gf0716d2014hoa

Einspritzregelung CDI Funktion

Typ gf · Thema 07.16 · Version 0100 · 2013-06-18

Gültig für: MOTOR 642.992 im TYP 906.111/113/131/133/135/153/155/211/213/231/233/235/253/255/611/613/631/633/635/637/653/655/657/711/713/731/733/735

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.16 Dieseleinspritzsystem Common-Rail — Baureihe 906 (Baumuster 111, 113, 131, 133, 135, 153, 155, 211, 213, 231, 233, 235, 253, 255, 611, 613, 631, 633, 635, 637, 653, 655, 657, 711, 713, 731, 733, 735)

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 642 992

GF07.16-D-2014HOA

Einspritzregelung CDI Funktion

18.6.13

MOTOR

642.992 im TYP 906.111/113/131/133/135/153/155/211/213/231/233/235/253/255/611/613/631/633/635/637/653/655/657/711/713/731/733/735

Funktionsvoraussetzung allgemein

"Kl. 61 EIN"

Einspritzregelung Common-Rail Direct Injection (CDI) Allgemein

Die Einspritzregelung CDI hat die Aufgabe, die benötigte Einspritzmenge zum erforderlichen Zeitpunkt in den jeweiligen Zylinder einzuspritzen. Das Steuergerät CDI (N3/20) liest zur Einspritzregelung folgende Sensoren ein:

– Raildrucksensor (B4/6)

– Ladedrucksensor (B5/1)

– Temperaturfühler Kühlmittel (B11)

– Temperaturfühler Ladeluft (B17/9)

– Kurbelwellensensor (L5), für die Motordrehzahl

– Saugrohrdrucksensor (B28), für den Absolutdruck (Unterdruck) im Ansaugtrakt

– Fahrpedalmodul (B37/3), für die Stellung des Fahrpedals

– Temperaturfühler Kraftstoff (B50)

– Lambdasonde (B85/2)

– Temperaturfühler Katalysator (B19), zur Regelung der Abgasreinigung

– Temperaturfühler vor Dieselpartikelfilter (B19/12), zur Regelung der Abgasreinigung

– Temperaturfühler vor Abgasturbolader (B16/11), zur Regelung der Abgasreinigung

– Differenzdrucksensor Dieselpartikelfilter (B28/8), für den Beladungszustand des Dieselpartikelfilters (DPF)

– Heißfilm-Luftmassenmesser (B2/7), für die angesaugte Luftmasse

Dabei sind je nach Einspritzzeitpunkt folgende Funktionsabläufe zu unterscheiden:

Funktionsablauf Voreinspritzung

Funktionsablauf Haupteinspritzung

Funktionsablauf Nacheinspritzung

Funktionsablauf Voreinspritzung

Ziel der Voreinspritzung ist es, das Verbrennungsgeräusch zu reduzieren. Dies wird dadurch erreicht, dass vor der eigentlichen Haupteinspritzung bis zu 2-mal eingespritzt wird und dadurch die Verbrennung weicher abläuft.

Zusätzlich kommt es durch die Voreinspritzung zu einer Reduzierung der Particulate Matter (PM) (Partikel) im Abgas. Der Ansteuerbeginn von Injektor Zylinder 1 (Y76/1), Injektor Zylinder 2 (Y76/2), Injektor Zylinder 3 (Y76/3), Injektor Zylinder 4 (Y76/4), Injektor Zylinder 5 (Y76/5) und Injektor Zylinder 6 (Y76/6) bei der Voreinspritzung wird vom Steuergerät CDI lastfallgeregelt berechnet. Ferner werden der letzte Ansteuerbeginn der Haupteinspritzung und die von der Batterie (G1) übermittelte Bordnetzspannung berücksichtigt.

