TYP | 212 |
mit CODE 359 (Notrufsystem TELE AID) | |
außer CODE 347 (Notrufsystem Ecall Europa) | |
außer CODE 348 (Notruf-/Assistentsystem) |
P82.95-2964-79
A1 | Kombiinstrument | N10/1 | Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn | S93/3 | Taste Notrufsystem | ||
A2/5 | Antennenweiche Global Positioning System (mit Code (512) COMAND APS inkl. DVD-Wechsler oder Code (527) COMAND APS mit Single DVD Laufwerk (mit Navigation)) | N10/2 | Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul Fond | S93/6s1 | Taste MB-Info | ||
A2/52 | Antenne Notrufsystem | N30/4 | Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (außer Code (233) DISTRONIC PLUS) | S93/6s2 | Taste Pannendienst | ||
A28/11 | Kombiantenne | N30/7 | Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Premium (mit Code (233) DISTRONIC PLUS) | CAN A | Telematik-CAN | ||
A40/3 | Steuereinheit COMAND | N40/3 | Steuergerät Verstärker Soundsystem (mit Code (810) Sound-System) | CAN B | Innenraum-CAN | ||
A40/8 | Audio-/COMAND-Display | N73 | Steuergerät elektronisches Zündschloss | CAN D | Diagnose-CAN | ||
A67b1 | Mikrofon Freisprecheinrichtung | N123/4 | Steuergerät Notrufsystem | CAN E | Fahrwerk-CAN | ||
H4/27 | Lautsprecher Instrumententafel Mitte | S88/8 | Schalter Außenbetätigung Kofferraumdeckel (Typ 212.0) | LVDS | Low Voltage Differential Signal | ||
N2/10 | Steuergerät Supplemental Restraint System | S88/8 | Schalter Außenbetätigung Heckklappe (Typ 212.2) | MOST | Media Oriented System Transport |
Funktionsvoraussetzungen Notrufsystem allgemein
Klemme 30
Jeder fahrzeugnahe Dienst ist separat autorisiert
Ein für den entsprechenden fahrzeugnahen Dienst autorisiertes Kommunikationsmodul des Steuergeräts Notrufsystem ist mit der Rufnummer des entsprechenden Diensteanbieters konfiguriert
Der Fahrzeughalter ist in der Dienstzentrale registriert und autorisiert
Das Notrufsystem mit Code (359) Notrufsystem TELE AID ist bei Fahrzeugen bis 31.5.2012 verbaut. Das Steuergerät Notrufsystem wird nicht für das normale Telefonieren eingesetzt.
Notrufsystem allgemein
Mit dem Steuergerät Notrufsystem werden die folgenden fahrzeugnahen Dienste realisiert:
– Autorisierung ("Provisioning")
– Notruf manuell oder automatisch
– MB-Info-Ruf
– Pannendienst
– Benachrichtigung bei Einbruch- und Diebstahlwarnung ("Anti Theft Notification")
– Fahrzeugauffindung
– Fahrzeug-Fernentriegelung
– Fahrzeug-Fernverriegelung
– Übertragen von Navigationsdaten ("Remote Destination Feed")
Die Funktion Notrufsystem setzt sich zunächst aus den folgenden Teilfunktionen zusammen:
Selbsttest
Anzeige des Status Notrufsystem
Auswahl der Telefonantenne
Sprachverbindung zwischen Fahrzeug und Dienstzentrale
Daten vom Steuergerät Supplemental Restraint System
Manueller oder automatischer Notruf
Priorisierung
Informationen zur Priorisierung der Dienste erhalten Sie am Ende dieses Dokuments.
Weitere Teilfunktionen sind in einem separaten Dokument beschrieben:
Weitere Telematikdienste Funktion
Selbsttest
Erhält das Steuergerät Notrufsystem über Diagnose-CAN die Botschaft "Klemme 15R" vom Steuergerät elektronisches Zündschloss, führt das Steuergerät Notrufsystem einen Selbsttest durch (ca. 5 s). Die Leuchtdioden der Taste Notrufsystem, der Taste MB-Info und der Taste Pannendienst leuchten für ca. 5 s. Nach erfolgreichem Selbsttest ist das Notrufsystem betriebsbereit und die Leuchtdioden erlöschen.
