P35.30-A015-79
1 | Lamellenkupplung | 3 | Kegelrad | |
2 | Tellerrad | 4 | Stellmotor |
Übersicht
Dieses Dokument enthält Informationen zu:
Allgemeines
Funktion
Allgemeines
Das Hinterachsgetriebe verteilt das Motordrehmoment des Antriebsstrangs vollvariabel zwischen Vorder- und Hinterachse. Jede Hinterachswelle ist einer Lamellenkupplung mit Stellmotor zugeordnet. So können in Abhängigkeit vom Betriebszustand die Antriebsmomente zwischen Vorder- und Hinterachse und zwischen den Hinterachswellen übertragen werden.
Funktion
Ölversorgung
Die Schmierung der Radsätze erfolgt durch Tauchschmierung.
Drehzahlausgleich
Der Drehzahlausgleich zwischen Vorder- und Hinterachse und den Hinterachswellen wird durch kontrollierten Schlupfbetrieb der Lamellenkupplungen erreicht.
Das Steuergerät Allradantrieb setzt fahrdynamische Anforderungen in zwei Sollmomente für die Lamellenkupplungen um.
Über hinterlegte Kennfelder im Steuergerät Antriebsstrang werden die Sollmomente in Winkelvorgaben am Abtrieb der Stellmotoren umgesetzt. Die Kupplungsregler haben folgende Aufgaben:
Sollwinkel schnellstmöglich (Stelldynamik) regeln
Sollwinkel präzise (Stellgenauigkeit) regeln
Sollwinkel mit dem geringstmöglichen Energieverbrauch (Bordnetzbelastung) regeln
Die aktuellen Ist-Winkelinformationen und Stellmotordrehzahlen werden über Inkrementalsensoren gewonnen. Die Inkrementalsensoren sind auf den Ankerwellen der Stellmotoren angeordnet.
Drehmomentübertragung
Eine Quer- bzw. Längssperrfunktion wird durch entsprechende Ansteuerung der Stellmotoren, durch das Steuergerät Allradantrieb, erzielt. Die Lamellenkupplungen verteilen, abhängig vom Betriebszustand, die Antriebsmomente zwischen Vorder- und Hinterachse und zwischen linkem und rechtem Hinterrad. So kann ein Hinterrad das gesamte Antriebsmoment auf die Fahrbahn übertragen, sofern die anderen Räder auf Niedrigreibwert stehen.