gf0761d2003hb

Starten ME Funktion

Typ gf · Thema 07.61 · Version 0100 · 2008-11-28

Gültig für: MOTOR 271.951 im TYP 906

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.61 Benzin-Einspritz- und Zündsystem ME — Baureihe 906

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 271 951

GF07.61-D-2003HB

Starten ME Funktion

28.11.08

MOTOR 271.951 im TYP 906

Funktionsvoraussetzungen Starten allgemein

Startfreigabe Fahrberechtigungssystem Stufe 3 (FBS 3)

Wählhebelstellung "P" oder "N", mit Getriebe 722.6

Kl. 50 EIN

Starten allgemein

Folgende Teilfunktionen sind beim Starten aktiv:

Startersteuerung Funktion

Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung Funktion

Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge Funktion

Startersteuerung Funktion

Die Startersteuerung, die im Steuergerät ME (N3/29) integriert ist, übernimmt die Ansteuerung und Abschaltung des Starters (M1).

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Das Steuergerät ME steuert die Startersteuerung auf Basis folgender Sensoren und Signale:

- Temperaturfühler Kühlmittel (B11/18), Kühlmitteltemperatur

- Kurbelwellensensor (L5/12), Motordrehzahl

- Steuergerät EZS (N73), Startfreigabe über Control Area Network-Bus Klasse C (Motorraum) (CAN-C)

- Steuergerät EGS (N15/3), Fahrstufe über CAN-C, mit Getriebe 722.6

Der Funktionsablauf der Startersteuerung ist in folgende Bereiche gegliedert:

Funktionsablauf Starten

Funktionsablauf Startende, mit Getriebe 722.6

Funktionsablauf Startende, mit Getriebe 711.6

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Funktionsablauf Starten

Bei "Kl. 50 EIN" erhält das Steuergerät ME über den CAN-C das "Kl. 50-Signal" vom Steuergerät EZS.

Dieses steuert das Relais Starter Kl. 50 (K40/9k5) mit einem Massesignal an. Der Leistungskontakt des Relais Starter Kl. 50 schließt und der Magnetschalter des Starters wird an "Kl. 50" mit Spannung von "Kl. 30" versorgt.

Funktionsablauf Startende, mit Getriebe 722.6

Die Startersteuerung erfolgt vom Steuergerät ME automatisch (Tippstart). Das heißt, sobald der Startvorgang eingeleitet ist, hat das Abschalten der "Kl. 50" keinen Einfluss mehr auf den Startvorgang. Bei Erreichen der Motorstartdrehzahl von 400 bis 700/min oder einer Startzeit von ca. 5 bis 40 s (abhängig von der Kühlmitteltemperatur) unterbricht das Steuergerät ME die Masseansteuerung zum Relais Starter Kl. 50 und beendet damit den Startvorgang.

Der Startvorgang kann nur durch "Kl. 15 AUS" abgebrochen werden.

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Funktionsablauf Startende, mit Getriebe 711.6

Bei Erreichen der Motorstartdrehzahl von 400 bis 700/min oder bei Erhalten des Signals "Kl. 50 AUS" unterbricht das Steuergerät ME die Masseansteuerung zum Relais Starter Kl. 50 und beendet damit den Startvorgang.

Der Startvorgang kann auch durch "Kl. 15 AUS" abgebrochen werden.

Funktionsvoraussetzungen Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung allgemein

Kl. 87M EIN

Kl. 61 EIN

Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung Funktion

Um beim Kaltstart einen stabilen und ruhigen Motorlauf zu erreichen, wird vom Steuergerät ME das Kraftstoff-Luft-Gemisch angereichert.

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Der Funktionsablauf der Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung ist in folgende Bereiche gegliedert:

Startanreicherung Funktionsablauf

Nachstartanreicherung Funktionsablauf

Warmlaufanreicherung Funktionsablauf

Startanreicherung Funktionsablauf

Um das Starten des kalten Motors zu erleichtern, muss während des Startvorgangs mehr Kraftstoff eingespritzt werden.

Das Steuergerät ME berechnet die Einspritzzeit für die Startanreicherung mit Hilfe folgender Sensoren und Signale:

- Temperaturfühler Kühlmittel, Kühlmitteltemperatur

- Kurbelwellensensor, Motordrehzahl

- Abstellzeit des Motors

- Steuergerät EZS, Signal Kl. 50 über CAN-C

- Atmosphärendrucksensor (B18/4), für Höhenadaption

Das Steuergerät ME verlängert beim Erhalten des "Kl. 50-Signals" vom Steuergerät EZS über CAN-C die Einspritzzeit der Kraftstoff-Einspritzventile.

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Die Startanreicherung bleibt so lange aktiviert, bis eine von der Kühlmitteltemperatur abhängige Motordrehzahl überschritten wird. Je höher die Kühlmitteltemperatur, desto geringer ist die vom Steuergerät ME berechnete Einspritzzeit.

