P09.00-2090-06
1 Abgasturbolader
2 Ladeluftkühler
3 Abgasrückführsteller mit Mischluftgehäuse
4 Ladeluftverteilerrohr
B5/1 Geber Ladedruck
B17/8 Temperaturfühler Ladeluft
M44 Lüftermotor Ladeluft
A angesaugte Frischluft
B heiße Ladeluft
C gekühlte Ladeluft
Allgemein
Durch die Aufladung wird der Zylinderfüllungsgrad verbessert. Damit erhöhen sich das Drehmoment und die Leistung des Motors.
Bei der Aufladung wird die Strömungsenergie der Abgase zum Antrieb des Abgasturboladers genutzt.
Der Abgasturbolader saugt Frischluft am Verdichtereintritt an und führt diese über den Verdichteraustritt und das Ladeluftrohr zum Ladeluftkühler.
Durch die hohe Drehzahl des Verdichterrades und dem daraus resultierenden hohen Volumenstrom wird die Luft im Ladeluftrohr verdichtet. Der Ladeluftkühler kühlt anschließend die durch die Verdichtung erwärmte Ladeluft ab und leitet sie zum Mischluftgehäuse weiter. Vom Mischluftgehäuse aus wird die Ladeluft dann dem Ladeluftverteilerrohr und damit den einzelnen Einlasskanälen zugeführt.
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Der Ladedruck wird vom Geber Ladedruck und die Lufttemperatur vom Temperaturfühler Ladeluft erfasst und in Form von Spannungssignalen zum Steuergerät CDI (N3/9) geleitet.
Bei zu hoher Ladelufttemperatur sendet das Steuergerät CDI ein Anforderungssignal an das Steuergerät SAM (N10/10), welches daraufhin den Lüftermotor Ladeluft (M44) bestromt. Die Funktion des Ladeluftkühlers wird durch den Lüftermotor Ladeluft zusätzlich unterstützt.
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Ladedruckregelung
Die Ladedruckregelung erfolgt pneumatisch durch Überdrucksteuerung. Der Abgasstrom für den Antrieb des Turbinenrades wird zur Ladedruckregelung durch eine Ladedruckregelklappe (Bypassklappe) über einen Bypass umgeleitet. Die Druckdose ist hierfür über einen Schlauch direkt mit dem Gehäuse des Verdichterrades verbunden. Der aktuelle Ladedruck wirkt so ständig auf eine Membran in der Druckdose, die wiederum mit der Regelstange verbunden ist.
Je nach Motorlast wird so über die Druckdose und die Regelstange der Abgasstrom über die Bypassklappe und den Bypasskanal am Turbinenrad vorbeigeleitet.
Je mehr Abgase vorbeigeleitet werden, umso weniger wird das Turbinenrad angetrieben. Dadurch wird der Ladedruck begrenzt und der jeweiligen Motorlast angepasst.
Die Beschleunigung des Turbinenrades erfordert eine Mindestmenge an Abgasen, die erst ab einer Motordrehzahl von ca. 1800/min zur Verfügung stehen. Unterhalb dieser Drehzahl bleibt der Abgasturbolader wirkungslos.
Referenzierte Dokumente
- gf0704p6050mcc Temperaturfühler Ladeluft Bauteilbeschreibung
- gf0704p6051mcd Geber Ladedruck Bauteilbeschreibung
- gf0707p6000mcc Heißfilm-Luftmassenmesser Bauteilbeschreibung
- gf0716p6000mcc Steuergerät CDI Bauteilbeschreibung
- gf0940p4010mcd Abgasturbolader Bauteilbeschreibung
- gf0941p5001mcc Lüftermotor Ladeluft Bauteilbeschreibung