gf0761p2004cy

Diagnose-Fehlerspeicher ME Funktion

Typ gf · Thema 07.61 · Version 0101 · 2008-03-20

Gültig für: MOTOR 272.911 im TYP 204.0 bis Modell-J. 08 /AEJ 07 MOTOR 272.921 im TYP 204.0 /2 bis Modell-J. 08 /AEJ 07 MOTOR 272.947 im TYP 204.0 /2 bis Modell-J. 08 /AEJ 07 MOTOR 272.948 im TYP 204.0 bis Modell-J. 08 /AEJ 07 MOTOR 272.961 im TYP 204.0 /2 bis Modell-J. 08 /AEJ 07 MOTOR 272.971 im TYP 204.0 bis Modell-J. 08 /AEJ 07

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.61 Benzin-Einspritz- und Zündsystem ME — Baureihe 204 (Baumuster 0**, 2**)

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 272 911, 272 921, 272 947, 272 948, 272 961, 272 971

GF07.61-P-2004CY

Diagnose-Fehlerspeicher ME Funktion

20.3.08

MOTOR 272.911 im TYP 204.0 bis Modell-J. 08 /AEJ 07

MOTOR 272.921 im TYP 204.0 /2 bis Modell-J. 08 /AEJ 07

MOTOR 272.947 im TYP 204.0 /2 bis Modell-J. 08 /AEJ 07

MOTOR 272.948 im TYP 204.0 bis Modell-J. 08 /AEJ 07

MOTOR 272.961 im TYP 204.0 /2 bis Modell-J. 08 /AEJ 07

MOTOR 272.971 im TYP 204.0 bis Modell-J. 08 /AEJ 07

Das Steuergerät ME (N3/10) überprüft seine Ein- und Ausgangssignale auf Plausibilität. Dabei erkennt und unterscheidet es folgende Fehler:


Fehler ständig vorhanden

Wackelkontaktfehler (nur bei Kühlmittel-Temperatursensor (B11/4) und Fahrpedalsensor (B37))

Folgende Bauteile und Systeme werden überwacht:

Lambdasonden links und rechts vor und nach Katalysator
(G3/3, G3/4, G3/5, G3/6)

Katalysatorfunktion

Katalysatoraufheizung

Lufteinblasung

Laufruheregelung (Verbrennungsaussetzer)

Kraftstoffsystem

Steuergeräte, die über das CAN-Datenbussystem vernetzt sind

Fahrzyklus (driving cycle)

Nicht permanent überwachte Systeme werden erst beim Durchfahren eines Fahrzyklus überprüft.

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Ein Fahrzyklus für eine Prüfung besteht aus:

Motorstart (Kaltstart)

Stadt-Zyklus

Außerstädtischer-Zyklus

Abstellen des Motors

Da die erforderlichen Betriebsbedingungen nicht immer gegeben sind, werden auch nicht alle Prüfungen bei einer Fahrt absolviert.

Fehlererkennung

Folgende Fehler und Fehlerzustände werden erkannt:

Signale über oder unter Grenzwert
(Leitungsunterbrechung, Kurzschluss, defekter Sensor)

Häufigkeit des Fehlers

Unlogische Kombination von Signalen

Wirkungsketten mit Fehlern

Fehlermeldungen aller über das CAN-Datenbussystem übermittelnden Steuergeräte

Fehlerzustände vom Generator (G2)

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Kontrollleuchte Motordiagnose (A1e58)

Tritt ein abgasrelevanter Fehler in zwei aufeinander folgenden Fahrzyklen auf, leuchtet die Kontrollleuchte Motordiagnose im Kombiinstrument (A1).

Bei einem KAT-schädigenden Fehler blinkt die Kontrollleuchte.

Die Kontrollleuchte erlischt nach 3 fehlerfreien aufeinander folgenden Fahrzyklen.

Fehlerspeicherung

Erkannte Fehler werden mit ihren Fehlerumgebungsdaten im Fehlerspeicher abgelegt. Bestätigt sich der Fehler im folgenden Fahrzyklus nicht, wird er gelöscht. Abgasrelevante Fehler werden immer eingetragen, da sie eine hohe Priorität haben.

Nach 40 fehlerfreien Fahrzyklen wird ein gespeicherter abgasrelevanter Fehler und nach 80 fehlerfreien Fahrzyklen wird ein gespeicherter KAT-schädigender Fehler aus dem Fehlerspeicher gelöscht.

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Fehlerspeicher auslesen

Das Steuergerät ME ist über den Fahrwerk-CAN (CAN E) und den Diagnose-CAN (CAN D) mit der Diagnosekupplung (X11/4) verbunden. Die abgespeicherten Fehler können mit dem DAS oder einem Standard-Auslesegerät (generic scan tool) bei "Zündung EIN" oder bei laufendem Motor über die Diagnosekupplung (SAE-Norm ISO 9141-2) ausgelesen und gelöscht werden.

Der Fehlerspeicher wird mit dem Abklemmen der Bordnetzbatterie (G1) nicht gelöscht.

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Fehlerumgebungsdaten (Betriebsbedingungen)

Bei Erkennung eines Fehlers werden folgende Daten gespeichert:

Fehlercode

Fahrzeuggeschwindigkeit

Motordrehzahl

Kühlmitteltemperatur

Luftmasse

Motorlastzustand

Drosselklappenwinkel

Zündwinkel

Geschalteter Gang (bei Automatikgetriebe 722.9)

Adaptionswert der Gemischbildung

Zustand Lambda-Regelung (freigegeben, nicht freigegeben, gesperrt bei Kraftstoffabschaltung, gesperrt bei Fehlererkennung, ohne Korrektur der Lambdasonden links und rechts nach Katalysator (G3/5, G3/6))

Umweltbedingungen (z. B. Tankfüllstand, Fahrstrecke bei Fehlereintrag, Zählerstände für Fehlerhäufigkeit, Regenerierung oder Lufteinblasung aktiv)

Generatorspannung

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Wirkungsketten sind vom Steuergerät ME ausgelöste Prüfungsabläufe, z. B. für Lufteinblasung und Regenerierung.

Folgefehler

Ist ein fehlerhaftes Signal erkannt und der entsprechende Fehlercode gespeichert, werden sämtliche Prüfungen abgebrochen, bei denen dieses Signal als Vergleichsgröße benötigt wird. Dadurch wird das Speichern von Folgefehlern verhindert.

Bereitschaftscode (readiness code)

Über diesen Code wird erkannt, dass Prüfungen zur Fehlererkennung ablaufen und das System somit aktiv ist.

Der Code wird gesetzt, wenn folgende Prüfungen erfolgt sind (Prüfungsergebnis unbedeutend):

Katalysatorwirkung

Regenerierung

Lufteinblasung

Lambdasondensignal und -heizung vor Katalysator

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Notlauf

Bei Fehlererkennung werden für den Notlauf Ersatzwerte gebildet und die Kontrollleuchte Motordiagnose leuchtet.

Nachlauf Steuergerät ME

Nach dem Löschen von Fehlern muss der Rechnernachlauf nach dem Ausschalten der Zündung abgewartet werden.

Die Dauer ist applizierbar (programmierbar) und beträgt ca. 5 s.

Funktionsschema Elektrik Diagnose Motorsteuerung

PE07.61-P-2753-99FAA

Steuergerät ME Bauteilbeschreibung

N3/10

GF07.61-P-6000CY

Kontrollleuchte Motordiagnose Bauteilbeschreibung

A1e58

GF54.30-P-5010CY

Referenzierte Dokumente