gf0716w2022h

Arbeitsdrehzahlregelung Funktion

Typ gf · Thema 07.16 · Version 0102 · 2019-05-03

Gültig für: Motor 470.9 im Typ 963 mit Code V2A (Actros Modellgeneration 1) außer Code V2B (Actros Modellgeneration 5) außer Code V2F (Actros S/M Fahrerhaus Modellgeneration 5) Motor 470.9 im Typ 963 mit Code V2E (Antos Modellgeneration 1) außer Code V2B (Actros Modellgeneration 5) außer Code V2F (Actros S/M Fahrerhaus Modellgeneration 5) Motor 470.9 im Typ 964 mit Code V2I (Arocs Modellgeneration 1) außer Code V2J (Arocs Modellgeneration 5) außer Code V3L (Actros BM964 Modellgeneration 5) Motor 470.9 im Typ 9

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.16 Dieseleinspritzsystem Common-Rail — Baureihe 470 (Baumuster 9**) · Baureihe 471 (Baumuster 9**) · Baureihe 963 · Baureihe 964

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 473 9**

GF07.16-W-2022H

Arbeitsdrehzahlregelung Funktion

03.05.2019

Motor

470.9 im Typ 963

mit Code V2A (Actros Modellgeneration 1)

außer Code V2B (Actros Modellgeneration 5)

außer Code V2F (Actros S/M Fahrerhaus Modellgeneration 5)

Motor

470.9 im Typ 963

mit Code V2E (Antos Modellgeneration 1)

außer Code V2B (Actros Modellgeneration 5)

außer Code V2F (Actros S/M Fahrerhaus Modellgeneration 5)

Motor

470.9 im Typ 964

mit Code V2I (Arocs Modellgeneration 1)

außer Code V2J (Arocs Modellgeneration 5)

außer Code V3L (Actros BM964 Modellgeneration 5)

Motor

470.9 im Typ 964

mit Code V3K (Actros BM964 Modellgeneration 1)

außer Code V2J (Arocs Modellgeneration 5)

außer Code V3L (Actros BM964 Modellgeneration 5)

Motor

471.9 im Typ 963

mit Code V2A (Actros Modellgeneration 1)

außer Code V2B (Actros Modellgeneration 5)

außer Code V2F (Actros S/M Fahrerhaus Modellgeneration 5)

Motor

471.9 im Typ 963

mit Code V2E (Antos Modellgeneration 1)

außer Code V2B (Actros Modellgeneration 5)

außer Code V2F (Actros S/M Fahrerhaus Modellgeneration 5)

Motor

471.9 im Typ 964

mit Code V2I (Arocs Modellgeneration 1)

außer Code V2J (Arocs Modellgeneration 5)

außer Code V3L (Actros BM964 Modellgeneration 5)

Motor

471.9 im Typ 964

mit Code V3K (Actros BM964 Modellgeneration 1)

außer Code V2J (Arocs Modellgeneration 5)

außer Code V3L (Actros BM964 Modellgeneration 5)

Motor

473.9 im Typ 963

mit Code V2A (Actros Modellgeneration 1)

außer Code V2B (Actros Modellgeneration 5)

außer Code V2F (Actros S/M Fahrerhaus Modellgeneration 5)

Motor

473.9 im Typ 963

mit Code V2E (Antos Modellgeneration 1)

außer Code V2B (Actros Modellgeneration 5)

außer Code V2F (Actros S/M Fahrerhaus Modellgeneration 5)

Motor

473.9 im Typ 964

mit Code V2I (Arocs Modellgeneration 1)

außer Code V2J (Arocs Modellgeneration 5)

außer Code V3L (Actros BM964 Modellgeneration 5)

Motor

473.9 im Typ 964

mit Code V3K (Actros BM964 Modellgeneration 1)

außer Code V2J (Arocs Modellgeneration 5)

außer Code V3L (Actros BM964 Modellgeneration 5)

Arbeitsdrehzahlregelung Funktion

W07.16-1059-79

Dargestellt Motor 471.9, Code (M5Z) Motorausführung Euro VI

A4

Steuergerät Motormanagement (MCM)

B617

Temperatursensor Ladeluft im Ladeluftverteiler

Y610

Kraftstoffinjektor Zylinder 3

B600

Positionssensor Kurbelwelle

B621

Differenzdrucksensor Abgasrückführung (AGR)

