlern
Der Fahrer wird durch Meldungen in der Multifunktionsanzeige sowie durch Warn- und Kontrollleuchten im Kombiinstrument informiert.
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Türkontakt-Plausibilisierung
Die Plausibilisierung dient der Erkennung eines Fehlers im Signalpfad vom Türkontaktschalter vorn links (S17/3) zum Kombiinstrument. Wird infolge eines elektrischen oder mechanischen Fehlers fälschlich "Fahrertür geschlossen" oder "Fahrertür geöffnet" erkannt, obwohl die Fahrertür geöffnet oder geschlossen ist, wird dies von der Plausibilitäts-Logik im Kombiinstrument detektiert und ein entsprechender Fehler eingetragen. Der Fahrer kann HOLD nicht mehr aktivieren bzw. erhält bei bereits aktiviertem HOLD eine Warnmeldung im Kombiinstrument. Bei einem Aktivierungsversuch von HOLD wird ein Fehler im Steuergerät ESP eingetragen.
Fahrerstatus
Eine ins Gurtschloss gesteckte Gurtzunge oder ein Schalten aus Stellung "P" bei geschlossener Fahrertür wird als Anwesenheit des Fahrers interpretiert. Bei geöffneter Fahrertür und einer nicht ins Gurtschloss gesteckten Gurtzunge ist der Fahrerstatus unklar und der Fahrer wird somit als abwesend vermutet. Bei unklarem Fahrerstatus erfolgt keine Aktivierung von HOLD.
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Zusatzfunktion
Vorfüllen
Die Funktion ist ständig aktiv und unterstützt das Leistungsvermögen der Bremsanlage durch Anlegen der Bremsbeläge (Vorfüllen) bereits beim Lösen des Gaspedals. Dadurch wird die Ansprechzeit der Bremse reduziert und bei Notbremsungen der Anhalteweg verkürzt.
Funktionsbeschreibung Vorfüllen
Zur Verkürzung der Ansprechzeit bei einer Panikbremsung wird das Lüftspiel der Radbremsanlage bereits beim Lösen des Gaspedals überwunden und die Bremsbeläge werden mit einem Druck bis zu 4 bar angelegt. Tritt der Fahrer anschließend auf das Bremspedal, wird eine spontanere Bremswirkung erzielt und somit der Anhalteweg verkürzt. Zur Erkennung des schnellen Bremswunsches wird dabei der Gaspedallösegradient herangezogen. Das Vorfüllen wird nach kurzer Zeit beendet, falls der Fahrer nicht die Bremse betätigt.
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Ermittlung der Auslöseschwelle zum Vorfüllen
Sind die Rahmenbedingungen erfüllt, wird bei jedem vollständigen Lösen des Gaspedals der zugehörige Lösegradient ermittelt. Die Auslöseschwelle ist abhängig vom Pedalweg. Bei kleinen Pedalwegen vor dem Pedallösen ist ein geringerer Pedallösegradient nötig, um das Vorfüllen zu aktivieren, als bei großen Pedalwegen vor dem Pedallösen.
Vorfüllen ist nicht aktiv, wenn:
ESP-Fehler vorliegen
Regeleingriff durch ABS, ESP oder ASR
Fehler in der Motorsteuerung vorliegen
CAN-Fehler vorliegen
Vorfüllen auscodiert ist
Zusatzfunktion
Trockenbremsen
Die Funktion ist ständig aktiv und unterstützt das Leistungsvermögen der Bremsanlage bei Nässe. Durch zyklisches Trockenbremsen der Bremsscheiben wird die Ansprechzeit der Bremse reduziert.
Funktionsbeschreibung Trockenbremsen
Für die Aktivierung des Trockenbremsens wird die Position des Scheibenwischers über den Kontakt "Scheibenwischer außerhalb Parkstellung" vom SAM Fahrer eingelesen. Das Trockenbremsen selbst wird für wenige Sekunden mit einem sehr kleinen Bremsdruck (< 1 bar) nur an der Vorderachse durchgeführt.
Geber Fahrpedal Bauteilbeschreibung | B37 Motor 271 | ||
Typ 211 mit Motor 647 und 648 | |||
Motor 646 | |||
Motor 642 | |||
Typ 211.0 mit Motor 629 | |||
Geber Fahrpedal Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion | B37 Motor 113 | ||
Steuergerät Elektronisches Wählhebelmodul Anordnung/Aufgabe/Aufbau | N15/5 Getriebe 722.6 | ||
Steuergerät Elektronisches Wählhebelmodul Anordnung/Aufgabe | N15/5 Getriebe 722.9 | ||
Steuergerät ESP Bauteilbeschreibung | N47-5 | ||
Steuergerät Zentrales Gateway Anordnung/Aufgabe | N93 Typ 211 | ||
Steuergerät Zentrales Gateway Bauteilbeschreibung | N93 Typ 219 | ||
Bremslichtschalter Anordnung/Aufgabe/Funktion | S9/1 Typ 211 | ||
Bremslichtschalter Bauteilbeschreibung | S9/1 Typ 219 |
Referenzierte Dokumente
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