Getriebe | 715.352/360/371/381 im Typ 963 |
mit Code G5G (Mercedes PowerShift 3) | |
mit Code V2B (Actros Modellgeneration 5) | |
Getriebe | 715.352/360/371/381 im Typ 963 |
mit Code G5G (Mercedes PowerShift 3) | |
mit Code V2F (Actros S/M Fahrerhaus Modellgeneration 5) | |
Getriebe | 715.352/360/371/381 im Typ 964 |
mit Code G5G (Mercedes PowerShift 3) | |
mit Code V2J (Arocs Modellgeneration 5) | |
Getriebe | 715.352/360/371/381 im Typ 964 |
mit Code G5G (Mercedes PowerShift 3) | |
mit Code V3L (Actros BM964 Modellgeneration 5) |
Dargestellt an Fahrzeugen mit Code J6A (Classic Cockpit) |
A2 | Steuergerät Zentrales Gateway (CGW) |
A3a | Steuergerät Fahrregelung (CPC5) |
A5 | Steuergerät Getriebesteuerung (TCM) |
A7 | Steuergerät Advanced Signalerfass- und Ansteuermodul (ASAM) |
CAN 2 | Innenraum-CAN |
CAN 3 | Rahmen-CAN |
CAN 4 | Antriebs-CAN |
LIN 15 | ASAM-LIN 1 |
S23 | Multifunktionshebel rechts |
S23 s1 | Schalter Getriebestellung (D/N/R) |
S23 s2 | Schaltwippe (+/-) |
S23 s3 | Taste Fahrprogramm (M/A) |
W26.21-A005-06
Normalbetrieb
Die Schaltbefehle werden über die im Multifunktionshebel rechts integrierten Bedienelemente erfasst:
Schalter Getriebestellung (D/N/R)
Schaltwippe (+/-)
Taste Fahrprogramm (M/A)
Das Steuergerät Advanced Signalerfass- und Ansteuermodul liest die Schaltsignale über den ASAM-LIN 1 vom Multifunktionshebel rechts ein. Anschließend wertet es diese aus und übermittelt entsprechende CAN-Botschaften an das Steuergerät Getriebesteuerung.
Signalweg:
Steuergerät Advanced Signalerfass- und Ansteuermodul (ASAM)
Innenraum-CAN
Steuergerät Zentrales Gateway
Rahmen-CAN
Steuergerät Fahrregelung
Antriebs-CAN
Steuergerät Getriebesteuerung
Es können 12 Vorwärtsgänge, 4 Rückwärtsgänge und die Neutralstellung geschaltet werden.
Automatischer Betrieb
Im automatischen Betrieb wird der optimale Gang (Sollgangvorgabe) vom Steuergerät Fahrregelung bestimmt.
Die Gangwahl ist abhängig von folgenden Einflussgrößen:
Fahrgeschwindigkeit
Fahrpedalstellung (Sollmoment)
Lastzustand des Motors
Betriebspunkt des Zielgangs
Abtriebsdrehzahl des Getriebes
Betätigung der Dauerbremse
Beladungszustand des Fahrzeugs
Schaltprogramm
Geländeverlauf der Fahrbahn
Manueller Betrieb
Unterschied zum automatischen Betrieb:
Die Schaltvorgänge werden vom Fahrer eingeleitet, d. h. der Fahrer bestimmt den Schaltzeitpunkt und die Schaltrichtung.
Die Kick-down-Funktion ist nicht verfügbar.
Bedienung der Fahrfunktionen
Die Fahrfunktionen helfen dem Fahrer im täglichen Fahrbetrieb, kraftstoffsparender zu fahren. Sie erhöhen den Fahrkomfort und unterstützen ihn in schwierigen Situationen.
Auswählbare Fahrfunktionen sind:
EcoRoll-Modus: Unterstützt in bestimmten Fahrsituationen eine Kraftstoff sparende Fahrweise durch automatisches Schalten in Neutralstellung bei nicht betätigtem Fahrpedal.
Kriechmodus: für selbstständiges Anrollen beim Lösen der Betriebsbremse und Leerlaufrollen ohne Fahrpedalbetätigung.
Freischaukel-Modus: für ein Herausschaukeln des Fahrzeugs aus einer Geländevertiefung.
EcoRoll-Modus
Voraussetzung:
Funktion EcoRoll-Modus aktiviert.
Fahrgeschwindigkeit war > 35 km/h und ist > 25 km/h (Hysterese).
Fahrpedal nicht betätigt
Betriebsbremse oder Dauerbremse nicht betätigt
Fahrerassistenzsystem nicht im Regelbetrieb
Bremsassistenzsysteme nicht im Regelbetrieb
Nebenabtrieb ausgeschaltet
Zulässige Höchstgeschwindigkeit des Limiters nicht überschritten
Tempomat Geschwindigkeitstoleranz nicht überschritten
Werden die Voraussetzungen erfüllt, fordert das Steuergerät Fahrregelung über den Antriebs-CAN die Neutralstellung beim Steuergerät Getriebesteuerung an. Das Steuergerät Getriebesteuerung steuert den Getriebesteller (Y900) zum Öffnen der Kupplung an. Nach erfolgreichem Öffnen der Kupplung, eingelesen über den Wegsensor Kupplung (B503), wird der Getriebesteller zum Einlegen der Neutralstellung angesteuert. Nach Beenden des Schaltvorgangs sendet das Steuergerät Getriebesteuerung ein entsprechendes Signal über den Antriebs-CAN. Vom Steuergerät Fahrregelung wird dieses Signal empfangen.
