si4015s0002a

Service-Information: Reifendruckkontrolle

Typ si · Thema 40.15 · Version 0200 · 2017-03-24

Gültig für: Typ 447 mit Code RY2 (Reifendruckkontrolle)

Einordnung

Funktionsgruppe 2 Fahrwerk › 40 Räder, Fahrwerkvermessung › 40.15 Reifendruck und -überwachung — Baureihe 447

EinPAS 26 Aktive Sicherheitssysteme › 26.29 Reifendrucküberwachung/Reifendruckregelung › 26.29.1 Grundinformation — Baureihe 447

EinPAS 45 Daten/Information › 45.20 Information/Maßnahmen › 45.20.20 Serviceinformation — Baureihe 447

SI40.15-S-0002A

Service-Information: Reifendruckkontrolle

24.03.2017

Typ

447

mit Code RY2 (Reifendruckkontrolle)

Änderungshinweise

22.03.2017

Gültigkeit geändert und Informationen zu Varianten für die Aktivierung und das Einlernen von Reifendrucksensoren hinzugefügt

Aus gegebenem Anlass möchten wir Sie darüber informieren, dass zur Aktivierung und zum Einlernen von Reifendrucksensoren drei verschiedene Varianten möglich sind.

Voraussetzungen:

Die Räder wurden ordnungsgemäß angebaut. Hierzu Dokument AR40.10-S-1100E beachten.

Der Reifendruck ist an allen Rädern korrekt eingestellt. Hierzu Dokument AP40.15-S-4060E beachten.

Variante 1: automatische Aktivierung über den Fahrbetrieb

Reifendruckkontrolle (RDK) neu starten. Siehe entsprechendes Kapitel in der Betriebsanleitung:

Räder und Reifen  Reifendruck  Reifendruckkontrolle  Reifendruckkontrolle neu starten.

und

Räder und Reifen  Reifendruck  Reifendruckkontrolle  Wichtige Sicherheitshinweise

Einlernvorgang der Reifendrucksensoren durchführen. Hierzu ca. 10 min mit einer Geschwindigkeit zwischen 30 km/h und 120 km/h fahren.

Bei Fahrzeugstillstand wird der Einlernvorgang unterbrochen und nach erneutem Erreichen von mindestens 30 km/h wieder fortgesetzt.

Die Identifikationsnummern der Reifendrucksensoren werden automatisch an das Steuergerät Reifendruckkontrolle (RDK) übermittelt. Treten Störeinflüsse auf, muss der Vorgang fortgesetzt werden. Sobald der Einlernvorgang abgeschlossen ist, sind die Reifendrücke im Kombiinstrument verfügbar.

Sollte der Einlernvorgang nicht erfolgreich sein, kann mit XENTRY Diagnostics ermittelt werden, welcher Reifendrucksensor keine Identifikationsnummer übermittelt hat (Meldung im Kombiinstrument: „Reifendruckkontrolle aktiv“). Die Reifendrucksensoren, die keine Identifikationsnummer übermittelt haben, sind zu erneuern. Hierzu Dokument AR40.15-S-0081E beachten. Nach dem Erneuern muss der Einlernvorgang wiederholt werden. Wenn beim Einlernvorgang eine Aktivierung der Reifendrucksensoren weiterhin nicht möglich ist, sind die Reifendrucksensoren wie in Variante 3 beschrieben zu aktivieren.

Für die nachfolgenden Vorgänge muss XENTRY Diagnostics Version 03/2017 mit allen dazugehörenden aktuellen AddOns (insbesondere AddOn 7145) oder eine höhere XENTRY Diagnostics Version verwendet werden.

Variante 2: Aktivierung mit XENTRY Diagnostics durch Absenken/Erhöhen des Reifendrucks

Die Identifikationsnummern der Reifendrucksensoren müssen mit XENTRY Diagnostics in das Steuergerät Reifendruckkontrolle (RDK) geschrieben werden. Dazu folgende Menüpunkte aufrufen:

N88/1 - Reifendruckkontrolle (RDK) (Code: RY2)  Anpassungen  Einlernvorgänge  Identifikationsnummern der Reifendrucksensoren schreiben.

Auf die Frage „Sind die Identifikationsnummern der Reifendrucksensoren bekannt?“ mit „NEIN“ antworten und Arbeitsschritte laut XENTRY Diagnostics befolgen.

Durch das Absenken des Reifendrucks wird der Reifendrucksensor im jeweiligen Rad aktiviert. Die Identifikationsnummer des Reifendrucksensors wird dann durch das Steuergerät Reifendruckkontrolle (RDK) erkannt und dem ausgewählten Rad zugeordnet. Wenn alle Identifikationsnummern der Reifendrucksensoren korrekt angezeigt werden, können die Werte unter Reiter „Istwerte“ im XENTRY Diagnostics geprüft werden.