Y611

Kraftstoffinjektor Zylinder 4

B601

Positionssensor Nockenwelle

B622

Drucksensor Rail

Y612

Kraftstoffinjektor Zylinder 5

B602

Temperatursensor Kraftstoff

B638

Drucksensor Kraftstofffiltermodul

Y613

Kraftstoffinjektor Zylinder 6

B606

Temperatursensor Kühlmittel Auslass

CAN 4

Antriebs-CAN

Y621

Abgasrückführsteller

B608

Druck- und Temperatursensor Ladeluft im Ladeluftrohr

Y608

Kraftstoffinjektor Zylinder 1

Y642

Mengenregelventil

B611

Temperatursensor nach Luftfilter (nur bei Code (M5Z) Motorausführung Euro VI)

Y609

Kraftstoffinjektor Zylinder 2

Allgemeines

Die elektronische Arbeitsdrehzahlregelung erfolgt, sobald ein Nebenabtrieb eingeschaltet wird. Dazu können, je nach Fahrzeugausstattung, bis zu drei Nebenabtriebe unterschiedlich parametriert werden. Das bedeutet, für jeden Nebenabtrieb können unterschiedliche Regelvorgaben gemacht werden. Je nach Einsatzgebiet des Fahrzeugs und je nachdem wie die Parameter für die Nebenabtriebsfunktionen im Steuergerät Signalerfass- und Ansteuermodul Fahrerhaus (SCA) (A7) oder im Steuergerät Parametrierbares Sondermodul (PSM) (A22) gesetzt werden.

Neben einer Vielzahl weiterer Parameter lassen sich so z. B. Eingangsvoraussetzungen wie "Feststellbremse angezogen" oder "Getriebe in Neutralstellung" oder der Drehzahlbereich (min. Motordrehzahl, max. Motordrehzahl) sowie eine Momentenbegrenzung einstellen.

Darüber hinaus ist es möglich, die Arbeitsdrehzahl während dem Betrieb eines Nebenabtriebs über das Fahrpedal oder die Tasten am Multifunktionslenkrad individuell auf eine Arbeitsdrehzahl zwischen 550/min und 750/min einzustellen. Oder über den Schalter Leerlaufdrehzahl (S900) auf einen parametrierten Wert anzuheben.

Regelung der Arbeitsdrehzahl

Mit dem Einschalten eines Nebenabtriebs werden dessen Parameter für die Arbeitsdrehzahlregelung vom Steuergerät Signalerfass- und Ansteuermodul Fahrerhaus (SCA) (A7) und vom Steuergerät Parametrierbares Sondermodul (PSM) (A22) über das CAN-Datenbus-System an das Steuergerät Fahrregelung (CPC) (A3) gesendet.

Das Steuergerät Fahrregelung (CPC) (A3) leitet die Parameter über den Antriebs-CAN (CAN 4) an das Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) weiter. Es berücksichtigt zunächst nur die im Steuergerät Parametrierbares Sondermodul (PSM) (A22) gesetzten Parameter, da diese die im Steuergerät Signalerfass- und Ansteuermodul Fahrerhaus (SCA) (A7) gesetzten Parameter überblenden.

D. h.: Bei Fahrzeugen mit Code (E3Y) PSM, Aufbau- und Anhänger-CAN, ISO 11992 und bei Fahrzeugen mit Code (E3Z) PSM, Aufbau-CAN, ISO 11898 statt 11992 werden ausschließlich die Parameter im Steuergerät Parametrierbares Sondermodul (PSM) (A22) berücksichtigt, unabhängig davon, welche Parameter im Steuergerät Signalerfass- und Ansteuermodul Fahrerhaus (SCA) (A7) gesetzt sind.

Mit Erhalt der entsprechenden Informationen und unter Berücksichtigung des momentanen Betriebszustands des Motors berechnet das Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) den erforderlichen Ansteuerungsbeginn der Kraftstoffinjektoren sowie die notwendige Ansteuerungsdauer (Einspritzmenge). Es veranlasst, dass der Kraftstoff durch entsprechende Ansteuerung des Mengenregelventils (Y642) und der Kraftstoffinjektoren

Zylinder 1 bis 6 (Y608 bis Y613) zum richtigen Zeitpunkt und in der richtigen Menge in den jeweiligen Brennraum eingespritzt wird.

