GF09.00-P-2000M | Aufladung Funktion | 13.3.08 |
MOTOR 275.950 im TYP 215, 220
MOTOR 275.951 im TYP 230 bis Modell-J. 08 /AEJ 07
MOTOR 275.953 im TYP 216, 221 bis Modell-J. 08 /AEJ 07
MOTOR 275.954 im TYP 230 bis Modell-J. 08 /AEJ 07
MOTOR 275.980 im TYP 215, 220
MOTOR 275.981 im TYP 230 bis Modell-J. 08 /AEJ 07
MOTOR 275.982 im TYP 216, 221 bis Modell-J. 08 /AEJ 07
MOTOR 285.950 im TYP 240
MOTOR 285.980 im TYP 240
P09.40-2063-06
5/1 Ladeluftkühler, linke Zylinderreihe
5/2 Ladeluftkühler, rechte Zylinderreihe
12 Saugrohr
110/1 Saugleitung, Luftfiltergehäuse
110/6 Ladedruckrohr
110/7 Schlauchstück mit Schlauchschellen
110/8 Y-Verbindung
121/1 Luftfilter, linke Zylinderreihe
121/2 Luftfilter, rechte Zylinderreihe
110a Abgasturbolader links
110b Abgasturbolader rechts
M16/6 Stellglied Drosselklappe
B Abgas
D Reinluft (nach Luftfilter)
E Ladeluft
Bei der Abgasturboaufladung wird die Strömungsenergie der Abgase aus jeder Zylinderreihe zum Antrieb der Abgasturbolader (110a, 110b) genutzt. Die Abgasturbolader saugen die Reinluft nach den Luftfiltern (D) an. Die verdichtete Luft (E) wird im Ladeluftkühler (5/1, 5/2) abgekühlt.
Nach den Ladeluftkühlern strömt die Ladeluft (E) vom rechten und linken Abgasturbolader gemeinsam über das Stellglied Drosselklappe (M16/6) zum Saugrohr (12).
Je Zylinderreihe ist ein kühlmittelgekühlter Abgasturbolader (Biturbo) eingebaut. Durch die direkte Anordnung am Auspuffkrümmer wird optimales Ansprechen und damit bereits bei niedrigen Drehzahlen hoher Ladedruck erreicht. Kurze Abgaswege gewährleisten ein schnelles Aufheizen und damit einen guten Wirkungsgrad der Katalysatoren.
Die Abgasturbolader erzeugen ab ca. 1500/min Ladedruck. Der maximale Ladedruck wird bei ca. 2000/min erreicht. Entsprechend der Last wird die Einspritzmenge und der Zündzeitpunkt vom Steuergerät ME (N3/10) ausgegeben.
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Der Ladedruck wird durch das Signal vom Druckgeber vor Stellglied Drosselklappe (B28/6) und die Last durch das Signal vom Druckgeber nach Stellglied Drosselklappe (B28/7) erfasst.
Eine Ladedruckregelung erfolgt für beide Abgasturbolader durch den Druckwandler Ladedruckregelung (Y31/5) und die durch Druckdosen betätigten Druckregelventile (Wastegate-Ventile) in den Turbinengehäusen.
Zusätzlich erfolgen schnelle Eingriffe und Lasteinstellungen unterhalb des Grundladedrucks über das Stellglied Drosselklappe.
Der maximale Ladedruck beträgt auf Meereshöhe:
Bei Motor 275.950/951/953/954 ca. 0,9 bar
Bei Motor 285.950 ca. 1,3 bar
Bei Motor 275.980/981/982, 285.980 (AMG) ca. 1,5 bar
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Die abgekühlte Luft nach den Ladeluftkühlern hat eine höhere Dichte. Dadurch erhöht sich die Zylinderfüllung und damit die Motorleistung. Weiterhin ist die Klopfneigung verringert. Nur bei einer Ladelufttemperatur <70 °C wird der maximale Ladedruck freigegeben. Am Saugrohr ist der Temperaturfühler Ladeluft (B17/8) angeordnet.
Bei zu hoher Ladelufttemperatur können Luftblasen im Niedertemperatur-Kühlkreislauf die Ursache dafür sein.
Beim Übergang aus Last in den Schubbetrieb öffnet an jedem Verdichtergehäuse ein Schubumluftventil. Dadurch wird der Ladedruck schnell abgebaut und Ladergeräusche verhindert.
Nach jedem Luftfilter ist im Luftfiltergehäuse ein Druckgeber nach Luftfilter, linke bzw. rechte Zylinderreihe (B28/4, B28/5) angeordnet, um den Druckabfall über die Luftfilter zu erkennen.
Zur Begrenzung der maximalen Laderdrehzahl wird das Druckverhältnis nach und vor dem Abgasturboladern (aus den Druckwerten der Druckgeber nach Luftfilter und dem Druckgeber vor Stellglied Drosselklappe (B28/6)) berechnet und durch die Ladedruckregelung kennfeldabhängig geregelt.
In Höhenlagen wird der maximale Ladedruck begrenzt.
Referenzierte Dokumente
- gf0940p3000m Ladedruckregelung Funktion
- gf0940p3002m Ansteuerung Schubumluft Funktion
- gf0941p3104m Ladeluftkühlung Funktion
- pp0761p5000m Pneumatische Pläne ME