gf4245p2000vs

ESP Bremsmomentregelkreis Funktion

Typ gf · Thema 42.45 · Version 0100 · 2007-08-01

Gültig für: TYP 220.08 /18 mit CODE (472) Electronic-Stability-Program (ESP)

Einordnung

Funktionsgruppe 2 Fahrwerk › 42 Bremsen-Hydraulik und Mechanik › 42.45 Electronic Stability Program (ESP), Stabilitätsregelung (SR) — Baureihe 220 (Baumuster 08*, 18*)

GF42.45-P-2000VS

ESP Bremsmomentregelkreis Funktion

27.2.02

TYP 220.08 /18 mit CODE (472) Electronic-Stability-Program (ESP)

CAN B

CAN C

Steuergerät
ESP (N47-5)

Hydraulikeinheit
ESP (A7/3)

Magnetventile

(A7/3y5 bis A7/3y15)

Hochdruck-/Rück-

förderpumpe (A7/3m1)

Steuergerät Einspritz- und Zündanlage (ME)

Steuergerät EGS (N15/3)

Spannung Klemme 30, 31, 87

Drehzahlgeber vorn links (L6/1)

Drehzahlgeber vorn rechts (L6/2)

Drehzahlgeber hinten links (L6/3)

Drehzahlgeber hinten rechts (L6/4)

Schalter Feststellbremskontrolle (S12)

Relais Hochdruck-/
Rückförderpumpe (K40/6kF )

Prüfkupplung für Diagnose (X11/4)

Bremslichtschalter (S9/1)

Schalter ESP OFF (S76/6)

Kombi-Instrument (A1)

Warnleuchte ESP (A1e41)

Kontrolleuchte ABS (A1e17)

Multifunktionsanzeige (A1p13)

Steuergerät Oberes-Bedien-Feld (N72/1)

Steuergerät

SAM links (N10/6)

Steuergerät EZS (N73)

Mantelrohr-modul

(N80)

Lenkwinkel-sensor

(N49)

Bei Motor 112, 113:

Drehgeschwindigkeitssensor (N64)

Bremsdrucksensor ESP (B34)

Bei Motor 112, 113:

Querbeschleunigungssensor (B24/2)

Bremskraftverstärker BAS (A7/7)

Magnetventil BAS (A7/7y1)

Löseschalter BAS (A7/7s1)

Membranwegsensor BAS (A7/7b1)

Steuergerät

SAM Fond (N10/8)

Bei Motor 137, 613:

Sensor für Drehgeschwindigkeit und Querbeschleunigung (B24/15)

Mit den Bauteilen der Elektrik/Elektronik werden die entsprechenden Funktionen des Bremssmomentregelkreises gesteuert.

Die Spannungsversorgung Klemme 30 des Steuergerätes ESP (N47-5) erfolgt über das Sicherungs- und Relaismodul links (K40/6); Kemme 87 über den Sicherungs- und Relaiskasten rechts (F1/1).

Das Steuergerät ESP (N47-5) erhält Eingangssignale von folgenden Bauteilen:

4 Raddrehzahlgeber

Lenkwinkelsensor über CAN-Datenleitung

Querbeschleunigungssensor

Drehgeschwindigkeitssensor

Bremsdrucksensor ESP

Bremslichtschalter

Schalter Feststellbremse über CAN-Datenleitung

Steuergerät ME über CAN-Datenleitung

Steuergerät EGS über CAN-Datenleitung

Schalter ESP OFF über CAN-Datenleitung

Löseschalter BAS

Membranwegsensor BAS

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Die Eingangssignale werden im Steuergerät ESP zu Ausgangssignalen für folgende Bauteile verarbeitet:

Magnetventil BAS

Magnetventile in der Hydraulikeinheit

Hochdruck-/Rückförderpumpe (über Relais)

