gf0716w0003hf

Motormanagement Funktion

Typ gf · Thema 07.16 · Version 0100 · 2019-10-29

Gültig für: Motor 470.9, 471.9, 473.9 im Typ 963 mit Code V2B (Actros Modellgeneration 5) Motor 470.9, 471.9, 473.9 im Typ 963 mit Code V2F (Actros S/M Fahrerhaus Modellgeneration 5) Motor 470.9, 471.9, 473.9 im Typ 964 mit Code V2J (Arocs Modellgeneration 5) Motor 470.9, 471.9, 473.9 im Typ 964 mit Code V3L (Actros BM964 Modellgeneration 5)

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.16 Dieseleinspritzsystem Common-Rail — Baureihe 470 (Baumuster 9**) · Baureihe 471 (Baumuster 9**) · Baureihe 963 · Baureihe 964

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 473 9**

GF07.16-W-0003HF

Motormanagement Funktion

29.10.2019

Motor

470.9, 471.9, 473.9 im Typ 963

mit Code V2B (Actros Modellgeneration 5)

Motor

470.9, 471.9, 473.9 im Typ 963

mit Code V2F (Actros S/M Fahrerhaus Modellgeneration 5)

Motor

470.9, 471.9, 473.9 im Typ 964

mit Code V2J (Arocs Modellgeneration 5)

Motor

470.9, 471.9, 473.9 im Typ 964

mit Code V3L (Actros BM964 Modellgeneration 5)

Mit dem Begriff Motormanagement werden alle Vorgänge bezeichnet, die notwendig sind, um einen ökonomischen und ökologischen Motorbetrieb zu gewährleisten.

Die notwendigen Berechnungen für das Motormanagement erfolgen im Steuergerät Motormanagement.

Zusammen mit dem Steuergerät Abgasnachbehandlung (ACM 3.0) (A60a) sorgt es dafür, dass der Motor unter allen Betriebsbedingungen möglichst verbrauchs-, schadstoff- und geräuscharm läuft.

Zusätzlich zur Regelung des Dieseleinspritzsystems übernimmt das Motormanagement die Regelung der Abgasrückführung (AGR) und des Ladedrucks sowie die Steuerung der Motorbremse.

Je nach Fahrzeugausstattung kommen weitere Regelungen, wie die der Lüfter- oder der Kühlmittelpumpendrehzahl, hinzu.

Auf Anforderung des Steuergeräts Abgasnachbehandlung übernimmt das Steuergerät Motormanagement die Steuerung des Kühlmittelstroms zu den AdBlue® Komponenten oder die aktive Regeneration des Dieselpartikelfilters (DPF).

Motormanagement Funktion

W07.16-1151-79

Eingangssignale, dargestellt am Motor 471.9 mit Euro-VI-Norm

A4

Steuergerät Motormanagement (MCM)

B608

Druck- und Temperatursensor Ladeluft im Ladeluftrohr

B626

Drucksensor Kraftstoff (Eingang) (Fahrzeuge mit Euro-VI-Norm)

B600

Positionssensor Kurbelwelle

B610

Drehzahlsensor Turbinenrad (Fahrzeuge mit Euro-VI-Norm)

B638

Drucksensor Kraftstofffiltermodul

B601

Positionssensor Nockenwelle

B611

Temperatursensor nach Luftfilter (Fahrzeuge mit Euro-VI-Norm)

B640

Drehzahlsensor Kühlmittelpumpe (Fahrzeuge mit Code M7T (Kühlmittelpumpe, geregelt))

B602

Temperatursensor Kraftstoff

B617

Temperatursensor Ladeluft im Ladeluftverteiler

CAN 4

Antriebs-CAN

B604

Öldrucksensor

B621

Differenzdrucksensor Abgasrückführung (AGR)

S600

Taste Motorstart und Motorstopp

B606

Temperatursensor Kühlmittel Auslass

B622

Drucksensor Rail

Y616 b1

Drehzahlsensor Lüfter

B607

Temperatursensor Kühlmittel Einlass

B625

Drucksensor Kraftstoff (Ausgang) (Fahrzeuge mit Euro-VI-Norm)

Y621

Abgasrückführsteller

Der Betriebszustand des Motors wird grundsätzlich aus den Eingangssignalen folgender Sensoren ermittelt:

Atmosphärendrucksensor (im Steuergerät Motormanagement)

Positionssensor Kurbelwelle

Positionssensor Nockenwelle

Temperatursensor Kraftstoff

Öldrucksensor

Temperatursensor Kühlmittel Auslass

Temperatursensor Kühlmittel Einlass

Druck- und Temperatursensor Ladeluft im Ladeluftrohr

Temperatursensor Ladeluft im Ladeluftverteiler

Differenzdrucksensor Abgasrückführung

Drucksensor Rail

Drucksensor Kraftstofffiltermodul

Drehzahlsensor Lüfter

Drucksensor Kraftstoff (Ausgang)

Drucksensor Kraftstoff (Eingang)

Bei Fahrzeugen mit Code M7T (Kühlmittelpumpe, geregelt) wird über den Drehzahlsensor Kühlmittelpumpe zusätzlich die Kühlmittelpumpendrehzahl überwacht.

