Funktionsvoraussetzungen Abgasreinigung allgemein
Motor läuft
Kühlmittel- und Abgastemperatur für Regeneration des Dieselpartikelfilters (DPF) erreicht
Abgasreinigung allgemein
Die Aufgabe ist die Reduzierung der Abgasemissionen:
Stickoxide (NOx)
Kohlenwasserstoffe (HC)
Kohlenmonoxid (CO)
Rußpartikel
Durch folgende Teilfunktionen wird die Abgasreinigung unterstützt:
DPF
Abgasrückführung (AGR)
Die Steuerung der Regeneration des DPF durch das Steuergerät CDI (N3/9) ist u. a. abhängig von den Signalen folgender Sensoren:
Kühlmitteltemperatur-Sensor (B11/4)
Temperatursensor Abgasrückführung (B16/14)
Temperatursensor vor Katalysator (B19/7) (mit Code MB6 (Fahrzeug schadstoffarm Euro 6 Gr. 1))
Temperatursensor vor Dieselpartikelfilter (B19/9)
Differenzdrucksensor DPF (B28/8)
Lambdasonde vor Katalysator (G3/2)
Lambdasonde nach Katalysator (G3/1) (mit Code MB6 (Fahrzeug schadstoffarm Euro 6 Gr. 1))
Funktionsablauf Abgasreinigung
Die Abgasreinigung ist in folgenden Punkten beschrieben:
Funktionsablauf Oxidationskatalysator
Funktionsablauf Zuheizung
Funktionsablauf DPF
Funktionsablauf Oxidationskatalysator
Der Oxidationskatalysator sorgt für die Verringerung von Kohlenwasserstoff (HC) und Kohlenmonoxid (CO), außerdem erzeugt er durch die Nachverbrennung die erforderliche thermische Energie für die Regeneration des DPF.
Funktionsablauf Zuheizung
Das Steuergerät CDI (N3/9) veranlasst über das Heizmodul Injektoren (N33/2) die Ansteuerung von Heizelement 1 Kühlmittelvorwärmung (R10), Heizelement 2 Kühlmittelvorwärmung (R11), Heizelement 3 Kühlmittelvorwärmung (R12) und Heizelement 4 Kühlmittelvorwärmung (R13), die sich im Kühlmittelkreislauf befinden. Durch den Generator (G2) wird die Motorlast erhöht und hierdurch zusätzliche Wärme in den Kühlmittelkreislauf eingebracht.
Funktionsablauf DPF
Der DPF besteht aus einem keramischen Wabenfilterkörper aus Siliziumkarbid, der mit Platin beschichtet ist. Die Kanäle des DPF sind wechselweise vorn und hinten geöffnet und durch die porösen Filterwände des Wabenfilterkörpers voneinander getrennt.
Das durch den Oxidationskatalysator vorgereinigte Abgas strömt in die nach vorn offenen Kanäle des DPF ein und gelangt durch die porösen Filterwände des Wabenfilterkörpers in die nach hinten offenen Kanäle. Danach wird das gereinigte und gefilterte Abgas durch die Abgasanlage abgeführt. Die Rußpartikel werden im Wabenfilterkörper des DPF zurückgehalten.
Den Rußpartikelgehalt im DPF erkennt das Steuergerät CDI (N3/9) über den Differenzdrucksensor DPF (B28/8). Überschreitet der Rußpartikelgehalt einen kennfeldabhängigen Wert, leitet das Steuergerät CDI (N3/9) bei gegebenen Regenerationsvoraussetzungen die Regeneration ein. Hierzu erfolgt eine zusätzliche Nacheinspritzung der Kraftstoffinjektoren (Y76) sowie die Ansteuerung der Heizelemente Kühlmittelvorwärmung. Der Temperatursensor vor Dieselpartikelfilter (B19/9) überwacht die Abgastemperatur.
Durch die Erhöhung der Abgastemperatur werden die im DPF eingelagerten Rußpartikel überwiegend zu Kohlendioxid (CO2) verbrannt.
Der Differenzdrucksensor DPF (B28/8) ermittelt über die Abgasdruckleitungen vor DPF und nach DPF die Druckdifferenz zwischen dem Abgasdruck vor und nach dem DPF. Anhand der Druckdifferenz und der vom Steuergerät CDI (N3/9) errechneten Abgasmasse wird über ein Kennfeld der Rußpartikelgehalt im DPF ermittelt.
Eine unterbrochene Regeneration wird bei Kurzstreckenfahrten auf mehrere Fahrzyklen verteilt. Die Aufheizphasen bis zum Erreichen der notwendigen Regenerationstemperatur sind dadurch häufiger. Die Regeneration läuft im Hintergrund und somit unbemerkt ab.
Die Asche, die im DPF verbleibt, entsteht durch Verbrennungsrückstände des Motoröls. Daher wird nur aschearmes Motoröl verwendet.
Referenzierte Dokumente
- gf0716s9997c Übersicht Systembauteile Common-Rail Diesel Injection (CDI)