P42.45-2537-09
1 Bremslicht "ein"
2 spezieller CAN-Bus für den Sensor B24/15 (Dynamics-CAN)
A1 Kombiinstrument
A1e17 Kontrolleuchte ABS
A1e41 Warnleuchte ESP
A1p13 Multifunktionsanzeige
A7/7 Bremskraftverstärker BAS
A7/7b1 Membranwegsensor BAS
A7/7s1 Löseschalter BAS
A7/7y1 Magnetventil BAS
B24/15 Micromechanischer Drehratensensor-AY-Geber
N72/1s1 Schalter ESP OFF
N80 Mantelrohrmodul
N93 Steuergerät Zentrales Gateway
S11 Schalter Bremsflüssigkeitskontrolle
S12 Schalter Feststellbremskontrolle
Y3/8 Elektrische Steuereinheit (VGS)
CAN-B Control Area Network-Bus Klasse B (Innenraum)
CAN-C Control Area Network-Bus Klasse C (Motorraum)
B34 Bremsdrucksensor ESP
B37 Geber Fahrpedal
L6/1 Drehzahlgeber vorn links
L6/2 Drehzahlgeber vorn rechts
L6/3 Drehzahlgeber hinten links
L6/4 Drehzahlgeber hinten rechts
N3/10 Steuergerät ME
N10 Steuergerät SAM vorn
N10/8 Steuergerät SAM hinten
N47-5 Steuergerät ESP
N49 Lenkwinkelsensor
N51 Steuergerät AIRmatic mit ADS
N72/1 Steuergerät Oberes-Bedien-Feld
Elektronisches Stabilitäts-Programm
(Electronic-Stability-Program) (ESP) regelt:
bei Kurvenfahrt (Fahrzeug unter- oder übersteuert),
bei Geradeausfahrt (Fahrzeug weicht wegen ungleicher Straßenverhältnisse vom Kurs ab).
Um diese Regeleingriffe vornehmen zu können, ist eine gegenüber der Antriebs-Schlupf-Regelung (ASR) erweiterte Sensorik erforderlich.
Man unterscheidet allgemein:
Signale, die den Fahrerwunsch mitteilen.
Signal vom Lenkwinkelsensor
Signal vom Geber Fahrpedal
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Signale, die das tatsächliche Fahrzeugverhalten mitteilen.
Signale (Drehgeschwindigkeit und Querbeschleuigung) vom micromechanischen Drehratensensor-AY-Geber
Signal (Bremsdruck) vom Bremsdrucksensor
Signale (Raddrehzahlen) von Drehzahlgeber vorn links, Drehzahlgeber vorn rechts, Drehzahlgeber hinten links, Drehzahlgeber hinten rechts
Signale (Getriebeschaltstufen) von der elektrischen Steuereinheit (VGS)
Im Steuergerät ESP werden die Raddrehzahlen, der Lenkwinkel, die Fahrzeugdrehgeschwindigkeit, die Querbeschleunigung und der Bremsdruck der einzelnen Räder erfasst und verarbeitet.
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Das Steuergerät ESP ist über den Control Area Network-Bus Klasse C (Motorraum) mit den Steuergeräten des Motor-Getriebemanagements verbunden. Diese digitale Leitungsverbindung ermöglicht einen schnellen Datenaustausch zwischen dem Steuergerät ESP, dem Steuergerät ME und der elektrischen Steuereinheit (VGS).
Das Steuergerät ESP wird ständig mit den aktuellen Daten über Motordrehmoment, Fahrpedalstellung und Getriebeübersetzung informiert. Über einen micromechanischen Drehratensensor-AY-Geber werden die Kräfte erkannt, die das Fahrzeug um den Schwerpunkt drehen wollen.
Durch die aufgeführte Werterfassung lassen sich die Längs- und Querkräfte an den Rädern berechnen. Überschreiten diese Werte bestimmte Regelschwellen, so werden vom Steuergerät ESP die entsprechenden Regelventile angesteuert, um gezielt definierten Bremsdruck an einem oder mehreren Rädern einzuregeln.
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Die über den CAN-C an das Steuergerät ME und die elektrische Steuereinheit (VGS) übertragenen Befehle zur Momentvorgabe, bewirken eine Antriebsmomentreduzierung, zudem wird gegebenenfalls eine Rückschaltung durch die elektrische Steuereinheit (VGS) verhindert. Der gezielte und genau dosierte Eingriff vollzieht sich innerhalb weniger Sekundenbruchteile. Ein aktiver Bremseneingriff und die Antriebsmomentreduzierung vom ESP sorgen für die optimale Fahrzeugstabilität.
Dabei laufen folgende Vorgänge ab:
Anfahrassistent
Wechselt der Fahrer vom Bremspedal auf das Fahrpedal, kann das Fahrzeug ab einer gewissen Steigung bzw. ab einem gewissen Gefälle entgegen der eingelegten Gangstufe wegrollen. Ein eingebauter Neigungssensor erkennt das Überschreiten einer festgelegten Steigung bzw. eines festgelegten Gefälles. Mit Hilfe eines Boosters wird der Bremsdruck bis zur Betätigung des Fahrpedals gehalten.
