W05.20-1027-79
Nockenwellensteller in Stellung "früh" |
1 | Verstellergehäuse | 11 | Kammer B | |
2 | Antriebszahnrad | 12 | Kammer A | |
3 | Impulsrad | 13 | Vorratsraum | |
4 | Rücklaufsperrventil | 14 | Buchse | |
5 | Auslassnockenwelle | 15 | Bohrung (im Rotor zu Kammer B) | |
6 | Druckfeder | 16 | Bohrung (im Rotor zu Kammer A) | |
7 | Ventilgehäuse | Pfeil X | Drehrichtung | |
8 | Rotor | Pfeil Y | Anlage | |
9 | Steuerkolben | A | Motoröl (unter Betriebsdruck, zugeführt in die Kammern B) | |
10 | Druckstößel | B | Motoröl (abgeführt aus den Kammern A) |
W05.20-1052-79
Nockenwellensteller in Stellung "früh" |
1 | Verstellergehäuse | 12 | Kammer A | |
2 | Antriebszahnrad | 17 | Verriegelungsbolzen | |
7 | Ventilgehäuse | 18 | Längsnut | |
8 | Rotor | Pfeil X | Drehrichtung | |
9 | Steuerkolben | A | Motoröl (unter Betriebsdruck, zugeführt in die Kammern B) | |
11 | Kammer B | B | Motoröl (abgeführt aus den Kammern A) |
Allgemeines
Bei Motordrehzahlen mit niedrigen Abgastemperaturen wird der Nockenwellensteller in der Stellung "früh" betrieben, um die Abgastemperaturen zu erhöhen. Dies ist die Voraussetzung zur späteren aktiven Regenerierung des Dieselpartikelfilters.
Mit Erreichen der Stellung "früh" ist der Rotor (8), und damit die Auslassnockenwelle (5), um bis zu 65° Kurbelwinkel verdreht. Das Verschieben der Auslasssteuerzeit in Richtung "früh" bewirkt, dass die Auslassventile in der Abwärtsbewegung des Kolbens im Arbeitstakt früher geöffnet werden. Dadurch wird energiereicheres (wärmeres) Abgas in Richtung Abgassystem ausgestoßen. Das frühere Schließen der Auslassventile hat wiederum zur Folge, dass das Abgas im Ausstoßtakt nicht vollständig aus dem Zylinder ausgestoßen wird. Da keine Ventilüberschneidung stattfindet, wird das restliche Abgas im Zylinder verdichtet und strömt beim Öffnen des Einlassventils in das Ladeluftgehäuse. Die dabei entstehenden Resonanzgeräusche im Ladeluftgehäuse werden mit Hilfe des Resonators gedämpft.
Funktion
Das Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) steuert den Stellmagnet Nockenwellensteller (Y635) elektrisch an, sodass der Druckstößel (10) den Steuerkolben (9) gegen die Kraft der Druckfeder (6) bis zum Anschlag an das Rücklaufsperrventil (4) schiebt. Im Vorratsraum (13) zwischen dem Steuerkolben (9) und dem Ventilgehäuse (7) befindet sich Motoröl (A) unter Betriebsdruck. Das Rücklaufsperrventil (4) verhindert ein Zurückfließen des Motoröls (A), falls der Druck im Zulauf abnimmt. Der Steuerkolben (9) gibt die Bohrungen (15) im Ventilgehäuse (7) für den Zu- und Ablauf der Kammern B (11) zulaufseitig frei, sodass das Motoröl (A) aus dem Ventilgehäuse (7) durch die Bohrungen (15) im Rotor (8) in die Kammern B (11) strömt. Gleichzeitig verschließt der Steuerkolben (9) die Bohrungen (16) im Ventilgehäuse (7) für den Zu- und Ablauf der Kammern A (12) zulaufseitig, sodass kein Motoröl (A) aus dem Ventilgehäuse (7) über die Bohrungen (16) im Rotor (8) in die Kammern A (12) strömen kann. Stattdessen gelangt das Motoröl (B) aus den Kammern A (12) durch die Bohrungen (16) im Rotor (8) und die ablaufseitig freigegebenen Bohrungen in das Ventilgehäuse (7) in den Raum vor dem Steuerkolben (9).
Durch die Längsbohrung im Steuerkolben (9) strömt das Motoröl (B) aus dem Ventilgehäuse (7) nach außen in den Rücklauf ab. Über eine Längsnut im Antriebszahnrad (2) besteht eine Verbindung zwischen einer der Kammern B (11) und der Passbohrung im Antriebszahnrad (2) zur Aufnahme des Verriegelungsbolzens (17). Das Motoröl (B) in der Längsnut (18) ist hinreichend druckbeaufschlagt, sodass der Verriegelungsbolzen (17) gegen die Kraft der Druckfeder aus der Passbohrung des Antriebszahnrads (2) herausgedrückt wird. Das Antriebszahnrad (2) ist somit nicht mehr formschlüssig mit dem Rotor (8) verbunden und der Rotor (8) kann verdreht werden.
Die Kammern B (11) nehmen ihr maximales Füllvolumen ein, sobald der Rotor (8) am Verstellergehäuse (1) zur Anlage (Pfeil Y) kommt. Die mit dem Rotor (8) fest verbundene Auslassnockenwelle (5) ist jetzt maximal Richtung "früh" verdreht.
Zusammen mit der Auslassnockenwelle (5) verdreht sich das Impulsrad (3). Mit Hilfe des Positionssensors Nockenwelle (B601) erfasst das Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) dessen veränderte Position.
Referenzierte Dokumente
- gf0520w1120md Nockenwellensteller Bauteilbeschreibung
- gf0520w2110md Stellmagnet Nockenwellensteller Bauteilbeschreibung
- gf0520w4105md Positionssensor Nockenwelle Bauteilbeschreibung
- gf0708w4110md Steuergerät Motormanagement (MCM) Bauteilbeschreibung