Steuergerät ME über CAN-Datenleitung

Steuergerät EGS über CAN-Datenleitung

Warnleuchte ESP über CAN-Datenleitung

Kontrolleuchte ABS über CAN-Datenleitung

Multifunktionsanzeige über CAN-Datenleitung

Bremslichter über SAM Fond

Das Steuergerät ESP (N47-5) entscheidet aufgrund der Eingangssignale, welche der 8 Betriebsarten

Normalbetrieb

ABS-Regelbetrieb

ASR/ETS-Regelbetrieb (4MATIC)

MSR-Regelbetrieb (siehe Antriebsmomentregelkreis)

ESP-Regelbetrieb

ESP-Aus-Betrieb

BAS-Betrieb

DTR-Regelbetrieb

geschaltet werden muß.

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Normalbetrieb

In diesem Fall liegt kein Fahrzustand vor der einen Regelbetrieb erfordert. Sämtliche Magnetventile in der Hydraulikeinheit ESP (A7/3) sind in Grundstellung, also stromlos geschaltet. Das System ist bremsbereit.

Diese Betriebsart besteht auch wenn eine Störung bei ESP, BAS, ETS oder ABS vorliegt. Die Antriebsmomentregelung ist nicht aktiviert.

ABS-Regelbetrieb

Aus den Raddrehzahlsignalen erkennt das Steuergerät ESP (N47-5), daß die Kriterien für eine ABS-Regelung vorliegen und es werden die entsprechenden Magnetventile in der Hydraulikeinheit angesteuert.

Die Magnetventile für die Vorder- und Hinterachse in der Hydraulikeinheit ESP (A7/3) werden einzeln angesteuert (4-Kanal-Regelung).

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ASR/ETS-Regelbetrieb (4MATIC)

Im Steuergerät ESP (N47-5) werden die Drehzahlen aller Räder erfaßt und verarbeitet.

Erkennt das Steuergerät ESP (N47-5) aus den Drehzahlsignalen, daß ein oder mehrere Antriebsräder zum Durchdrehen neigen, beginnt der ETS-Regelbetrieb.

Beim ASR/ETS-Regelbetrieb sind 2 Regelbereiche zu unterscheiden:

A Regelung an der Hinterachse
Dreht ein Hinterrrad durch, wird es über die zugehörige Radbremse abgebremst bis der berechnete Antriebsschlupf erreicht ist. Dadurch kann das andere Rad ein um das Bremsmoment höheres Antriebsmoment übertragen. Ebenso erhöht sich das Antriebsmoment an den Vorderrädern, entsprechend der Momentenverteilung im Verteilergetriebe (Sperrdifferentialwirkung).

Am zweiten Hinterrad wird ab einer Fahrgeschwindigkeit von 10 km/h zunehmend Druck aufgebaut, wobei bei 40 km/h das Druckniveau des durchdrehenden Hinterrades erreicht wird.

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Dem Durchdrehen des zweiten Hinterrades und dem möglichen Ausbrechen des Fahrzeuges wird damit weitgehend vorgebeugt. Dreht auch das zweite Hinterrad durch, so wird dieses bis zu einer Geschwindigkeit von 10 km/h analog dem ersten Hinterrad geregelt. Bei v > 10 km/h wird der niedrigere der beiden Bremsdrücke an den höheren angeglichen (synchroner Druckaufbau), um Gierbewegungen durch unterschiedliche Antriebsmomente an der Hinterachse zu vermeiden.
Der ETS-Regelbetrieb an der Hinterachse wird bei erfüllten Zuschaltbedingungen im Geschwindigkeitsbereich von 0 - 80 km/h zugelassen.
Bleiben bei einem Beschleunigungsvorgang die Zuschaltbedingungen über die 80 km/h - Schwelle hinweg erhalten, so ist der ETS-Regelbetrieb bis 130 km/h wirksam.
Zum Abbremsen der durchdrehenden Räder wird über die Hydraulikeinheit Bremsflüssigkeitsdruck in die jeweiligen Bremssättel geleitet (Druckaufbau). Über Magnetventile in der Hydraulikeinheit ESP wird das Bremsmoment durch Druckaufbau, Druckhalten und Druckabbau geregelt.

