Funktionsvoraussetzungen Drehzahlregelung allgemein
Klemme 87 (Motormanagement EIN)
Motor läuft
Drehzahlregelung allgemein
Die Drehzahlregelung stabilisiert die Leerlaufdrehzahl und begrenzt die Motordrehzahl zum Schutz des Motors und des Antriebsstrangs. Über das Signal vom Hallsensor Kurbelwelle (B70) erkennt das Steuergerät CDI (N3/9) die Motordrehzahl.
Das Steuergerät CDI liest zur Drehzahlbegrenzung folgende Sensoren und Signale ein:
Hallsensor Kurbelwelle, Motordrehzahl
Kraftstoffdruck-Sensor Hochdruck (B4/6)
Steuergerät Vollintegrierte Getriebesteuerung (Y3/8n4), Fahrstufe über Antriebs-CAN (CAN C1)
Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (N30/4), Fahrzeuggeschwindigkeit über Fahrwerk-FlexRay (Flex E) zum Steuergerät Antriebsstrang (N127) und weiter über Antriebs-CAN an das Steuergerät CDI
Die Motordrehzahl wird vom Steuergerät CDI durch folgende Maßnahmen geregelt:
Keine Ansteuerung der Kraftstoffinjektoren (Y76) (bei Drehzahlbegrenzung)
Anpassung der Einspritzdauer der Kraftstoffinjektoren (bei Leerlaufdrehzahlregelung)
Ansteuerung des Mengenregelventils (Y94) (Raildruckregelung)
Drehzahlregelung Funktionsablauf
Das Regeln der Motordrehzahl ist in folgenden Punkten beschrieben:
Funktionsablauf Drehmomentwandlerschutz
Funktionsablauf Drehzahlbegrenzung
Funktionsablauf Leerlaufdrehzahlregelung
Funktionsablauf Drehmomentwandlerschutz
Um den Drehmomentwandler in den Wählhebelstellungen "P" oder "N" (kein Kraftschluss) vor erhöhtem statischen Innendruck zu schützen, wird die Motorhöchstdrehzahl auf ca. 4200/min begrenzt. Die Information über die aktuelle Wählhebelstellung erhält das Steuergerät CDI über den Antriebs-CAN vom Steuergerät vollintegrierte Getriebesteuerung.
Funktionsablauf Drehzahlbegrenzung
Um den Motor im Fahrbetrieb vor den Folgen einer unzulässig hohen Motordrehzahl zu schützen, wird bei einer Geschwindigkeit > 0 km/h die Motorhöchstdrehzahl auf ca. 4500/min begrenzt.
Der Fahrbetrieb wird vom Steuergerät CDI am CAN-Signal "Fahrzeuggeschwindigkeit" erkannt, welches vom Steuergerät ESP® über den Fahrwerk-FlexRay an das Steuergerät Antriebsstrang gesendet wird.
Funktionsablauf Leerlaufdrehzahlregelung
Das Steuergerät CDI regelt und stabilisiert die Leerlaufdrehzahl in Abhängigkeit von Betriebsbedingungen und Motorbelastungen, wenn das Fahrpedal nicht betätigt ist.
Das Steuergerät CDI liest zur Leerlaufdrehzahlregelung zusätzlich folgende Sensoren und Signale ein:
Druck- und Temperatursensor Ladeluft (B4/32), Motorlast
Kühlmitteltemperatur-Sensor (B11/4)
Temperatursensor Ladeluft (B17/8)
Außentemperatur über Innenraum-CAN (CAN B), Steuergerät elektronisches Zündschloss (N73) über Fahrwerk-FlexRay zum Steuergerät Antriebsstrang und Antriebs-CAN.
Steuergerät Klimatisierung (N22/1), Status Klimaanlage über Innenraum-CAN, Steuergerät elektronisches Zündschloss, über Fahrwerk-FlexRay zum Steuergerät Antriebsstrang und Antriebs-CAN.
Das Steuergerät CDI regelt über das Mengenregelventil den Kraftstoffdruck in der Rail und über die Ansteuerung der Kraftstoffinjektoren die Einspritzdauer.
Der Kraftstoffdruck in der Rail und die Einspritzdauer der Kraftstoffinjektoren ergeben die Einspritzmenge.
In Abhängigkeit von dem Umgebungsluftdruck und der Umgebungstemperatur kann die Leerlaufdrehzahl zeitlich begrenzt auf ca. 1600/min angehoben werden.
Das Steuergerät CDI regelt die Leerlaufdrehzahl unter folgenden Betriebsbedingungen und Motorbelastungen:
Einlegen der Fahrstufe "D" oder "R"
Zuschalten der Klimaanlage
Unterspannung der Bordnetzbatterie (G1)
Einlegen der Fahrstufe "D" oder "R"
Mit Einlegen der Fahrstufe "D" oder "R" wird auf eine niedrigere Leerlaufdrehzahl geregelt, um die Kriechneigung des Fahrzeugs zu verringern. Dazu wertet das Steuergerät CDI das CAN-Signal "eingelegte Fahrstufe" vom Steuergerät vollintegrierte Getriebesteuerung aus.
Zuschalten der Klimaanlage
Damit im Leerlauf die Motordrehzahl beim Zuschalten der Klimaanlage nicht abfällt, gibt das Steuergerät Klimatisierung vor dem Zuschalten ein Statussignal an das Steuergerät CDI. Das Steuergerät CDI passt daraufhin entsprechend die Leerlaufdrehzahl an.
Diagnose
Die Grundeinstellung der Leerlaufdrehzahl kann mit XENTRY Diagnostics ausgelesen und beeinflusst werden.
Unterspannung der Bordnetzbatterie
Das Steuergerät CDI erkennt über "Klemme 30" eine Unterspannung der Bordnetzbatterie und erhöht die Leerlaufdrehzahl bis zum Ausschalten des Motors um ca. 100/min.
Referenzierte Dokumente
- gf0716p9997orb Übersicht Systembauteile Common-Rail Diesel Injection (CDI)