gf1840p2000bk

Ölsensor Bauteilbeschreibung

Typ gf · Thema 18.40 · Version 0103 · 2008-03-14

Gültig für: MOTOR 113.967 im TYP 219 MOTOR 113.964 im TYP 164.1 bis Modell-J. 08 /AEJ 07 MOTOR 113.971 im TYP 251 bis Modell-J. 08 /AEJ 07

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 18 Motorschmierung, Motorölkühlung › 18.40 Ölstand-, Öldruckgeber — Baureihe 164 (Baumuster 1**) · Baureihe 219 · Baureihe 251

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 113 964, 113 967, 113 971

GF18.40-P-2000BK

Ölsensor Bauteilbeschreibung

14.3.08

MOTOR 113.967 im TYP 219

MOTOR 113.964 im TYP 164.1 bis Modell-J. 08 /AEJ 07

MOTOR 113.971 im TYP 251 bis Modell-J. 08 /AEJ 07

Ölsensor Bauteilbeschreibung

P07.61-2561-01

B40 Ölsensor (Ölstand, Temperatur und Qualität)

Anordnung

Der Ölsensor ist in der Ölwanne angeordnet.

Aufgabe

Der Ölsensor erfasst folgende Werte:

Ölstand

Öltemperatur

Ölqualität.

Ölsensor Bauteilbeschreibung

P18.40-2105-11

Aufbau

1 Elektronik mit 3-poligem Steckanschluss

B40 Ölsensor (Ölstand, Temperatur und Qualität)

a Kapazitiver Messbereich am Geber

C Steckanschluss

1 Ausgangssignal

2 Masse

3 Spannungsversorgung

Ölsensor Bauteilbeschreibung

P18.40-2046-12

2 Temperaturfühler

B40 Ölsensor (Ölstand, Temperatur und Qualität)

C1 Kondensator oben

CL Kapazität Luft

CÖL Kapazität Motoröl

C2 Kondensator unten

a kapazitiver Messbereich

h Füllstand

Funktion

Ölstand und Ölqualität werden über die Kapazität des Motoröls (Dielektrikum) erkannt. Die Öltemperatur wird durch den Temperaturfühler erfasst. Alle Signale werden in der Elektronik zu einem PWM-Signal aufbereitet und an das Motorsteuergerät übertragen. Die Daten werden vom Motorsteuergerät über CAN zum Kombiinstrument weitergegeben und dort zur Berechnung des individuellen Serviceintervalles verwendet. Ölnachfüllungen werden automatisch erkannt und verlängern das Serviceintervall. Die Daten können am Kombiinstrument zur Anzeige gebracht werden. Motorölüberfüllung, Fehlermeldungen, Motorölüberhitzung und ein bevorstehender Ölwechsel werden automatisch angezeigt.

Das Messprinzip des Ölsensors ist eine Kapazitätsmessung, wobei die Kapazität vom Ölstand abhängig ist. Das Messsystem besteht aus zwei Zylinderkondensatoren, die als gemeinsame Außenelektrode ein Metallrohr besitzen. Die beiden anderen Elektroden sind als Innenrohre übereinander angeordnet.

Durch den unteren Kondensator, der immer voll mit Öl befüllt ist, wird die Dielektrizitätskonstante des Motoröls (ε ca. 2,3 bis 4,0) bestimmt.

Mit dem oberen Kondensator wird unter Einbeziehung der Dielektrizitätskonstante der Füllstand bestimmt. Die Kapazität des oberen Kondensators errechnet sich aus einer Parallelschaltung mit zwei Kondensatoren, die als Dielektrikum Luft und Motoröl haben.

Die Kondensatoren sind in einem Kunststoffgehäuse, das als Dämpfungsbecher dient, angeordnet. Durch Zulaufbohrungen strömt das Motoröl in das Gehäuse zwischen die Kondensatoren.

Der Messbereich für den Ölstand beträgt 80 mm

(Normalniveau 40 mm), Messgenauigkeit ca. 3 mm.

Die Spannungsversorgung des Ölsensors (ca. 5 V) erfolgt vom Motorsteuergerät.

Ölsensor Bauteilbeschreibung

P07.61-0445-05

Signalzuordnung Ölsensor

1 Signale Tastverhältnis i. O.

A Öltemperatur 20 bis 80 %

B Ölstand 20 bis 80 %

C Ölqualität 20 bis 80 %

2 Signale Tastverhältnis > 80 %

A Öltemperatur > +160 °C

B Ölstand > 80 mm

C Ölqualität ε > 6

3 Signale Tastverhältnis < 20 %

A Öltemperatur < - 40 °C

B Ölstand < 0 mm

C Ölqualität ε < 1

T Tastverhältnis 100 %

Jeder Informationsblock besteht aus drei aufeinander folgenden Rechtecksignalen. Darauf folgt eine kurze Pause.

Jedem Rechtecksignal ist eine Messgröße zugeordnet. Über das Tastverhältnis von ca. 20 bis 80 % erfolgt die jeweilige Quantisierung.

Weil Ölstand und Ölqualität (Kapazität des Motoröls) voneinander abhängig sind, werden diese Informationen im Motorsteuergerät erst kompensiert, bevor sie über den CAN-Datenbus zum Kombiinstrument weiter übertragen werden.

Folgende Fehler am Ölsensor werden vom Motorsteuergerät erkannt und in den Fehlerspeicher eingetragen:

- Tastverhältnis eines Signals kleiner als 17 % oder größer als 83 %

- Dielektrizitätskonstante des Motoröls länger als 100 s größer als 5,8 (z. B. wegen sehr viel Wasser im Motoröl).