Nachstartanreicherung Funktionsablauf

Nach dem Kaltstart wird für kurze Zeit das Kraftstoff-Luft-Gemisch angereichert, damit der Motor einwandfrei durchläuft.

Der an den kalten Zylinderlaufbahnen kondensierende Kraftstoff wird durch die Nachstartanreicherung ausgeglichen.

Das Steuergerät ME berechnet die Einspritzzeit für die Nachstartanreicherung mit Hilfe folgender Sensoren und Signale:

Temperaturfühler Kühlmittel, Kühlmitteltemperatur beim Start

Anzahl der Verbrennungszyklen nach Start

Steuergerät EGS, Wählhebelstellung über CAN-C, mit Getriebe 722.6

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Der Motor erhält kennfeldabhängig eine zusätzliche Kraftstoffmenge vom Steuergerät ME zugeteilt. Das Steuergerät ME verlängert dazu die Einspritzzeit der Kraftstoff-Einspritzventile.

Warmlaufanreicherung Funktionsablauf

Nach der Start- und Nachstartanreicherung wird das Kraftstoff-Luft-Gemisch über die Warmlaufanreicherung weiterhin angereichert. Der an den noch kalten Zylinderlaufbahnen kondensierende Kraftstoff wird durch die Warmlaufanreicherung ausgeglichen.

Die Berechnung der Einspritzzeit für die Warmlaufanreicherung erfolgt vom Steuergerät ME auf Basis folgender Sensoren und Signale:

- Heißfilm-Luftmassenmesser (B2/13), Motorlast

- Temperaturfühler Kühlmittel, Kühlmitteltemperatur

- Temperaturfühler Ladeluft (B17/14)

- Kurbelwellensensor, Motordrehzahl

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Der Motor erhält kennfeldabhängig eine zusätzliche Kraftstoffmenge vom Steuergerät ME zugeteilt. Das Steuergerät ME verlängert dazu die Einspritzzeit der Kraftstoff-Einspritzventile.

Im leerlaufnahen Bereich ist die Einspritzzeit hauptsächlich von der Kühlmitteltemperatur beim Start abhängig.

Bei Teillast ist die Motorlast entscheidend. Sobald die Lambda-Regelung freigegeben wird, überwacht diese die Einspritzzeit.

Die Zündwinkel der Zündspulen werden im Warmlauf von einem eigenen Kennfeld bestimmt.

Funktionsvoraussetzungen Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge allgemein

Kl. 87M EIN

Kl. 61 EIN

Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge Funktion

Die Synchronisierung von Einspritz- und Zündfolge wird zur Ansteuerung der Zündspulen und der Kraftstoff-Einspritzventile vom Steuergerät ME verarbeitet.

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Zusätzlich ist die Synchronisierung für die Klopfregelung und die Kraftstoffabschaltung an einzelnen Zylindern erforderlich.

Das Steuergerät ME synchronisiert die Einspritz- und Zündfolge auf Basis folgender Sensoren:

- Kurbelwellensensor, Motordrehzahl und Kurbelwellenstellung

- Nockenwellensensor Einlass (B6/21), Einlass-Nockenwellenposition

- Nockenwellensensor Auslass (B6/22), Auslass-Nockenwellenposition

Beim Starten des Motors wird die Einspritzfolge entsprechend der Zündfolge aus den Spannungssignalen von Kurbelwellensensor und Nockenwellensensor Einlass bzw. Nockenwellensensor Auslass festgelegt. Dazu muss der Zünd-Oberer Totpunkt (OT) von Zylinder 1 erkannt werden.

Dies erfolgt ebenfalls durch die Auswertung der Spannungssignale von Kurbelwellensensor und Nockenwellensensor Einlass bzw. Nockenwellensensor Auslass durch das Steuergerät ME.

Fehlt das Spannungssignal vom Nockenwellensensor Einlass, wird ersatzweise das Spannungssignal vom Nockenwellensensor Auslass zur Erkennung des Zünd-OT von Zylinder 1 verwendet.

Steht überhaupt kein Spannungssignal von einem Nockenwellensensor zur Verfügung, wird nach 360° KW gezündet und eingespritzt, um so einen Notstart zu ermöglichen.

Steuergerät ME Bauteilbeschreibung

GF07.61-D-6000HB

Temperaturfühler Kühlmittel Bauteilbeschreibung

GF07.04-D-6040HB

Atmosphärendrucksensor Bauteilbeschreibung

GF07.04-D-5002HB

Heißfilm-Luftmassenmesser Bauteilbeschreibung

GF07.07-D-6000HB

Temperaturfühler Ladeluft Bauteilbeschreibung

GF07.04-D-6050HB

Positionsgeber Kurbelwelle Bauteilbeschreibung

GF07.04-D-6010HB

Nockenwellenpositionssensor Bauteilbeschreibung

GF07.04-D-6021HB

Kraftstoff-Einspritzventile Bauteilbeschreibung

GF07.03-D-6010HB

Referenzierte Dokumente