Der Anteil an höher-, höchstfesten und warm umgeformten Stahlblechen liegt in der Rohbaustruktur der neuen B-Klasse bei ca. 72 %.
Folgende Maßnahmen lassen eine sehr gute Anpassung der Bauteile an die lokalen Beanspruchungen zu:
Mehrteilige Ausführungen der Strukturabschnitte bzw. Lastpfade
Einsatz von unterschiedlichen Materialgüten und -dicken
Außerdem wurde zur stabilen Verbindung der Blechteile vermehrt hochfester Kleber eingesetzt. Dies erhöht zusätzlich die Steifigkeit und verbessert das akustische und schwingungstechnische Verhalten der Karosserie. Mit diesem ganzheitlichen Ansatz stellt die Rohbaustruktur einen modernen Stahlleichtbau dar. Weitere Maßnahmen wie der Einsatz von Dünnblech-Schweißbolzen für Materialdicken unter 0,7 mm, lasergeschweißte Durchzüge und kaltfließgepresste Achsanbindungskonsolen tragen zusätzlich zur Gewichtsoptimierung bei.
Um eine hohe Qualität sicherzustellen, wurde durch geeignete Flanschgestaltung an den Verbindungsstellen der Blechteile ein Toleranzausgleich geschaffen, der ein spannungsarmes Fügen ermöglicht. Der Toleranzausgleich gewährleistet ebenfalls die Einhaltung der Funktionsmaße. Alle eingesetzten Bleche der lackierten Karosserie sind verzinkt, bei der Fügetechnik wurde auf Metall-Aktivgasschweißen (MAG) verzichtet.
Die Plattform ist modular zur fertigungsgerechten Darstellung von Plattformvarianten gestaltet.