Die Drehmomentanforderung wird vom Steuergerät Fahrregelung (CPC5) (A3a) u. a. aus der Stellung des Fahrpedals berechnet. Das Signal gelangt über den Antriebs­CAN zum Steuergerät Motormanagement, das seinerseits das derzeitige Istmoment und das mögliche Maximalmoment an das Steuergerät Fahrregelung sendet.

Über den Antriebs­CAN werden zudem Informationen mit dem Steuergerät Abgasnachbehandlung, dem Steuergerät Getriebesteuerung (TCM) (A5) und dem Steuergerät Retardersteuerung (RCM) (A11) ausgetauscht.

Motormanagement Funktion

W07.16-A017-79

Ausgangssignale, dargestellt am Motor 471.9 mit Euro-VI-Norm

A4

Steuergerät Motormanagement (MCM)

Y612

Kraftstoffinjektor Zylinder 5

Y627

Magnetventil Kühlmittel AdBlue® Heizung

CAN 4

Antriebs-CAN

Y613

Kraftstoffinjektor Zylinder 6

Y628

Dosierventil Kraftstoff (Fahrzeuge mit Euro-VI-Norm)

Y608

Kraftstoffinjektor Zylinder 1

Y616

Magnetventil Lüfterkupplung

Y629

Absperrventil Kraftstoff (Fahrzeuge mit Euro-VI-Norm)

Y609

Kraftstoffinjektor Zylinder 2

Y621

Abgasrückführsteller

Y636

Ladedrucksteller

Y610

Kraftstoffinjektor Zylinder 3

Y624

Magnetventil Motorbremse, Stufe 1

Y642

Mengenregelventil

Y611

Kraftstoffinjektor Zylinder 4

Y625

Magnetventil Motorbremse, Stufe 2

Y644

Magnetventil Wasserpumpe geschaltet (Fahrzeuge mit Code M7T (Kühlmittelpumpe, geregelt))

Zur Regelung des Dieseleinspritzsystems steuert das Steuergerät Motormanagement entsprechend dem Betriebszustand des Motors und der Drehmomentanforderung vom Steuergerät Fahrregelung folgende Stellglieder an:

Kraftstoffinjektor Zylinder 1

Kraftstoffinjektor Zylinder 2

Kraftstoffinjektor Zylinder 3

Kraftstoffinjektor Zylinder 4

Kraftstoffinjektor Zylinder 5

Kraftstoffinjektor Zylinder 6

Mengenregelventil

Zur Regelung der Abgasrückführung (AGR) und des Ladedrucks übernimmt es die Ansteuerung folgender Bauteile:

Abgasrückführsteller

Ladedrucksteller

Zum Aktivieren der Motorbremse steuert das Steuergerät Motormanagement je nach Motorbremsstufe die folgenden Magnetventile an:

Magnetventil Motorbremse, Stufe 1

Magnetventil Motorbremse, Stufe 2

In der größten Motorbremsstufe werden zusätzlich der Abgasrückführsteller und der Ladedrucksteller angesteuert.

Tritt am Antriebs­CAN oder an einem Systembauteil für das Motormanagement eine Störung auf, dann geht das Steuergerät Motormanagement entsprechend der Schwere der Störung nach einem genau festgelegten Schema vor. So greift es bei weniger gravierenden Fehlern, z. B. bei einem Sensorausfall, auf Ersatzwerte zurück. Bei gravierenden Fehlern, z. B. bei einem Ausfall des Antriebs-CANs, wird der Notlauf aktiviert.

Dadurch kann das Fahrzeug bei einer Störung im System noch in die nächstgelegene Werkstatt gefahren werden.

Startvorgang Funktion

GF07.00-W-2001HF

Leerlaufdrehzahlregelung Funktion

GF07.16-W-2021HF

Arbeitsdrehzahlregelung Funktion

GF07.16-W-2022HF

Fahrbetrieb Funktion

GF07.16-W-2023HF

Eingangsgrößen für die Einspritzregelung

GF07.16-W-3003HF

Berechnung des Motorsollmomentes Funktion

GF30.35-W-3002HF

Referenzierte Dokumente