Bei einem Fehler erscheint je nach Fehlerart eine Fehlermeldung im Kombiinstrument, zusätzlich werden die Leuchtdioden der Taste Notrufsystem, der Taste MB-Info und der Taste Pannendienst permanent angesteuert. Der Fehler wird je nach Fehlerart auch im Fehlerspeicher des Steuergeräts Notrufsystem abgelegt.
Anzeige des Status Notrufsystem
Der Status des Notrufsystems wird auf verschiedene Weise angezeigt. Zu unterscheiden sind:
Anzeige des Status durch Leuchtdioden
Anzeige des Status im Kombiinstrument
Anzeige des Status auf dem Audio-/COMAND-Display
Bei der Fahrzeug-Fernverriegelung erfolgt keine systemspezifische Statusanzeige.
Anzeige des Status durch Leuchtdioden
Die Leuchtdioden der Taste Notrufsystem, der Taste MB-Info und der Taste Pannendienst dienen zur Anzeige folgender Status:
– Selbsttest des Notrufsystems, Leuchtdioden leuchten für ca. 5 s
– Aktiver Dienst, jeweilige Leuchtdiode blinkt
– Fehler im Notrufsystem, Leuchtdioden leuchten permanent
– Systembereitschaft des Notrufsystems, Leuchtdioden sind aus
Das Steuergerät Notrufsystem steuert die Leuchtdioden der Taste Notrufsystem, der Taste MB-Info und der Taste Pannendienst über direkte Leitungen an.
Anzeige des Status im Kombiinstrument
Der Status des Notrufsystems wird in folgenden Fällen durch eine Textmeldung im Kombiinstrument angezeigt:
– Aktiver Dienst
– Fehler im Notrufsystem
Die Anzeige der Meldung im Kombiinstrument erfolgt vom Steuergerät Notrufsystem über folgenden Weg:
– Diagnose-CAN
– Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn
– Innenraum-CAN
Anzeige des Status auf dem Audio-/COMAND-Display
Ein aktiver Dienst des Notrufsystems wird durch eine Textmeldung oder ein Pop-up (mit Bestätigungsaufforderung) auf dem Audio-/COMAND-Display angezeigt. Die Anzeige der Meldung oder des Pop-ups auf dem Audio-/COMAND-Display erfolgt durch das Steuergerät Notrufsystem über folgenden Weg:
– Diagnose-CAN
– Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn
– Innenraum-CAN
– Steuereinheit COMAND
– LVDS-Leitung
Ansteuerung der Leuchtdioden zum Status Notrufsystem |
A | Selbsttest Notrufsystem aktiviert (Leuchtdioden ein) |
D | Selbsttest Notrufsystem beendet (Leuchtdioden aus, wenn fehlerfreies System) |
E | Selbsttest Notrufsystem |
N | Aktiver Dienst (Leuchtdioden intermittierend angesteuert) |
S | Fehler im Notrufsystem (Leuchtdioden dauerhaft angesteuert) |
t | Zeit in Sekunden (nach dem Einschalten) |
P82.95-2676-11
Funktionsvoraussetzungen Auswahl der Telefonantenne
Defekt der Kombiantenne oder unzureichender Empfang
Auswahl der Telefonantenne
Im Normalfall sendet und empfängt das im Steuergerät Notrufsystem integrierte Kommunikationsmodul alle Mobilfunksignale über die Kombiantenne. Bei unzureichendem Empfang oder einemDefekt der Kombiantenne sendet und empfängt das im Steuergerät Notrufsystem integrierte Kommunikationsmodul die Mobilfunksignale automatisch über die Antenne Notrufsystem.
Das Steuergerät Notrufsystem überwacht die Kombiantenne über eine direkte Leitung und erkennt den Ausfall der Kombiantenne oder einen unzureichenden Empfang. Das Steuergerät Notrufsystem sendet oder empfängt daraufhin automatisch die Mobilfunksignale der jeweiligen fahrzeugnahen Dienste über eine direkte Leitung und die Antenne Notrufsystem.
Funktionsvoraussetzungen Sprachverbindung zwischen Fahrzeug und Dienstzentrale
Einer der folgenden fahrzeugnahen Dienste ist ausgelöst:
– Manueller oder automatischer Notruf
– MB-Info-Ruf
– Pannendienst
– Fahrzeugauffindung
Sprachverbindung zwischen Fahrzeug und Dienstzentrale
Unabhängig von der Art des ausgelösten fahrzeugnahen Dienstes (z. B. MB-Info-Ruf) wird eine Sprachverbindung zur Dienstzentrale aufgebaut. Nach Rückmeldung der Dienstzentrale mittels eines speziellen Tons wird eine SMS mit den jeweiligen Daten einschließlich Fahrzeugidentifikationsnummer an dieDienstzentrale versendet. Anschließend kann der Fahrer über die noch bestehende Sprachverbindung mit einem Kundenbetreuer sprechen.