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Antiblockiersystem (ABS)
Neigt z. B. ein Rad beim Bremsen zum Blockieren, so wird der Bremsdruck in dieser Radbremse geregelt. Die Regelung in der Hydraulikeinheit Traktionssystem (A7/3) erfolgt über die Regelventile durch die Regelphasen Druckaufbau, Druckhalten und Druckabbau.
Elektronisches Traktions-System (ETS)
Zum Abbremsen des durchdrehenden Rades (schlüpfriger Untergrund) wird über das Drucksystem der Hydraulikeinheit Traktionssystem Bremsdruck in den Bremssattel des durchdrehenden Rades geleitet (Druckaufbau). Dadurch kann das andere Rad wieder Antriebskraft übertragen (Sperrdifferentialwirkung).
Über Regelventile in der Hydraulikeinheit Traktionssystem wird das Bremsmoment durch Druckaufbau, Druckhalten und Druckabbau geregelt.
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Antriebs-Schlupf-Regelung (ASR)
Um ein Durchdrehen der Antriebsräder durch ein für den Untergrund zu großes Antriebsmoment zu verhindern, wird über das Steuergerät ME der Antriebsmoment reduziert. Das Steuergerät ESP erkennt diesen Umstand durch Auswertung der Radsensorsignale und teilt dieses dem Motorsteuergerät über den CAN-C mit.
Im Steuergerät ESP wird ständig geprüft, ob z. B. infolge plötzlich verbesserter Fahrbahngriffigkeit die Regelfunktionen aufgehoben werden können, um so früh wie möglich das vom Fahrer über das Fahrpedal vorgegebene Antriebsmoment wieder zuzulassen.
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Motorschleppmoment Regelung (MSR)
Tritt bei Gasrücknahme bedingt durch das Bremsmoment des Motors ein Bremsschlupf an den Antriebsrädern auf, so wird dies ebenfalls im Steuergerät ESP erkannt. Das Signal wird über den CAN-C an das Steuergerät ME gemeldet. Mit dieser Information wird durch Erhöhung des Antriebsmoments der Bremsschlupf reduziert und dadurch die Seitenführung des Fahrzeuges erhöht. Dieser Vorgang erfolgt ohne Fahrerinformation (Warnleuchte ESP (A1e41)).
Elektronisches Stabilitäts-Programm (Electronic-Stability-Program) (ESP)
Wird ein Über- oder Untersteuern erkannt, so wird über das Steuergerät ESP ein berechneter Bremseneingriff an Vorder- oder Hinterachse ausgeführt. Dieser Bremseneingriff wirkt gezielt dem ungewünschten Fahrverhalten entgegen.
Durch ein Signal über den CAN-C zum Steuergerät ME wird die bedarfsgerechte Antriebsmoment-Reduzierung durch Motormoment-Rücknahme erreicht.
Elektronische Bremskraftverteilung (EBV)
Durch Bremsen entsteht eine dynamische Schwerpunktverlagerung, der Fahrzeugschwerpunkt wandert nach vorn. Die Räder der Hinterachse werden entlastet und neigen dadurch zum Überbremsen. Durch die fehlende Seitenführung der Hinterräder würde ein instabiler Fahrzustand entstehen. Dieser Zustand wird durch die Radsensoren vom Steuergerät ESP erfasst. Das Steuergerät ESP verringert nun den Bremsdruck der Hinterräder und verhindert dadurch das Überbremsen der Hinterräder.
Elektronisches Stabilitäts Programm (ESP) Funktion | |||
ASR Antriebsmomentregelkreis Funktion | |||
Steuergerät ESP/BAS Bauteilbeschreibung | |||
Drehzahlgeber Rad Bauteilbeschreibung | |||
Lenkwinkelsensor Bauteilbeschreibung | |||
Sensor Drehgeschwindigkeit und Querbeschleunigung Bauteilbeschreibung | |||
Schalter ESP OFF Bauteilbeschreibung | |||
Hydraulikeinheit Traktionssystem Bauteilbeschreibung |
Referenzierte Dokumente
- gf4240p2100rt ASR Antriebsmomentregelkreis Funktion
- gf4245p0001rt Elektronisches Stabilitäts Programm (ESP) Funktion
- gf4245p4502rt Steuergerät ESP/BAS Bauteilbeschreibung
- gf4245p5107rt Lenkwinkelsensor Bauteilbeschreibung
- gf4245p5120rt Sensor Drehgeschwindigkeit und Querbeschleunigung Bauteilbeschreibung
- gf4245p5121rt Schalter ESP OFF Bauteilbeschreibung
- gf4245p5134rt Drehzahlgeber Rad Bauteilbeschreibung
- gf4250p4001rt Hydraulikeinheit Traktionssystem Bauteilbeschreibung