gf1440p3030ogs

Steuergerät Abgasnachbehandlung Bauteilbeschreibung

Typ gf · Thema 14.40 · Version 0102 · 2014-03-10

Gültig für: MOTOR 642.8 im TYP 222 mit CODE U77 (Diesel Abgasreinigung BLUETEC (SCR))

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 14 Auspuffkrümmer, Motorbremse, Abgasreinigungsanlage › 14.40 Abgasnachbehandlung, AdBlue — Baureihe 222

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 642 8**

GF14.40-P-3030OGS

Steuergerät Abgasnachbehandlung Bauteilbeschreibung

10.3.14

MOTOR

642.8 im TYP 222

mit CODE U77 (Diesel Abgasreinigung BLUETEC (SCR))

Steuergerät Abgasnachbehandlung Bauteilbeschreibung

Fahrzeugansicht von hinten

N118/5

Steuergerät AdBlue®

K40/5kV

Relais AdBlue®

P14.40-2493-03

Anordnung

Das Steuergerät AdBlue® befindet sich im Kofferraum unten rechts.

Aufgabe

Das Steuergerät AdBlue® steuert kennfeldabhängig folgende Aufgaben:

– AdBlue®-Förderung

– Einspritzung

– Frostschutz und Rückförderung

Ein- und Ausgangssignale

Vom Steuergerät AdBlue® werden folgende Eingangssignale ausgewertet und die entsprechenden Ausgangssignale ausgegeben:

Direkte Eingangssignale

Direkte Ausgangssignale

CAN-Eingangssignale

CAN-Ausgangssignale

Direkte Eingangssignale

– Klemme 31

– Klemme 30, über Klemme 87 Relais AdBlue®

– Sensorsignal Füllstandssensor AdBlue® (A103/1b5)

– Sensorsignal Temperatursensor AdBlue® Behälter (A103/1b1)

– Erfassung der Stromaufnahme zur Diagnose der Förderpumpe AdBlue® (A103/2m1)

Direkte Ausgangssignale

– Versorgung der Förderpumpe AdBlue®

– Versorgung und Ansteuerung der Absaugpumpe AdBlue® (A103/2m2)

– Pulsweitenmoduliertes Signal zur Ansteuerung der Förderpumpe AdBlue®

– Pulsweitenmoduliertes Signal zur Ansteuerung des Dosierventils AdBlue® (Y129)

– Spannungsversorgung des Heizelements AdBlue® Behälter (A103/1r1)

– Spannungsversorgung des Heizelements Druckleitung AdBlue® (R7/1)

CAN-Eingangssignale

Steuergerät CDI (N3/9)

– Anforderung Reduktionsmitteleinspritzung

– Vorgabe der einzuspritzenden Reduktionsmittelmenge

– Vorgabe für die Nachlaufzeit des Steuergeräts AdBlue®

– Diagnoseanforderung

CAN-Ausgangssignale

Steuergerät CDI (N3/9)

– Eingespritzte Reduktionsmittelmenge zur NOx-Reduktion

– Eingespritzte Reduktionsmittelmenge bei der Kühlung des Dosierventils AdBlue®

– Status Füllstand im AdBlue® Behälter

– Angeforderte Diagnosedaten

AdBlue®-Förderung

– Vorlauf der Förderpumpe AdBlue®, zum Erreichen der Betriebsstromaufnahme als Basis für die Diagnose der Förderpumpe AdBlue®

– Ansteuerung der Förderpumpe AdBlue®, zur Druckerzeugung von 5 bar vor und während der Reduktionsmitteleinspritzung zur Stickoxid (NOx) -Reduktion. Der Förderdruck ist durch die Steuergeräte-Software einstellbar und kann je nach Variante unterschiedlich sein.