Für die Spracheingabe wird das Mikrofon Freisprecheinrichtung verwendet, das im Innenspiegel (A67) integriert ist. Die Signale des Mikrofons Freisprecheinrichtung werden über eine direkte Leitung zur Steuereinheit COMAND geleitet. In der Steuereinheit COMAND werden die Signale des Mikrofons Freisprecheinrichtung nur durchgeschleift und zu dem im Steuergerät Notrufsystem integrierten Kommunikationsmodul weitergeleitet.
Anschließend sendet das im Steuergerät Notrufsystemintegrierte Kommunikationsmodul die Signale des Mikrofons Freisprecheinrichtung an die Dienstzentrale. Das imSteuergerät Notrufsystem integrierte Kommunikationsmodul sendetund empfängt die Mobilfunksignale über eine direkte Leitung von der Kombiantenne.
Die Sprachausgabe erfolgt ausschließlich über den Lautsprecher Instrumententafel Mitte. Der Lautsprecher Instrumententafel Mitte wird über direkte Leitungen vom Steuergerät Notrufsystem angesteuert. Für alle anderen Anwendungen (z. B. Audiobetrieb) werden der Lautsprecher Instrumententafel Mitte undalle weiteren ausstattungsabhängig verbauten Lautsprecher stummgeschaltet. Die Stummschaltung erfolgt durch ein Mute-Signal vom Steuergerät Notrufsystem über eine direkte Leitung zum Steuergerät Verstärker Soundsystem (mit Code (810) Sound-System) oder zur Steuereinheit COMAND (außer Code (810) Sound-System).
Nähere Informationen zur Lautsprecheranlage siehe im Dokument "Lautsprecherausgabe Funktion".
Das Beenden der Sprachverbindung erfolgt im Normalfall durch die Dienstzentrale oder den Fahrer.
Bei einem Notruf kann die Sprachverbindung nur durch die Dienstzentrale beendet werden.
Der Aufbau einer Sprachverbindung zur Dienstzentrale wird nach mehreren erfolglosen Anwahlversuchen durch dasim Steuergerät Notrufsystem integrierte Kommunikationsmodul abgebrochen und eine entsprechende Meldung wird im Kombiinstrument sowie auf dem Audio-/COMAND-Displayangezeigt.
Bei einem Ausfall der Kombiantenne (z. B. Defekt durch Überschlag) sendet und empfängt das im Steuergerät Notrufsystem integrierte Kommunikationsmodul die Mobilfunksignale automatisch über die Antenne Notrufsystem.
Standortbestimmung
Zur Standortbestimmung verwendet das Steuergerät Notrufsystem das satellitengestützte Ortungssystem Global-Positioning System (GPS). Es steht weltweit zur Verfügung. Die GPS-Satelliten senden permanent Zeit- und Positionsdaten (Längengrad und Breitengrad). Die GPS-Ortung ist nach einem Fahrzeugtransport (z.B. Zug-, Fähr-und Abschleppfahrten) unersetzlich.
Eine GPS-Neuortung (nach Unterbrechung des Satellitenempfangs) kann mehrere Minuten dauern (bei Erstinbetriebnahmedes Steuergeräts Notrufsystem bis zu t = 20 min). Die Basis-Standortbestimmung läuft parallel zur GPS-Standortbestimmung ab.
Die Funktion Standortbestimmung setzt sich aus folgenden Teilfunktionen zusammen:
Funktionsablauf GPS-Standortbestimmung
Funktionsablauf Basis-Standortbestimmung
Funktionsvoraussetzung GPS-Standortbestimmung
Klemme 15R EIN oder Auslösen eines autorisierten Dienstes
Funktionsablauf GPS-Standortbestimmung
Der im Steuergerät Notrufsystem integrierte GPS-Empfänger erhält die GPS-Signale über folgenden Weg:
– Kombiantenne
– Antennenweiche Global Positioning System (mit Code (512) COMAND APS inkl. DVD-Wechsler oder mit Code (527) COMAND APS mit Single DVD Laufwerk (mit Navigation))
Aus den GPS-Signalen berechnet nun das Steuergerät Notrufsystem die aktuelle Position des Fahrzeugs (Empfänger).
