D07.10-0086-79
Blockschaltbild |
B6/29 | Hallsensor Einlassnockenwelle | R4 | Zündkerzen | |
B6/30 | Hallsensor Auslassnockenwelle | T1 | Zündspulen | |
B11/21 | Temperatursensor Kühlmittel | Y49/10 | Stellmagnet Einlassnockenwelle | |
B17 | Temperatursensor Ladeluft vor Drosselklappe | Y49/11 | Stellmagnet Auslassnockenwelle | |
B17/16 | Temperatursensor Ladeluft nach Drosselklappe | Y62 | Kraftstoffinjektoren | |
B28/24 | Saugrohrdruck-Sensor | CAN C | Antriebs-CAN | |
B70/2 | Hallsensor Kurbelwelle | CAN C 1 | Motor-CAN | |
N3/36 | Steuergerät ME | Flex E | Fahrwerk-FlexRay | |
N15/15 | Elektrische Steuereinheit vollintegrierte Getriebesteuerung (VGS) (mit Code G43 (Automatikgetriebe 9G-TRONIC)) | O | Option | |
N73/8 | Steuergerät Elektronisches Zündschloss (EZS) | S | Standard | |
N127 | Steuergerät Antriebsstrang |
Anreicherungsrate-/Zeitdiagramm |
A | Anreicherungsrate |
a | Start |
b | Abregelbeginn Nachstartanreicherung |
c | Beginn Warmlaufanreicherung |
t | Zeit |
t1 | Startanreicherung (Dauer z. B. 2 s) |
t2 | Nachstartanreicherung (Dauer z. B. 15 s bei 15 °C Kühlmitteltemperatur) |
t3 | Warmlaufanreicherung (Dauer entsprechend Kühlmitteltemperatur) |
P07.61-2691-01
Funktionsvoraussetzungen Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung allgemein
Klemme 87M (Motormanagement EIN)
Motor dreht.
Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung allgemein
Um beim Kaltstart einen stabilen und ruhigen Motorlauf zu erreichen, wird vom Steuergerät ME (N3/36) das Kraftstoff-Luft-Gemisch angereichert.
Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung Funktionsablauf
Der Funktionsablauf ist in folgende Teilfunktionen gegliedert:
Funktionsablauf Startanreicherung
Funktionsablauf Nachstartanreicherung
Funktionsablauf Warmlaufanreicherung
Funktionsablauf Startanreicherung
Um das Starten des kalten Motors zu erleichtern, muss während des Startvorgangs mehr Kraftstoff eingespritzt werden.
Die Berechnung der Einspritzdauer für die Startanreicherung (t1) erfolgt über das Steuergerät ME auf Basis folgender Signale:
Temperatursensor Kühlmittel (B11/21)
Hallsensor Kurbelwelle (B70/2), Motordrehzahl
Saugrohrdruck-Sensor (B28/24)
Spannung Bordnetzbatterie (G1) über "Klemme 30"
Steuergerät Elektronisches Zündschloss (EZS) (N73/8), Signal "Klemme 50" über Fahrwerk-FlexRay (Flex E) an das Steuergerät Antriebsstrang (N127) und über Antriebs-CAN (CAN C)
Abstellzeit des Motors
Das Steuergerät ME verlängert beim Erhalten des Signals "Klemme 50" die Einspritzdauer der Kraftstoffinjektoren (Y62).
Die Startanreicherung bleibt so lange aktiviert, bis eine von der Kühlmitteltemperatur abhängige Motordrehzahl überschritten wird.
Je höher die Kühlmitteltemperatur, desto geringer ist die vom Steuergerät ME berechnete Einspritzdauer.
Die Einspritzdauer ist außerdem von der Batteriespannung abhängig. Um die Startmenge bei geringer Batteriespannung zu gewährleisten, verlängert das Steuergerät ME die Einspritzdauer.
Funktionsablauf Nachstartanreicherung
Nach dem Kaltstart wird für kurze Zeit das Kraftstoff-Luft-Gemisch angereichert, damit der Motor einwandfrei durchläuft.
Der an den kalten Zylinderlaufflächen kondensierende Kraftstoff wird durch die Nachstartanreicherung (t2) ausgeglichen.
Die Berechnung der Einspritzdauer für die Nachstartanreicherung erfolgt über das Steuergerät ME auf Basis folgender Signale:
Temperatursensor Kühlmittel, Kühlmitteltemperatur beim Start
Verbrennungszyklen nach Start
Elektrische Steuereinheit vollintegrierte Getriebesteuerung (VGS) (N15/15), mit Code G43 (Automatikgetriebe 9G-TRONIC), Wählhebelstellung über Antriebs-CAN
Korrekturprogrammierung mit XENTRY Diagnostics
Der Motor erhält kennfeldabhängig eine zusätzliche Kraftstoffmenge vom Steuergerät ME zugeteilt. Das Steuergerät ME verlängert dazu die Einspritzdauer der Kraftstoffinjektoren.
Funktionsablauf Warmlaufanreicherung
Nach der Start- und Nachstartanreicherung wird das Kraftstoff-Luft-Gemisch über die Warmlaufanreicherung (t3) weiterhin angereichert. Der an den noch kalten Zylinderlaufflächen kondensierende Kraftstoff wird durch die Warmlaufanreicherung ausgeglichen.
Die Berechnung der Einspritzdauer für die Warmlaufanreicherung erfolgt über das Steuergerät ME auf Basis folgender Signale:
Hallsensor Einlassnockenwelle (B6/29)
Hallsensor Auslassnockenwelle (B6/30)
Temperatursensor Kühlmittel (B11/21)
Temperatursensor Ladeluft vor Drosselklappe (B17)
Temperatursensor Ladeluft nach Drosselklappe (B17/16)
Hallsensor Kurbelwelle (B70/2), Motordrehzahl
Korrekturprogrammierung mit XENTRY Diagnostics
Der Motor erhält kennfeldabhängig eine zusätzliche Kraftstoffmenge vom Steuergerät ME zugeteilt. Das Steuergerät ME verlängert dazu die Einspritzdauer der Kraftstoffinjektoren.
Die Zündwinkel der Zündspulen (T1) werden im Warmlauf von einem eigenen Kennfeld bestimmt.
Im leerlaufnahen Bereich ist die Einspritzdauer hauptsächlich von der Kühlmitteltemperatur beim Start abhängig.
Bei Teillast ist die Motorlast entscheidend. Sobald die Lambdaregelung frei gegeben wird, überwacht diese die Einspritzdauer.
Referenzierte Dokumente
- gf0770d9998tsb Übersicht Systembauteile Benzin-Einspritz- und Zündsystem mit Direkteinspritzung