GF07.61-S-2003S | Starten ME Funktion | 10.9.03 |
MOTOR 112.951 im TYP 639.601 /603 /605 /701 /703 /705 /711 /713 /811 /813 /815
MOTOR 112.976 im TYP 639.601 /603 /605 /701 /703 /705 /711 /713 /811 /813 /815
Das Benzin-Einspritz- und Zündsystem ME (Motor-Elektronik) (ME) steuert über das Steuergerät ME (N3/10) folgende Funktionen:
Startererkennung und -steuerung
Startmengensteuerung
Nachstartanreicherung
Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge
Batteriespannung und Spannungsversorgung
Zündzeitpunkt beim Starten
Ansteuerung der Kraftstoffpumpe (M3/3m1)
Startererkennung und -steuerung
Bei dem Getriebe 722.6 ist der Start des Motors nur möglich, wenn der Wählhebel in Stellung "P" oder "N" geschaltet ist. Die Botschaft der Wählhebelstellung "P" oder "N" wird vom Steuergerät Elektronisches Wählhebelmodul (N15/5) auf den Control Area Network-Bus Klasse C (Motorraum) (CAN-C) gelegt.
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Das Steuergerät ME (N3/10) erhält über CAN-C vom Steuergerät EZS (N73) die Botschaft "FBS 3 Botschaft MS" und die Botschaft "Kl. 50 EIN", sowie vom Steuergerät Elektronisches Wählhebelmodul (N15/5) die Botschaft der Wählhebelstellung "P" oder "N". Daraufhin steuert das Steuergerät ME (N3/10) den Starter (M1) über das im Sicherungs- und Relaisblock (K40/9) integrierte Relais Starter (K40/9k5) an. Diese Startererkennung ist für die Funktion "Startmengensteuerung", die Funktion "Nachstartanreicherung" und die Funktion "Zündzeitpunkt beim Starten" erforderlich.
Startmengensteuerung
Um das Starten des kalten Motors zu erleichtern, muss während des Startvorgangs, abhängig von der Kühlmitteltemperatur, zusätzlich Kraftstoff eingespritzt werden. Die Erhöhung der Einspritzmenge wird durch Verlängerung der Einspritzzeit erreicht.
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Nachstartanreicherung
Nach dem Start ist bei kaltem Motor für kurze Zeit eine Anreicherung mit zusätzlichem Kraftstoff notwendig. Durch diese Anreicherung wird der sich an den Zylinderlaufbahnen niederschlagende Kraftstoff ausgeglichen. Der Motor läuft ruhig und ohne Verbrennungsaussetzer.
Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge
Um die richtige Zuordnung der Einspritz- und Zündfolge zum jeweiligen Zylinder zu erreichen, wird die Reihenfolge bei den ersten Motorumdrehungen synchronisiert. Dazu benötigt das Steuergerät ME (N3/10) die Signale des Hallgebers für Nockenwelle (B6/1) und des Positionsgebers Kurbelwelle (L5).
Batteriespannung und Spannungsversorgung
Die eingespritzte Kraftstoffmenge wird durch die Einspritzzeiten der Kraftstoff-Einspritzventile (Y62) bestimmt. Diese Einspritzzeit ist von der Batteriespannung abhängig. Um die Einspritzmenge bei z. B. geringer Batteriespannung auszugleichen, verlängert das Steuergerät ME (N3/10) die Einspritzzeit der Kraftstoff-Einspritzventile (Y62).
Beträgt die Batteriespannung < 7 V, so ist ein Motorstart nicht mehr möglich.
Zündzeitpunkt beim Starten
Beim Starten des Motors wird bis ca. 500/min der Zündzeitpunkt nur über die Signale des Hallgebers für Nockenwelle (B6/1) gesteuert. Erst bei Erreichen einer Drehzahl von ca. 600/min wird von dem festgelegten Zündzeitpunkt auf den dem jeweiligen Betriebszustand angepassten Zündzeitpunkt übergegangen, welcher im Kennfeld des Steuergeräts ME (N3/10) abgespeichert ist.
Ansteuerung der Kraftstoffpumpe (M3/3m1)
Beim Starten des Motors steuert das Steuergerät ME (N3/10) über das Relais Kraftstoffpumpe (K40/9k6) die Kraftstoffpumpe (M3/3m1) an, welche den Kraftstoff über den Kraftstofffilter mit Druckregler in das Kraftstoff-Verteilerrohr fördert.
Referenzierte Dokumente
- gf0761s3010s Startmengensteuerung ME Funktion
- gf0761s3011s Nachstartanreicherung ME Funktion
- gf0761s4009s Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge ME Funktion