Darüber hinaus wird mit Hilfe der Abfolge der mit GPS berechneten Standorte die Fahrtrichtung des Fahrzeugs ermittelt.
Funktionsvoraussetzung Basis-Standortbestimmung
Klemme 15R EIN
Funktionsablauf Basis-Standortbestimmung
Zur Basis-Standortbestimmung benötigt das Steuergerät Notrufsystem folgende Informationen:
– Raddrehzahlsignale
– Daten der zurückgelegten Wegstrecke
– Daten über die Fahrtrichtung (vorwärts oder rückwärts)
Die Raddrehzahlsignale erhält das Steuergerät Notrufsystem über folgenden Weg:
– Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (außer Code (233) DISTRONIC PLUS) oder Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Premium (mit Code (233) DISTRONIC PLUS)
– Fahrwerk-CAN
– Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn
– Diagnose-CAN
Die Daten der zurückgelegten Wegstrecke erhält das Steuergerät Notrufsystem vom Kombiinstrument über folgenden Weg:
– Innenraum-CAN
– Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn
– Diagnose-CAN
Die Daten über die Fahrtrichtung (vorwärts oder rückwärts) erhält das Steuergerät Notrufsystem über den Diagnose-CAN vom Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn.
Anschließend wird im Steuergerät Notrufsystem aus der zurückgelegten Wegstrecke und unter Berücksichtigung der Fahrzeugausrichtung sowie der Fahrtrichtung die momentane Fahrzeugposition (Längengrad und Breitengrad) berechnet.
Ortungsfehler bei der Standortbestimmung: Rückwärtsrollen bei "Klemme 15 AUS" (Zündung ausgeschaltet) oder ein Transport des Fahrzeugs verfälschen die Basis-Standortbestimmung. Die Abweichung wird von dem im Steuergerät Notrufsystem integrierten Navigationsrechner bei Empfang von GPS-Daten in beiden Fällen automatisch korrigiert.
Funktionsvoraussetzungen Daten vom Steuergerät Supplemental Restraint System
Klemme 15R EIN
Daten vom Steuergerät Supplemental Restraint System
Bei einem Unfall mit Airbag-Auslösung wird sofort ein automatischer Notruf (E-Call) abgesetzt. Dabei spielt die Schwere des erkannten Unfalls keine Rolle.
Das Steuergerät Notrufsystem erhält die Crashinformationen über eine direkte Leitung als digitales Crashsignal vom Steuergerät Supplemental Restraint System.
Zusätzlich (redundant) erhält das Steuergerät Notrufsystem die Crashinformationen, inkl. Crash-Level, über folgenden Weg:
– Fahrwerk-CAN
– Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn
– Diagnose-CAN
Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet über denselben Weg wie die Crashinformationen inkl. "Crash-Level" alle t = 500 ms ein "LIFE"-Signal ("Lebenszeichen" des Steuergeräts Supplemental Restraint System). Damit wird die Kommunikation mit dem Steuergerät Supplemental Restraint System und die ordnungsgemäße Funktion der Crasherkennung permanent vom Steuergerät Notrufsystem überwacht.
Manueller oder automatischer Notruf
Befindet sich der Fahrer in einem entlegenen Gebietin einer Notsituation, kann ein Mitarbeiter der Dienstzentrale sich mit Hilfe der vom Steuergerät Notrufsystem erhaltenen Daten (Sprachverbindung und SMS) einen Überblick über denZustand im Inneren des Fahrzeugs verschaffen und entsprechende Hilfsmaßnahmen einleiten. Ein Notruf kann manuell oder automatisch ausgelöst werden. Ziel dieser Notrufe sind folgendePunkte:
– Automatische Alarmierung der Rettungsdienste nach Unfall
– Alarmierung der Rettungskräfte auf Knopfdruck (eigene Notsituation, beobachteter Unfall)
– Verkürzen der Rettungszeiten durch schnelle Notmeldung mit Angabe des exakten Einsatzorts
Das missbräuchliche Auslösen eines manuellen oder automatischen Notrufs ist strafbar.
Bei einem manuellen oder automatischen Notruf kann die Dienstzentrale bei Bedarf Navigationsdaten zum Fahrzeug übertragen. Die Daten werden dem Navigationsmodul der Steuereinheit COMAND (mit Code (512) COMAND APS inkl. DVD-Wechsler) zur Verfügung gestellt.
