ap4200d4290ts

Bremsentest

Typ ap · Thema 42.00 · Version 0300 · 2019-03-06

Gültig für: Typ 907, 910

Einordnung

Funktionsgruppe 2 Fahrwerk › 42 Bremsen-Hydraulik und Mechanik › 42.00 Allgemeines — Baureihe 907 · Baureihe 910

EinPAS 21 Bremsen/Unterdruckanlage/Druckluftanlage › 21.15 Betriebsbremse/Unterdruckanlage › 21.15.5 Bremsanlage komplett — Baureihe 907 · Baureihe 910

AP42.00-D-4290TS

Bremsentest

06.03.2019

Typ

907, 910

Änderungshinweise

06.03.2019

Allradantrieb ausschalten zugefügt.

Arbeitsschritt 2

Gefahr

Lebensgefahr durch Klemmen oder Quetschen an rotierenden Teilen während der Prüfung auf dem Bremsenprüfstand

Solange das Fahrzeug im Rollensatz steht, das Fahrzeug nur im Notfall verlassen. Während der Prüfung dürfen sich keine Personen unter dem Fahrzeug oder im Einzugsbereich von rotierenden Teilen aufhalten. Im Notfall den Prüfstand über den NOT-AUS-Schalter abschalten.

AS42.00-Z-0001-01A

Allgemeine Hinweise auf Funktionsstörungen in der Bremsanlage

AH42.30-N-2007-01A

Hinweise zur Beurteilung und Auswertung von Bremsenprüfungen auf Prüfständen

AH42.00-N-0004-01S

Allgemeiner Bremsentest

1

Das Bremsverhalten der Betriebsbremse und der Feststellbremse beim Fahren prüfen.

Nur für Länder, in denen kein Bremsentest auf dem Rollenbremsprüfstand vorgeschrieben ist.

AP42.00-S-4290-01E


Sicherstellen, dass der Bremsentest beim Fahren gemäß der landesspezifischen Gesetzgebungen und Bestimmungen erfolgt.
Ansonsten kann es zu Personen-, Sach- und Umweltschäden kommen.

Bremsentest auf Rollenbremsprüfstand

2

Allradantrieb ausschalten.

Typ 907 mit Code ZG1 (Allrad, zuschaltbar) oder mit Code ZG3 (Allrad zuschaltbar mit Getriebeuntersetzung)

3

Fahrzeug mit der Vorderachse in den Rollenbremsprüfstand fahren.

000 588 05 21 00 Rollenbremsprüfstand

WS42.00-P-0006B

000 588 06 21 00 Rollenbremsprüfstand

WS42.00-N-0013B

Das Getriebe muss sich während der Prüfung in Leerlaufstellung befinden.

4

Verzögerungswerte der vorderen Betriebsbremse messen.


Zulässige Abweichung vom jeweils größeren Wert darf maximal 25 % betragen. Spätestens nach einem Viertel des Gesamtpedalwegs muss eine Bremswirkung feststellbar sein.
Ansonsten können Fehlfunktionen und Beschädigungen auftreten.

Prüfung bei laufendem Motor durchführen, damit maximaler Unterdruck vorhanden ist.
Bremspedal gleichmäßig betätigen. Maximalwerte vor dem Blockieren der Räder dokumentieren.

Wenn die Abweichungen die Grenzwerte überschreiten,

Ursache feststellen und beseitigen.

Gegen gesonderten Auftrag.

5

Fahrzeug mit der Hinterachse in den Rollenbremsprüfstand fahren.

000 588 05 21 00 Rollenbremsprüfstand

WS42.00-P-0006B

000 588 06 21 00 Rollenbremsprüfstand

WS42.00-N-0013B

Das Getriebe muss sich während der Prüfung in Leerlaufstellung befinden.

6

Verzögerungswerte der hinteren Betriebsbremse messen.


Zulässige Abweichung vom jeweils größeren Wert darf maximal 25 % betragen. Spätestens nach einem Viertel des Gesamtpedalwegs muss eine Bremswirkung feststellbar sein.
Ansonsten können Fehlfunktionen und Beschädigungen auftreten.

Prüfung bei laufendem Motor durchführen, damit maximaler Unterdruck vorhanden ist.
Bremspedal gleichmäßig betätigen. Maximalwerte vor dem Blockieren der Räder dokumentieren.

Wenn die Abweichungen die Grenzwerte überschreiten,

Ursache feststellen und beseitigen.

Gegen gesonderten Auftrag.

7.1

Verzögerungswerte der mechanischen Feststellbremse messen.

Ohne Code B25 (Feststellbremse elektrisch)

Beim Betätigen der Feststellbremse muss nach 3 bis 4 Rasten eine Bremswirkung feststellbar sein.
Feststellbremse gleichmäßig betätigen. Maximalwerte vor dem Blockieren der Räder dokumentieren.
Bei Fahrzeugen mit einer zulässigen Gesamtmasse  3,5 t darf die Abweichung maximal 50 %, bezogen auf den jeweils höheren Wert, betragen.
Bei Fahrzeugen mit einer zulässigen Gesamtmasse > 3,5 t darf die Abweichung maximal 30 %, bezogen auf den jeweils höheren Wert, betragen.

Wenn die Abweichungen die Grenzwerte überschreiten,

Ursache feststellen und beseitigen.

Gegen gesonderten Auftrag.

7.2

Verzögerungswerte der elektrischen Feststellbremse messen.

Mit Code B25 (Feststellbremse elektrisch)


Vor dem Betätigen der elektrischen Feststellbremse die Räder der Hinterachse mindestens 10 s lang vom Rollenbremsprüfstand antreiben lassen.
Hierdurch kann das Anlegen der Bremsbacken verlangsamt erfolgen. Ansonsten kann es zu Beschädigungen kommen.

Hierzu den Schalter der elektrischen Feststellbremse einmal betätigen und gedrückt halten. Maximalwerte vor dem Blockieren der Räder dokumentieren.
Bei Fahrzeugen mit einer zulässigen Gesamtmasse  3,5 t darf die Abweichung maximal 50 %, bezogen auf den jeweils höheren Wert, betragen.
Bei Fahrzeugen mit einer zulässigen Gesamtmasse > 3,5 t darf die Abweichung maximal 30 %, bezogen auf den jeweils höheren Wert, betragen.

Wenn die Abweichungen die Grenzwerte überschreiten,

Ursache feststellen und beseitigen.

Gegen gesonderten Auftrag.

8

Fahrzeug aus dem Rollenbremsprüfstand fahren.

9

Verzögerungswerte der Betriebsbremse und der Feststellbremse ins Wartungsblatt eintragen.

Referenzierte Dokumente