gf0900p2000ore

Aufladung Funktion

Typ gf · Thema 09.00 · Version 0100 · 2017-10-23

Gültig für: Motor 654.9 im Typ 213.016/216

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 09 Luftansaugung, Aufladung › 09.00 Allgemeines — Baureihe 213 (Baumuster 016, 216) · Baureihe 654 (Baumuster 9**)

GF09.00-P-2000ORE

Aufladung Funktion

23.10.2017

Motor

654.9 im Typ 213.016/216

Funktionsvoraussetzungen Aufladung allgemein

Klemme 87M EIN (Motormanagement EIN)

Motor läuft.

Aufladung allgemein

Durch die Aufladung wird der Zylinderfüllungsgrad verbessert. Damit erhöhen sich das Drehmoment und die Leistung des Motors. Bei der Aufladung wird die Strömungsenergie der Abgase zum Antrieb des Abgasturboladers genutzt. Der Abgasturbolader saugt Frischluft über den Luftfilter am Verdichtereintritt an und führt diese über den Verdichteraustritt in das Ladeluftrohr vor dem Ladeluftkühler.

Durch die hohe Drehzahl des Verdichterrads und den daraus resultierenden hohen Volumenstrom wird die Luft im Ladeluftrohr verdichtet. Die verdichtete und dadurch erwärmte Ladeluft strömt über das Ladeluftrohr zum Ladeluftkühler. Dieser kühlt die Ladeluft ab und leitet sie über das Ladeluftrohr an den Ladeluftverteiler weiter.

Die Steuerung der Abgasturboaufladung erfolgt über die Ladedruckregelung. Der Ladedruck wird vom Steuergerät CDI in Abhängigkeit von den folgenden Werten und den dazugehörigen Bauteilen geregelt:

Atmosphärendrucksensor, zur Erfassung des Atmosphärendrucks

Temperatursensor Ladeluft (B17/8)

Temperatursensor vor Abgasturbolader (B19/11)

Einspritzmenge wird über die Einspritzdauer der Kraftstoffinjektoren Zylinder 1 bis 4 (Y76/1 bis Y76/4) und den Kraftstoffdruck in der Rail bestimmt. Der Kraftstoffdruck in der Rail wird über den Kraftstoffdruck-Sensor Hochdruck (B4/6) erfasst.

Ladedrucksteller (Y77/1)

Das Steuergerät CDI steuert den Ladedrucksteller in Abhängigkeit von folgenden Sensorsignalen an:

Kühlmitteltemperatur, über den Kühlmitteltemperatur-Sensor (B11/4)

Atmosphärendruck, über den Atmosphärendrucksensor im Steuergerät CDI

Motordrehzahl, über den Hallsensor Kurbelwelle (B70)

Ladedruck, über den Ladedrucksensor (B5/1)

Abgasdruck, über den Abgasdrucksensor (B60)

Angesaugte Luftmasse, über den Heißfilm-Luftmassensensor (B2/5)

Differenzdrucksensor DPF (B28/8), Rußgehalt des Dieselpartikelfilters (DPF)

Funktionsablauf Aufladung

Nach Auswertung der Eingangssignale regelt das Steuergerät CDI kennfeldabhängig die Position des Ladedruckstellers. Je nach Ansteuerung verstellt der Ladedrucksteller die Position der Leitschaufeln. Die verstellbaren Leitschaufeln verändern den Strömungsquerschnitt, durch den das Abgas auf die Turbine strömt. Damit passen sie den an der Turbine anstehenden Gasdruck dem geforderten Ladedruck an. Durch die Drehzahl des Abgasturboladers wird die Menge der vorverdichteten Luft und somit der Ladedruck bestimmt. Der Ladedruck wird vom Ladedrucksensor ständig überwacht und an das Steuergerät CDI weitergeleitet. Als Schutz vor thermischer und mechanischer Überlastung des Abgasturboladers wird die Abgastemperatur durch den Temperatursensor vor Abgasturbolader und der Abgasdruck durch den Abgasdrucksensor vom Steuergerät CDI überwacht. Besteht die Gefahr von thermischer oder mechanischer Überlastung, wird der Ladedruck reduziert.

Funktionsschema Elektrik Aufladung

PE09.00-P-2050-97XBE

Übersicht Systembauteile Common-Rail Diesel Injection (CDI)

GF07.16-P-9997ORE

Referenzierte Dokumente