gf0710p1008ogs

Drehzahlregelung Funktion

Typ gf · Thema 07.10 · Version 0103 · 2016-05-24

Gültig für: Motor 642.8 im Typ 222

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.10 Elektronische Motorsteuerung/Motorregelung — Baureihe 222

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 642 8**

GF07.10-P-1008OGS

Drehzahlregelung Funktion

24.05.2016

Motor

642.8 im Typ 222

Funktionsvoraussetzungen Drehzahlregelung allgemein

Klemme 87 (Motormanagement EIN)

Motor läuft.

Drehzahlregelung allgemein

Die Drehzahlregelung stabilisiert die Leerlaufdrehzahl und begrenzt die Motordrehzahl zum Schutz des Motors und des Antriebsstrangs. Über das Signal vom Hallsensor Kurbelwelle (B70) erkennt das Steuergerät CDI (N3/9) die Motordrehzahl.

Das Steuergerät CDI liest zur Drehzahlbegrenzung Signale ein:

Hallsensor Kurbelwelle, Motordrehzahl

Kraftstoffdruck-Sensor Hochdruck (B4/6)

Steuereinheit Vollintegrierte Getriebesteuerung (Y3/8), Fahrstufe über Antriebs-CAN (CAN C)

Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (N30/4), Fahrzeuggeschwindigkeit über Fahrwerk-CAN 1 (CAN E1)

Die Motordrehzahl wird vom Steuergerät CDI durch folgende Maßnahmen geregelt:

Ansteuerung des Druckregelventils (Y74) (Kraftstoffdruckregelung)

Keine Ansteuerung der Kraftstoffinjektoren (Y76) (bei Drehzahlbegrenzung)

Anpassung der Einspritzdauer der Kraftstoffinjektoren (bei Leerlaufdrehzahlregelung)

Ansteuerung des Mengenregelventils (Y94) (Kraftstoffdruckregelung)

Die Eigenschwingung des Motors im Leerlauf wird vom Steuergerät CDI durch folgende Maßnahme geregelt:

Ansteuerung der Schaltbaren Motorlager links und rechts (Y123, Y123/1)

Drehzahlregelung Funktionsablauf

Das Regeln der Motordrehzahl ist in folgenden Punkten beschrieben:

Funktionsablauf Drehmomentwandlerschutz

Funktionsablauf Drehzahlbegrenzung

Funktionsablauf Leerlaufdrehzahlregelung

Funktionsablauf Drehmomentwandlerschutz

Um den Drehmomentwandler in Wählhebelstellung "P" oder "N" (kein Kraftschluss) vor erhöhtem statischen Innendruck zu schützen, wird die Motorhöchstdrehzahl auf ca. 3000/min begrenzt. Die Information über die aktuelle Wählhebelstellung erhält das Steuergerät CDI über den Antriebs-CAN vom Steuergerät Vollintegrierte Getriebesteuerung (Y3/8n4).

Funktionsablauf Drehzahlbegrenzung

Um den Motor im Fahrbetrieb vor den Folgen einer unzulässig hohen Motordrehzahl zu schützen, wird bei einer Geschwindigkeit > 0 km/h die Motorhöchstdrehzahl auf ca. 4500/min begrenzt.

Der Fahrbetrieb wird vom Steuergerät CDI am CAN-Signal "Fahrzeuggeschwindigkeit" erkannt, welches vom Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm über den Fahrwerk-CAN 1 gesendet wird.

Funktionsablauf Leerlaufdrehzahlregelung

Das Steuergerät CDI regelt und stabilisiert die Leerlaufdrehzahl in Abhängigkeit von Betriebsbedingungen und Motorbelastungen, wenn das Fahrpedal nicht betätigt ist.

Das Steuergerät CDI liest zur Leerlaufdrehzahlregelung zusätzlich folgende Sensoren und Signale ein:

Ladedrucksensor (B5/1), Motorlast

Kühlmitteltemperatur-Sensor (B11/4)

Temperatursensor Ladeluft (B17/8)

Steuergerät SAM (N10), Außentemperatur über Innenraum-CAN (CAN B), Steuergerät elektronisches Zündschloss (N73) und Fahrwerk-CAN 1

Steuer- und Bediengerät Klimatisierungsautomatik (N22/7), Status Klimaanlage über Innenraum-CAN, Steuergerät elektronisches Zündschloss und Fahrwerk-CAN 1

Das Steuergerät CDI regelt über das Druckregelventil den Kraftstoffdruck in den Rails und über die Ansteuerungen der Kraftstoffinjektoren die Einspritzdauer.

Die schaltbaren Motorlager verhindern im Leerlauf die Übertragung niederfrequenter Eigenschwingungen des Motors. Im Fahrbetrieb wirken sie als hydraulische Motorlager. Die Ansteuerung erfolgt vom Steuergerät CDI.

Der Kraftstoffdruck in den Rails und die Einspritzdauer der Kraftstoffinjektoren ergeben die Einspritzmenge. In Abhängigkeit von dem Atmosphärendruck und der Umgebungstemperatur kann die Leerlaufdrehzahl zeitlich begrenzt auf ca. 1600/min angehoben werden.

Das Steuergerät CDI regelt die Leerlaufdrehzahl unter folgenden Betriebsbedingungen und Motorbelastungen:

Einlegen der Fahrstufe "D" oder "R"

Zuschalten des Kältemittelkompressors (A9)

Unterspannung der Bordnetzbatterie (G1)

Einlegen der Fahrstufe "D" oder "R"

Mit Einlegen der Fahrstufe "D" oder "R" wird auf eine niedrigere Leerlaufdrehzahl geregelt, um die Kriechneigung des Fahrzeugs zu verringern. Dazu wertet das Steuergerät CDI das CAN-Signal "eingelegte Fahrstufe" vom Steuergerät vollintegrierte Getriebesteuerung aus.

Bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe beträgt die Leerlaufdrehzahl ca. 750/min.

Zuschalten des Kältemittelkompressors

Damit im Leerlauf die Motordrehzahl beim Zuschalten des Kältemittelkompressors nicht abfällt, gibt das Steuer- und Bediengerät Klimatisierungsautomatik vor dem Zuschalten ein Statussignal an das Steuergerät CDI. Das Steuergerät CDI passt daraufhin entsprechend die Leerlaufdrehzahl an.

Diagnose

Die Grundeinstellung der Leerlaufdrehzahl kann mit XENTRY Diagnostics ausgelesen und beeinflusst werden.

Unterspannung der Bordnetzbatterie

Das Steuergerät CDI erkennt über "Klemme 30" eine Unterspannung der Bordnetzbatterie und erhöht die Leerlaufdrehzahl in Verbindung mit Automatikgetriebe bei eingelegter Fahrstufe "D" oder "R" bis zum Ausschalten des Motors um ca. 100/min.

Funktionsschema Elektrik Drehzahlregelung

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Übersicht Systembauteile Common-Rail Diesel Injection (CDI)

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