gf0761p2004am

Diagnose-Fehlerspeicher ME Funktion

Typ gf · Thema 07.61 · Version 0105 · 2011-10-18

Gültig für: MOTOR 113.990 im TYP 211, 219 MOTOR 113.991 im TYP 215, 220 MOTOR 113.992 im TYP 230 bis Modell-J. 2008 /AEJ 07 MOTOR 113.993 im TYP 463 bis 31.5.12 MOTOR 113.995 im TYP 230 bis Modell-J. 2008 /AEJ 07

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.61 Benzin-Einspritz- und Zündsystem ME — Baureihe 211 · Baureihe 215 · Baureihe 219 · Baureihe 220 · Baureihe 230 · Baureihe 463

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 113 990, 113 991, 113 992, 113 993, 113 995

GF07.61-P-2004AM

Diagnose-Fehlerspeicher ME Funktion

18.10.11

MOTOR 113.990 im TYP 211, 219

MOTOR 113.991 im TYP 215, 220

MOTOR 113.992 im TYP 230 bis Modell-J. 2008 /AEJ 07

MOTOR 113.993 im TYP 463 bis 31.5.12

MOTOR 113.995 im TYP 230 bis Modell-J. 2008 /AEJ 07

Diagnose-Fehlerspeicher ME Funktion

P07.61-2789-05

0100 STAR DIAGNOSIS

A1 Kombiinstrument

A1e26 Kontrollleuchte
CHECK ENGINE (bei )

A1e58 Kontrollleuchte Motordiagnose (außer )

K40/4 Sicherungs- und Relaismodul, Beifahrer (Typ 230)

K40/7 Sicherungs- und Relaismodul vorn rechts (Typ 215, 220)

N3/10 Steuergerät ME

N10/1 Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul Fahrer
(Typ 211, 219)

N10/1 Signalerfass- und Ansteuerungsmodul (SAM) vorn
(Typ 463)

X11/4 Prüfkupplung Diagnose

CAN Datenbus (Controller Area Network)

K K-LINE

Das Steuergerät ME überprüft seine Ein- und Ausgangssignale auf Plausibilität und erkennt mögliche Fehler.

Bauteile und Systeme, die überwacht werden, sind:

Lambdasonden

Katalysatoren

KAT-Heizung

Sekundärlufteinblasung

Laufruheregelung (Verbrennungsaussetzer)

Kraftstoffsystem

Steuergeräte (die über den CAN-Datenbus vernetzt sind)

Fehlererkennung

Signale über oder unter Grenzwert
(Leitungsunterbrechung, Kurzschluss, defekter Sensor)

Häufigkeit des Fehlers

Unlogische Kombination von Signalen

Wirkungsketten mit Fehlern

Fehlermeldungen aller über den CAN-Datenbus übermittelnden Systeme (Steuergeräte)

Fehlerzustände vom Generator (G2) mit Schnittstellenregler

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Fehlerspeicherung

Die Fehler und deren Speicherung werden unterschieden in:
Fehler ständig vorhanden

Wackelkontaktfehler (nur bei Temperaturfühler Kühlmittel (B11/4) und Geber Fahrpedal (B37))

Erkannte Fehler werden mit den Umgebungsdaten als Fehler im Fehlerspeicher abgelegt. Bestätigt sich der Fehler im folgenden Fahrzyklus nicht, wird er gelöscht. Abgasrelevante Fehler werden immer eingetragen, da sie eine hohe Priorität haben.

Ansteuerung der Kontrollleuchte Motordiagnose

bzw. bei der Kontrollleuchte CHECK ENGINE

Tritt ein abgasrelevanter Fehler in zwei aufeinander folgenden Fahrzyklen auf, leuchtet die Kontrollleuchte im Kombiinstrument. Bei einem KAT-schädigenden Fehler blinkt die Kontrollleuchte.

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Fahrzyklus (driving-cycle)

Nicht permanent überwachte Systeme werden erst beim Durchfahren eines Fahrzyklus überprüft.

Ein Fahrzyklus für eine Prüfung besteht aus:

Motorstart (Kaltstart)

Stadt-Zyklus

Außerstädtischer-Zyklus

Abstellen des Motors

Da die erforderlichen Betriebsbedingungen nicht immer gegeben sind, werden auch nicht alle Prüfungen bei einer Fahrt absolviert.

Wirkungsketten

Wirkungsketten sind vom Steuergerät ME ausgelöste Prüfungsabläufe z. B. für Lufteinblasung, Regenerierung und

bei Dichtheit der Kraftstoffverdunstungsanlage.

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Umgebungsdaten/Betriebsbedingungen

Bei Erkennung eines Fehlers werden folgende Daten gespeichert:

Fehlercode

Fahrzeuggeschwindigkeit

Motordrehzahl

Kühlmitteltemperatur

Ladelufttemperatur

Ansaug-/Ladeluftdruck

Motorlastzustand

Drosselklappenwinkel

Umluftklappenwinkel

Zündwinkel

Geschalteter Gang

Adaptionswert der Gemischbildung

Zustand Lambda-Regelung (z. B.: Lambda-Regelung gesperrt, freigegeben oder nicht freigegeben; Kraftstoffabschaltung; ohne Korrektur von O2-Sonden nach KAT (G3/5, G3/6))

Umweltbedingungen (z. B. Tankfüllstand; Fahrstrecke bei Fehlereintrag; Zählerstände für Fehlerhäufigheit; Regenerierung oder Lufteinblasung aktiv)

Generatorspannung

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Folgefehler

Ist ein fehlerhaftes Signal erkannt und der entsprechende Fehlercode gespeichert, werden sämtliche Prüfungen abgebrochen bei denen dieses Signal als Vergleichsgröße benötigt wird. Dadurch wird das Speichern von Folgefehlern verhindert.

Bereitschaftscode (Readiness-Code)

Über diesen Code wird erkannt, dass Prüfungen zur Fehlererkennung ablaufen und das System somit aktiv ist.

Der Code wird gesetzt, wenn folgende Prüfungen erfolgt sind (Prüfungsergebnis unbedeutend):

Katalysatorwirkung

Regenerierung

Lufteinblasung

Signal O2-Sonden vor KAT (G3/3, G3/4)

Sondenheizung O2-Sonden vor KAT

Notlauf

Bei Fehlererkennung werden für den Notlauf Ersatzwerte gebildet und die Kontrollleuchte Motordiagnose bzw. bei die Kontrollleuchte CHECK ENGINE leuchtet.

Fehlerspeicher auslesen

Das Steuergerät ME ist über die K-LINE mit der Prüfkupplung Diagnose (nach SAE-Norm ISO 9141-2) verbunden. Die gespeicherten Fehler können mit der STAR DIAGNOSIS oder einem Standard-Auslesegerät (Generic Scan Tool) bei "Zündung EIN" oder bei laufendem Motor ausgelesen und gelöscht werden.

Nachlauf Steuergerät ME

Nach dem Löschen von Fehlern muss der Rechnernachlauf nach dem Ausschalten der Zündung abgewartet werden.

Die Zeit ist von der Kühlmitteltemperatur abhängig und beträgt bei –30 °C ca. 150 s und bei 80 °C ca. 30 s.

Steuergerät ME Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion

GF07.61-P-5000AM

Kontrollleuchte CHECK ENGINE Anordnung/Aufgabe/Funktion

bei

GF54.30-P-4101AM

Kontrollleuchte Motordiagnose Anordnung/Aufgabe/Funktion

außer

GF54.30-P-4102AM

Referenzierte Dokumente