GF07.16-P-2014OD | Einspritzregelung CDI Funktion | 24.8.10 |
MOTOR 640.9 im TYP 169.0 /3 ab Modell-J. 2009 AEJ08/MOPF
MOTOR 640.9 im TYP 245.2 ab Modell-J. 2009 AEJ08/MOPF
Funktionsvoraussetzung allgemein
Klemme 61 EIN
Einspritzregelung Common-Rail Diesel Injection (CDI) allgemein
Die Einspritzregelung hat die Aufgabe, die benötigte Einspritzmenge zum erforderlichen Zeitpunkt in den jeweiligen Zylinder einzuspritzen.
Das Steuergerät CDI (N3/9) liest zur Einspritzregelung folgende Sensoren ein:
- Raildrucksensor (B4/6)
- Geber Ladedruck (B5/1)
- Hall-Geber Nockenwelle (B6/1)
- Temperaturfühler Kühlmittel (B11/4)
- Temperaturfühler Ladeluft (B17/8)
- Positionsgeber Kurbelwelle (L5), für die Motordrehzahl
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- Geber Fahrpedal (B37), für die Stellung des Fahrpedals
- Temperaturfühler Kraftstoff (B50)
- O2-Sonde vor KAT (G3/2) (bis ÄJ10 und außer Code (474) Partikelfilter oder mit Code (U41) Kraftstoff-Wasserabscheider und Schmierpaket) oder O2-Sonde nach KAT (G3/1) (ab ÄJ10 außer Code (U41) Kraftstoff-Wasserabscheider und Schmierpaket und mit Code (928) Abgasreinigung mit EU5 Technik), zur Regelung der Abgasnachbehandlung
- Temperaturfühler nach KAT (B19/8), zur Regelung der Abgasnachbehandlung, bei Fahrzeugen mit Code (474) Partikelfilter
- Temperaturfühler vor Dieselpartikelfilter (B19/9), zur Regelung der Abgasnachbehandlung, bei Fahrzeugen mit Code (474) Partikelfilter
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- Temperaturfühler vor Abgasturbolader (B19/11), zur Regelung der Abgasnachbehandlung, bei Fahrzeugen mit Code (474) Partikelfilter
- Differenzdruckgeber (DPF) (B28/8), für den Beladungszustand des Dieselpartikelfilters (DPF), bei Fahrzeugen mit Code (474) Partikelfilter
- Heißfilm-Luftmassenmesser (B2/5), für die angesaugte Luftmasse
- Temperaturfühler Ansaugluft (B2/5b1)
Dabei sind je nach Einspritzzeitpunkt folgende Funktionsabläufe zu unterscheiden:
Funktionsablauf Voreinspritzung
Funktionsablauf Haupteinspritzung
Funktionsablauf Nacheinspritzung
Funktionsablauf Voreinspritzung
Ziel der Voreinspritzung ist es, das Verbrennungsgeräusch zu reduzieren. Dies wird dadurch erreicht, dass vor der eigentlichen Haupteinspritzung bis zu 2-mal eingespritzt wird und dadurch die Verbrennung weicher abläuft.
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Zusätzlich kommt es durch die Voreinspritzung zu einer Reduzierung der Particulate Matter (Partikel) (PM) im Abgas. Der Ansteuerbeginn der Kraftstoffinjektoren (Y76) bei der Voreinspritzung wird vom Steuergerät CDI lastfallgeregelt berechnet. Ferner werden der letzte Ansteuerbeginn der Haupteinspritzung und die von der Batterie (G1) übermittelte Bordnetzspannung berücksichtigt.
Es erfolgt keine Voreinspritzung, wenn einer der folgenden Zustände vorliegt:
- Der Zeitpunkt der Voreinspritzung ist überschritten
- Die berechnete Voreinspritzmenge ist zu gering
- Die erfasste Motordrehzahl ist zu hoch
- Die Haupteinspritzmenge ist zu gering
- Der Raildruck ist zu gering
- Der Motor wird abgestellt
Funktionsablauf Haupteinspritzung
Die Haupteinspritzung erfolgt im Anschluss an die Voreinspritzung. Die Haupteinspritzung ist durch den Ansteuerbeginn (Einspritzzeitpunkt) und die Ansteuerdauer (Einspritzdauer) gesteuert.
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Durch das Steuergerät CDI erfolgt keine Ansteuerung der Kraftstoffinjektoren zur Haupteinspritzung, wenn einer der folgenden Zustände vorliegt:
- Einspritzmengenbegrenzung im Volllastbereich ist aktiv (Motordrehzahl > 4500/min)
- Die Kraftstofftemperaturgrenze ist überschritten
- Der Raildruck ist zu gering
- Der Motor befindet sich im Schiebebetrieb
- Ein externer Eingriff in die Mengenregelung, z. B. durch das Elektronische Stabilitäts Programm (Electronic-Stability-Program) (ESP), liegt vor
- Der Motor wird abgestellt
Funktionsablauf Nacheinspritzung
Die Nacheinspritzung erfolgt im Anschluss an die Haupteinspritzung.
Die Nacheinspritzung dient dazu, die Abgastemperatur zu erhöhen und den Umwandlungsprozess der Abgasbestandteile im Oxidationskatalysator zu unterstützen. Bei Fahrzeugen mit Code (474) Partikelfilter wird zur DPF-Regeneration noch einmal eingespritzt. Dazu wird der Beladungszustand des DPF mit Hilfe des Differenzdruckgebers (DPF) erfasst. Durch die 2. Nacheinspritzung wird die Abgastemperatur weiter erhöht und der Regenerationsvorgang ausgelöst. Der Ruß im Abgas wird nachträglich verbrannt.
Durch das Steuergerät CDI erfolgt keine Ansteuerung der Kraftstoffinjektoren zur Nacheinspritzung, wenn einer der folgenden Zustände vorliegt:
- Der Zeitpunkt der Voreinspritzung ist überschritten
- Die erfasste Motordrehzahl ist zu hoch
- Die berechnete Nacheinspritzmenge ist zu gering
- Die Haupteinspritzmenge ist zu gering
- Der Raildruck ist zu gering
- Der Motor wird abgestellt
Referenzierte Dokumente
- gf0716p6000od Steuergerät CDI Bauteilbeschreibung
- gf4245p4502ka Steuergerät ESP/BAS Bauteilbeschreibung
- pe0716p276197baa Funktionsschema Elektrik Common-Rail Diesel Injection (CDI) Einspritzregelung
- pe0716p276197qa Funktionsschema Elektrik Common-Rail Diesel Injection (CDI) Einspritzregelung