– Ansteuerung der Förderpumpe AdBlue®, zur Druckerzeugung von 5 bar vor und während der Reduktionsmitteleinspritzung zur Kühlung des Dosierventils AdBlue®

– Ansteuerung des Dosierventils AdBlue® zur Entlüftung der Druckleitung AdBlue® beim Befüllvorgang der Druckleitung AdBlue®

Einspritzung

– Ansteuerung des Dosierventils AdBlue® während der Reduktionsmitteleinspritzung zur NOx-Reduktion

Frostschutz und Rückförderung

– Nach "Klemme 15 EIN" wird bei Kälte ein Pumpenvorlauf (Warm-up) durchgeführt. Der Pumpenvorlauf dient zur Beseitigung der Reibung bei Kälte, damit nach Druckanforderung der gewünschte Druck schnellstmöglich zur Verfügung gestellt werden kann.

– Ansteuerung des Heizelements AdBlue® Behälter zur Verflüssigung des ab ca. –10 °C gefrorenen Reduktionsmittels AdBlue® im AdBlue® Behälter

– Ansteuerung der Absaugpumpe AdBlue® (A103/2m2) zur Rückförderung des in der Druckleitung AdBlue® befindlichen Reduktionsmittels AdBlue® in den AdBlue® Behälter während des Nachlaufs des Steuergeräts AdBlue® nach "Klemme 15 AUS"

Das Dosierventil AdBlue® kann angesteuert werden, ohne dass die Ventilnadel geöffnet wird. Dies dient zur Beheizung des Ventils.

Die Dauer der Rückförderung des Reduktionsmittels AdBlue® und die Dauer der Druckleitungsbefüllung ist abhängig von der Länge der Druckleitung AdBlue®.

Die vom Dosierventil AdBlue® eingespritzte Reduktionsmittelmenge wird vom Steuergerät AdBlue® über den Antriebssensor-CAN (CAN I) an das Steuergerät CDI übermittelt. Diese wird bei der darauf folgenden Berechnung der notwendigen Reduktionsmittelmenge durch das Steuergerät CDI berücksichtigt.

Benennung

Einheit

Werte

Toleranzbereich

Bemerkung

Steuergerät AdBlue® (N118/5)

Steuergerätenachlauf

s

10 ... 20

Drucksensor AdBlue® (A103/2b1)

Typ

Analoger Relativdrucksensor

Stromaufnahme

mA

10

Füllstandssensor AdBlue® (A103/1b5)

Widerstand zwischen Sensorpins

kΩ

10

Ohne AdBlue® Benutzung

Ω

ca. 300

Mit AdBlue® Benutzung

Füllstand

l

28 ... 32

Temperatursensor AdBlue®-Behälter (A103/1b1)

Typ

NTC-Widerstand (negativer Temperatur Koeffizient)

Widerstand

kΩ

55,33

Bei –10 °C

12,49

Bei 20 °C

5,33

Bei 40 °C

Förderpumpe AdBlue® (A103/2m1)

Stromaufnahme

A

< 1

Frequenz

Hz

100

Pulsweitenmoduliertes Signal

Eingangswiderstand

kΩ

2,35

Absaugpumpe AdBlue® (A103/2m2)

Widerstand

Ω

3,98

Bei 20 °C

Stromaufnahme

A

2,2

Dosierventil AdBlue® (Y129)

Widerstand

Ω

ca. 12

Bei 20 °C

Stromaufnahme

A

< 1,5

Induktivität

mH

14

Taktung Pulsweitenmodulation (PWM)

Hz

3,33

Normalbetrieb

Heizelement Druckleitung AdBlue® (R7/1)

Stromaufnahme

A

max. 10

Widerstand

Ω

ca. 1,2

Abhängig von Druckleitungslänge

Elektrische Leistung

W

max. 15

Heizelement AdBlue® Behälter (A103/1r1)

Typ

PTC-Widerstand (positiver Temperatur Koeffizient)

Elektrische Leistung

W

max. 120

Stromaufnahme

A

<max. 10

Eingangswiderstand

Ω

1,2

Elektrischer Schaltplan Steuergerät AdBlue®

MOTOR 642.8 im TYP 222 mit CODE U77 (Diesel Abgasreinigung BLUETEC (SCR))

PE14.40-P-2101-97SEA