Sollte das Schreiben von Identifikationsnummern der Reifendrucksensoren nicht erfolgreich sein, ist der nicht aktivierbare Reifendrucksensor zu erneuern. Hierzu Dokument AR40.15-S-0081E beachten. Nach der Erneuerung der Reifendrucksensoren muss der Aktivierungsvorgang wiederholt werden. Wenn eine Aktivierung der Reifendrucksensoren weiterhin nicht möglich ist und das Testgerät für Reifendrucksensoren (000 588 01 19 00 Testgerät) vorhanden ist, bitte die Reifendrucksensoren wie in Variante 3 beschrieben aktivieren.

Variante 3: Aktivierung mit dem Testgerät für Reifendrucksensoren (sofern vorhanden)

Hierzu müssen die Identifikationsnummern der Reifendrucksensoren mit dem Testgerät (000 588 01 19 00) ausgelesen und mit XENTRY Diagnostics ins Steuergerät Reifendruckkontrolle (RDK) übertragen werden. Hinweisdokument AH40.15­P-0001­01A „Hinweise zur Verwendung des Prüfwerkzeuges für Reifendruckkontrolle“ beachten. Dazu folgende Menüpunkte aufrufen:

N88/1 - Reifendruckkontrolle (RDK) (Code: RY2)  Anpassungen  Einlernvorgänge  Identifikationsnummern der Reifendrucksensoren schreiben.

Auf die Frage „Sind die Identifikationsnummern der Reifendrucksensoren bekannt?“ mit „JA“ antworten und Arbeitsschritte laut XENTRY Diagnostics befolgen.

Wenn die Identifikationsnummern der Reifendrucksensoren vorliegen, müssen diese im XENTRY Diagnostics der korrekten Radposition zugeordnet werden. Nach erfolgreicher Durchführung der Aktivierung werden die Werte des Reifendrucks im Kombiinstrument angezeigt.

Sollten Fehlermeldungen nach dem Schreiben von Identifikationsnummern der Reifendrucksensoren vorhanden sein, sind die geführten Prüfungen mit XENTRY Diagnostics durchzuführen und der defekte Reifendrucksensor zu erneuern. Hierzu Dokument AR40.15-S-0081E beachten. Nach der Erneuerung muss der Aktivierungsvorgang wiederholt werden.

Prüfung der Empfangsfeldstärke mit XENTRY Diagnostics

Die Empfangsfeldstärke wird im Reiter „Istwerte“ in XENTRY Diagnostics angezeigt. Hierzu müssen folgende Hinweise berücksichtigt werden:

Die Empfangsfeldstärke gibt einen Aufschluss darüber welcher Reifendrucksensor, in welcher Stärke empfangen wird.

Hierbei ist darauf zu achten, dass nicht alle Reifendrucksensoren miteinander verglichen werden können.

Die Reifendrucksensoren können Unterschiede in der Empfangsstärke aufweisen.

Der Unterschied der Empfangsstärke zwischen linkem und rechtem Reifendrucksensor ist nicht relevant.

Bei dieser Prüfung ist der Signalunterschied zwischen Vorderachse und Hinterachse zu prüfen.

Die Differenz zwischen Vorder- und Hinterachse muss mehr als 80 dB betragen, damit eine Lokalisierung der Reifendrucksensoren erfolgreich durchgeführt werden kann.

Falls die erforderliche Differenz von mehr als 80 dB zwischen Vorder- und Hinterachse nicht vorhanden ist, bitte einen informativen TIPS-Fall erstellen. Istwerte der Reifendrucksensoren aus XENTRY Diagnostics (insbesondere Informationen zur Empfangsfeldstärke aller Reifendrucksensoren) an den TIPS­Fall anhängen.

Darüber hinaus muss bei Reklamationen der Reifendruckkontrolle vor Reparaturarbeiten ein Kurztest mit XENTRY Diagnostics durchgeführt werden. Nach Durchführung des Kurztestes müssen die Informationen der im XENTRY TIPS (Gruppe 40.15) hinterlegten Dokumente für die Reparaturarbeiten beachtet werden.

Reifen-Luftdruck richtigstellen, einschließlich Reserverad

AP40.15-S-4060E

Räder ab-, anmontieren

AR40.10-S-1100E

Reifendrucksensor aus-, einbauen

AR40.15-S-0081E

000 588 01 19 00 Testgerät

WS40.00-P-0005B

Referenzierte Dokumente