Beispielhafte Darstellung Hinterachsgetriebe |
1 | Hinterachsgetriebe |
2 | Antriebseinheit Hinterachsdifferenzial |
3 | Elektrischer Anschluss |
4 | Gelenkwellenflansch |
P35.30-2171-76
Beispielhafte Darstellung Schnittbild Hinterachsgetriebe |
1 | Hinterachsgetriebe |
5 | Stellmotor Hinterachsgetriebe |
6 | Lamellenkupplung |
P35.30-2172-76
Übersicht
Dieses Dokument enthält Informationen zu:
Allgemeines
Funktionsvoraussetzungen
Funktion
Allgemeines
Das Hinterachsgetriebe verteilt das Drehmoment des Antriebsstrangs vollvariabel zwischen Vorder- und Hinterachse. Zusätzlich gleicht das Hinterachsgetriebe unterschiedliche Raddrehzahlen an der Hinterachse aus. Das Hinterachsgetriebe ist Teil des Allradantriebs.
Funktionsvoraussetzungen
Motor in Betrieb
Antriebsstrang betriebsbereit
Funktion
Hinterachsgetriebe
Das Hinterachsgetriebe erfüllt folgende Aufgaben:
Drehmomentübertragung
Drehzahlausgleich
Variable Momentenverteilung
Das Antriebsmoment wird zwischen Vorder- und Hinterachse je nach Fahrsituation verteilt. Typischerweise werden 100 % Antriebsmoment an die Vorderachse und 0 % an die Hinterachse übertragen, z. B. bei Geradeausfahrt und ohne erhöhten Schlupf der Vorderräder.
Kommt es im Grenzfall zu einer sprunghaften Änderung des Reibbeiwerts, kann das Antriebsmoment bis zu 50 % an der Vorderachse und bis zu 50 % an der Hinterachse betragen.
Der Stellmotor wird bei Systemstart initialisiert. Im Stellmotor Hinterachsgetriebe sind ein Temperatursensor und ein Hallsensor verbaut. Der Temperatursensor liefert Informationen zur Berechnung der Temperatur der Kupplung und des Getriebeöls. Der Hallsensor erkennt Bewegungen des Elektromotors.
Drehmomentübertragung
Das Hinterachsgetriebe überträgt das Drehmoment von der Gelenkwelle auf die linke und rechte Hinterachswelle.
Um das Drehmoment zu verteilen, ist im Hinterachsgetriebe eine Lamellenkupplung integriert. Die Lamellenkupplung wird elektromechanisch vom Stellmotor Hinterachsgetriebe angesteuert. Um die Lamellen zu öffnen oder zu schließen, überträgt der Elektromotor über eine Stirnradstufe und Kugelrampe eine Axialkraft auf das Lamellenpaket. Der Stellmotor Hinterachsgetriebe wird unabhängig von der Motordrehzahl angesteuert. Somit ist die Vorsteuerung des Hinterachsgetriebes im Stand möglich.
Je nach Anforderung des Fahrers und der Fahrsituation wird ein variables Antriebsmoment vom Hinterachsgetriebe erzeugt. Das mögliche Antriebsmoment an der Lamellenkupplung bewegt sich zwischen 0 und 1000 Nm. Dafür regelt der Stellmotor Allradantrieb die Betätigung der Lamellenkupplung und die Momentübertragung beginnt.
Drehzahlausgleich
Zum Drehzahlausgleich ist das Hinterachsgetriebe als einstufiges Ausgleichsgetriebe ausgeführt. Es gleicht die unterschiedlichen Raddrehzahlen der Hinterräder aus.
Um die Raddrehzahl auszugleichen, ist die Information über die Drehzahldifferenz zwischen Vorder- und Hinterachse notwendig. Das Steuergerät Allradantrieb berechnet diese Drehzahldifferenz aus den Raddrehzahlen der einzelnen Räder. Die Raddrehzahlen der einzelnen Räder erhält das Steuergerät Allradantrieb vom Steuergerät ESP® und dem Steuergerät Verbrennungsmotor.
Steuergeräte | |||
Steuergerät Allradantrieb Grundfunktion | Typ alle mit Getriebe 700.4, 724.0/1 | ||
Detailinformation | |||
Hinterachsgetriebe Detailinformation | Typ 118, 177 mit Motor 139 mit Getriebe 724.115 | ||
Bauteile | |||
Stellmotor Hinterachsgetriebe Grundfunktion | Typ alle mit Getriebe 700.4, 724.0/1 |
Referenzierte Dokumente
- gf2819p9891a Steuergerät Allradantrieb Grundfunktion
- gf3530p1100a Hinterachsgetriebe Detailinformation
- gf3530p2002a Stellmotor Hinterachsgetriebe Grundfunktion