gf0716w0003mdf

Motormanagement Funktion

Typ gf · Thema 07.16 · Version 0100 · 2019-10-24

Gültig für: Motor 936.9 im Typ 963 mit Code V2B (Actros Modellgeneration 5) Motor 936.9 im Typ 963 mit Code V2F (Actros S/M Fahrerhaus Modellgeneration 5) Motor 936.9 im Typ 964 mit Code V2J (Arocs Modellgeneration 5) Motor 936.9 im Typ 964 mit Code V3L (Actros BM964 Modellgeneration 5)

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.16 Dieseleinspritzsystem Common-Rail — Baureihe 936 (Baumuster 9**) · Baureihe 963 · Baureihe 964

GF07.16-W-0003MDF

Motormanagement Funktion

24.10.2019

Motor

936.9 im Typ 963

mit Code V2B (Actros Modellgeneration 5)

Motor

936.9 im Typ 963

mit Code V2F (Actros S/M Fahrerhaus Modellgeneration 5)

Motor

936.9 im Typ 964

mit Code V2J (Arocs Modellgeneration 5)

Motor

936.9 im Typ 964

mit Code V3L (Actros BM964 Modellgeneration 5)

Mit dem Begriff Motormanagement werden alle Vorgänge bezeichnet, die notwendig sind, um einen ökonomischen und ökologischen Motorbetrieb zu gewährleisten.

Die notwendigen Berechnungen für das Motormanagement erfolgen im Steuergerät Motormanagement.

Zusammen mit dem Steuergerät Abgasnachbehandlung (ACM) (A60) sorgt es dafür, dass der Motor unter allen Betriebsbedingungen möglichst verbrauchs-, schadstoff- und geräuscharm läuft.

Zusätzlich zur Regelung des Dieseleinspritzsystems übernimmt das Motormanagement die Regelung der Abgasrückführung (AGR) und des Ladedrucks sowie die Steuerung der Motorbremse.

Je nach Fahrzeugausstattung kommen weitere Regelungen, wie die der Lüfter- oder der Kühlmittelpumpendrehzahl, hinzu.

Auf Anforderung des Steuergeräts Abgasnachbehandlung übernimmt das Steuergerät Motormanagement die Steuerung des Kühlmittelstroms zu den AdBlue® Komponenten oder die aktive Regeneration des Dieselpartikelfilters (DPF).

Motormanagement Funktion

W07.16-A014-79

Eingangssignale

A3a

Steuergerät Fahrregelung (CPC5)

B613

Differenzdrucksensor Frischluft

B626

Drucksensor Kraftstoff (Eingang)

A4

Steuergerät Motormanagement (MCM)

B614

Temperatursensor Ladeluft im Verdichtergehäuse (Motor 936.916)

CAN 4

Antriebs-CAN

B600

Positionssensor Kurbelwelle

B616

Druck- und Temperatursensor Ladeluft

S600

Taste Motorstart und Motorstopp

B601

Positionssensor Nockenwelle

B617

Temperatursensor Ladeluft im Ladeluftverteiler

Y616 b1

Drehzahlsensor Lüfter

B602

Temperatursensor Kraftstoff

B622

Drucksensor Rail

Y621

Abgasrückführsteller

B604

Öldrucksensor

B624

Lambdasonde

A

Eingangssignale

B606

Temperatursensor Kühlmittel Auslass

B625

Drucksensor Kraftstoff (Ausgang)

Der Betriebszustand des Motors wird grundsätzlich aus den Eingangssignalen folgender Sensoren ermittelt:

Atmosphärendrucksensor (im Steuergerät Motormanagement)

Positionssensor Kurbelwelle

Positionssensor Nockenwelle

Temperatursensor Kraftstoff

Öldrucksensor

Temperatursensor Kühlmittel Auslass

Differenzdrucksensor Frischluft

Druck- und Temperatursensor Ladeluft

Temperatursensor Ladeluft im Ladeluftverteiler

Drucksensor Rail

Drehzahlsensor Lüfter

Die Werte der Lambdasonde sind nur für die Regelung der Abgasrückführung (AGR) erforderlich. Die Stellung des Abgasrückführstellers wird bei der Regelung der Abgasrückführung (AGR) sowie bei der Steuerung der größtmöglichen Motorbremsstufe berücksichtigt.

