Übersicht
Dieses Dokument enthält folgende Informationen:
Allgemeines
Funktionsvoraussetzungen
Geschwindigkeitsanpassung bei Geschwindigkeitsbegrenzung
Streckenbasierte Geschwindigkeitsanpassung
Allgemeines
Die Geschwindigkeitsanpassung erkennt Geschwindigkeitsbegrenzungen und gibt diese an die Geschwindigkeits- oder Abstandsregelung weiter. Bei Übernahme einer Geschwindigkeitsbegrenzung passt das Fahrzeug die eigene Geschwindigkeit automatisch an die Geschwindigkeitsbegrenzung an. Sie muss nicht manuell eingestellt werden. Die Geschwindigkeitsanpassung wird über das Multimediasystem bedient.
Funktionsvoraussetzungen
Geschwindigkeits- oder Abstandsregelung eingeschaltet
Geschwindigkeitsanpassung eingeschaltet
Fahrzeuggeschwindigkeit 20 bis 210 km/h
Geschwindigkeitsanpassung bei Geschwindigkeitsbegrenzung
Die Geschwindigkeitsbegrenzungen werden von der Verkehrszeichenerkennung übernommen oder aus den Informationen des Navigationssystems abgeleitet. Dies ermöglicht eine vorausschauende Geschwindigkeitsregelung z. B. bei Ortseinfahrten.
Bei aktiver Geschwindigkeits- oder Abstandsregelung können erkannte Geschwindigkeitsbegrenzungen als neue Sollgeschwindigkeit übernommen werden. Geschwindigkeitsbegrenzungen, die größer als die eingestellte Sollgeschwindigkeit sind, können ebenfalls übernommen werden.
Bei aktiver Abstandsregelung können Geschwindigkeitsbegrenzungen übernommen werden, die kleiner sind als die Geschwindigkeit, mit der das eigene Fahrzeug dem vorausfahrenden folgt. Die Abstandsregelung geht dann in die Geschwindigkeitsregelung über.
Gültige Richtgeschwindigkeiten (z. B. auf Autobahnen) können ebenfalls als Sollgeschwindigkeit übernommen werden. Diese kann pro Zündungswechsel auch vom Fahrer eingestellt werden.
Die Geschwindigkeitsanpassung findet in der Regel vor dem Gültigkeitsbereich der Geschwindigkeitsbegrenzung statt, spätestens mit der Wahrnehmung durch die Verkehrszeichenerkennung. Bei Annäherung an eine geschlossene Ortschaft wird die Geschwindigkeit noch vor Beginn des bebauten Gebiets angepasst. Die Anzeige der Geschwindigkeitsbegrenzung ändert sich erst bei Einfahrt in das bebaute Gebiet.
Streckenbasierte Geschwindigkeitsanpassung
Bei aktiver Abstandsregelung wird die eigene Geschwindigkeit auf ein vorausliegendes Streckenereignis angepasst. Die streckenbasierte Geschwindigkeitsanpassung kann im Multimediasystem konfiguriert werden.
Vorausliegende Streckenereignisse sind:
Kurven
T-Kreuzungen
Kreisverkehre
Mautstationen
Abbiegungen
Ausfahrten
Stauende (ab Markteinführung Typ 167)
P30.30-3081-78
A | T-Kreuzung | B | Kurven | C | Kreisverkehr |
Das vorausliegende Streckenereignis wird, abhängig vom gewählten Fahrprogramm, Kraftstoff/Energie sparend, komfortabel oder dynamisch durchfahren. Wenn das Streckenereignis passiert wurde, beschleunigt das Fahrzeug wieder auf die gespeicherte Sollgeschwindigkeit. Dabei werden der eingestellte Abstand, erkannte vorausfahrende Fahrzeuge und vorausliegende Geschwindigkeitsbegrenzungen berücksichtigt.
Durch die Geschwindigkeitsanpassung hat der Fahrer mehr Zeit die Situationen einzuschätzen, z. B. an Kreisverkehren, Kreuzungen und Stauende (ab Markteinführung Typ 167).
Die Streckenereignisse sind in den Kartendaten des Navigationssystems hinterlegt. Zur Anpassung der Fahrzeuggeschwindigkeit werden den Streckenereignissen Zielgeschwindigkeiten zugewiesen. Wenn auf das passierte Streckenereignis umgehend ein nächstes folgt, wird die Fahrzeuggeschwindigkeit entsprechend angepasst.
Beim Abbiegen oder vor Ausfahrten wird die Fahrzeuggeschwindigkeit unabhängig vom Aktivierungszustand des Navigationssystems mit dem Einschalten des Fahrtrichtungsanzeigers angepasst. Dabei wird auf mehrspurigen Straßen stärker zwischen Ausfahren und Abbiegen differenziert. Mit dem Einschalten des Fahrtrichtungsanzeigers auf der rechten Spur wird die Geschwindigkeit umgehend angepasst. Auf anderen Spuren wird die Geschwindigkeit verzögert angepasst (Annahme Spurwechsel).
Die streckenbasierte Geschwindigkeitsanpassung berücksichtigt keine Vorfahrtsregelung. Der Fahrer muss die Regeln der Straßenverkehrsordnung stets berücksichtigen. Bei schwierigen Umgebungsbedingungen muss die Geschwindigkeit vom Fahrer angepasst werden. Schwierige Umgebungsbedingungen können sein:
Unübersichtlicher Fahrbahnverlauf
Fahrbahnverengungen
Schnee
Eis
Fahrten mit Anhänger (Fahrzeuge mit Anhängevorrichtung)
Die Geschwindigkeitsanpassung wird beendet, wenn der Fahrtrichtungsanzeiger vor dem Streckenereignis ausgeschaltet wird oder wenn der Fahrer während des Vorgangs das Fahr- oder Bremspedal betätigt.
Teilsysteme | |||
Geschwindigkeitsregelung Grundfunktion | |||
Geschwindigkeitsbegrenzung Grundfunktion | |||
Abstandsregelung Grundfunktion | Typ alle (PKW) | ||
Verkehrszeichenerkennung Grundfunktion | Typ alle (PKW) |
Referenzierte Dokumente
- gf3030p9901a Geschwindigkeitsregelung Grundfunktion
- gf3030p9902a Geschwindigkeitsbegrenzung Grundfunktion
- gf3030p9903a Abstandsregelung Grundfunktion
- gf5430p9901a Verkehrszeichenerkennung Grundfunktion