GF20.40-W-2002A | Elektromagnetische Viskosekupplung Bauteilbeschreibung | 20.3.07 |
MOTOR 541.9 im TYP 930, 932, 933, 934 mit CODE (MZ3) Elektromagnetische Viskosekupplung für Lüfter
MOTOR 542.9 im TYP 930, 932, 934 mit CODE (MZ3) Elektromagnetische Viskosekupplung für Lüfter
W20.40-1110-72
Anordnung
Dargestellt am Motor 541.9 ohne Code (ML3) Lüfterhochtrieb mit Riemenantrieb
15 Elektromagnetische Viskosekupplung
Fahrzeuge ohne Code (ML3) Lüfterhochtrieb mit Riemenantrieb:
Die elektromagnetische Viskosekupplung (15) ist über einen Zwischenflansch auf dem vorderen Schwingungsdämpfer der Kurbelwelle angeschraubt.
Fahrzeuge mit Code (ML3) Lüfterhochtrieb mit Riemenantrieb:
Die elektromagnetische Viskosekupplung (15) ist an der Riemenscheibe Lüfterantrieb angeschraubt.
Aufgabe
Die elektromagnetische Viskosekupplung (15) stellt die Verbindung zwischen Motor und Lüfterrad her. Die stufenlose Zuschaltung ist abhängig vom Kühlleistungsbedarf des Motors. Damit wird eine konstante Betriebstemperatur des Motors unter allen Betriebsbedingungen gewährleistet.
Eine defekte elektromagnetische Viskosekupplung kann im Reparaturfall nicht in Stand gesetzt werden.
W20.40-1104-76
Aufbau
1 Ventilring
2 Deckel (Vorratsraum)
3 Ölrückführkanal
4 Deckel
5 Kupplungsscheibe
6 Dichtung
7 Ölzulaufbohrung
8 Gehäuse
9 Sensorring
10 Flansch
11 Elektrische Leitung
B122 Drehzahlsensor Lüfterkupplung
Y170 Magnetventil Lüfter
Durch den Flansch (10) werden die Kupplungswelle und die fest mit der Kupplungswelle verbundenen Teile, wie der Ventilring (1) und die Kupplungsscheibe (5), angetrieben. Diese Teile drehen sich immer mit der aktuellen Antriebsdrehzahl und werden als Primärseite der elektromagnetischen Viskosekupplung bezeichnet.
Die Sekundärseite besteht unter anderem aus dem Deckel (4) und dem Gehäuse (8), auf dem das Lüfterrad angeschraubt ist. Die Sekundärseite ist von der Primärseite durch das Hauptlager getrennt. Bei ausgeschalteter elektromagnetischer Viskosekupplung ist das Lüfterrad schwer drehbar.
W20.40-1107-81
11 Elektrische Leitung
12 Drehmomentstütze
Der Drehzahlsensor Lüfterkupplung (B122) ist am Magnetventil Lüfter (Y170) befestigt. Das Magnetventil Lüfter (Y170) ist drehbar auf der Kupplungswelle gelagert, wird aber von der Drehmomentstütze (12) am Mitdrehen gehindert.
Der Drehzahlsensor Lüfterkupplung (B122) ist fest mit dem Magnetventil Lüfter (Y170) verbunden und kann im Reparaturfall nicht ausgewechselt werden.
Die Drehmomentstütze (12) ist am Gehäuse der Kühlmittelpumpe angeschraubt. Entlang der Drehmomentstütze (12) ist die elektrische Leitung (11) verlegt, die über einen Mehrfachstecker mit dem Steuergerät Motorregelung (MR) (A6) verbunden ist.
Funktion
Die Kraftübertragung zwischen der Primärseite und der Sekundärseite erfolgt durch die Scherung des Silikonöls im Arbeitsraum. Als Scherung wird die Verdrängung des Silikonöls zwischen den Antriebslamellen der Kupplungsscheibe (5) und den Abtriebslamellen des Gehäuses (8) bzw. des Deckels (4) bezeichnet. Der Zustrom des Silikonöls vom Vorratsraum in den Arbeitsraum erfolgt über den durch die Rotation entstehenden Fliehkraftdruck und den einstellbaren Ventilring (1). Der Ventilring (1) befindet sich auf der Kupplungswelle, die durch das Magnetventil Lüfter (Y170) verstellt werden kann.
Die Verstellung erfolgt durch die Ansteuerung des Magnetventils Lüfter (Y170) mit einem pulsweitenmodulierten Signal (PWM-Signal), hierbei wird ein größeres Stellsignal durch einen längeren "Ein"-Impuls bzw. ein kleineres Stellsignal durch einen kürzeren "Ein"-Impuls erzeugt.
Bei Anforderung einer höheren Drehmomentübertragung zwischen der Primär- und der Sekundärseite, das bedeutet bei einem erhöhten Kühlleistungsbedarf, wird das Magnetventil Lüfter (Y170) vom Steuergerät Motorregelung (MR) (A6) mit einem kleineren Stellsignal beaufschlagt.
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Das Magnetfeld am Magnetventil Lüfter (Y170) wird veringert und die Kupplungswelle mit dem Ventilring (1) wird durch eine Feder nach oben gedrückt. Dadurch vergrößert sich die Ölzulaufbohrung (7) und erhöht die einfließende Silikonölmenge in den Arbeitsraum. Das übertragene Drehmoment zwischen Primär- und Sekundärseite vergrößert sich und die Lüfterraddrehzahl steigt.
Bei Anforderung einer geringeren Drehmomentübertragung zwischen der Primär- und der Sekundärseite, das bedeutet bei einem veringerten Kühlleistungsbedarf, wird das Magnetventil Lüfter (Y170) vom Steuergerät Motorregelung (MR) (A6) mit einem größeren Stellsignal beaufschlagt. Das Magnetfeld am Magnetventil Lüfter (Y170) wird vergrößert und die Kupplungswelle mit dem Ventilring (1) wird nun entgegen der Federkraft der Feder nach unten gedrückt. Dadurch verkleinert sich die Ölzulaufbohrung (7) und reduziert die einfließende Silikonölmenge in den Arbeitsraum. Die Scherung zwischen Primär- und Sekundärseite veringert sich und die Lüfterraddrehzahl wird reduziert.
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Der Rückstrom des Silikonöls in den Vorratsraum erfolgt durch den Ölrückführkanal (3).