Die Funktion Notruf setzt sich aus den folgenden Teilfunktionen zusammen:
Funktionsablauf Auslösen eines manuellen Notrufs
Funktionsablauf Auslösen eines automatischen Notrufs
Funktionsablauf Übertragung der Notrufdaten und Kommunikation mit der Dienstzentrale
Funktionsvoraussetzung Auslösen eines manuellen Notrufs
Kein höher priorisierter fahrzeugnaher Dienst (automatischer Notruf) ist aktiv
Funktionsablauf Auslösen eines manuellen Notrufs
Durch Betätigen der mit dem Aufdruck "SOS" versehenen Taste Notrufsystem für mindestens 2 s wird der manuelle Notruf ausgelöst. Die Taste Notrufsystem ist mit einer Sicherungsklappe abgedeckt. Durch Antippen der Sicherungsklappe wird diese entriegelt und öffnet sich mit Hilfe eines Federmechanismus selbstständig.
Das Steuergerät Notrufsystem liest die Taste Notrufsystem über eine direkte Leitung ein.
Funktionsablauf Auslösen eines automatischen Notrufs
Das Steuergerät Notrufsystem erhält vom SteuergerätSupplemental Restraint System ein Crash-Signal über eine direkteLeitung. Gleichzeitig empfängt das Steuergerät Notrufsystem das Crash-Signal (redundant) und den Crash-Level über folgenden Weg vom Steuergerät Supplemental Restraint System:
– Fahrwerk-CAN
– Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn
– Diagnose-CAN
Funktionsablauf Übertragung der Notrufdaten und Kommunikation mit der Dienstzentrale
Nach Auslösen eines manuellen oder automatischen Notrufs baut das Steuergerät Notrufsystem eine Sprachverbindung zur Dienstzentrale auf. Nach der Rückmeldung der Dienstzentrale mittels eines speziellen Tons sendet das Steuergerät Notrufsystem über das integrierte Kommunikationsmodul automatisch eine SMS mit folgenden Daten an die Dienstzentrale:
– Fahrzeugposition, Fahrtrichtung und Historie
– Fahrzeugdaten und Crash-Informationen
Bei einem manuellen oder automatischen Notruf werden andere fahrzeugnahe Dienste (z. B. MB-Info-Ruf (MB-Info-Call)) unterbrochen.
Das im Steuergerät Notrufsystem integrierte Kommunikationsmodul sendet und empfängt die Mobilfunksignale über die Kombiantenne.
Kommt bei einer Auslösung des automatischen Notrufs keine Verbindung mit der Dienstzentrale zustande, so wird automatisch eine Sprachverbindung mit einer Notrufnummer aufgebaut und die aufgeführten Daten müssen mündlich übermittelt werden.
Priorisierung
Damit nicht mehrere Dienste gleichzeitig vom Steuergerät Notrufsystem verwaltet werden müssen, besitzt es ein Prioritätenmanagement. Dieses legt fest, zu welchemZeitpunkt ein Dienst aktiviert wird und welcher Dienst eine höhere Priorität hat. Je nachdem, welcher Dienst aktiviert werden soll, gibtdas Steuergerät Notrufsystem entsprechend der Prioritätenliste Ressourcen frei. Ein angeforderter Dienst wird nicht aktiviert, wenn zu diesem Zeitpunkt ein höher priorisierter fahrzeugnaher Dienst aktiv ist.
Die höchste Priorität hat das Absetzen eines automatischen Notrufs.
Priorität Dienst
1 Automatischer Notruf
2 Manueller Notruf
3 Fahrzeugauffindung und Benachrichtung bei Diebstahlwarnung
4 Pannendienst
5 MB-Info
6 Autorisierung
7 Fahrzeug-Fernentriegelung oder Fahrzeug-Fernverriegelung
8 Übertragen von Navigationsdaten
Funktionsschema Elektrik Anzeige des Status Notrufsystem Funktion | |||
Funktionsschema Elektrik Manueller oder automatischer Notruf Funktion | |||
Funktionsschema Elektrik Sprachverbindung zwischen Fahrzeug und Dienstzentrale Funktion | |||
Funktionsschema Elektrik Standortbestimmung Funktion | |||
Übersicht Systembauteile Telematik | |||
Weitere Telematikdienste Funktion |
Referenzierte Dokumente
- gf8285p9999fl Übersicht Systembauteile Telematik
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