Hiermit möchten wir über die Vorgehensweise zur Dokumentation der Felder „Restlaufstrecke“ und „Restlaufzeit“ im DSB (Digital Service Booklet) bei der Wartung des Citan anhand der verschiedenen Servicemeldungen (1, 2 oder 3) im Multifunktionsdisplay (A1p13) des Kombiinstruments (A1) informieren.
S54.30-4563-09
1 | Servicemeldung | 2 | Servicemeldung | 3 | Servicemeldung |
4 | Symbol |
5 | Symbol |
6 | Symbol |
A1 | Kombiinstrument |
A1p13 | Multifunktionsdisplay |
S54.30-4562-05
Bei Servicemeldung (1) in Verbindung mit den Symbolen (5) und (6) muss die Restlaufstrecke vom Multifunktionsdisplay (A1p13) abgelesen und im DSB dokumentiert werden. Die Restlaufzeit muss im DSB mit „0 Tage" dokumentiert werden.
Bei Servicemeldung (2) in Verbindung mit dauerhaft leuchtendem Symbol (5) muss die Restlaufstrecke auf „0“ km (bzw. Meilen) und die Restlaufzeit auf „0“ Tage im DSB dokumentiert werden.
Bei Servicemeldung (3) in Verbindung mit blinkendem Symbol (5) und dauerhaft leuchtendem Symbol (4) muss die Restlaufstrecke mit XENTRY Diagnostics ausgelesen und im DSB dokumentiert werden. Hierzu folgende Menüpunkte im XENTRY Diagnostics wählen: „Steuergeräte-Ansicht“ - "KI - Kombiinstrument (A1)" - "Istwerte" - "Wartung" – "Gefahrene Wegstrecke seit der Aufforderung zum Ölwechsel" (siehe Beispiel unten). Die Restlaufzeit muss aus dem DSB anhand der letzten Eintragung zur Wartung abgelesen, berechnet und dokumentiert werden (siehe Beispiel unten).
Beispiel zur Dokumentierung der Restlaufstrecke bei Servicemeldung (3) | |
Anzeige im XENTRY Diagnostics: Istwert aus dem Feld "Gefahrene Wegstrecke seit der Aufforderung zum Ölwechsel" | Eintrag im DSB Feld „Restlaufstrecke“: |
z. B.: 1548 km (bzw. Meilen) | 1548 |
Beispiel zur Dokumentierung der Restlaufzeit bei Servicemeldung (3) | ||
Datum der letzten Eintragung zur Wartung im DSB + 2 Jahren | Datum der Durchführung aktuelle Wartung | Eintrag im DSB: Feld „Restlaufzeit“ (in Tagen) |
Beispielrechnung: 01.01.12 + 2 Jahren = A | 01.04.14 = B | A - B= Restlaufzeit (- 90) |
Bei Servicemeldung (3) muss der Serviceberater die für die Eintragung erforderliche Restlaufstrecke mit XENTRY Diagnostics auslesen und die Restlaufzeit anhand der letzten Eintragung zur Wartung aus dem DSB ausrechnen. Eine gesonderte Abrechnung über Garantie als Zusatzarbeit ist hierzu nicht zulässig.
Wenn im Rahmen der Zeit- bzw. Laufleistungs-Intervallangaben die in den Garantiehandbüchern angegebenen Toleranzen bzw. Umfänge zur Wartung nach Herstellervorgaben überschritten wurden, muss der Kunde informiert werden, dass der vorgeschriebene Servicedienst sowie die erforderlichen Zusatzarbeiten (Bremsflüssigkeits-/Filter-/Zündkerzenwechsel etc.) und ggf. notwendigen Reparaturen bei einem autorisierten Mercedes-Benz Servicepartner am Fahrzeug gegen gesonderten Auftrag unbedingt durchgeführt werden müssen, um weiterhin Sondergarantien wie z. B. „MobiloVan“ und "Garantie gegen Durchrostung" zu behalten. Wird dieses vom Kunden bzw. von der Werkstatt nicht eingehalten, ist die Bedingung der "Wartung nach Herstellervorgaben" nicht ordnungsgemäß erfüllt und die genannten Sondergarantien können unter Umständen nicht gewährt werden. In diesem Fall darf dann der Haken im Feld "Serviceintervalle i. O." im DSB nicht gesetzt werden.