Durch die verringerte Motordrehzahl kann in bestimmten Fahrsituationen eine etwas geringere Unterstützung durch die Servolenkung auftreten, z. B. auf leicht kurvigen Gefällstrecken. Die Betriebs- oder Verkehrssicherheit ist dadurch jedoch nicht gefährdet.
Kriechmodus
Der Kriechmodus ist nach einem Motorstart immer eingeschaltet und wird nach dem erstmaligen Anfahren aktiviert.
Der Kriechmodus wird unter folgenden Voraussetzungen deaktiviert:
Kriechmodus wird über das Steuergerät Kombiinstrument ausgeschaltet.
Fahrzeuge mit Code J6A (Classic Cockpit): Steuergerät Kombiinstrument (ICUC) (A1)
Fahrzeuge mit Code J6B (Multimedia Cockpit) oder Code J6C (Multimedia Cockpit, interactive): Steuergerät Kombiinstrument (IC) (A151)
Getriebe ist länger als 2 s in Neutralstellung.
Feststellbremse wird angezogen.
Freischaukel-Modus wird aktiviert.
Fahrerassistenzsystem schalten in Regelbetrieb.
Leerlaufdrehzahl > 700/min
Kupplungsüberlastung droht.
Zu hoher Fahrwiderstand
Zu geringe Reifenhaftung
Der Kriechmodus hat vom Verhalten her Ähnlichkeiten mit einem Wandlerautomaten. Da die Funktion über die Kupplung realisiert wird, ist die Funktion nicht verschleißfrei und das Fahrzeug im Schlupfbereich der Kupplung nicht dauerkriechfähig.
Der Kriechmodus besteht aus 2 Teilen:
In den Gängen 1 bis 6, R1 und R2, das selbsttätige Ankriechen beim Lösen der Betriebsbremse (nur bei aktivem Kriechmodus)
In den Gängen 1 bis 6, R1 und R2 das Weiterkriechen (Leerlaufrollen) bei nicht betätigtem Fahrpedal
Beim ersten Anfahren erfolgt die Anfahrdosierung über das Fahrpedal. Das System lernt sich dabei auf das vom Fahrer vorgegebene Moment ein. Nach dem ersten ”richtigen“ Fahren erfolgt die Bestimmung des Kriechmoments in Abhängigkeit der ermittelten Fahrzeugmasse und der Fahrbahnsteigung.
Stellt die Anhängererkennung fest, dass ein Anhängerbetrieb vorliegt, wird im Steuergerät Fahrregelung der Massestatus auf "nicht vertrauenswürdig" gesetzt. Daraufhin verändert das Steuergerät Getriebesteuerung das Kriechmoment. Es erfolgt wieder ein Einlernen beim ersten Anfahren.
Freischaukel-Modus
Der Freischaukel-Modus wird über die Taste Freischaukelmodus (S938) aktiviert.
Wurde der Freischaukel-Modus aktiviert, wechselt die Getriebesteuerung vom automatischen in den manuellen Betrieb.
Fahrpedalanforderungen werden direkter umgesetzt und bei nicht betätigtem Fahrpedal die Kupplung schnell geöffnet. Sobald das Fahrpedal wieder betätigt wird, wird die Kupplung schnell geschlossen. Durch wiederholtes Betätigen und Loslassen des Fahrpedals kann man das Fahrzeug in einen Schaukelzustand versetzen und somit das Fahrzeug aus einer Kuhle freischaukeln.
Steuergerät Kombiinstrument (ICUC) Bauteilbeschreibung | Typ 963, 964 mit Code J6A (Classic Cockpit) | ||
Steuergerät Zentrales Gateway (CGW) Bauteilbeschreibung | A2 | ||
Steuergerät Fahrregelung (CPC) Bauteilbeschreibung | A3a | ||
Steuergerät Getriebesteuerung (TCM) Bauteilbeschreibung | A5 | ||
Steuergerät Signalerfass- und Ansteuermodul Fahrerhaus (SCA) Bauteilbeschreibung | A7 | ||
Steuergerät Kombiinstrument (IC) Bauteilbeschreibung | Typ 963, 964 mit Code J6B (Multimedia Cockpit), Typ 963, 964 mit Code J6C (Multimedia Cockpit, interactive) | ||
Multifunktionshebel rechts Bauteilbeschreibung | S23 |
Referenzierte Dokumente
- gf2621w3002h Steuergerät Getriebesteuerung (TCM) Bauteilbeschreibung
- gf3035w4105h Steuergerät Fahrregelung (CPC) Bauteilbeschreibung
- gf5421w0007h Steuergerät Signalerfass- und Ansteuermodul Fahrerhaus (SCA) Bauteilbeschreibung
- gf5421w0009h Steuergerät Zentrales Gateway (CGW) Bauteilbeschreibung
- gf5421w6004f Steuergerät Kombiinstrument (IC) Bauteilbeschreibung
- gf5425w3001h Multifunktionshebel rechts Bauteilbeschreibung
- gf5430w6001h Steuergerät Kombiinstrument (ICUC) Bauteilbeschreibung