GF07.61-P-2004M | Diagnose-Fehlerspeicher ME Funktion | 20.3.08 |
MOTOR 275.950 im TYP 215, 220
MOTOR 275.951 im TYP 230 bis Modell-J. 08 /AEJ 07
MOTOR 275.953 im TYP 216, 221 bis Modell-J. 08 /AEJ 07
MOTOR 275.954 im TYP 230 bis Modell-J. 08 /AEJ 07
MOTOR 275.980 im TYP 215, 220
MOTOR 275.981 im TYP 230 bis Modell-J. 08 /AEJ 07
MOTOR 275.982 im TYP 216, 221 bis Modell-J. 08 /AEJ 07
MOTOR 285.950 im TYP 240
MOTOR 285.980 im TYP 240
P07.61-2919-05
0100 DAS
K40/4 Sicherungs- und Relaismodul, Beifahrer (Typ 230)
K40/7 Sicherungs- und Relaismodul vorn rechts (Typ 215, 220)
N3/10 Steuergerät ME
N10/1 Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul Fahrer (Typ 240)
N10/1 Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn
(Typ 216, 221)
N73 Steuergerät EZS
X11/4 Prüfkupplung Diagnose
CAN Datenbus
Das Steuergerät ME (N3/10) überprüft seine Ein- und Ausgangssignale auf Plausibilität. Dabei erkennt und unterscheidet es folgende Fehler:
Fehler ständig vorhanden
Wackelkontaktfehler (nur bei Temperaturfühler Kühlmittel (B11/4) und Geber Fahrpedal (B37))
Folgende Bauteile und Systeme werden überwacht:
O2-Sonden links und rechts vor und nach KAT
(G3/3, G3/4, G3/5, G3/6)
Katalysatorfunktion
Katalysatoraufheizung
Lufteinblasung
Laufruheregelung (Verbrennungsaussetzer)
Kraftstoffsystem
Steuergeräte, die über das CAN-Datenbussystem vernetzt sind
Fahrzyklus (driving cycle)
Nicht permanent überwachte Systeme werden erst beim Durchfahren eines Fahrzyklus überprüft.
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Ein Fahrzyklus für eine Prüfung besteht aus:
Motorstart (Kaltstart)
Stadt-Zyklus
Außerstädtischer-Zyklus
Abstellen des Motors
Da die erforderlichen Betriebsbedingungen nicht immer gegeben sind, werden auch nicht alle Prüfungen bei einer Fahrt absolviert.
Fehlererkennung
Folgende Fehler und Fehlerzustände werden erkannt:
Signale über oder unter Grenzwert
(Leitungsunterbrechung, Kurzschluss, defekter Sensor)
Häufigkeit des Fehlers
Unlogische Kombination von Signalen
Wirkungsketten mit Fehlern
Fehlermeldungen aller über das CAN-Datenbussystem übermittelnden Steuergeräte
Fehlerzustände vom Generator (G2)
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Kontrollleuchte Motordiagnose (A1e58) bzw. bei Kontrollleuchte CHECK ENGINE (A1e26)
Tritt ein abgasrelevanter Fehler in zwei aufeinander folgenden Fahrzyklen auf, leuchtet die Kontrollleuchte im Kombiinstrument (A1). Bei einem KAT-schädigenden Fehler blinkt die Kontrollleuchte.
Die Kontrollleuchte erlischt nach 3 fehlerfreien aufeinander folgenden Fahrzyklen.
Fehlerspeicherung
Erkannte Fehler werden mit ihren Fehlerumgebungsdaten im Fehlerspeicher abgelegt. Bestätigt sich der Fehler im folgenden Fahrzyklus nicht, wird er gelöscht. Abgasrelevante Fehler werden immer eingetragen, da sie eine hohe Priorität haben.
Nach 40 fehlerfreien Fahrzyklen wird ein gespeicherter abgasrelevanter Fehler und nach 80 fehlerfreien Fahrzyklen wird ein gespeicherter KAT-schädigender Fehler aus dem Fehlerspeicher gelöscht.
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Fehlerspeicher auslesen
Das Steuergerät ME ist über den CAN oder einer K-Leitung mit der Prüfkupplung Diagnose (X11/4) verbunden. Abgespeicherte Fehler können mit dem DAS oder einem Standard-Auslesegerät (generic scan tool) bei "Zündung EIN" oder bei laufendem Motor über die Prüfkupplung Diagnose (SAE-Norm ISO 9141-2) ausgelesen und gelöscht werden.
Der Fehlerspeicher wird mit dem Abklemmen der Batterie bzw. Bordnetzbatterie (G1) nicht gelöscht.
Abgasrelevante Fehler vom Automatikgetriebe werden ab 06/2007 nicht mehr an das Steuergerät ME gesendet, sondern vom Steuergerät EGS (N15/3) selbst verwaltet und gespeichert.
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Fehlerumgebungsdaten (Betriebsbedingungen)
Bei Erkennung eines Fehlers werden folgende Daten gespeichert:
Fehlercode
Fahrzeuggeschwindigkeit
Motordrehzahl
Kühlmitteltemperatur
Luftmasse
Motorlastzustand
Drosselklappenwinkel
Zündwinkel
Geschalteter Gang
Adaptionswert der Gemischbildung
Zustand Lambda-Regelung (freigegeben, nicht freigegeben, gesperrt bei Kraftstoffabschaltung, gesperrt bei Fehlererkennung, ohne Korrektur der O2-Sonden links und rechts nach KAT (G3/5, G3/6))
Umweltbedingungen (z. B. Tankfüllstand, Fahrstrecke bei Fehlereintrag, Zählerstände für Fehlerhäufigkeit, Regenerierung oder Lufteinblasung aktiv)
Generatorspannung
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Wirkungsketten sind vom Steuergerät ME ausgelöste Prüfungsabläufe, z. B. für Lufteinblasung und Regenerierung.
Folgefehler
Ist ein fehlerhaftes Signal erkannt und der entsprechende Fehlercode gespeichert, werden sämtliche Prüfungen abgebrochen, bei denen dieses Signal als Vergleichsgröße benötigt wird. Dadurch wird das Speichern von Folgefehlern verhindert.
Bereitschaftscode (readiness code)
Über diesen Code wird erkannt, dass Prüfungen zur Fehlererkennung ablaufen und das System somit aktiv ist.
Der Code wird gesetzt, wenn folgende Prüfungen erfolgt sind (Prüfungsergebnis unbedeutend):
Katalysatorwirkung
Regenerierung
Lufteinblasung
O2-Sondensignale und -heizungen vor KAT
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Notlauf
Bei Fehlererkennung werden für den Notlauf Ersatzwerte gebildet und die Kontrollleuchte Motordiagnose bzw. CHECK ENGINE leuchtet.
Nachlauf Steuergerät ME
Nach dem Löschen von Fehlern muss der Rechnernachlauf nach dem Ausschalten der Zündung abgewartet werden.
Die Dauer ist applizierbar (programmierbar) und beträgt ca. 5 s.
Referenzierte Dokumente
- gf0761p5000m Steuergerät ME Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion
- gf5430p4101m Kontrollleuchte CHECK ENGINE Anordnung/Aufgabe/Funktion
- gf5430p4102m Kontrolleuchte Motordiagnose Anordnung/Aufgabe/Funktion