Am Ausgang des Verdichters der Hochdruckstufe des 2-stufigen Abgasturboladers wird über den Temperatursensor Ladeluft im Verdichtergehäuse die Lufttemperatur erfasst. Dies dient lediglich dazu, den Abgasturbolader der Hochdruckstufe vor zu hoher thermischer Belastung zu schützen. Der Temperatursensor Ladeluft im Verdichtergehäuse ist daher nur im Motor 936.916 (mit 2-stufiger Aufladung) verbaut.

Die Drehmomentanforderung wird vom Steuergerät Fahrregelung u. a. aus der Stellung des Fahrpedals berechnet. Das Signal gelangt über den Antriebs­CAN zum Steuergerät Motormanagement, das seinerseits das derzeitige Istmoment und das mögliche Maximalmoment an das Steuergerät Fahrregelung sendet.

Über den Antriebs­CAN werden zudem Informationen mit dem Steuergerät Abgasnachbehandlung, dem Steuergerät Getriebesteuerung (TCM) (A5) und dem Steuergerät Retardersteuerung (RCM) (A11) ausgetauscht.

Motormanagement Funktion

W07.16-A015-79

Ausgangssignale

A3a

Steuergerät Fahrregelung (CPC5)

Y612

Kraftstoffinjektor Zylinder 5

Y634

Druckregelventil

A4

Steuergerät Motormanagement (MCM)

Y613

Kraftstoffinjektor Zylinder 6

Y635

Stellmagnet Nockenwellensteller

CAN 4

Antriebs-CAN

Y616

Magnetventil Lüfterkupplung

Y636

Ladedrucksteller

Y608

Kraftstoffinjektor Zylinder 1

Y621

Abgasrückführsteller

Y637

Magnetventil Motorbremse

Y609

Kraftstoffinjektor Zylinder 2

Y627

Magnetventil Kühlmittel AdBlue® Heizung

Y643

Mengenregelventil

Y610

Kraftstoffinjektor Zylinder 3

Y628

Dosierventil Kraftstoff

B

Ausgangssignale

Y611

Kraftstoffinjektor Zylinder 4

Y629

Absperrventil Kraftstoff

Zur Regelung des Dieseleinspritzsystems steuert das Steuergerät Motormanagement entsprechend dem Betriebszustand des Motors und der Drehmomentanforderung vom Steuergerät Fahrregelung folgende Stellglieder an:

Kraftstoffinjektor Zylinder 1

Kraftstoffinjektor Zylinder 2

Kraftstoffinjektor Zylinder 3

Kraftstoffinjektor Zylinder 4

Kraftstoffinjektor Zylinder 5

Kraftstoffinjektor Zylinder 6

Druckregelventil

Mengenregelventil

Zur Regelung der Abgasrückführung (AGR) und des Ladedrucks übernimmt es die Ansteuerung folgender Bauteile:

Abgasrückführsteller

Ladedrucksteller

Zum Aktivieren der Motorbremse steuert das Steuergerät Motormanagement je nach Motorbremsstufe das Magnetventil Motorbremse an.

In der größten Motorbremsstufe werden zusätzlich der Abgasrückführsteller und der Ladedrucksteller angesteuert.

Tritt am Antriebs­CAN oder an einem Systembauteil für das Motormanagement eine Störung auf, dann geht das Steuergerät Motormanagement entsprechend der Schwere der Störung nach einem genau festgelegten Schema vor. So greift es bei weniger gravierenden Fehlern, z. B. bei einem Sensorausfall, auf Ersatzwerte zurück. Bei gravierenden Fehlern, z. B. bei einem Ausfall des Antriebs-CANs, wird der Notlauf aktiviert.

Dadurch kann das Fahrzeug bei einer Störung im System noch in die nächstgelegene Werkstatt gefahren werden.

Startvorgang Funktion

GF07.00-W-2001MDF

Leerlaufdrehzahlregelung Funktion

GF07.16-W-2021MDF

Arbeitsdrehzahlregelung Funktion

GF07.16-W-2022MDF

Fahrbetrieb Funktion

GF07.16-W-2023MDF

Eingangsgrößen für die Einspritzregelung

GF07.16-W-3003MDF

Berechnung des Motorsollmomentes Funktion

GF30.35-W-3002MDF

Referenzierte Dokumente