gf0900p2000orb

Aufladung Funktion

Typ gf · Thema 09.00 · Version 0100 · 2014-06-12

Gültig für: MOTOR 626 im TYP 205

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 09 Luftansaugung, Aufladung › 09.00 Allgemeines — Baureihe 205

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 626 ***

GF09.00-P-2000ORB

Aufladung Funktion

12.6.14

MOTOR

626 im TYP 205

Aufladung Funktion

Ansicht Ladeluftkühlung

1

Ladeluftkühler

2

Abgasrückführkühler (wassergekühlt)

M16/6

Drosselklappensteller

Y27/7

Abgasrückführstellglied Niederdruck

Y27/8

Abgasrückführstellglied Hochdruck

A

Ladeluft (ungekühlt)

B

Ladeluft (gekühlt)

C

Abgase nach Dieselpartikelfilter

D

Gekühlte Abgase

P09.41-2749-76

Funktionsvoraussetzungen Aufladung allgemein

Klemme 87M EIN (Motormanagement EIN)

Motor läuft

Aufladung allgemein

Durch die Aufladung wird der Zylinderfüllungsgrad verbessert. Damit erhöhen sich das Drehmoment und die Leistung des Motors.

Bei der Aufladung wird die Strömungsenergie der Abgase zum Antrieb des Abgasturboladers genutzt.

Der Abgasturbolader saugt Frischluft über den Luftfilter am Verdichtereintritt an und führt diese über den Verdichteraustritt in das Ladeluftrohr vor dem Ladeluftkühler.

Durch die hohe Drehzahl des Verdichterrads und den daraus resultierenden hohen Volumenstrom wird die Luft im Ladeluftrohr verdichtet.

Die verdichtete und dadurch erwärmte Ladeluft strömt über das Ladeluftrohr zum Ladeluftkühler. Dieser kühlt die Ladeluft ab und leitet sie über das Ladeluftrohr zum Zylinderkopf weiter.

Die Steuerung der Aufladung erfolgt über die Ladedruckregelung. Der Ladedruck wird vom Steuergerät CDI (N3/9) in Abhängigkeit von den folgenden Werten und den dazugehörigen Bauteilen geregelt:

Druck- und Temperatursensor Ladeluft (B4/32)

Heißfilm-Luftmassensensor (B2/5)

Ansauglufttemperatur-Sensor (B2/5b1)

Kühlmitteltemperatur-Sensor (B11/4)

Temperatursensor vor Abgasturbolader (B19/11)

Hallsensor Kurbelwelle (B70), für die Motordrehzahl

Einspritzmenge wird über die Einspritzdauer der Kraftstoffinjektoren (Y76) und den Kraftstoffdruck in der Rail bestimmt. Der Kraftstoffdruck in der Rail wird über den Kraftstoffdruck-Sensor Hochdruck (B4/6) erfasst.

Abgasdrucksensor (B60), für den Abgasdruck in der Abgasanlage

Atmosphärendrucksensor im Steuergerät CDI integriert, zur Erfassung des Umgebungsluftdrucks

Funktionsablauf Ladedruckregelung

Die Ladedruckregelung erfolgt elektropneumatisch über den Druckwandler Ladedruckregelung (Y31/5).

Der Ladedrucksteller wird kennfeld- und lastabhängig vom Steuergerät CDI zur Ladedruckregelung angesteuert.

Dazu wertet das Steuergerät CDI folgende Sensorsignale aus:

Kühlmitteltemperatur-Sensor

Druck- und Temperatursensor Ladeluft

Abgasdrucksensor

Kraftstoffdruck-Sensor Hochdruck

Hallsensor Kurbelwelle

Im Volllastbetrieb wird maximaler Ladedruck aufgebaut.

Über das Regelgestänge des Ladedruckstellers wird die Stellung der Leitschaufeln im Abgasturbolader verstellt.

Die verstellbaren Leitschaufeln verändern den Strömungsquerschnitt, durch den das Abgas auf das Turbinenrad strömt.

Damit passen die Leitschaufeln den am Turbinenrad anstehenden Gasdruck dem geforderten Ladedruck an.

Durch die Drehzahl des Abgasturboladers wird die Menge der vorverdichteten Luft und somit der Ladedruck bestimmt.

Der Ladedruck wird vom Druck- und Temperatursensor Ladeluft ständig überwacht und an das Steuergerät CDI weitergeleitet.

Als Schutz vor Überlastung des Abgasturboladers werden die Abgastemperatur durch den Temperatursensor vor Abgasturbolader und der Abgasdruck durch den Abgasdrucksensor vom Steuergerät CDI überwacht.

Besteht die Gefahr von thermischer oder mechanischer Überlastung, wird der Ladedruck reduziert.

Funktionsschema Elektrik Aufladung

PE09.00-P-2050-97FBF

Übersicht Systembauteile Common-Rail Diesel Injection (CDI)

GF07.16-P-9997ORB

Referenzierte Dokumente