Die Arbeitsdrehzahl wird erst eingeregelt, wenn der entsprechende Nebenabtrieb vollständig eingelegt ist.

Verändern der Arbeitsdrehzahl

Je nach Fahrzeugausstattung und Parametrierung der Nebenabtriebsfunktionen ist es möglich, die Arbeitsdrehzahl während dem Betrieb eines Nebenabtriebs über das Fahrpedal oder die Tasten am Multifunktionslenkrad individuell auf eine Arbeitsdrehzahl zwischen 550/min und 750/min einzustellen. Oder über den Schalter Leerlaufdrehzahl (S900) auf einen parametrierten Wert anzuheben, sofern dabei die max. Arbeitsdrehzahl nicht über- und die min. Arbeitsdrehzahl nicht unterschritten werden.

Verändern der Arbeitsdrehzahl mit dem

Fahrpedal

Wird das Fahrpedal betätigt und somit die Stellung des Fahrpedalsensors (B44) verändert, dann ändert das Steuergerät Fahrregelung (CPC) (A3) die Regelvorgabe für die Arbeitsdrehzahl. Es sendet diese über den Antriebs-CAN (CAN 4) an das Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4). Dabei berücksichtigt es die vorgegebenen Parameter vom Steuergerät Signalerfass- und Ansteuermodul Fahrerhaus (SCA) (A7) oder vom Steuergerät Parametrierbares Sondermodul (PSM) (A22), je nach Fahrzeugausstattung, sowie die momentane Istdrehzahl.

Das Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) erhöht die Arbeitsdrehzahl durch entsprechende Steuerung der Einspritzmenge auf den gewünschten Wert, und hält diese konstant.

Verändern der Arbeitsdrehzahl über das Multifunktionslenkrad

Mithilfe der Tasten am Multifunktionslenkrad lässt sich die Arbeitsdrehzahl schrittweise in 20er-Schritten verändern. Die Tasten am Multifunktionslenkrad sind über einen LIN-Bus mit dem Steuergerät Modulares Schalterfeld (MSF) (A43) verbunden, welches die Eingaben über den Innenraum-CAN (CAN 2) an das Steuergerät Zentrales Gateway (CGW) (A2) sendet. Dieses wiederum leitet sie über den Rahmen-CAN (CAN 3) an das Steuergerät Fahrregelung (CPC) (A3) weiter. Das Steuergerät Fahrregelung (CPC) (A3) vergleicht die gewünschte Arbeitsdrehzahl mit der momentanen, der max. erlaubten sowie der min. erlaubten Arbeitsdrehzahl (vorausgesetzt diese wurden parametriert). Es passt die Regelvorgabe an und sendet diese an das Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4).

Das Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) verändert die Arbeitsdrehzahl durch entsprechende Steuerung der Einspritzmenge auf den gewünschten Wert, und hält diese konstant.

Verändern der Arbeitsdrehzahl mit dem Schalter Leerlaufdrehzahl (S900)

Eine gesonderte Aufgabe zur Regelung der Arbeitsdrehzahl übernimmt der Schalter Leerlaufdrehzahl (S900).

Mit ihm lässt sich die Drehzahlkonstanthaltung einschalten, d. h. das Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) regelt eine eigens dafür parametrierte Motordrehzahl ein und hält diese, unabhängig von der Belastung, konstant.

Ermittlung der Motordrehzahl und des Kurbelwellenwinkels Funktion

GF07.00-W-3001H

Ermittlung des Kompressionstaktes am 1. Zylinder Funktion

GF07.00-W-3002H

Ermittlung der Kraftstofftemperatur Funktion

GF07.04-W-3001H

Ermittlung der Luftmasse Funktion

GF07.07-W-3001H

Ermittlung der Kühlmitteltemperatur Funktion

GF07.16-W-4012H

Kraftstoffversorgung Funktion

Motor 470.9, 471.9 ab 032691, 473.9

GF47.00-W-0002HC

Motor 471.9 bis 032690

GF47.00-W-0002H

Abgasrückführung Funktion

GF14.20-W-3000H

Abgasnachbehandlung Funktion

Fahrzeuge mit Code M5Z (Motorausführung Euro VI)

GF14.40-W-0002H

Fahrzeuge mit Code M5R (Motorausführung EEV) oder Code M5Y (Motorausführung Euro V)

GF14.40-W-0002HA

Referenzierte Dokumente