Die Voreinspritzung wird vom Steuergerät CDI nicht veranlasst, wenn einer der folgenden Zustände vorliegt:

– Der Zeitpunkt der Voreinspritzung ist überschritten

– Die berechnete Voreinspritzmenge ist zu gering

– Die erfasste Motordrehzahl ist zu hoch

– Die Haupteinspritzmenge ist zu gering

– Der Raildruck ist zu gering

– Der Motor wird abgestellt

Funktionsablauf Haupteinspritzung

Die Haupteinspritzung erfolgt im Anschluss an die Voreinspritzung. Die Haupteinspritzung ist durch den Ansteuerbeginn (Einspritzzeitpunkt) und die Ansteuerdauer (Einspritzdauer) gesteuert.

Die Haupteinspritzung für die Kraftstoffinjektoren wird vom Steuergerät CDI nicht veranlasst, wenn einer der folgenden Zustände vorliegt:

– Volllasteinspritzmengenbegrenzung ist aktiv (Motordrehzahl > 4500/min)

– Die Kraftstofftemperaturgrenze ist überschritten

– Der Raildruck ist zu gering

– Der Motor befindet sich im Schiebebetrieb

– Ein externer Eingriff in die Mengenregelung, z. B. durch das elektronische Stabilitäts-Programm (ESP®), liegt vor

– Der Motor wird abgestellt

Funktionsablauf Nacheinspritzung

Die Nacheinspritzung erfolgt im Anschluss an die Haupteinspritzung. Die Nacheinspritzung dient dazu, die Abgastemperatur zu erhöhen und den Umwandlungsprozess der Abgasbestandteile im Oxidationskatalysator zu unterstützen.

Zur DPF­Regeneration wird noch einmal eingespritzt. Dazu wird der Beladungszustand des DPF mit Hilfe des Differenzdrucksensors Dieselpartikelfilter erfasst. Durch die 2. Nacheinspritzung wird die Abgastemperatur weiter erhöht und der Regenerationsvorgang ausgelöst. Die PM im Abgas werden nachträglich verbrannt.

Die Nacheinspritzung wird vom Steuergerät CDI nicht veranlasst, wenn einer der folgenden Zustände vorliegt:

– Der Zeitpunkt der Voreinspritzung ist überschritten

– Die erfasste Motordrehzahl ist zu hoch

– Die berechnete Nacheinspritzmenge ist zu gering

– Die Haupteinspritzmenge ist zu gering

– Der Raildruck ist zu gering

– Der Motor wird abgestellt

Heißfilm-Luftmassenmesser Bauteilbeschreibung

B2/7

GF07.07-D-6000HO

Ladedrucksensor Bauteilbeschreibung

B5/1

GF07.04-D-6053HO

Hallsensor Nockenwelle Bauteilbeschreibung

B6/20

GF07.04-D-6022HO

Kühlmittel-Temperatursensor Bauteilbeschreibung

B11

GF07.04-D-6044HO

Temperatursensor vor Abgasturbolader Bauteilbeschreibung

B16/11

GF07.04-D-6031HO

Temperatursensor Ladeluft Bauteilbeschreibung

B17/9

GF07.04-D-6049HO

Temperatursensor vor Dieselpartikelfilter Bauteilbeschreibung

B19/12

GF07.04-D-6113HO

Drucksensor nach Luftfilter Bauteilbeschreibung

B28

GF07.04-D-6063HO

Differenzdrucksensor DPF Bauteilbeschreibung

B28/8

GF07.04-D-6122HO

Geber Fahrpedal Bauteilbeschreibung

B37/3

GF30.20-D-2010H

Kraftstoff-Temperatursensor Bauteilbeschreibung

B50

GF47.50-D-2011HO

Lambdasonde vor Katalysator Bauteilbeschreibung

B85/2

GF07.04-D-6103HOA

Hallsensor Kurbelwelle Bauteilbeschreibung

L5

GF07.04-D-6221HO

Steuergerät CDI Bauteilbeschreibung

N3/20

GF07.16-D-6000HOA

Kraftstoffinjektoren Bauteilbeschreibung

Y76/1, Y76/2, Y76/3, Y76/4, Y76/5, Y76/6

GF07.03-D-6120HO

Dieselpartikelfilter Bauteilbeschreibung

GF14.40-D-2010HO

Dieseloxidationskatalysator Bauteilbeschreibung

GF49.10-D-3006HOC

Referenzierte Dokumente