gf0900p2000mcd

Aufladung Funktion

Typ gf · Thema 09.00 · Version 0101 · 2007-08-22

Gültig für: MOTOR 660.9 im TYP 451.3 /4

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 09 Luftansaugung, Aufladung › 09.00 Allgemeines — Baureihe 451 (Baumuster 3**, 4**) · Baureihe 660 (Baumuster 9**)

GF09.00-P-2000MCD

Aufladung Funktion

22.8.07

MOTOR 660.9 im TYP 451.3 /4

Aufladung Funktion

P09.00-2090-06

1 Abgasturbolader

2 Ladeluftkühler

3 Abgasrückführsteller mit Mischluftgehäuse

4 Ladeluftverteilerrohr

B5/1 Geber Ladedruck

B17/8 Temperaturfühler Ladeluft

M44 Lüftermotor Ladeluft

A angesaugte Frischluft

B heiße Ladeluft

C gekühlte Ladeluft

Allgemein

Durch die Aufladung wird der Zylinderfüllungsgrad verbessert. Damit erhöhen sich das Drehmoment und die Leistung des Motors.

Bei der Aufladung wird die Strömungsenergie der Abgase zum Antrieb des Abgasturboladers genutzt.

Der Abgasturbolader saugt Frischluft am Verdichtereintritt an und führt diese über den Verdichteraustritt und das Ladeluftrohr zum Ladeluftkühler.

Durch die hohe Drehzahl des Verdichterrades und dem daraus resultierenden hohen Volumenstrom wird die Luft im Ladeluftrohr verdichtet. Der Ladeluftkühler kühlt anschließend die durch die Verdichtung erwärmte Ladeluft ab und leitet sie zum Mischluftgehäuse weiter. Vom Mischluftgehäuse aus wird die Ladeluft dann dem Ladeluftverteilerrohr und damit den einzelnen Einlasskanälen zugeführt.

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Der Ladedruck wird vom Geber Ladedruck und die Lufttemperatur vom Temperaturfühler Ladeluft erfasst und in Form von Spannungssignalen zum Steuergerät CDI (N3/9) geleitet.

Bei zu hoher Ladelufttemperatur sendet das Steuergerät CDI ein Anforderungssignal an das Steuergerät SAM (N10/10), welches daraufhin den Lüftermotor Ladeluft (M44) bestromt. Die Funktion des Ladeluftkühlers wird durch den Lüftermotor Ladeluft zusätzlich unterstützt.

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Ladedruckregelung

Die Ladedruckregelung erfolgt pneumatisch durch Überdrucksteuerung. Der Abgasstrom für den Antrieb des Turbinenrades wird zur Ladedruckregelung durch eine Ladedruckregelklappe (Bypassklappe) über einen Bypass umgeleitet. Die Druckdose ist hierfür über einen Schlauch direkt mit dem Gehäuse des Verdichterrades verbunden. Der aktuelle Ladedruck wirkt so ständig auf eine Membran in der Druckdose, die wiederum mit der Regelstange verbunden ist.

Je nach Motorlast wird so über die Druckdose und die Regelstange der Abgasstrom über die Bypassklappe und den Bypasskanal am Turbinenrad vorbeigeleitet.

Je mehr Abgase vorbeigeleitet werden, umso weniger wird das Turbinenrad angetrieben. Dadurch wird der Ladedruck begrenzt und der jeweiligen Motorlast angepasst.

Die Beschleunigung des Turbinenrades erfordert eine Mindestmenge an Abgasen, die erst ab einer Motordrehzahl von ca. 1800/min zur Verfügung stehen. Unterhalb dieser Drehzahl bleibt der Abgasturbolader wirkungslos.

Abgasturbolader Bauteilbeschreibung

GF09.40-P-4010MCD

Heißfilm-Luftmassenmesser Bauteilbeschreibung

B2/5

GF07.07-P-6000MCC

Geber Ladedruck Bauteilbeschreibung

B5/1

GF07.04-P-6051MCD

Temperaturfühler Ladeluft Bauteilbeschreibung

B17/8

GF07.04-P-6050MCC

Lüftermotor Ladeluft Bauteilbeschreibung

M44

GF09.41-P-5001MCC

Steuergerät CDI Bauteilbeschreibung

N3/9

GF07.16-P-6000MCC

Referenzierte Dokumente