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B Regelung an der Vorderachse

Dreht ein Vorderrad durch, so wird es solange abgebremst, bis der berechnete Antriebsschlupf erreicht ist.
Dreht auch das zweite Vorderrad durch, wird dieses analog zum ersten Vorderrad abgebremst, jedoch nur wenn an der Hinterachse nicht oder maximal ein Rad geregelt wird. Der ETS-Regelbetrieb an der Vorderachse wird bei erfüllten Zuschaltbedingungen im Geschwindigkeitsbereich von 0 - 40 km/h zugelassen.

Bleiben bei einem Beschleunigungsvorgang die Zuschaltbedingungen über die 40 km/h - Schwelle hinweg erhalten, so ist der ETS-Regelbetrieb bis 80 km/h wirksam.
Zum Abbremsen der durchdrehenden Räder wird über die Hydraulikeinheit Bremsflüssigkeitsdruck in die jeweiligen Bremssättel geleitet (Druckaufbau).
Über Magnetventile in der Hydraulikeinheit ESP wird das Bremsmoment durch Druckaufbau, Druckhalten und Druckabbau geregelt.

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ESP-Regelbetrieb

Im Steuergerät ESP (N47-5) werden die Signale der Raddrehzahlen, dem Lenkwinkel, der Drehgeschwindigkeit des Fahrzeuges, der Querbeschleunigung sowie dem Bremsdruck des Vorderachskreises von einem Fahrzustandsregler erfaßt und verarbeitet. Nach Auswertung der Eingangssignale werden Magnetventil BAS (A7/7y1), Ansaug-Magnetventile, Umschaltventile, Hochdruck-/ Rückförderpumpe (A7/3m1) sowie die erforderlichen Magnetventile angesteuert, um den Bremsdruck in den einzelnen Radbremsen einzuregeln.

ESP-Ausbetrieb (ESP OFF)

Bei Betätigung des Schalters ESP OFF (S76/6) wird die ASR-Antriebsmomentregelung abgeschaltet und zusätzlich die ESP-Stabilitätsfunktion beim Beschleunigen und im Freirollfall aufgehoben. Beim Bremsen bleibt die ESP-Stabilitätsfunktion weiterhin erhalten. Die MSR-Regelung wird abgeschaltet.

In dieser Schalterstellung erfolgt über den Bremsmomentregelkreis bis 40 km/h bei einem durchdrehenden Antriebsrad ein Bremseneingriff. Sind weiterhin Zuschaltbedingungen vorhanden, so bleibt der Bremseneingriff bis max. 60 km/h erhalten. Jedoch wird das Bremsmoment kontinuierlich zurückgenommen.

BAS-Betrieb

Aus der Pedalgeschwindigkeit des Bremspedals erkennt das Steuergerät ESP (N47-5), daß eine Notfallbremsung vorliegt und leitet den BAS-Betrieb ein (siehe BAS Funktion).

Distronic-Regelbetrieb

Vom Steuergerät Distronic (DTR) werden dem Steuergerät ESP die Signale für eine ART-Regelung gesendet. Dort werden die Anforderungen priorisiert und an das Motorsteuergerät weitergeleitet und ggf. ein Bremseneingriff durch Ansteuerung des Magnetventils BAS durchgeführt.

Die Getriebe- Anzeige- und Warnfunktion der DTR wird direkt an die entsprechenden Empfänger weitergeleitet.

ABS Regelbetrieb Funktion

GF42.45-P-3000B

ASR/ETS Regelbetrieb Funktion

GF42.35-P-3500V

ESP Regelbetrieb Funktion

GF42.45-P-3700B

Brake Assist (BAS) Funktion

GF42.31-P-0001A

Distronic (DTR) Funktion

Motor 112, 113, 137, 613, 628 bis 30.06.00

GF30.30-P-0002K

Motor 112, 113, 137, 613, 628 ab 01.07.00

GF30.30-P-0002KA

Referenzierte Dokumente