gf0710p1009orb

Generatorschnittstelle Funktion

Typ gf · Thema 07.10 · Version 0100 · 2014-06-12

Gültig für: MOTOR 626 im TYP 205

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.10 Elektronische Motorsteuerung/Motorregelung — Baureihe 205

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 626 ***

GF07.10-P-1009ORB

Generatorschnittstelle Funktion

12.6.14

MOTOR

626 im TYP 205

Funktionsvoraussetzungen Generatorschnittstelle allgemein

Klemme 87 (Motormanagement EIN)

Motor läuft

Generatorschnittstelle allgemein

Mit der Generatorschnittstelle werden Botschaften über den Antriebs-LIN (LIN C1) zwischen dem Generator (G2) und dem Steuergerät CDI (N3/9) ausgetauscht und das Regelverhalten des Generators gesteuert. Dazu liest das Steuergerät CDI folgende Signale ein:

Hallsensor Kurbelwelle (B70), Motordrehzahl

Spannung Bordnetzbatterie (G1) über "Klemme 30"

Generator, Status

Generatorschnittstelle Funktionsablauf

Das Steuergerät CDI steuert das Regelverhalten des Generators, um z. B. bei ausreichend geladener Bordnetzbatterie die Ladespannung zu verringern.

Damit reduziert sich die Motorbelastung, wodurch weniger Kraftstoff verbraucht wird und die Abgasemissionen verbessert werden.

Das Steuergerät CDI steuert folgende Funktionen:

Einschalten des Generators, abhängig vom Bordnetzzustand und von den motorischen Anforderungen.

Regelung des Generators entsprechend den im Steuergerät CDI gespeicherten Kennfeldern. Dazu wird die Ladespannung vom Steuergerät CDI vorgegeben.

Den Generator vor Überhitzung schützen.

Bei hoher Belastungsänderung des Generators im Leerlauf die Ladespannung verzögert anpassen, um die Leerlaufdrehzahl zu stabilisieren.

Erkannte Fehler dem Kombiinstrument (A1) zur Ansteuerung der entsprechenden Warnsymbole und Display-Meldungen über Antriebs-CAN (CAN C1), Steuergerät Antriebsstrang (N127), Fahrwerk-FlexRay (Flex E), Steuergerät elektronisches Zündschloss (N73) und den Benutzerschnittstelle-CAN (CAN HMI) mitteilen.

Bordnetzspannung auf einem niedrigen Wert halten und Laden der Bordnetzbatterie verstärkt in den Schubphasen (Kraftstoffersparnis)

CAN-Signal Klemme 61 (Generator in Funktion) erzeugen.

Der Generator führt ständig eine Selbstdiagnose durch und sendet die Ergebnisse auf Anforderung zum Steuergerät CDI. Dieses vergleicht die Ergebnisse mit weiteren Signalen (wie z. B. Motordrehzahl, Spannung Bordnetzbatterie, Zeit nach Motorstart) und erkennt daraus Fehler am Generator.

Folgende Fehler werden erkannt:

Leitung (Antriebs-LIN) der Generatorschnittstelle unterbrochen oder Schnittstellentreiber im Steuergerät CDI defekt (der Generator regelt in diesem Fall auf 14,3 V)

– Elektrische Fehler am Generator:

Mögliche Ursachen: Generatorregler oder Dioden defekt, Statordefekt oder Erregungsunterbrechung

Mögliche Folgen: Ladespannung bzw. Ladestrom nicht ausreichend oder zu hoch

Mechanische Fehler am Generator:

Mögliche Ursachen: gerissener oder loser Keilrippenriemen

Mögliche Folgen: keine oder mangelnde Ladung der Bordnetzbatterie, keine oder mangelnde Bordnetzversorgung

Diagnose

Zum Prüfen der Ladespannung muss die Bordnetzbatterie mit einem Batterietestgerät belastet werden, da bei vollgeladener und unbelasteter Bordnetzbatterie die Ladespannung deutlich verringert sein kann.

Klemme 61-Signal

Bei Generatoren mit Generatorschnittstelle ist die Leitung "Klemme 61" entfallen. Aus den Informationen, die das Steuergerät CDI über die Generatorschnittstelle erhält, wird das Klemme 61-Signal im Steuergerät CDI nachgebildet und über den CAN-Verbund (z. B. für das Kombiinstrument) ausgegeben.

Funktionsschema Elektrik Generatorschnittstelle

PE07.10-P-2709-97FBF

Übersicht Systembauteile Common-Rail Diesel Injection (CDI)

GF07.16-P-9997ORB

Referenzierte Dokumente