Funktionsvoraussetzungen Schubabschaltung allgemein
Klemme 87 (Motormanagement EIN)
Motor läuft
Fahrzeug rollt
Fahrpedal nicht betätigt
Wählhebelstellung "D" oder "R"
Fahrzeug nicht im Tempomatbetrieb oder DISTRONIC PLUS-Betrieb (mit CODE 233 (DISTRONIC PLUS))
Schubabschaltung allgemein
Die Schubabschaltung bewirkt, dass die Antriebsräder über das Getriebe ein Bremsmoment auf den Motor übertragen. Dadurch wird die Bremswirkung des Motors erhöht (Motorbremse).
Das Steuergerät CDI (N3/9) führt eine Schubabschaltung abhängig von folgenden Signalen durch:
Kühlmitteltemperatur-Sensor (B11/4)
Fahrpedalsensor (B37), Fahrpedalstellung
Hallsensor Kurbelwelle (B70), Motordrehzahl
Steuergerät Vollintegrierte Getriebesteuerung (Y3/8n4) (mit CODE 427 (7G-TRONIC)) oder (mit CODE 421 (9G-TRONIC)), Fahrstufe über Antriebs-CAN (CAN C1)
Schubabschaltung Funktionsablauf
Wenn das Fahrpedal nicht betätigt wird (Nullmengenförderung), tritt Schubbetrieb ein. Das Steuergerät CDI schaltet im Schubbetrieb die Kraftstoffinjektoren (Y76) abhängig von der Kühlmitteltemperatur, dem eingelegten Gang und bei einer Motordrehzahl > 1600/min ab.
Das Steuergerät CDI senkt zusätzlich über das Druckregelventil (Y74) den Kraftstoffdruck in den Rails. Bei Betätigung des Fahrpedals oder Abfall der Motordrehzahl < 1600/min steuert das Steuergerät CDI die Kraftstoffinjektoren wieder an und erhöht über das Mengenregelventil (Y94) oder das Druckregelventil, je nach Regelart, den Kraftstoffdruck in den Rails.
Sind die Bedingungen zum Lernen der Injektornullmengen erfüllt, kann der Kraftstoffdruck auf bis zu 1000 bar im Schubbetrieb erhöht werden.
Referenzierte Dokumente
- gf0716p9997ogs Übersicht Systembauteile Common-Rail Diesel Injection (CDI)