gf5421d3003tsa

Schnittstelle CAN PSM Funktion

Typ gf · Thema 54.21 · Version 0102 · 2019-11-12

Gültig für: Typ 907, 910 mit Code ED5 (Parametrierbares Sondermodul)

Einordnung

Funktionsgruppe 2 Fahrwerk › 54 Elektrische Anlage, Ausrüstung und Instrumente › 54.21 Steuergeräte / Module — Baureihe 907 · Baureihe 910

GF54.21-D-3003TSA

Schnittstelle CAN PSM Funktion

12.11.2019

Typ

907, 910

mit Code ED5 (Parametrierbares Sondermodul)

Definitionen:
Internationale Organisation für Normung = ISO
CAN in Automation = CiA
Flottenmanagementsystem = FMS

Control Area Network (CAN)

Am Steuergerät Parametrierbares Sondermodul (PSM) (N26/15) sind drei CAN-Bus-Schnittstellen belegt:

Innenraum-CAN (CAN B)

Peripheriegeräte-CAN (CAN AE), erfüllt den Standard CiA 447-3 (Zusatzgeräte für Kfz).

Aufbauhersteller-CAN (CAN ABH), erfüllt den Standard FMS v1.0 und ISO11992-2/3.

Über die diskreten Eingänge und Ausgänge ist ein Datenaustausch möglich. Die Daten, die über CAN abgefragt werden können, sind in der "K-Matrix" in den Dokumenten "CAN-Matrix PSM Funktion" aufgeführt.

CiA ist die Anwender- und Herstellervereinigung für CAN. Die Mitglieder von CiA haben den Standard CiA 447 geschaffen. Ziel dieses Standards ist die herstellerunabhängige Vereinheitlichung der elektronischen Schnittstellen für Sonderausstattungen im Fahrzeug.

Spezifikation:

"Highspeed CAN Class C", "Extended CAN-Identifier" (29 Bit)

Baudrate: 125 kBit/s

Signalformat: Intel ("Least significant bit first" = "LSB")

Spannung nominal: 5 V

Transceiver: "TJA1043"

Abschlusswiderstand Steuergerät PSM: 60 Ω

Alle CAN-Inhalte können per Codierung getrennt und unabhängig voneinander aktiviert werden.

Codierung zur Freigabe des Aufbauhersteller-CAN

Folgende Parameter müssen bei der Verwendung des Aufbauhersteller-CAN gesetzt werden:

Aktivierung des Aufbauhersteller-CAN

Botschaftspakete FMS, ISO oder HYBRID

Baudrate 125, 250 oder 500 kBit/s

Aktivierung von frei belegbaren Botschaften (nur ISO, HYBRID)

Eingang:

Mithilfe des internen Eingangs "ABH_INPUT_COMM_ENABLE" lässt sich das Senden und Empfangen von CAN-Signalen auf dem Aufbauhersteller-CAN dynamisch an- und ausschalten.

Wenn dauerhaft CAN-Signale gesendet oder empfangen werden sollen, ist dies möglich, indem z. B folgende Signal-IDs mit dem Eingang "ABH_INPUT_COMM_ENABLE" verknüpft werden:

#1044 (Status "Innenraum-CAN-Bus"): PSM sendet und empfängt CAN-Signale auf dem Aufbauhersteller-CAN, sobald der Innenraum-CAN-Bus aktiv ist.

#1219 (Status der Klemme 15): PSM sendet und empfängt CAN-Signale auf dem Aufbauhersteller-CAN, sobald Klemme 15 aktiv ist.

Flottenmanagementsystem

Das Flottenmanagementsystem beinhaltet nur vom Steuergerät PSM zu sendende Botschaften. Inhalte sind z. B. folgende Informationen:

Geschwindigkeit

Motorwerte

Fahrerinformationen

Um das Flottenmanagementsystem nutzen zu können, muss beim Aufbauhersteller-CAN eine Baudrate von 250 kBit/s eingestellt werden.

ISO11992-2/3

Diese Norm beinhaltet Sende- und Empfangsbotschaften. Die Sendebotschaften enthalten ähnliche Informationen wie beim Flottenmanagementsystem, ergänzt um einige Motorinformationen. Die vom Steuergerät PSM empfangenen Signale werden im Signalpool abgelegt und können z. B. bei der Arbeitsdrehzahlregelung verwendet werden.

Frei belegbare Botschaften

Die frei belegbaren Botschaften erfolgen wie folgt:

In Senderichtung: 4 Botschaften ("GPM_1H", "GPM_1I", "GPM_1J", "GPM_1K")

In Empfangsrichtung: 4 Botschaften ("GPM_2H", "GPM_2I", "GPM_2J", "GPM_2K")

Um Signale auf dem Aufbauhersteller-CAN zu senden, müssen die entsprechenden Eingänge des Moduls "Aufbauhersteller-CAN-Bus" mit passenden Signalen aus dem Signalpool belegt werden. Die Empfangssignale werden zur weiteren Verwendung im Signalpool abgelegt. Die Signale werden bezeichnet mit "AuxBit", "AuxByte" usw.

Details hierzu sind in den Dokumenten "Signallisten PSM Funktion" aufgeführt.

Zur Aktivierung der frei belegbaren Botschaften muss zusätzlich das Botschaftspaket ISO11992-2/3 aktiviert werden. Sonst werden die Sendebotschaften des Steuergeräts PSM ("GPM_1H", "GPM_1I", "GPM_1J" und "GPM_1K") nicht gesendet.

Aufbau der Botschaften:

8 Bitsignale

2 Bytesignale

2 2-Bytesignale

Zykluszeiten der gesendeten Botschaften:

2-mal mit 100 ms

1-mal mit 500 ms

1-mal mit 1000 ms

Die weiteren Inhalte sind in der "CAN-Matrix" in den Dokumenten "CAN-Matrix PSM Funktion" aufgeführt.

Codierung zur Freigabe des Peripheriegeräte-CAN

Folgende Parameter müssen bei der Verwendung des Peripheriegeräte-CAN gesetzt werden:

Peripheriegeräte-CAN aktiv oder inaktiv, erfüllt den Standard CiA 447-3.

Baudrate 125 kBit/s.

Übersicht Systembauteile Parametrierbares Sondermodul (PSM)

GF54.21-D-9998TSA

Referenzierte Dokumente